Pickups fĂŒr Gibson Les Paul Traditional

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Anonymous

Guest
Ich hatte schon im Thread 2016er Gibson gepostet, dass ich mir (auch) eine 2015 Gibson Les Paul Traditional zugelegt habe. Ich habe dort auch mein Problem kurz angesprochen, wollte darĂŒber aber einen eigenen Thread eröffnen.

Bei der Traditional gefallen mir die 59 Tribute Pickups nicht besonders. Im oberen Bassbereich klingen sie mir zu mulmig und undifferrenziert und der Bridge PU ist mir irgendwie zu brav (ohne Eier - fehlt mir der Dreck, Druck).

So, was tun? Pickuptausch! Ja klar! Aber welche? Bei 4,6 kg Masivholz werden sicher bei einigen Herstellern die gleiche Probleme auftreten. Ich habe schon gutes ĂŒber Amber Pickups gehört (sind mir aber mit 160,- p.Stk. zu teuer).
Zu teuer finde ich auch HĂ€ussel, Gibson, Bare Knuckle etc...

Ich habe in letzer Zeit viel gelesen, hin und her ĂŒberlegt und bin jetzt gedanklich beim "Tonrider Rocksong Set gelandet. Tonerider machen herforadende PU's wenn man unseren Kollegen glauben kann. Hier stimmt noch das PreisleistungsverhĂ€tlis. Ich denke an manche Marken die zwischen 120 - 180,- und mehr fĂŒr einen PU haben wollen. FĂŒr das Geld kaufen sich manche Gitarren :lol:
Ich möchte da mal gegensteuern und vermuten das es sicher auch gute gĂŒnstige Hersteller gibt die sich klanglich sehen lassen können.

Hat jemand schon (gute/schlechte) Erfahrungen mit Tonrider PU's gemacht? Und preziell mit den Rocksongs?

freu mich ĂŒber Feedback - danke! :)
 
Also, die Abneigung gegen ĂŒberteuerte PUs teilen wir schon mal. Ich spiele einen Seymour Duncan 59er am Hals und einen SH 14 an der Bridge und bin damit völlig zufrieden.

Wirklich gute PUs ohne Irrsinnspreise gibt es von z. B. di Marzio, SD, Barfuss, Leosounds, Rockinger, Gibson. Von vielen halt und da mĂŒsste man dann doch mehr darĂŒber wissen, was Du spielst, womit Du spielst und wohin es gehen soll.
 
Verabschiede dich von dem Gedanken, das ein Tonabnehmer, der mehr kostet auch den Klang bringt, den du haben willst. Nur weil da PAF draufsteht klingt damit nicht jede Gitarre automatisch gut.
Di Marzio und SD haben ja Diagramme, die eine kleine Vorstellung davon geben, in welche Richtung der PU klingen soll. Ich wĂŒrde mal den SD Jazz Neck probieren, gibts bei Thomann gerade gĂŒnstig. Ansonsten ein irgendein Paf Typ mit Alnico5 oder Keramik Magnet.
Im meine Paula habe ich die PAFs ausgetauscht. Am Hals ist ein Gibson 490 mit Alnico5 Magnet drin. Noch nicht optimal, aber besser als der originale PAF. Am Steg habe ich einen Ibanez PAF drin. Auf jeden Fall ist der Matsch auf den Bassaiten deutlich geringer als vorher.
Einzelmagneten gibts bei Rockinger.
Nur mal so als Beispiel.
 
Ich kenne natĂŒrlich auch schon eine Menge PU. Abef alle kann man nicht kennen. Ist ja auch ne "Wissenschaft" fĂŒr sich.
Ich hatte schon PRS HFS, PRS Tremonti, PRS Dragon II, SD PU's, DiMarzio's und einige mehr. Ich hatte aber auch schon ne Menge Schrott, die noch nicht mal das wenige Geld wert waren was sie gekostet haben. Zum Beispiel hatte ich einen Satz Artec PUs gekauft die waren echt gruselig - von den Kosten lagen die auch wie die Tonerider ca. 40,-€ Stk.

Ich steh schon auch auf Gibson PUs zB 57 Classic oder die Burstbucker 2 u. 3.
Aber ich hatte vorher eine Tremonti Custom und die Tremonti PU's sind Hammer. Man denkt gleich Heavy Metal abef die können alles (Jazz, Blues, Rock und sogar total brachial).

