Tourtagebuch von GEIST

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Anonymous

Guest
Hall├Âchen,

angeregt von Mad Cruiser (hat Spa├č gemacht zu lesen), hier das Tourtagebuch 2007 meiner Band GEIST. Ist aus Myspace rauskopiert, drum umgekehrter Reihenfolge ;-))

Wen unsere Musik interessiert:
www.geistreich.org
www.myspace.com/geistrock


Tuesday, November 20, 2007


Tourtagebuch 9

Zuhause

Samstag, 17.11.
Wie angenehm mal keine Anreise zu haben! Das erste mal seit Start unserer Tour mit dem Release-Gig im Underground/K├Âln spielen wir wieder vor heimischen Publikum. Da waren die Erwartungen auf beiden Seiten hoch...
Zun├Ąchst hatten wir in unseren Ohren schon mal musikalisch f├╝r ein Rundum-Sorglos-Paket gesorgt: Unsere Kasseler Kumpels von TONFRONT mit ihrem zappaesken Powerpop und die w├╝sten├Ąrschigen Stoner LIGHTNING BOB mit unserem Teilzeitmischer Basti am Bass waren wohl mehr als ein gelungenes Aufw├Ąrmprogramm f├╝r unser nachfolgendes Heimspiel.
Das Blue Shell ist nicht gro├č und es gab keinen Vorverkauf. Von der Angst gepr├Ągt, nicht mehr reinzukommen (die wir geflissentlich zuvor verbreitet haben), war denn auch ab Konzertbeginn mit TONFRONT schon recht viel Volk zugegen. Das ganze f├╝llte sich dann zunehmend, bei LIGHTNING BOB musste man schon dr├Ąngeln um nach vorne zu kommen.
Und so sahen wir uns dann, als wir die B├╝hen enterten, einem bis unter die Decke gef├╝lltem Laden gegen├╝ber - GEIL ;-)))
Was dann ablief, ├╝bertraf definitiv unsere Erwartungen. Klar, das uns da wohl der ein oder andere nicht ganz anteilnahmslos gegen├╝berstehen w├╝rde, hatten wir zu hoffen gewagt. Und, logan, wir sind viel rumgekommen dieses Jahr, fanden in der Presse statt und haben durch gro├če Live-Dinger wie Bochum Total oder die Popkomm sicher den ein oder anderen Fan hinzugewonnen.
Dass aber ein ganzer Club textsicher unsere Lieder mitsingt und uns von Anfang bis Ende auf Wolke 666 (Mega-Powerflachs ;-) schweben l├Ąsst... ihr habts vielleicht am Ende gemerkt: da fehlten uns die Worte! Vielen Dank an euch alle!!!

Aber gehen wir nochmal ein St├╝ck zur├╝ck - f├╝r die, die nicht da waren: Wir hatten uns f├╝r diesen Abend eine ├ťberraschung f├╝r unsere K├Âlner Homies und Homilienen ausgedacht. Ein kleiner Teil unserer Berliner Fans hatten ja schonmal das zweifelhafte Vergn├╝gen: GEIST unplugged. Einmal absichtlich im Radio, einmal aus der Not geboren (wers genau wissen will: Tourtagebuch erster Berlintrip dieses Jahr).
Das wollten wir unseren K├Âlnern dann nat├╝rlich nicht vorenthalten. Is ja auch bald Weihnachten, da passen besinnlichere Kl├Ąnge doch gar so fein... Au├čerdem haben unsere treuen Jecken wohl schon die meisten GEIST-Konzerte gesehen und sich allein deshalb schon mal ne erfrischende Abwechslung verdient. Und es gab ja auch vorher ordentlich auf die M├╝tze, na sicher.....!!!
Jedenfalls haben wir uns ordnungsgem├Ą├č, das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommend, von frenetischem Zugabengegr├Âle wieder zur├╝ck auf die B├╝hne bugsieren lassen und uns dann per Reverse-Crowd Surfing 4 Barhocker vom Tresen gen B├╝hne kommen lassen.
Darauf nahmen die 4 Ten├Âre dann Platz... und was dann kam, haben alle geh├Ârt, die da waren. F├╝r euch - und nat├╝rlich auch f├╝r den Rest der geistinteressierten Welt - nehmen wir das noch vor dem Familienfest Number One auf und kredenzen es euch zum Adventle auf unseren Netzpr├Ąsenzen zum Download. Als Weihnachtsgeschenk von uns f├╝r euch quasi ;-))
Mal wieder etwas sentimental werdend: ihr habt uns sp├╝ren lassen, dass wir grad ein paar Dinge richtig machen. Vielen Dank f├╝r eure Unterst├╝tzung und euer Feuer! No Fans, no rock!!!
Nicht vergessen m├Âchte ich auch zu erw├Ąhnen, dass zwei liebe Leute tats├Ąchlich den Weg aus Berlin auf sich genommen haben, um unser Konzert in K├Âln zu sehen: Ihr habt sie nicht alle... ;-))

Was sollen wir sagen... geil, dass ihr alle so nah bei uns seid! Wir machen weiter...

eure Geister

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Monday, October 08, 2007


Tourtagebuch 8

Tourtagebuch Leverkusener Shuttle-Night 2007

Samstag, 6.10.
Kaum zu glauben: endlich mal wieder ein Gig in unseren Gefilden, kein Asphaltfressen, sondern nur ein gepflegter Katzensprung ins benachbarte Leverkusen, genauer: Opladen.
Es ist Shuttle-Night! Das hei├čt: musikalische Aktion in 11 Locations, vernetzt durch den Shuttle-Bus, der die ganze Nacht die Pr├Ąrie kreuzt.
Wir durften dabei eine der gr├Â├čten Locations, das Zollamt, beehren. Um kurz nach 23h stiefelten wir los und waren angenehm ├╝berrascht: Die H├╝tte war zum bersten voll! Sehr geil, hatten wir doch ein bischen die Bef├╝rchtung, dass sich das Publikum bei einem derartigen ├ťberangebot an Veranstaltungen (ich wiederhole: 20 Bands in 11 Locations) etwas zerstreut.
Aber weit gefehlt. Schwei├č, Rauch, Schummerlicht und weitere Freuden der n├Ąchtlichen Clubatmosph├Ąre waren in kulantem Ausma├č verf├╝gbar. Und wir lassen und da ja auch nicht lumpen... Summasummarum: Alle da, wir gerockt, ein sch├Ânes Konzert!

Vielen Dank an alle, die gekommen sind und bis zum n├Ąchsten Mal bei euch oder bei uns!

Eure Geister

P.S.: Ein kleiner Nachtrag an unsere Fans - wir hoffen, dass niemand von euch an der T├╝r abgewiesen worden ist. Es herrschte ja ein etwas sonderbare T├╝rpolitik: kein Einlass unter 25 Jahren. Wir haben das selbst erst am Vortag mitbekommen, sonst h├Ątten wir das im Newsletter erw├Ąhnt. Also: ich hoffe, keiner ist die Reise umsonst angetreten. Rechnet ja niemand mit sonem Schwachsinn oder?!?
Die n├Ąchsten Shows dann wieder gewohnt x-rated bei dennoch FSK 6... ;-))


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Tuesday, September 25, 2007


Tourtagebuch 7

Tourtagebuch Norden 15., 21., 22.9.2007

Freitag, 15.9.
Die kurze Sommerpause ist vorbei. Und nach 5 Wochen giglos im Proberaum waren wir mehr als hungrig. Keine Frage: es war toll und n├Âtig mal wieder entspannt an neuen Songs zu arbeiten, aber wir waren uns beim Einladen alle einig, dass es allerh├Âchste Eisenbahn war wieder loszuziehen. Die Droge Auftritt forderte massiv ihr Recht ein....
So denn nun auf nach Kiel. Wir waren schon mal dort und sowohl Kiel als auch Hamburg - die coolen Nordlichter eben - hatten wir nicht grade als einfach zu packendes Publikum in Erinnerung. Also ein mehr als w├╝rdiger Einstieg in die zweite Tourh├Ąlfte ;-))
Die Pumpe hie├č der Lden an dem es heute abend passieren sollte. Wir waren geladen von der Kieler Band Bild In Ton, die an diesem Abend ihre Releaseparty abhielten.
Als wir vor unseren Gastgebern die B├╝hne bestiegen, war der Laden voll und die Stimmung neugierig. Wir hatten bereits im Vorfeld mitbekommen, dass da einige Leute wegen uns gekommen sind, teilweise auch von weiter her. Und dieses Mal haben sich die Nordm├Ąnner und -frauen nicht Lumpen lassen! Wir aber auch nicht ;-))
Das Konzert war geil und wir haben uns mit einem knackigen Set verausgabt, was uns wohl gedankt wurde. Merci daf├╝r an alle die da waren. Das war ein gelungener Wieder-Auftakt!

