Passt ihr eure Spielweise an?


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Anonymous
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Hallo Leute,

in letzter Zeit habe ich häufiger die Gelegenheit über unterschiedliche Verstärker zu spielen und stelle mal wieder fest, dass die Amps bei den Overdrivesounds das Klangbild viel entscheidender prägen als die Gitarre.

Kürzlich habe ich über einen Triple XXX von Peavey mit einer Laney-Box gespielt, das war vielleicht ein schweinegeiles Teil. Kostet auch dementsprechend...

Dabei stelle ich auch immer wieder fest, dass ich meine Spielweise dem Sound anpasse und nicht umgekehrt. Sind vielleicht nur Nuancen, aber ich merke es jedenfalls. Geht es dem einen oder anderen von euch genauso?

C-ya

Edit: Der böse Tippfehlerteufel...
 
Bierschinken
Bierschinken
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11 April 2007
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Ja, das ist defintiv so.

Bei mir ist es mittlerweile so dass ich gewisse Dinge bei einem Amp brauche sonst kann ich nicht "ordentlich" drauf spielen.
Ich habe mich da einfach zu sehr dran gewöhnt.
 
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Anonymous
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Moinsen,

jo, ist im Prinzip die Art und Weise ob man über einen Amp (natürlich auch Gitarre,etc..) "spielt" oder ob man mit ihm arbeitet.
Ein eigener Ton wird einen Gitarristen meist sowieso, egal auf welchem Amp, verraten.
Ich persönlich finde allerdings auch die Herausforderung schön, mit gänzlich unbekanntem Material/Sounds von üblichen Wegen abzugehen.
Macht ja grade den Reiz beim Jammen aus... ;-)

Im übrigen gibts wenige Amp, die sich auf den Gitarristen einstellen. Da sind die ziemlich stur :)

Jedoch bei festen Programmen ist ein zuverlässiges Set-Up (Sounds), wie Bierschinken beschrieb, schon recht hilfreich ;-)
greez
 
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Anonymous
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Moin-moin!

Also, bei mir ist das tatsächlich auch so und das ist wahrscheinlich auch ganz natürlich. Das Problem mit dem "wenn der Amp nicht gewisse Sachen bietet bin ich nicht gut drauf" habe ich vor kurzem ziemlich deutlich erlebt. Heieiei...so ein Schiet, da habe ich mich schwarz geärgert, bis ich des Problemes Wurzel fand.

Aber eine ganz andere Geschichte flog mir sofort im Kopf herum, als ich den Betreff las: Ted Nugent (aua, meine Ohren bluten glaub ich immer noch, war der laut in der Fabrik...) und Eddie van Halen trafen sich bei einem Festival. Eddie mit Strat und Marshall, Ted mit ES335 und Fender Amp. Hey, lass mich doch ma auf Deinem Amp...also, beide tauschen komplett aus, spielen los und kurz darauf, lange Gesichter. Eddie klang auch über Gibson und Fender nach Eddie. Ted klang nach Ted, egal wo er spielte.
Was sagt uns das? Es steckt doch viel Ton in den Fingern, mehr, als man oft denkt. Aber bis uns der Amp egal ist, brauchen wir wahrscheinlich Routine bis zum Umfallen :)
Andererseits, wer kennt nicht die wunderbare Gitarre-kaputthau-undärger-Aktion aus Blow up... Auch Stevie Ray Vaughan hat fürchterlich unter einem Ton gelitten, der nicht seinen Vorstellungen entsprach. Seiner Auskunft nach war höchstens jedes 20. Mal sein Ton so gut, dass er frei alles spielen konnte, was er wollte.
Also...
Gruß,

lalle
 
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alien":2pddl507 schrieb:
(...)
Im übrigen gibts wenige Amp, die sich auf den Gitarristen einstellen. Da sind die ziemlich stur :)
(...)

Also meine Amps haben Regler, damit lässt sich schon was machen! :mrgreen:

Aber für einen Sound, der mir wirklich zusagt, muss ich mich mit dem Verstäker ein Weile auseinandersetzten und probieren. Das geht bei mir nich eben mal schnell in 10 Minuten.