Ich habe in letzer Zeit sehr viel Gutes von den Tonrider PUs gelesen und dachte es hat jemand schon mal welche getestet. Die Enpfehlung hatte ich von einem VerkĂ€ufer im Musikladen, der meinte: "wieso gibst du so viel Grld fĂŒr Pickups aus. Ich hab alle meine Gitarren mit Tonrider ausgestattet (Les Paul, Tele u. Strat).

Ich spiele einen H&K Grandmeister mit einer 412 Marshall (2xV30/2xG12T75)
Und ich spiele Rock bis Alternativ Rock. Auch oft Clean. Clean klingen die 59 Tribute ĂŒbrigens gaaar nicht schlecht...
 
Hi Sasch,

ich habe in verschiedenen Gitarren die PU von Schaller gehört.
Und die haben mir gut gefallen. Obendrein sind sie splittbar.

Was die aktuell kosten, weiß ich nicht.
 
Ja, Schaller hat unser 2. Gitarrero auch in seiner Fame Forum IV.
Die klingen recht gut. Und Schaller sind bezahlbar.

Ich hatte allerdings schon mal'n Schaller Set die waren total Matsch-Brei. Das Gute daran war, als ich die gegen die PRS Dragon 2 getauscht hatte, war der Erfolg noch hörbarer als wenn man von Gibson zu HÀussel wechselt :)
 
PS: Coildplit brauch ich nicht, da ich verschiedene Gitarren spiele wie Strat o. Tele. Dann wechsel ich. Deshalb wollte ich auch eine Traditional und nicht ZB die Classic mit dem ganzen Gedöns... Coilsplitt, Boost ect.
 
Hallo,

Schaller Golden 50 gibt es fĂŒr 70 Euro das StĂŒck. Nach meiner Erfahrung klingen die sehr transparent, matsch- und mulmfrei.

Beide Pickups haben nicht besonders viel Output, insbesondere der am Steg nicht. Es ist etwas knifflig, die richtige Balance zu finden, geht aber.

Es ist möglich, die Dinger bei ebay gebraucht zu kaufen. Dauert zwar etwas, aber es ist ja nicht lebenswichtig.

Gruß

erniecaster
 
erniecaster schrieb:
Hallo,

Schaller Golden 50 gibt es fĂŒr 70 Euro das StĂŒck. Nach meiner Erfahrung klingen die sehr transparent, matsch- und mulmfrei.

Beide Pickups haben nicht besonders viel Output, insbesondere der am Steg nicht. Es ist etwas knifflig, die richtige Balance zu finden, geht aber.

Es ist möglich, die Dinger bei ebay gebraucht zu kaufen. Dauert zwar etwas, aber es ist ja nicht lebenswichtig.

Gruß

erniecaster

Die hÀtte ich auch empfohlen, wenn unser TE nicht auf mehr Eier am Steg abfahren tÀte.
 
Hi,

meinst du nicht, dass man mit den G50 auch die gesuchten Sounds hinbekommt? MĂŒsste man vielleicht bei Gain und Mitten etwas nachregeln. So wie beim Wechsel von Paula zur Tele.

cu

erniecaster
 
Schnabelrock schrieb:
Vielleicht so was in der Art?
gZ5NCf6.jpg


höhöhöhö
 
Du hĂ€ttest Dir ruhig etwas mehr MĂŒhe mit dem Bild geben können. Die beiden Enten im Vordergrund sehen total unrealistisch aus...