Freitag, 21.9.
Deja vu: ewige Autofahrt gen Norden - das hatten wir doch grade eben erst?!? Gut, bischen mehr nach Osten eingeschwenkt, macht die Sache aber auch nicht spannender ;-))
Nach flotter Fahrt (8 Stunden - freitags A1, A2 nach Berlin, es macht einfach Freude) kamen wir dann am Ort des folgenden Geschehens an: Popkomm, Prenzlauer Berg, Kulturbrauerei.
Nach dem wir unseren Bus-Arsch vor das Palais gepflanzt hatten, ging es direkt zum Catering, das gro├čz├╝gigerweise dann doch bis um sageundschreibe 21h ge├Âffnet war - ganz gro├čes Sex,Drugs&Rocknroll-Tennis... ?!?
Unser Showcase, und anders kann man einen 25-min├╝tigen Auftritt wohl wirklich nicht nennen, war um ca. 23.30h. Mit der Stoppuhr getrieben bauten wir in Windeseile unser Setup auf, machten einen halben Line-Check in ungef├Ąhr 2,5 Sekunden uns schon ging es los.
Es galt in 25 - halt nein, vor der Show hie├č dann "nur 20 Minuten", was wir selbstredend geflissentlich ignoriert haben - Minuten die GEIST-Energie zu entfesseln. Also, direkt in die Vollen und Abgehen bis zum Ende!
Nach "Erbe" deuteten uns nerv├Âse Taschanlampenzeichen von der Seitenlinie den Schluss an. Und dabei stand doch noch "F├╝r Alle Zeit" als Finale auf der Set-list. Sicher ein Misverst├Ąndnis...
Dieses St├╝ck haben wir dann noch mit aller gebotenen Verve durchgezogen, galt es doch Lust auf mehr zu machen; hier waren ja nunmal popkommbedingt einige Menschen im Publikum, die noch nie auch nur irgendetwas von uns geh├Ârt haben. Das ekstatische Ende des St├╝cks wurde dann mit solcher Inbrunst von uns performt, dass es zu k├Ârperlichen Konfontationen kam und die halbe Band am Ende gef├Ąllt auf der B├╝hne lag. Keine Sorge - allen Beteiligten geht es wieder gut ;-))
Schwer zu sagen, aber es ist ein merkw├╝rdiges Gef├╝hl, nach 8-st├╝ndiger Anreise ein 25-min├╝tiges Konzert zu spielen. Wir hoffen, auch in dieser kurzen Zeit einige neue H├Ârer erreicht und f├╝r uns eingenommen zu haben. Dann hat es sich gelohnt! Und irgendwo muss ja auch die proppenvolle H├╝tte vom n├Ąchsten Abend hergekommen sein ;-))

Samstag, 22.9.
Nach kurzer Nacht (an dieser Stelle mal wieder: sch├Ânen Dank an unsere abonnierten Herbergsm├╝tter Ulle & Betty) und einem k├Âniglichem Pizzabrunch am Kanal in Kreuzberg, war es Zeit f├╝r den Soundcheck.
An diesem Abend im K17 wollten wir es n├Ąmlich kuschelig! Drum hatten wir uns mit den beiden anderen Bands des Abends bereits um 16h getroffen, um alles f├╝r eine geile Rockshow optimal vorbereitet zu wissen. Die Jungs und M├Ądels von Luzid hatten wir ja bereits im Mai bei unserer Berlintour kennengelernt. Sie hatten den Abend im K17 f├╝r uns klar gemacht. Dank nochmal an euch - es war gro├čartig! Und auch die netten Herren der weiteren Berliner Band Smoked Sausage zeigten sich auf sympathische Weise rockaffin und mehr als backstagekompatibel... ;-))
Unsere beiden Lokalmatadore heizten dann den sich immer mehr f├╝llenden Konzertsaal sukzessive ein - Sauerstoff wurde ein zunehmend knappes Gut - so, dass wir dann gegen 23h die feuchtbiotope B├╝hne des Reptilienhauses bestiegen. Und da war es! Ein gut gef├╝llter Club mit gierigen Menschen - und sie sollten bekommen wof├╝r sie hier waren! Wir waren von Anfang an elektrisiert und brauchten nicht lang, um diesen Funken ├╝berspringen zu lassen. Nach kurzer Zeit waren alle bei uns und dicht an der B├╝hne. So muss es sein! Und dann passiert, was eben nur und wirklich nur dann passieren kann: Wir verlieren uns alle gemeinsam in der Musik! Jeder Anschlag, jeder Ton, jedes Wort, jeder Schrei scheint nicht mehr vom einzelnen Musiker zu stammen, sondern gebiert sich aus dem verschmolzenen Miteinander! Klingt hippieesk, ist aber genau das, was mit uns geschieht, wenn ihr es m├Âglich macht! Und das habt ihr. Vielen Dank, dass ihr uns so getragen habt! Es war ein gro├čartiger Abend f├╝r uns...

Wie auch schon im Mai wars mal wieder sch├Ân in Berlin. Die Auftritte - vor allem im K17 - geil! Einige Leute haben wir wieder getroffen, viele neu kennengelernt. Ist eben immer ne Reise wert und unter Garantie und bei weitem nicht unserer letzte...

Wir sind ein Berliner ;-))