C-ya
 
Chris K jr.
Chris K jr.
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Ich will mich da nicht festlegen, aber ich glaube Eddie van Halen war es der sagte: "daß er solange an den Knöppen rumdreht bis er den Ton gefunden hat den er braucht".
Du bestimmst den Sound und nicht der/dein Amp. Obwohl, der Amp hat natürlich eine wichtige Funktion und hat dir zu dienen. Egal ob Röhre, Transistor oder Transe (halb Röhre halb Transistor :lol:
Ich brauche auch meinen Sound, vor allem meinen Amp, der mich immer wieder zum Staunen bringt, wie gut alles läuft; vor allem was dann plötzlich aus mir herrausgeholt wird. (wenn ich will ;-) Spiele ich z.B: über einen fremden Amp, brauche ich schon eine gewisse Zeit bis ich mit ihm warm geworden bin, manchmal auch nicht, und dementsprechend spiele ich dann auch....
ist schon eine Philosophie für sich ;-)
 
A
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Interessantes Thema.

schroeder":1es3ohx3 schrieb:
Dabei stelle ich auch immer wieder fest, dass ich meine Spielweise dem Sound anpasse und nicht umgekehrt. Sind vielleicht nur Nuancen, aber ich merke es jedenfalls.

Das hängt natürlich von den Spielsituationen ab. Ob ich

1. einen mir unbekannten Amp im Laden teste oder

2. bei einer Session was Fremdes benutzen muss...

Bei 1. gibt's wiederum den Riesenunterschied, ob ich

1.1 was für meinen Sound suche oder

1.2 mal testen will, was verschiedene Amps so können.

Bei 1.1 drücke ich dem Amp mein Spiel auf und bei 1.2 lasse ich mich von ihm inspirieren

Bei 2. habe ich eventuell die Arschkarte, wenn das nicht so klingt wie gewohnt. Sowas hat mich früher immer verunsichert und ich habe dann oft auch Mist gespielt :cry: . Heute kann ich sagen, dass ich spieltechnisch mehr Alternativen habe, auf ungewohnte Klangeinstellungen zu reagieren.

Primitivbeispiel: Wenn der Amp clean gut klingt und die Zerre scheiße ist, schieße ich mich nicht ins Knie, indem ich mich mit der Zerre rumquäle. Da wird dann halt "Cleanpotential" angeboten und der Song entsprechend gefärbt.
 
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moin,
aber klar passe ich mein spiel an.
wenn auf einer session ein jcm800 steht oder im bekanntenkreis ein vht pitbull, ich meinen getuntes plexiproject am kabel habe oder meinen alten super reverb... ich spiel immer anders (und sei der unterschied auch klein, aber anders bleibt es immer).
weil der eine amp nach percussiverem spiel verlangt, der andere zu higain getragenen legatoattacken verleitet.
wichtiger dabei bleibt aber der wiedererkennungswert.....

grüße
MIKE
 
A
Anonymous
Guest
Man kann das Thema auch noch um die Gitarre erweitern. Abgesehen davon, dass ich im Probenraum eine anderen Amp stehen habe als auf Gigs, nehme ich auf jede Probe eine andere Gitarre mit. z.B. mal 'ne Humbucker-Semi und beim nächsten Mal 'ne Tele. Ich lasse mich dann von den unterschiedlichen Eigenschaften inspirieren.

Dort, wo gestern noch der Powerchord gebraten hat, darf dann heute mal der britische Crunch (und dann mit einem anderen Voicing) ran. Die Freiheit nehm ich mir (<--- Scheiß-Werbespruch :) )

Ich will jetzt keine Namen nennen, aber jeder kennt Gitarristen, die auf ihrer 5. CD den GitarrenSound von der 4. CD um 3,7% Prozent "optimiert" oder verschlimmbessert haben. Hört keine Sau. Wäre doch viel interessanter, mal wirklich erkennbare Unterschiede anzubieten. So wäre ich mal interssiert, z.B. Herrn Satriani mit ner Archtop über einen Polytone zu hören. Oder Herrn Metheney mit ner ESP über eine Rectifiier. :-D
 

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