Schöner Thread. Schlage ich mich auch gerade mit rum.
Ich hatte ĂŒber 10 Jahre den Klassiker in meiner grĂŒnspan (Ă€hnliche Gewichtsklasse wie Deine Gibson) SH4 am Steg, SH2 (Jazz) am Hals. Ich habe jetzt ein bisschen rumprobiert und muss feststellen, dass das alles noch schlimmer ist als bei Amps. Alles eine Frage des aktuellen Geschmacks. Was heute gefĂ€llt, ist morgen schon (fast) wieder dahin. Wie soll man da echte Empfehlungen aussprechen oder erhalten? Echt doof. Besonders, wenn man eine braucht. :) Ich habe mich mit fast allem rumgeschlagen, was SD auf der Seite hat. Die Tonbeispiele sind durchaus reprĂ€sentativ, insb. erkennt man - sebst wenn es in der eigenen Klampfe nochmal anders klingt - die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der PUs und deren Grundcharakter. Sich da durchzukĂ€mpfen macht m.E. echt Sinn (ist zum vergleichen mit diesem Amp-Scheiss aber eine echte Tortur. Ich hĂ€tte das gerne offline in der DAW zum direkten A/B Vergleich gehabt) Back to Topic: Der SH2 ist mir inzwischen zu leb- und charakterlos. Langweilig halt. Insbesondere verzerrt. Kein Rotz und obwohl als "brilliant" dargestellt, mir zu dumpf. Ich muss aber auch ehrlich dazu sagen, das es mir fast unmöglich ist zu definieren, ob es eine Frage von zu wenig Höhen, zu viel BĂ€ssen, oder ein Problem der Mittenwahrnehmung ist. Ich kann das nicht objektiv differenzieren.
Der SH4 am Steg war mir zum Schluss einfach zu heiss. Konnte ich clean und crunchy nichts mehr mit anfangen. Gesplittet kaum eine CharakterĂ€nderung wahrnehmbar. Brett kann der gut. Habe dann (aktuell) einen Satz SD Pearly Gates eingebaut. Am Hals schon sehr geil. Viel Charakter und Rotz. An der Bridge. Hmmmm. Kann man machen, macht mich aber nicht so an. Zu viele Höhen / Hochmitten. Sehr charakteristisch, geht aber im Songkontext etwas unter. Fast schon etwas dĂŒnn. Da brauchts mehr. Was kommt jetzt? Ich habe mich mal von der Empfehlung in meinem eigenen Thread zu diesem Thema inspirieren lassen und probiere die HĂ€ussel aus. Vin+ B A5 und Vin N A2. Ich habe auch zu anderen SDs noch ein paar Theorien, aber keine praktische Erfahrung. :)

Viel Erfolg!

Gruß

Stefan
 
Hi,

eine weitere Empfehlung kann ich nicht aussprechen, aber:
Einen Satz Schaller Golden 50 habe ich neulich als Dreingabe beim Erwerb einer Heritage H137 bekommen. Das waren die Original-PUs in der Gitarre und die liegen hier bei mir ungenutzt herum. Außerdem wird wahrscheinlich demnĂ€chst ein Rockinger Cream Team arbeitslos, weil ich die Gitarre, in der die eingebaut sind, mit P90s bestĂŒcken möchte.

Bei Übernahme der Portokosten könntest du die gern mal zwei/drei Wochen mit Kaufoption testen. Falls du Interesse hast --> PN.

GrĂŒĂŸe
Andreas
 
Tja, das liegt auch alles daran, dass sich unser Hörverhalten geĂ€ndert hat. Und sich stĂ€ndig weiter verĂ€ndert. Gut fĂŒr PU Hersteller. Dieser schleichende Prozess ist wohl auch nicht aufzuhalten.

Ich denke auch das, wenn wir ein Set original P.A.F. von frĂŒher in unsere Equipment mitaufnehmen, uns sehr wundern wĂŒrden, welcher Mulm da rauskommt. Abgesehen von echten Fans natĂŒrlich... :)

Leider auch immer eine Frage der Kette! PU's sind ja immer nur als RĂ€tchen im Ganzen zu betrachten. Wer Wunder erwartet ist vielleicht etwas zu optimistisch. Aber ich glaube an gute Pickups :)

Wenn man sich mal durch die Batterie der Hersteller kĂ€mft, hat man fast schon den Eindruck, dass allein in den USA jede Kleinstadt eine eigene PU Wickelschmiede hat. Da ist es schon verstĂ€ndlich das viele auf's BewĂ€hrte wie SD, DiMarzio, Schaller, Wilkinson u.v.a. ZurĂŒckgreifen. Der Jungel wird immer dichter - weil Musiker bereit sind stĂ€tig in ihr Equipment zu investieren - und sei's durch's GAS getrieben - am Ende heißt es: "will haben!"
Gut, was die Ehefrau dszu sagt, wissen wir alle :lol:

Ich könnte ein Satz Faber Concerto Grosse fĂŒr 140,- bekommen. Das finde ich interessant. High End PU's fĂŒr einen "ertrĂ€glichen" Preis...
Die Tonerider interessieren mich aber auch - sei's nur als Experiment - um einen Haken hinter zu machen (ja/nein - gut/schlecht - what ever).
Überlege aber zB nur den Bridge PU gegen einen HĂ€ussel, Barfuss oder Lackschuh ...Ă€h, Bare Knuckle zu tauschen - auch ne Alternative.