eure Geister


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Friday, August 10, 2007


Tourtagebuch 6

Tourtagebuch Schwarzwald 3.8.2007

Freitag
Was soll man da schon sagen? Der Schwarzwald ist sch├Ân! Alles verl├Ąuft irgendwie lauschiger als anderswo. Es gibt dort h├╝bsche M├Ądels und getreue Rockerseelen. Man war schon sehr oft, sehr gut zu uns in diesen Gefilden...
Drum kann man unsern Auftritt auf dem Sommer-Nacht-und-Traum-Open-Air-Festival in Lichtenau auch schon fast als Heimspiel betrachten. Und so wurden wir auch nach einer sonnigen Autofahrt an der Autobahnausfahrt Achern (A5) direkt von unserer lokalen Leibstandarte in Empfang genommen, um mit einem ersten k├╝hlen Bierchen auf die erneute Zusammenkunft anzusto├čen und im Konvoi zum Festivalgel├Ąnde geleitet zu werden. Ein guter Einstand!
Dort so gegen 18.30h angekommen, herrschte noch die Ruhe vor dem Sturm. Wir begr├╝├čten erst mal unsere Kollegen von den KILLERTUNES, die schon mehr oder minder in den Startl├Âchern waren, sollten sie doch den Abend er├Âffnen. Nach dem unser Euipment b├╝hnennah verstaut und unser Geisterschiff an ordnungsgem├Ą├čer Stelle vor Anker gegangen war, wollten wir zun├Ąchst mal etwas entspannen und bei einem Bierchen der gepflegten Rockshow der Tunes lauschen. Doch dazu kam es nicht wirklich!
Nach ca. 30 Sekunden fiel n├Ąmlich der Strom aus. Schei├če! Gut, kann mal passieren, aber nicht viermal hintereinander. Die Jungs brachen den Gig frustriert und v├Âllig zurecht ab. "Beim Soundcheck am Nachmittag lief alles Bestens", versicherten uns die Technikverantwortlichen. Nur waren da wahrscheinlich noch nicht alle Lampen, Frit├Âsen und Wasweisichnochwasf├╝rstromfresser eines Festivalbetriebes im Stromnetz aktiv... Drauf geschissen! Wir sind erstmal in den entfernten Backstagebereich futtern gegangen. Klar war, wir w├╝rden nicht auf die B├╝hne gehen, wenn die Anlage/Stromversorgung nicht druchgemessen, der Fehler beseitigt und anschlie├čend mit nem Belastungstest auf Leistung gecheckt werden w├╝rde. Die Nummer bei den Killertunes wollten wir nicht wiederholen.
Im Backstage wurden wir dann erstmal mit Frischgegrilltem plus Salatbar ruhig gestellt. So hatten wir unsere Contenounce schnell wieder zur├╝ckerlangt ;-)
Irgendwann wurde dann unser Typ an der B├╝hne verlangt. Man sicherte uns zu, dass nun alles in Ordnung sei, und auch unser Tonmann Basti gab uns mit souver├Ąnem Nicken den Daumen des Lebens zur optimistischen Kenntnisnahme. Also los! Fluchs aufgebaut, gaben wir dann auch allm├Ąhlich die ersten T├Âne zum Linecheck, wobei sich die bislang noch recht luftig gef├╝llte Wiese mehr und mehr f├╝llte. Wir hatten bereits einige Fans im Vorfeld begr├╝├čt und auch beim Flanieren ├╝ber das Gel├Ąnde waren uns diverse GEIST-Tshirts an K├Ârpern ins Auge gestochen. Wie gesagt: Heimspiel ;-)))
Wir legten dann los und tats├Ąchlich - die Anlage schien uns auszuhalten. Gro├če B├╝hne, anst├Ąndiger B├╝hnensound, Bock auf Rock - oben wie unten, jetzt lags dann nur noch an uns...
Ja, wer schon mal auf nem Gig von uns gewesen ist, weiss, was dann passiert ist. Wir haben alles gegeben, was wir zu bieten haben! Diesen Anspruch haben wir zwar bei jedem Gig an uns, doch erfordert nat├╝rlich ein Stelldichein im Schwarzwald vor so vielen bekannten Gesichtern und erst recht auf nem schicken Open Air die von Sportreportern vielbesungenen 120%. Ohne, ├Ąhh, nee, mit Eigenlob: Wir haben fulminante 150 draus gemacht ;-))
Je w├Ąrmer wir wurden, desto w├Ąrmer wurde auch das Publikum und desto n├Ąher r├╝ckte es an die B├╝hne. Das brauchen wir! Nah, n├Ąher, am N├Ąchsten. Richtig geil war dann, dass w├Ąhrend unseres Gigs die Sonne unterging und wir das letzte Viertel im Dunkeln wegrocken konnten. Nach unseren Zugaben hockten wir alle v├Âllig fertig in Pf├╝tzen aus Schwei├č, Wasser und Bier - wie gesagt, wir haben uns nicht Lumpen lassen. An alle die uns da getragen haben: ihr seid fantastisch! Eine Band braucht Fans wie euch. Nur durch diesen f├╝hlbaren Zuspruch, kann man wirklich aus sich herausgehen und das tun, was Rock┬┤n┬┤Roll ausmacht!
Nach dem Gig war dann Party mit den ganzen Knallt├╝ten und -t├╝tinnen angesagt - und das ham wir dann aber mal auch durchgezogen! Huiuiuiuiuiuiui...
Oh, eh ichs vergesse: ein absolutes Highlight, neben dem generellen Party-Gau, der irgendwie immer anf├Ąllt, wenn wir im Schwarzwald aufschlagen, gab es noch in Sachen Hygiene zu verzeichnen: Es gab tats├Ąchlich Duschen!!! So konnten wir die weiter oben beschriebene Melange aus k├Ârpereigenen und -fremden Substanzen von unseren Leibern sp├╝len, was unserer Sozialkompetenz im weiteren Verlaufe des Abends sicher zutr├Ąglich war ...
Danach also zur├╝ck zur Crowd und weiter durchgestartet. W├Ąhrenddessen waren unsere Labelmates, die Gothic-Industriellen SEELENZORN, auf der B├╝hne und haben uns speziell durch die Totschl├Ąger-Riffs von Metal-Monster Eddie an der Gitarre den Durst nicht abklingen lassen. Ging ihm ├Ąhnlich, wie wir beim sp├Ąteren gemeinsamen Anprosten auf das Leben, Gitarren-Penisse im Allgemeinen und Lederoberbekleidung feststellen sollten. Eddie - you rock!!!
Ein paar Kumpels kamen noch von etwas weiter her angereist, so dass sie unseren Auftritt zwar verpasst haben, aber dann durch allgemeine Party-Ekstase und den geilen Headliner-Gig der Freaky Fukin Weirdoz entsch├Ądigt wurden. Sp├Ątestens ab hier war alles im Fluss...
Unser Abend ├╝berdauerte jedoch vieles. So war es dann, nachdem auf dem Festivalgel├Ąnde zu sp├Ąterer Stunde die Luft auszugehen drohte, an der zeit neue (alte) Pfade zu betreten: die M├Âhre! F├╝r die nicht Schwarzw├Ąlder: Die M├Âhre ist Club und mentale Heimat eines befreundeten Irren namens M├Âhres, der uns schon oft bei sich empfangen hat - ob als Veranstalter oder Edel-Groupie.
Jedenfalls sind wir dann noch mit Sack und Pack, Mann und Maus, Kind und Kegel und was weiss ich, wer da noch alles bei war, in besagte M├Âhre geeiert, um uns dort dann v├Âllig den gar aus zu machen. Dort angekommen, wurde die Mussik angeschmissen und die letzte noch verbliebene Energie aus den geladenen K├Ârpern gerockt. Wie gesagt, da waren noch einige Leute dabei... doch diese Geschichten, wer genau, wie lange, was geredet, wie getanzt wurde... das, liebe Kinder, erz├Ąhlt euch irgendwer wann anders ;-))
Nach erquickender Nachtruhe auf den Couches in der M├Âhre und einem erfrischenden Fr├╝hst├╝ck in einer Pommesbude auf dem Parkplatz eines benachbarten Acherner M├Âbelhauses traten wir dann hochmotiviert die Heimreise an. Nicht nat├╝rlich ohne zuvor die 20 riesigen Dia-Projektoren an der M├Âhre einzuladen, die M├Âhres an nen Kollegen im K├Âlner Kunstwerk verkauft hat, aaaaarrrgghhh!
Bis wir dann zur├╝ck in K├Âln waren, die Dinger abgeliefert und unser Equipment am Proberaum ausgeladen hatten, war es dann auch ca. 19.30h. Grade noch Zeit zu duschen bevor ich dann auf die Geburtstagsparty eines Kumpels durfte, aber auch das ist eine andere Geschichte...
War jedenfalls mal wieder eine Granaten-Reise in den Schwarzwald. Danke, Jungs und M├Ądels, f├╝r diesen Abend! Fotos gibts bislang leider keine, da unser Freund und Edel-Knipser Jigal zwar dabei war, seine Kamera aber daheim gelassen hatte - in weiser Voraussicht ;-)) Wenn wir noch ein paar nette Shots kriegen, werden sie nachgereicht. (Wer welche hat, bitte schicken!!!)

So, das wars! Halbzeit oder so ├Ąhnlich. Ein w├╝rdiger Abschluss! Ab Mitte September gehts weiter - da gibts nochmal 14 Gigs bis Jahresende. Die Pause haben wir konditionell nat├╝rlich nicht n├Âtig, harr, harr, nutzen sie aber trotzdem um an neuem Material zu arbeiten. F├╝r alle, die nicht mehr auf den Tourpfaden 2007 wohnen und reisefaul sind: wir buchen bereits das Fr├╝hjahr 2008. Erste Termine stehen schon... also, macht euch mal n├╝tzlich ;-))

sonnige (im Herzen) Gr├╝├če,

eure Geister



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Monday, July 30, 2007


Tourtagebuch 5

Tourtagebuch Westerwald 28.7.2007

Samstag
Es ist zwar nur ein einzelner Termin, aber dennoch einen Eintrag ins Tourtagebuch wert, denn der Westerwald war gut zu uns!
Nachdem wir bei einem Konzert im Herbst vergangenen Jahres die erste Bekanntschaft mit einigen Waldbewohnern gemacht hatten, entstand schnell der Verdacht, dass hier event├╝l eine gewisse Affinit├Ąt zum Thema Rock herrschen k├Ânnte.
Liebensw├╝rdige Lobhudelei und nicht abrei├čender Elektrokontakt mit netten metallischen Aktivisten der Region lie├čen uns schon fr├╝h im Jahr diesen Sommertermin best├Ątigen: das Umsonstunddrinnenfestival 2007 in Hachenburg - zwei Tage geballter Wahnsinn mit langhaarigen Bombenlegern und dicken Stromgitarrenbrettern. Genau unser Wahl-Feuchtbiotop also! Nachdem dann in wenigen 100.000 Emails mit Veranstalter Senad die Rahmenbedingungen gekl├Ąrt waren, ging es am Samstag los.
Unweit von K├Âln kamen wir am Ziel unserer Reise an: der sch├Âne Westerwald. Und dass dieser noch mehr zu bieten hat als die Ludolfs, sollten wir sp├Ąter merken. Zwar sind Peter, G├╝nther, Manni und Uwe nicht zur Wall of Death erschienen, sie wurden jedoch von den ├╝brigen zahlreich anwesenden Mitw├Ąldlern w├╝rdig vertreten. Doch zun├Ąchst hatten wir Freizeit, waren doch drei Bands vor uns am Zuge. Und das muss an dieser Stelle gesagt werden: alle Bands haben gerockt. Das Publikum allerdings auch - und das zu insgesamt 4 Auftritten hintereinander. Wir haben schon Gesellschaften nach zwei Bands zusammenklappen gesehen. Hut ab! Muss wohl an der frischen Luft liegen... Oder am veganen Bio-Catering: Currywurst-Pommes-Mayo! Herrlich...
Wir hatten jedenfalls genug Zeit um uns mit Kickern (Powerblocks versus Kick and rush) und einer erheblichen Anzahl kleiner brauner Flaschen auf den Gig vorzubereiten. An dieser Stelle soll auch das Stageteam nicht ungelobt bleiben. Nicht nur, dass die Jungs den Abend voll im Griff hatten, nein, auch eine feine Ton- und Lichtanlage wartete auf Abnutzung. Hat m├Ąchtig Spass gemacht, sich bei gutem B├╝hnensound vom Lampen- und Scheinwerfermeer durchgaren zu lassen ;-))
Wir starteten irgendwann zwischen 11h und 12h - wer weiss das schon so genau. Um Mitternacht, zur Geisterstunde sozusagen (h├Â, h├Â...), gabs es dann abgesprochenerweise eine kleine Pause f├╝r uns: Senad, seines Zeichens Schirmherr, Veranstalter und Maskottchen des Umsonstunddrinnens, beging die erneute J├Ąhrung seines Existenz-Releases. Auf der B├╝hne wurde er geehrt, amtlich mit Torte und Kerzen auspusten! Senad, alte H├╝tte, an dieser Stelle noch mal herzlichen Gl├╝ckwunsch zum Geburtstag. 21 Jahre... ein tolles Alter ;-)))
Danach noch ein kollektives St├Ąndchen und weiter mit rocken. Das textsichere Publikum unterst├╝tzte uns nach Leibeskr├Ąften, so dass uns nichts anderes ├╝brig blieb, als ihnen vollends den Rest zu geben. So dachten wir... hat aber nicht wirklich geklappt, denn die Irren lie├čen uns nicht aufh├Âren. Auch nach dem zweiten Zugabenblock und mittlerweile wohl mindestens anderthalb Stunden Konzert - wohlgemerkt nach 4 Bands - wollten die nicht wirklich Ruhe. Wir h├Ątten nat├╝rlich noch ewig weitergekonnt (h├╝stel), klar, aber wir dachten eben auch an die Jungs hinterm Mischpult und so, you know, ... die wollten ja irgendwann auch mal abbauen, hey... ;-)
War in jedem Fall ein geiles Konzert f├╝r uns! Danke an alle, die da waren. Und wir sind ja dann auch noch a bisserl geblieben, haben noch mit dem Rest am Tresen angesto├čen und zuletzt noch mit allen Anwesenden eine alte indianische Weise zu Ehren von Senads 19. Geburtstag zum schwingen gebracht. Beweise unter: http://www.youtube.com/watch?v=lqgI77d0aio

Westerw├Ąldler, ihr seid cool! Wir kommen gerne wieder. Definitiv schon am 11. November (Pit┬┤s in Hachenburg), sicher aber auch danach immer mal wieder.
Das habt ihr jetzt davon...

eure Geister

12:49 PM - 4 Comments - 0 Kudos - Add Comment

Thursday, July 12, 2007


Tourtagebuch Teil 4

Tourtagebuch Mittlerer Osten 6. - 8.7.2007

Freitag, 6.7.
Wiedereinmal stand eine etwas weitere Anfahrt auf dem Programm. M├╝cheln. Unweit von Leipzig gelegen, waren wir zum Aufspiel auf des hiesige Stadfest geladen. Wir spielen als letzte hie├č es, so kam uns die angesagte Bittesch├Ân-Ankunftszeit von sp├Ątestens 22h als durchaus angemessen vor. Ein Irrtum - wie sich herausstellen sollte.
Flott wie die Herren GEIST aus K├Âln nun mal von Natur aus zu Wege sind, waren wir ├╝berp├╝nktlich gegen 21h / 21.30h vor Ort, wo noch letzte Vorbereitungen auf und vor der B├╝hne getroffen wurden.
Doch interessierte uns zu diesem Zeitpunkt viel mehr die Cateringbest├╝ckung des Backstagebereichs. Ein erstes Bier und irgendein Mampf intus trotteten wir wohlgesonnen hinter unserem gastgebenden Chefanweiser her, lie├čen uns unsere Schlafpl├Ątze zeigen und endeten drau├čen am Grill - nicht jedoch ohne zuvor weiteres Bier auf die Kralle zu holen.
Wir merkten bald, dass bis zu unserem Auftritt noch a weng Zeit ins Land ziehen d├╝rfte, so machten wir uns denn auf zum zugeh├Ârigen wie benachbarten Mini-Rummelplatz, bestehend aus einem Karussel, diversen Bier- und Fressbuden sowie Zerstreuungsangeboten mit wahlweise B├Ąllen und Blechb├╝chsenpyramiden oder dem Schie├čgewehr. Allen gemeinsam: als Trostpreis - also wenn man nix geregelt kriegt - gabs ne Pulle Schaumwein, jawoll! Und getrunken wird was aufn Tisch kommt!!
Lange Rede - kurzer Sinn: unser Gig begann aufgrund von straff gef├╝hrter Running Order und Umbau-Geschwindigkeitsrekorden kurz vor 2h! Nachts!!! Die zuvor aufgef├╝hrten Variablen warden im doch geraumen Zeitfenster zu Konstanten, so dass wir - nicht ohne falschen Stolz und echte Scham - sagen k├Ânnen, auf dem M├╝chelner Stadtfest den mit Abstand besoffensten Auftritt der Bandgeschichte hingerotzt zu haben. War aber egal, hat um die Uhrzeit eh keiner mehr gemerkt. Soviel zu den unbeugsamen Qualit├Ątsanspr├╝chen an uns selbst... aber: man kann sich ja auch ma vertun, oder?!?

Samstag, 7.7.
Nachdem uns Morpheus seiner vegessen machenden Obhut entlassen hatte, haben wir den Tag in unserem Domizil begonnen, wie wir die Nacht beendet hatten: mit Tenacious D - The pick of destiny! Ein Vorgehen, welches nur in den seltensten F├Ąllen nicht optimal f├╝r eine progressive R├╝ckkehr zu Leben und vegetativer Funktionst├╝chtigkeit nach solidem Besuch der Twilight Zone ist. Mental gest├Ąrkt haben wir denn auch unseren geschundenen K├Ârpern ein F├╝hst├╝ck im souterrainen Backstageraum zukommenlassen (w├Ąhrend dort noch einige ├ťberbleibsel der Nacht vor sich hind├╝nsteten ;-) und dann aber auch los, is ja schon wieder Zeit.
Richtung Hannover - in den S.O.M.A. Club, den wir schon ein Jahr zuvor zu seiner Er├Âffning begl├╝cken durften. Irgendwann dort angekommen (wir brauchen unbedingt ein Navigationsger├Ąt!) wurde denn gem├╝tlich aufgebaut und eine erneute, zarte Freundschaft mit blondem Kaltgetr├Ąnk angeb├Ąndelt. Nach einem kleinen Snack beim gegen├╝berliegenden Thai-Chinesen (!), bei dem nur H├╝hnchen und Fisch verzehrt wurde - weniger Kalorien, denn es ist Fisch und Huhn! Wir achten auf unsere Figuren... - gings dann mit unserer Hannoveraner Vorband los. BLACK PEARL lieferten ein knackiges Set ab, das die Zuschauer in Rock-Rage brachte, ohne sie so auszulaugen, dass sie f├╝r uns unbrauchbar gewesen w├Ąren (alles schon vorgekommen ;-). Danke, Jungs & M├Ądel, f├╝r diese perfekte Einheizportion!
Wir t├Ątigten dann Wiedergutmachung f├╝r den versoffenen Scherz-Auftritt des Vorabends und gaben alles: Fast abgetrennte Zehen, Bondage mit Gitarrenkabeln und einfach generell viel Schwei├č und Blut konnten uns nicht davon abhalten unsere geballte Gro├čartigkeit vor der recht luftig besetzten Konzertg├Ąngerschaft zu pr├Ąsentieren. Ich wette, Mother Tongue (die tats├Ąchlich n├Ąchsten Samstag in diesem kleinen Schuppen spielen) werden respektvoll die noch immer pr├Ąsenten Spuren unserer Rock-Vibrations aufnehmen und ihrerseits zu einer unglaublichen Show nutzen k├Ânnen ;-))) Mann w├Ąren wir da gerne dabei, als Vorband...
Jedenfalls: trotz intimen Venue ein sch├Ânes Konzert! Nach dem ├╝blichen After Show-Gepl├Ąnkel sind wir dann mit den BLACK PEARLS und unseren Haupt-├ťbernachtungsgastgebern Mark und Diana (vielen Dank an euch nochmal ;-) noch auf die Hannoveraner Reeperbahn ins Rockers gegangen, um dort bis in die fr├╝hen Morgenstunden zu den tollsten Rock- und Metalhits der 80er, 90er und von heute abzufeiern! Jauser!!

Sonntag, 24.6.
Immer noch im Rockers, grade Metallicas Noting else matters ├╝berwunden (├╝brigens: geile Choreo, Diana ;-) und schon bei Welcome to the Jungle von G┬┤n┬┤R den strunzvollen After-Sch├╝tzenfest-Hobos den Dancefloor ├╝berlassen: Zeit zu gehen...
Nach kurzer REM-Phase bem├╝hten wir uns dann gegen 12h einen Kaffee in Hannover trinken zu gehen. Vergeblich. In Hannover trinkt man Sonntags keinen Kaffee. Fakt! Alles hatte zu... so haben wir unser Fr├╝hst├╝ck auf die erste Autobahnrastst├Ątte verlegt und sind im Sonnigen Nachmittag wieder in K├Âln eingetrudelt. Dort geschah etwas bemerkenswertes: wir betraten unseren Proberaum und r├Ąumten unser Equipment ein, auf dass wir mal wieder proben k├Ânnen. Dies war seit unser Berlin-Tour anfang Mai das erste Mal, dass wir wieder an den zuvor so unglaublich oft und lang frequentierten Ort der Entstehung unseres Sounds kamen. Unglaublich - so lang nicht mehr drin gewesen!

Jetzt ist es an der Zeit, mal wieder musikalisches Neuland zu betreten - unser aktuelles Live-Set haben wir ja weiss Gott oft ge├╝bt in der letzten Zeit ;-)))
Wer sich davon noch mal ausgiebig ├╝berzeugen will: auf zwei Festivals gibts in K├╝rze nochmal auf die Kelle (28.07. Umsonst-und-drinnen-Festival, Hachenburg/Westerwald; 03.08. Sommer Nacht und Traum Festival (u.a. mit Freaky Fuckin Weirdoz), Open Air, Lichtenau))

Naja, und dann geht die F├╝r alle Zeit-Tour 2007 eben weiter... ;-)) Bleibt bei uns, lest unsere News, den Blog und tragt euch auf www.geistreich.org in unseren Newsletter ein.

Wir brauchen euren Mosh f├╝r unsern Rock!!!