Ist jetzt aber nichts was in der nÀchsten Woche passieren muss. Kann's noch aushalten :lol:
 
saschmann schrieb:
Überlege aber zB nur den Bridge PU gegen einen HĂ€ussel, Barfuss oder Lackschuh ...Ă€h, Bare Knuckle zu tauschen - auch ne Alternative.
FĂŒr die Bridge könnte man auch den Duesenberg Crunchbucker ins Auge fassen:
Guter Grundsound, behÀlt trotz starkem Output immer die Definition und hat schöne Höhen und klingt auch parallel verdrahtet wirklich gut.
Das könnte sowieso in einer Paulette mit ĂŒber 4,5 kg eine gute Maßnahme gegen Mumpf sein: Parallel statt Seriell!
 
Interessant! Mit Duesenberg hab ich keinerlei Erfahrung.
Weder ne Duesenberg in der Hand gehabt, noch'n PU besessen.

Aber klar, wenn man einen individuellen Sound möchte, muss man individuelle Pickups verbauen. ...sonst klingt's wie bei den anderen :)
 
Hi,
ich könnte Dir den Leosounds GrowlDog fĂŒr eine Test empfehlen...!
Den hatte ich in der Bridge bei meiner Epiphone Les Paul. Prima Pu, irgendwie schön"knurrig" und kein mulmen im Bass.
Und fĂŒr "Boutique" PUs noch bezahlbar.

Meiner Meinung nach wirst Du aber um reichliches ausprobieren nicht drum rum kommen - nach meiner Erfahrung lassen sich PU-Empfehlungen nicht so ohne weiteres von einer Gitarre auf die andere ĂŒbertragen.

Gruß,
Wolfram
 
Wegen deiner Frage nach den Toneriders:
Ich habe neulich in eine Tokai LP, deren Original-PU mir persönlich etwas zu heiß und unpersönlich waren, ein Set Tonerider TRH1 Rocksong Zebra HBs eingepflanzt (gibts auch einzeln).
Diese sind deutlich mehr in die PAF- Richtung gehend, aber etwas heißer als Original- PAFs.
Der Steg hat 11.53 kOhm, der Hals 7.90.
Der Sound ist genau so, wie ich ihn wollte.
Klanglich höre ich hier sofort den Sound von Eric Stewart (10cc), das deckt dieses Set wirlich prima ab.
Und mulmen tut es auch nicht.
 
Ah, danke Ingolf.
Ich hab schon ĂŒberlegt so oder so ein Set Tonerider Rocksongs zu bestellen.
Einfach nur um zu testen wie die sind. Kann man ja'n bisschen drauf rumdudeln :lol:

Aber ich könnte auch einen David Barfuss Bridge PU (Bloodspot 81) fĂŒr'n guten Kurs bekommen. Der ist nicht so heiß gewickelt (nur 10,5 kOhm - nach Bestell-Vorgaben). Der soll'n bisschen klingen wieder Burstbucker 3 aber etwas offener.
Der wĂŒrd mich auch reizen. Der Preis geht in Ordnung. Nur beim Tonrider Set krieg ich fast das ganze Set fĂŒr's Geld :)

Der Original Bloodspot soll ĂŒbrigen 24 kOhm haben :shock:
...wie geht das? Alnico V wohlbemerkt!!! ...heftig!
 
Hallo,

wenn du Schockas Angebot nicht annimmst, brauchst du auch eine EselsmĂŒtze.

Probieren hilft. Immer. Und das kostet hier nur Portokosten.

Gruß

erniecaster
 
Das stimmt :)

schocka: hast du meine PM bekommen?
Mein PC hat mir keine RĂŒckmeldung gegeben ob die PM rausgegangen ist.
 

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