Eure Geister



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Thursday, June 28, 2007


Tourtagebuch Teil 3

Tourtagebuch Open Air 22. - 24.6.2007

(Nacht auf) Freitag, 22.6.
Ob der langen Fahrt, Ferienbeginn in NRW und einem geplanten Rendevouz unseres Bandbusses mit den netten Herren vom schw├Ąbischen T├ťV (Gru├č + Dank an Papa Rattay), haben wir uns schon des Nachts gen S├╝den aufgemacht. Ziel der Fahrt: Oberg├╝nzburg im Allg├Ąu!
Zugegeben, nicht als Melting Pot der internationalen Rockszene ber├╝hmt, sollte dennoch an diesem allg├Ąuer Abend im gro├čr├Ąumigen wie atmosph├Ąrischen Innenhof des GoIn aber mal so richtig dudelsackm├Ą├čig die Sau rausgelassen werden. TANZWUT was in town. Und wir kamen als ihre Vorband...
Wir kannten die Band vorher nur vom H├Ârensagen und wussten daher nicht genau, was uns erwartet - auch gr├Â├čenordnungstechnisch. Umso geiler der Moment, als wir in den mit einer riesigen Zeltplane ├╝berdachten - und damit regenfesten - Innenhof des GoIn (Club, Disco, Biergarten, Bar, Konzerte drinnen und drau├čen: ganz sch├Ân vielseitig, wie? >> Conny und Hacky: geiler Laden!!!) betraten.
Viel Platz, eine feiste B├╝hne und das ganze eingerahmt von Club, Wald, Barst├Ąnden und amphitheateresken Sitztrib├╝nen aus Holz in der S├╝dkurve. GEIL!!!
Wir dachten uns: wow, da gehen allerhand Leute rein (bestimmt so an die 800) - und die waren auch sp├Ąter alle da!
Zus├Ątzlich beeindruckend waren Auftreten und Organisation des Hauptacts. W├Ąhrend emsige Helfer drei Busladungen Zeugs auf der B├╝hne installierten und bis zum Stimmen der Gitarren vorbereiteten, delektierten sich die tanzw├╝tigen Herren im Backstage am reichhaltigen Buffet, welches wir sp├Ąter dann auch ├╝ber dem uns zugedachten Ma├če zu genie├čen wussten ;-)) Nach mehrw├Âchigem Aufbauen und Grobtuning gesellten sich die Headliner dann doch zum Soundcheck - was dann summasummarum so lange dauerte, dass wir noch einen 1,25-sek├╝ndigen Soundcheck machen konnten, w├Ąhrend das Publikum schon hereingelassen wurde ;-)
Aber wat sollet! Wir waren froh, vor den Jungs auf die B├╝hne und an deren gro├čen Publikumszug profitieren zu d├╝rfen. (Und unter uns: wir w├Ąren ja auch nicht abgeneigt, die ganze Schlepperei mal jemand anderem zu ├╝berlassen.) War jedenfalls eine rundum professionelle Angelegenheit! Der Gig von den Jungs dann sp├Ąter auch. Aber hallo!!!
Doch zun├Ąchst mal wir. Nachdem wir dann doch noch mal ein Viertelst├╝ndchen von der B├╝hne runter sind, um den Unterschied von Soundcheck und Konzertbeginn plakativst deutlich zu machen, dann los: Es war zu Beginn noch nicht die sp├Ątere volle Publikumskapazit├Ąt am Start, aber doch schon sehr viele. Und es wurden parallel zum Einbruch der Dunkelheit immer mehr. Das Gros der Zuh├Ârerschaft wurde zum allerersten Mal mit GEIST konfontiert. Umso geiler, dass wir von Beginn an mit offenen Armen aufgenommen worden sind.
Wir haben in die einbrechende Dunkelheit gespielt, so dass wir unseren letzten Song auf erleuchteter B├╝hne vor vollem Haus in allerfeinster Open air-Manier schmettern konnten. Ein Traum...


Merkbar aufgepeitscht haben wir dann - nach Highspeedb├╝hner├Ąumen f├╝r die mittlerweile edelbatcave-m├Ą├čig aufgebretzelten Renaissance-R├╝pel von TANZWUT - den Wein gar m├Ąchtig str├Âmen lassen und gemeinsam mit einigen uns Wohlgesonnen unseren Teil der rockstar-verpflichteten Backstagepl├╝nderung absolviert. Die Headliner des Abends haben - neben einer generell ├╝berzeugenden Show - dann mit einem fulminanten Finale ihrem Namen alle Ehre gemacht. Hut ab...
Sp├Ąter dann noch After show-Betthupferl-Bierchen bei Mama Bruestle (nicht vergessen: S├╝ddeutsch - die hei├čen da echt so, keine pornom├Ą├čige Anspielung ;-) vor dem wohlverdienten Schlaf.

Samstag, 23.6.
Aufstehen - Wei├čwurstfr├╝hst├╝ck (ohne Weizenbier!) - Abmarsch. Nun ja, also nat├╝rlich befinden wir uns in der Mittagszeit, aber dann mussten wir denn auch. Schlie├člich hatten wir der Gesellschaft zu dienen, indem wir um 16h auf dem Regensburger Stadtfest rockten!
Das Ganze lief dann zun├Ąchst h├Âchst unkompliziert ab. Wir kamen an, bimmelten unsere Kollegen von APRON an, die das Programm der ROCK RIOT-Stage organisiert hatten, und wurden auch direkt am Eingang der gut besuchten Fu├čg├Ąngerzone in Empfang genommen und direkt mit unserm Bus vor einer B├╝hne hergelotst, auf der bereits m├Ąchtig abgedeatht wurde. Wir nat├╝rlich schreiend die Satansf├Ąuste aus den Fenstern gereckt, so dass wir eine - ohne Angeben! - schon ziemlich coole Ankunft dort hatten, harr, harr!
Der Auftritt lief dann nach anf├Ąnglichen erheblichen technischen Problemen und einem zeitgleichen (kausaler Zusammenhang?!?) Sturzbach ohne Ausf├Ąlle ab. Und weil wir so brav gekn├╝ppelt haben, durften wir danach auch Spanferkel essen ;-) Verstrahlt vom Vorabend und die Klimax noch vor der Nase, haben wir dann unseren Anteil an Wein, Weib und Gesang den Regensburgern ├╝berlassen und sind durchgebraust in unsere k├Âlner Betten. Der morgige Tag sollte mit vollen Energietanks bestritten werden!

Sonntag, 24.6.
Bochum Total: 4 Tage! 1 Million Besucher! ├ťber 60 geile Bands aus In- und Ausland! Und wir mit dabei... So vielleicht eine grobe Aufstellung der ersten Gedanken nach dem Austritt aus der REM-Phase. Drum auch rechtzeitig los. Auch hier wieder: Top-Ankunft! Direkt am abgesperrten Bereich in der Bochumer Innenstadt, an der Stelle, wo wir auf gut Gl├╝ck ankamen, stand unser Mischer Ringo, der uns direkt mit dem Arsch unseres Busses bis an den Rand der B├╝hne buchsiert hat. Ausgezeichnet!
Da war zu dieser Zeit noch alles ruhig, startete der erste Slot ja erst um einiges sp├Ąter. Nachdem wir uns dann mit Backstagep├Ąssen ausstaffiert hatten (Catering - wir kommen!) haben wir direkt ein Radiointerview im Schneidersitz auf unserer - noch stillen - B├╝hne gegeben. So kanns losgehen!
Nun noch ein bischen gepflegtes Rumcruisen auf Bochum Total, das ein oder andere Kaltgetr├Ąnk verk├Âstigend und schon wurde es langsam Zeit, uns f├╝r unseren Auftritt um 18.15h vorzubereiten. Als wir zur B├╝hne zur├╝ckkehrten war schon die Gruppe vor uns zugange - und der zuvor leere Platz vor der HEINZ-B├╝hne pickepackevoll. Yeah!!!
Das Adrenalin stieg allm├Ąhlich bis unter die Fontanelle. Kurzer Umbau - kurzer Soundcheck, nochmal runter, Ank├╝ndigung und ... Energie!
Ab da nur noch Taumel und Rausch! Fucking rock┬┤n┬┤roll eben. Schwer zu beschreiben, was da genau in einem vorgeht... h├Âchste Konzentration gepaart mit gr├Â├čtm├Âglichem Loslassen, wovon auch immer!
Wir waren wohl ganz gut, den Publikumsreaktionen zu entnehmen. In jedem Fall haben wir alles gegeben, was wir hatten!!! Die Dreiviertelstunde Spielzeit verging wie in einem Atemzug und wird wohl bleibende Spuren hinterlassen. Hoffentlich nicht nur bei uns... ;-)


Gro├če Publikums machen wohl s├╝chtig - und wir wollen mehr davon!!!!!!!!!!!

Wir lieben, was wir tun! Und wir sind euch allen unendlich dankbar, dass ihr es uns durch euren Zuspruch erm├Âglicht, immer steiler zu gehen!

Eure Geister

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Tuesday, May 29, 2007


Tourtagebuch Teil 2

Tourtagebuch Bayern 24. - 27.5.

Donnerstag, 24.5.
Nachdem wir nach 10 Tagen Rockzirkus gerade mal drei Tage zur├╝ck im b├╝rgerlichen Leben waren, ging es am Donnerstag dann so gen mittag schon wieder los. Wir hatten den Bus gepackt gelassen und die stinkenden Schlafs├Ącke direkt mal standby gehalten. Fast kamen einem die drei Tage at home/work als Ausbruch aus dem Tour- und Partyalltag vor - sch├Ân w├Ąrs... ;-))
Jedenfalls fuhren wir frohen Mutes los um den Bayern die Lederhosen auszuziehen, im ├╝bertragenen Sinne selbstredend. Avalons Dust hie├č die erste Station in N├╝rnberg, wo wir heute abend mit den netten und gro├čartigen Jungs von Apron (wir hatten schon mal im MTC das gemeinsame Vergn├╝gen), unterst├╝tzt noch von einer N├╝rnberger Truppe namens The Hollow, die H├╝tte rocken sollten. Rechtzeitig waren wir da und fanden einen imposanten Club mit ebensolcher B├╝hne vor. Einzig: die Lage mutete schon einen latent ein├Âden Verdacht an ...
Egal: wir, fluchs aufgebaut, hatten zun├Ąchst noch ein Interview f├╝r Radio Goethe (www.radiogoethe.org - hallo Nina, hallo Arndt ;-) ausgemacht und absolviert. Danach - die Zeit ging langsam gen Anfangen - schwante uns schon, dass heute niemand im Publikum zerquetscht werden w├╝rde...
Lange Rede kurzer Sinn: dem war auch nicht so. Wir Bands lie├čen uns nichts zu schulden kommen, rockten f├╝r die wenigen Anwesenden, tranken unsere gro├čz├╝gig auf 2 Exemplare pro Mann limitierten Freibiere und machten danach schnell, dass wir wegkamen. Topabend! Edel-Gag-Antwort der Chefin auf den Hinweis, dass man als Veranstalter auch seine Konzerte bewerben sollte (nicht mal vor der Clubt├╝r hing ein Hinweis, dass an diesem Abend dort ein Konzertstattfinden w├╝rde), war dann noch: "Wieso?!? Weiss doch jeder, dass bei uns Live-Konzerte sind!" Muss wohl ein Gehimtip sein, der Laden...

Freitag, 25.5.
Nach einem chilligen Vormittag in der Bude unserer Gastgeberin f├╝r die Nacht (merci an Lena) und einem Bummel ├╝ber den bereits DFB-m├Ą├čig aufgemotzten Markt in der Altstadt (Gl├╝ckwunsch an die nach 39 Jahren endlich mal wieder gl├╝cklichen Franken ;-), machten wir uns dann bei Kaiserwetter auf zur n├Ąchsten Station: Burglengenfeld bei Regensburg! Dort angekommen hatten wir erstmal Zeit und wurden sofort mit nem k├╝hlen Bierchen begr├╝├čt. Dies versprach ein etwas gastfreundlicherer Abend zu werden. Wir ahnten bis dato nicht, wie wahr dieser erste Eindruck werden sollte...
Zwar war auch dieses K├│nzert nicht von ├╝berm├Ą├čigen Besucherzahlen gesegnet, machte aber dennoch Spa├č! Nach getanem Werk wurden wir dann vom Rest der Anwesenden, eine bunte Melange aus Restg├Ąsten und Belegschaft noch eingeladen, mit in die nahegelegene "Szenekneipe" des ├ľrtchens zu kommen. So taten wir einen dabei und wurden ab da von unseren neuen Freunden aus der Oberpfalz durch die Irrungen und Wirrungen sonderbarer bayrischer Bierspezialit├Ąten und deren mit Schnaps und Lik├Ârchen verpanschten Abgr├╝nde sowie landestypischer sprachlicher Besonderheiten gef├╝hrt. Schon dabei zeigten sich drei wei├čblaue Sirenen als Alpha-Tiere. Diese zarten Elfen waren es dann schlie├člich auch, die uns mit den bet├Ârenden Worten "Hey lass uns donoch a Schnaps kaufen und zur├╝ck ins Juz, Mucke an und auf den Tischen tanzen!" verzauberten. Wer k├Ânnte da widerstehen? Wir sicher nicht... Dani, der weise Herbergsvater, stieg an dieser Stelle, wohlwissend ob des noch folgenden Alkoholmisbrauchs, aus (was wir ihm aber nicht ├╝belnehmen, erschien der Gute doch am n├Ąchsten morgen mit lecker Wurst und K├Ąse zum Br├Âtchenschmieren).
Den Rest des Abends/Morgens verbrachten wir kreischend und h├╝pfend - die Jugend unserer bayerischen Zirzen schien auf uns ├╝berzuspringen - und wenn die Kraft nur nie ausginge, wir w├╝rden wohl heute noch tanzen, singen, trinken, lachen, gr├Âlen und die Arme in die Luft rei├čen...
Ihr holden Dirndls, vielen Dank f├╝r eine sehr lustige Nacht! Wir kommen wieder, hoffentlich schon bald zum Stadtfest bei euch (Dani, du packst es!), und dann machen wir zur Abwechslung aber mal so richtig einen drauf, ok?!?

Samstag, 26.5.
Diesen Teil k├Ânnen wir kurz halten: ob der Vorgeschichte waren wir etwas wortkarg unterwegs an diesem Tag, pr├╝gelten uns denn nun aber mit ach und Krach bis zum n├Ąchsten Ort: Weyarn (40km s├╝dlich von M├╝nchen).
Hier gibts nicht viel zu berichten, au├čer vielleicht, dass unserer Gastgeber Girgl ein echt netter bayrischer Langhaarzottl und Live-Musik-Idealist ist. Was leider nicht unbedingt auf den Rest der lokalen Bev├Âlkerung zuzutreffen schien: auch hier wieder - maumau statt Publikum. Naja. Girgl, wir gr├╝├čen dich. Vielleicht beim n├Ąchsten Mal auf deinem Open Air! Da nageln wir dann vorher alle Kneipen zu ;-)
Nachts dann noch ins Schwabenl├Ąndle, der Heimat unseres Bassers, und da ab in die Heia.

Sonntag, 27.5.
Abschlusshighlight: Fr├╝hschoppen (f├╝r uns bitte nur Spezi) bei schw├Ąbischer (aber gaaanz nah an der bayerischen Grenze) Familienfeier! Steffi (Freundin von Oli) und Manu (Schwester von Freundin von Oli) betreten die Area der Berufst├Ątigen (h├Ą, h├Ą). Da gabs dann noch mal ne gepflegte Bratenladung St├Ąrkung im Garten, bevor wir uns auf die Heimreise machten...

Fazit: Konzerte mau, aber nette Menschen kennengelernt und eventuell ein paar Open Airs in spe aquiriert.
Rock the road - du kannst nur gewinnen!

eure Geister

4:24 PM - 1 Comments - 0 Kudos - Add Comment

Thursday, May 24, 2007


Tourtagebuch Teil 1

Tourtagebuch Berlin und Co., 11. - 20.5.2007


Freitag, 11.5.2007
Nach den tollen Release-Konzerten (vielen Dank nochmal an alle, die da waren) stand nun Berlin als erste Station unserer bundesweiten Berockungsroute auf dem Programm.
Um ad├Ąquat in den Tour-flow zu starten, dachten wir uns ganz keck: "fahren wir doch schon um 11h los, dann ist alles ganz easy..". Gedacht! In den kommenden 8,5 Stunden sollten wir jeden Stau dieses Freitages auf A1 und A2 mitnehmen, so dass wir in Berlin vorm Club dieses Abends ("Kiste") direkt von bereits vielen anwesenden Helfern empfangen wurden.
Der Aufbau ging daher dann recht flott.
W├Ąhrend die Vorband spielte, haben wir mit Spaghetti und k├╝hlem Bier die Fahrtstrapazen hinweggesp├╝lt. Der erste Gig war dann sehr sch├Ân: Vor einem nicht allzugro├čen, aber daf├╝r umso begeisterteren Publikum spielten wir unsere Auftaktshow der Tour. Nachdem wir uns mit Zugaben und anschlie├čendem Geplauder geb├╝hrend von unseren neuen Berliner Fans verabschiedet hatten, ging es zu unserer ├ťbernachtungsm├Âglichkeit nach Kreuzberg (an dieser Stelle noch mal hei├čen Dank an Ulle & Betty! Es war sehr sch├Ân bei euch ;-), wo wir die n├Ąchsten 2 N├Ąchte unser Lager aufschlagen sollten. Hier erwartete uns neben einem netten Hund, dem wir nicht in die Augen schauen sollten, wenn wir ├╝berleben wollten, eine gro├če Berliner Wohnung mit genug Platz f├╝r uns f├╝nf. F├╝nf?!? Ach ja: wir hatten als Techniker, Tonmann und wandelndes Navigationsger├Ąt unsern Kumpel Basti verpflichtet, uns die 10 Tage zu begleiten. Hatter auch in jeglicher Hinsicht gemacht ;-)))
Dort angekommen (bereits sehr sp├Ąt) verdr├╝ckten wir nur noch unsere unterwegs gekauften H├Ąhnchen, schl├╝rften noch ein Betthupferl-Becks und sanken dann recht schnell darnieder. Tag 1 war rum!

Samstag, 12.5.2007
Nach versch├Ąrftem Ausschlafen und ewigem morgend-/mitt├Ąglichen Kaffee-, Dusch-, Rauch-, Furz- und Rotzeskapaden (5 Rocker wollten stadtfein gemacht werden!) brach wir dann doch noch auf, um uns mit Ina, unserer Berliner Pressepromo-Mor├Ąne, in einem russischen Caf├ę zum "Fr├╝hst├╝cken" zu treffen. Nat├╝rlich nicht ohne Basti "Erh├Âhter Innenaugendruck + fiese Entz├╝ndung" Boensch an der Charit├ę zwecks Glotzeruntersuchung rauszufeuern. Nachdem wir uns ├╝ber die Piroggen im Gorky Park hergemacht hatten und Inas Tourgeschichten von Deine Lakeien gelauscht hatten, war es doch tats├Ąchlich auch schon langsam an der Zeit uns f├╝r den abendlichen Gig klar zu machen. Also: Basti aufgegabelt (alles im gr├╝nen Bereich - was h├Ątte der Doc auch sonst schon sagen k├Ânnen: es standen noch 9 Tage Rock-Exzess auf dem Programm) und ab nach Neuk├Âlln.
Im Jugenzentrum Wutzkyallee erwartete uns ├╝berraschenderweise eine sehr fette B├╝hne in einem durchaus nicht kleinen Konzertsaal. Wir waren als Band Nummer zwei von dreien vorgesehen. Dritte Band war eine Berliner Metalband, die offensichtlich einige Fans mit im Gep├Ąck hatten. Die Vorraussetzungen waren also gut.
Auch hier wurden wir lecker verk├Âstigt - es gab Pizza und Salat. Nur Bier, wurde dort sicherlich aus guten Gr├╝nden (Neuk├Âlln!!! - das ist da, wo immer die Lehrer von den Sch├╝lern verkloppt werden ;-) nicht ausgeschenkt, so dass wir die ganze Zeit leider doch nur mit Schnaps und Heroin Vorlieb nehmen mussten... ;-)
Wir rockten uns dann unter schmelzofenhei├čen Spotlights den Arsch weg und konnten viele neue Leute an diesem Abend anbraten, die dann auch zu den noch kommenden Gigs in Berlin erscheinen sollten. Na also, es lief doch schon ganz gut f├╝r uns - wo wir doch grad erst den zweiten abend unterwegs waren. Auch Gespr├Ąche mit einigen Konzertbesuchern zeigten uns, dass dort droben in Berlin wohl tats├Ąchlich schon nicht wenige Leute etwas von uns spitzgekriegt hatten. Unsere Promio-Aktivit├Ąten schienen also nicht unbeachtet geblieben. Wie sch├Ân!
Nach der Show - und in Ermangelung einer k├╝hlen After Show-Befeuerung - sind wir dann fluchs auf eine Party zu der wir eingeladen wurden. Und das war mal eine Sause, ganz genau nach unserm Geschmack!!! Berliner Hinterhof, um 5 Ecken, durch ein kaputtes Fenster rein, Leiter runter und dann in eine brodelnde Meute, in der wir dann f├╝r geraume Zeit verloren gingen in Rausch, Musik und Tanz. Formidabel!
Als wir dann irgendwann hinaus purzelten haben wir uns noch in der Morgensonne ├╝ber eine Kreuzberger Fressmeile hergemacht, bis Berlin das Fett ausgegangen ist. Doch das ist nur noch nebul├Âs rekonstruierbar...

Sonntag, 13.5.2007
Einen vorzeigbaren Kater verbergend machten wir nach Auferstehung ein leckeres Fr├╝hst├╝ck, um uns bei unseren charmanten Gastgeberinnen zu bedanken, bevor wir dann aufbrachen Richtung Gera. Hier sollten wir in einem kleinen Nest in der Umgebung bei einem Rocker-Hippie-Thailandfan-T├Ątowierer-Piercer-P├Ą├Ąrchen aufschlagen, wo es eine geh├Ârige Portion Entspannung und Wohlergehen geben sollte. Und das gab es!!!
Angekommen an der Schrebergartenlaube von Mattoo und Sabine - und diese Bezeichnung wird dem liebevoll eingerichteten H├Ąuschen mit Garten und Teich nicht gerecht - wurden wir herzlich von einer geselligen Runde mit Bier und Grillade begr├╝├čt. Direkt war klar, dies wird ein langer Abend. Es kamen noch ein paar G├Ąste mehr, um die Sonnenuntergangsterasse zu komplettieren, damit es auch richtig gem├╝tlich wurde! Irgendwann packten wir dann die Gitarren aus, um unser Unplugged-Set zum besten zu geben (schlie├člich mussten wir ja f├╝r unseren bevorstehenden Radio-Gig ├╝ben - doch dazu sp├Ąter mehr). Dies kam bei der live-musik-affinen Horde so gut an, dass Uwe, ein anwesender wie befreundeter Wirt aus dem Ort uns ambot am darauffolgenden Tag ein Konzert in seiner Kneipe "Zum Sauhans" zu geben. Nach Zuschlag haben wir dann mal zur Abwechslung ein paar Biere getrunken... bevor wir uns dann gen morgen in das gem├╝tliche Matrazenlager auf dem Dachboden der Rocker-H├╝tte zur├╝ckgezogen haben.

Montag, 14.5.2007
Dieser Tag stand zun├Ąchst im Zeichen der Gem├╝tlichkeit. Nach ewigem Schlaf, Fr├╝hst├╝ck und Gammelei sind wir dann am fr├╝hen Nachmittag in die Therme eines benachbarten Kurortes gegangen. Ein Traum aus Whirl-Pools, Dampfgrotte und Str├Âmungsbecken. Das Highlight war jedoch der "Turm der Resonanz"! Arschgeilst - ein dunkler Raum, ein kleiner l├Ąnglicher Beckengang f├╝hrt einen um die Ecke in ein quadratisches Becken - brusthoch - in dunkler Atmossph├Ąre nur mit wenigen gr├╝nen, blauen und roten Lampen illuminiert. ├ťber dem Becken ein riesiger Hohlraum - der Turm der Resonanz eben. Nachdem wir uns einige zeit an unseren Stimmen delektiert hatten, begann pl├Âtzlich, eingeleitet durch gruselige Sounds und Projektionen "Noch eine Minute" usw., eine Lasershow, bei der mit Nebel und Scannern 3-dimenionale Effekte im Raum erzeugt wurden. Das ganze unterlegt mit spacigen Sounds, die im Turm der Resonanz m├Ąchtig geflasht haben. Nicht unangenehm, das Ganze ;-))) Zu guter letzt - nach dem Spektakel - gaben wir uns noch, sehr zur Freude sonst anwesender Badeg├Ąste, dem gregorianischen Gesang hin. Ein Traum!
Danach war es dann auch langsam Zeit in Uwes Pinte zu d├╝sen, um den ersten mikrofonierten Unplugged-Gig in unserer Bandgeschichte zu absolvieren. Lange Rede kurzer Sinn. Es hat funktioniert, die wenigen Anwesenden (zum Gro├čteil dieselben vom Vorabend) gingen ab - und Uwe hat uns vor, w├Ąhrend und nach der Show mit soviel Absinth abgef├╝llt, dass einige von uns in fremden Zungen zu sprechen begannen. Sonderbar... In jedem Fall war dieser Aufenthalt eine runde Sache!!! Vielen Dank an euch, Mattoo, Sabine und Rick, wir kommen gerne wieder, wenn wir d├╝rfen ;-)))

Dienstag, 15.5.2007
Ab gings nach Weimar, in die von einer Studentengruppe gemanagte Kneipe und Jugendkulturb├╝tze "Sch├╝tzengasse", um dort mit den gro├čartigen Buckweedz zu gastieren, mit denen wir auch in K├Âln schon mal das Vergn├╝gen hatten. Nachdem wir dem ├Ârtlichen Veranstalter mit so ziemlich allem an Kabeln, Mikros, St├Ąnder, etc ausgeholfen haben, was man nun mal so braucht, wenn man ein Konzert veranstaltet, durften wir dann den eh schon sehr sp├Ąt stattfindenden Soundcheck abbrechen, um das "k├Âstliche" Gurkengulasch gemeinsam mit der studentischen Belegschaft zu verk├Âstigen - nicht jedoch ohne uns alle vorher ganzheitlich an den H├Ąnden zu fassen. Die Buckweedz, alte Sch├╝tzengassen-Hasen ihres Zeichens, hatten uns schon vorgewarnt ;-) Seis drum. Das Konzert war dann geil und die Buckweedz haben uns danach ebenfalls ganz sch├Ân die Buxen zum Flattern gebracht. Gru├č an euch, Jungs, jederzeit wieder.! Und dank noch mal an Lin, der uns die weitere Fahrt mit der neusten Mot├Ârhead-Scheibe vers├╝├čt hat ;-))
Hier ist noch ein kleiner Exkurs vonn├Âten: die gesamte Reise stand gewisserma├čen unter dem Stern Lemmys, da wir als kollektive Vorlesereiselekt├╝re die Biographie der hartgesottenen Mot├Ârhead-Frontsau dabei hatten, die uns neben manch weisem und gelebtem Rat des Meisters auch den Asphalt in die Adern gebracht hat ;-)) Rock┬┤n┬┤roll for ever!

Mittwoch, 16.5.2007
Back to Berlin! Und ab ins Radio. Heute war der Tag, weshalb wir dieses ganze Unplugged-Ged├Âns ins Leben gerufen hatten. Im Radiosender G3-Das Radio sollten wir heute abend in der Sendereihe La belle emission in einem ca. einst├╝ndigen Format einige Songs live zum besten geben und nat├╝rlich auch vom witzdurchtr├Ąnkten Moderatorenteam zu diversen Offenbarungen bewegt werden.
Gem├╝tlich mit Sesseln bestuhlt fanden sich auch einige Zuschauer/H├Ârer ein, um sich den 4 M├Ąnner auf Barhockern zu stellen. Hier sahen wir bereits ein paar bekannte Gesichter von den vorherigen Berlin-Gigs. Sch├Ân ;-)
Die Sendung verlief dann sehr kurzweilig. Neben Schnackereien und zwei gespielten Liedern unserer Platte (hierf├╝r auch nochmal Dank an Benni und Alex ;), war unsere Unplugged-Performance zwar noch etwas burschikos, blieb aber nicht ohne Wirkung. Hatte wohl niemand damit gerechnet, dass wir, die ansonsten so starkstromverliebten Energiebolzen, doch so zart und vierstimmig k├Ânnen. Simon and Garfunkel h├Ątten glatt ihren Hosenstall wieder zugemacht, wenn sie uns da gesehen h├Ątten ;-) In jedem Fall eine tolle Erfahrung! Wer weiss, ob wir uns ohne diese Herausforderung (Tim hatte uns gepflegt mit "Ja klar, k├Ânnen wir Unplugged, so a la Korn auf MTV" in einen gewissen Zugzwang gesetzt ;-) je an eine Unpluggisierung unserer Songs gesetzt h├Ątten... weitere Positiveffekte dieser neugewonnen Fertigkeit folgen...
Nach der Show bezogen wir unser neues Quartier f├╝r den Rest der Berlin-Zeit. Eine sch├Âne Wohnung in Berlin-Mitte, direkt um die Ecke vom Tacheles. Danke, Felix, dass du uns deine vier W├Ąnde ├╝berantwortet hast. Wir kommen jederzeit wieder ;-)))

Donnerstag, 17.5.2007
frei - gammeln, watscheln, tr├Âdeln, glotzen, futtern, herumlungern, maulaffenfeilhalten, abends auf ne party...

Freitag, 18.5.2007
Zun├Ąchst Fortsetzung vom Vortag, dann abends nach Kreuzberg zum Arcanoa - unserm letzten Stelldichein in Berlin f├╝r dieses Mal. Wir trafen uns mit den Jungs unserer Vorband Balcony Scene schon um 18h. Ist ja nett, wenn man ohne Zeitdruck aufbauen und soundchecken kann. So dachten wir... doch wir hatten die Rechnung ohne Petra gemacht!
"In der Email stand - ab 19.30h ist jemand f├╝r euch da!" - Also noch mal Kaffeetrinken gegangen. Versuch 2: um 19.30h dann rein ins Arcanoa und siehe da: eine zauberhafte Bar mit vielen Kerzen und einem Bach! durch den steinernen Tresen. M├Ąrchenhaft! Kleine Elfen und Hobbits schienen hier zu verkehren - und Musik zu machen, denn die B├╝hne war da gr├Â├čentechnisch eher eher auf Bewohner des Auenlandes ausgerichtet ;-)
Wir sollten leise musizieren und so starteten unser Vorstreiter auch gediegenen Tones in ihr sehr gelungenes Konzert. Die H├╝tte f├╝llte sich auch mehr und mehr, so dass, als wir loslegten - nat├╝rlich lauter -, das Arcanoa voll besetzt war. Wir rockten f├╝r unsere Verh├Ąltnisse mit angezogener Handbremse und doch kam nach dem halben Set die Nachricht "da steht na Wanne Bullen vor der T├╝r". Zun├Ąchst hie├č es, wir sollten mal 5 Minuten aufh├Âren und einfach weitermachen, wenn sie weg sind. Doch die Drohung, man w├╝rde unserer Anlage mitnehmen, wenn sie nochmal k├Ąmen lie├č uns zweifeln. Doch *Idee* da war doch die Unplugged-Nummer. Nicht lang gefackelt, Akustik-Gitarre geholt, Barhocker druff auf die B├╝hne und ab daf├╝r!
Auch hier waren die Augen gro├č, als direkt im Anschluss an Stromgitarren und Energieschub pl├Âtzlich die gediegenen 4 Ten├Âre anhoben, um den L├Ąrmschutzbestimmungen gerecht zu werden. Der aufbrandende Applaus nach dem ersten Akustik-St├╝ck bewies uns, dass die Entscheidung richtig war: unsere flexible L├Âsung wurde mehr als honoriert. Sogar Petra war mittlerweile aufgetaut, l├Ąchelte und gab uns sogar nach dem Konzert - wir mussten als Zugaben Songs doppelt spielen, da unser Akustik-Set noch etwas limitiert ist - noch au├čer der Reihe einen aus. Ein Wahnsinnsabend! Viele neue Fans waren regelrecht ergriffen von dem Konzert. Und wir dann auch ;-))))
Danach ging es zum Berlin-Abschluss noch mit unserem Gastgeber Felix auf die Piste. Auch unsere Promo-Zecke Sebastian (sch├Ân dich mal endlich pers├Ânlich kennengelernt zu haben ;-) tat kr├Ąftig einen bei.
Den Sonnenaufgang noch gem├╝tlich im t├╝rkischen Imbiss bei uns umme Ecke genie├čend (zumindest einige von uns) lie├čen wir Berlin ausklingen... wir kommen wieder!!!

Samstag, 19.5.2007
Die Tourtage definitiv sp├╝rend, auf nach Riesa zum letzten Gig in diesem Block. U-Punkt hie├č die Location, was hinsichtlich s├Ąchsischer Aussprache nicht einer gewissen Komik entbehrt ;-) (nicht b├Âse sein, Leute, ihr wart gro├čartig!)
Dort angekommen hat man sich wirklich r├╝hrend um uns gek├╝mert. So sollten alle Veranstalter mit ihren Bands umgehen. Lecker Pizza zum Abendessen, Getr├Ąnke jeglicher Coleur ohne Limit und ein Backstageraum mit Kicker. Dazu noch ein zweiter mit Matrazen, wo wir dann nach getaner Arbeit darniedersinken konnten. Ein M├Ądel der Horde hatte sogar ein Geist-T-shirt an. Man kannte uns also schon ein bischen... ;-)
Die Vorband sagte gegen 19h aufgrund bereits ├╝berzenit├Ąrer Alkoholisierung ihre Teilnahme ab, so dass wir erst recht sp├Ąt und daf├╝r lang ran mussten. Und hier kamen mal wieder echte Metaller zum Konzert, in der ersten Reihe wurden anst├Ąndig Helis geschwungen und sogar einige Textbrocken wurden mitgesungen. Eine geile Stimmung, die aufgrund des doch recht sp├Ąten Konzertbeginns - auch bei uns - schon recht biergeschw├Ąngert war. Hat aber alles geklappt!!!
Nach dem anschlie├čendem Nachgl├╝hen und der Nacht wurden wir bereits fr├╝h morgens mit Kaffee, Orangensaft und Br├Âtchen wachgek├╝sst. Ein Traum!! Nochmal: wir wissen sowas zu w├╝rdigen, auch wenn das, verratzt wie wir waren, vielleicht nicht bis in letzte Instanz r├╝bergekommen ist. Danke euch!!!
Nach der Verabschiedung brachen wir dann gen Heimat auf. Der erste Tourblock f├╝r unser Album war geschafft. Und wir haben Blut geleckt...

Sonntag, 20.5.2007 - Epilog:
Irgendwo im Hessenland (oder wars noch vorher?!?) sind wir von der zivilen Autobahnpolizei rausgewunken worden. Wen wunderts, so wie wir nach 10 Tagen Rock┬┤n┬┤Roll aussahen, unser Bus begraben unter 1.000.000 Insektenleichen. Die beiden muskul├Âsen Herren waren zu Beginn sehr vorsichtig mit uns, was schnelle Bewegungen oder Ausstiegsversuche anging. Nach erstem Smalltalk und der Erkenntnis, dass es sich bei uns um eine Band handelt, relativierte sich die Gefahrenperzeption der beiden etwas. Nat├╝rlich wurden Personalien gecheckt und Medusenkopp Oli auf Drogen durchsucht, klar ;-) Der Rest der Kontrolle fiel dann jedoch recht unmotiviert aus und endete damit, dass einer der beiden Beamten, selbst Metal-Fan, eine CD von uns gekauft hat. Guter Geschmack, f├╝r einen Polypen ;-))))


So, fertig geschrieben, gehts auch direkt schon wieder los: N├╝rnberg, Burglangenfeld und Weyarn stehen auf dem Programm - dieses Jahr verbringen wir auf der Stra├če... bleibt bei uns, wir berichten, was uns alles so vor die Nasen kommt...

eure Geister

10:45 AM - 4 Comments - 0 Kudos - Add Comment
 
hi tim,

viel zu lesen, aber macht spass ;-) ich habs dann allerdings lieber chronologisch auf myspace gelesen, sonst wirkts nen bisschen wirr...

lg, alex
 

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