Signature-Gitarren - wann fing das an?


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Hallo,
ich bin gerade am überlegen, wann, von wem und für wen die ersten Signature-Modelle auf den Markt kamen.
Also nicht nur ein Spieler X der mit einer Gitarre Y posiert, sondern dessen Name schon in direktem Zusammenhang mit dem Instrument steht.

Bisher bin ich bei George Benson gelandet, dessen GB-Modell von Ibanez Ende der 70iger aufgelegt wurde.
Dann viel mir noch der Lukather mit seiner Ibanez Roadstar ein, war allerdings schon Anfang der 80iger.

Was gabs davor noch?
 
Woody
Woody
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Bei Charlie Christian ist die ES-150 mit dem Charlie Christian Pick Up mitgebucht,
und bei Django Rheinhardt die Maccaferi-Gitarre.

Keine expliziten Endorsements, aber klare "Markenzeichen" der jeweiligen Gitarristen.

Viele Grüße,
woody
 
therealmf
therealmf
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Na, ob man die Gitarren von Charlie Christian und Django Rheinhardt als "Signature" bezeichnnen kann, da hab ich meine Zweifel. Es waren einfach die Instrumente, die sie sich ausgewählt haben, aber nix speziell für sie angefertigtes.
Bei Ibanez war vor Lukather (lange vor Lukather) schon das John Scofield-Modell erhältlich, übrigens genauso wie bei Christian und Rheinhardt erst ne "normale" Seriengitarre, nämlich die AV 200, dann wurde daraus das "Signature"-Modell. Benson dürfte kurz danach gewesen sein.
Bei Fender bin ich übrigens als frühesten Signature-Beleg auf eine "Hendrix Stratocaster" im Jahr 1980 gestoßen (große umgedrehte Kopfplatte, Buchse in der Zarge, zusätzliches Bodyshaping, nur 25 Ex.). Wie sie da allerdings das ok des Künstlers bekommen haben, würde mich interessieren ;-)
 
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erniecaster
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Hallo!

madler69":4jiu7lkr schrieb:
bimbam":4jiu7lkr schrieb:
Hallo,
ich bin gerade am überlegen, wann, von wem und für wen die ersten Signature-Modelle auf den Markt kamen.

1952? Gibson Les Paul Goldtop?

Nein. Da Les Paul ja ein wenig mit an der Gitarre gearbeitet hat, war das eher die Benennung des Modells nach dem Entwickler, denke ich.

Gruß

erniecaster
 
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1962 - Gibson, Barney Kessel - Modell
62BarneyKessel.jpg
 
Riddimkilla
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Ende der 60er anfang der 70er gabs doch mal ne AZ (Attila Zoller) von Framus. Oder ???


gruss

r
 
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erniecaster
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Hallo!

Vielleicht lässt sich das ja so einfach zusammenfassen, dass das Anfang der 60er Jahre losging aber erst in den 80ern (nach Vai, Van Halen und Vandenberg) explodierte.

Ich sage nur: Peter Bursch, Wolfgang Niedecken, der Typ von Pur (der die Platten angeblich nicht mal einspielte), Kuddel von den Toten Hosen. Und noch drei Modelle für Van Halen...

Gruß

erniecaster
 
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erniecaster":1rum10hr schrieb:
Nein. Da Les Paul ja ein wenig mit an der Gitarre gearbeitet hat, war das eher die Benennung des Modells nach dem Entwickler, denke ich.

Sehe ich anders. Er hat Sie erdacht/erfunden. Er hat den Prototyp gebaut,
er hat seine Idee an Gibson verkauft, er hat die Weiterentwicklung bei
Gibson geleitet und seine Unterschrift (Signatur) ziert noch heute das Trussrod-Cover.

Wenn das kein Signature-Model ist, weiß ich es auch nicht.

Ich empfehle das G&B-Sonderheft "Les Paul". Sehr spannend!
 
frank
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1978 brachte Gibson die Les Paul 25/50 Anniversary auf den Markt und verkaufte sie bis 1979 als limitiertes Sondermodell.
Mit dieser Gitarre sollte einerseits an die 25-jährige Zusammenarbeit zwischen Les Paul und Gibson erinnert werden, andererseits hatte Les Paul 1979 sein 50-jähriges Jubiläum als Musiker.
Ist das jetzt eine Signature?
 
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erniecaster
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Hallo!

madler69":3m5inut6 schrieb:
Sehe ich anders. Er hat Sie erdacht/erfunden. Er hat den Prototyp gebaut,
er hat seine Idee an Gibson verkauft, er hat die Weiterentwicklung bei
Gibson geleitet und seine Unterschrift (Signatur) ziert noch heute das Trussrod-Cover.

Wenn das kein Signature-Model ist, weiß ich es auch nicht.

Siehste, da gehen unsere Ansichten, was eigentlich ein Signaturemodell ist, weit auseinander. Auf die Diskussion habe ich aber keine große Lust, weil ich diesen ganzen Signaturekram größtenteils überflüssig finde.

Gruß

erniecaster
 
Tomcat
Tomcat
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erniecaster":jyy4g9lk schrieb:
Nein. Da Les Paul ja ein wenig mit an der Gitarre gearbeitet hat, war das eher die Benennung des Modells nach dem Entwickler, denke ich.

madler69":jyy4g9lk schrieb:
Sehe ich anders. Er hat Sie erdacht/erfunden.

Hat er nicht.

madler69":jyy4g9lk schrieb:
Er hat den Prototyp gebaut

Hat er nicht.

madler69":jyy4g9lk schrieb:
er hat seine Idee an Gibson verkauft, er hat die Weiterentwicklung bei
Gibson geleitet und seine Unterschrift (Signatur) ziert noch heute das Trussrod-Cover.

Er hat nix an Gibson verkauft, aber er hat Geld für seinen Namen auf der Kopfplatte gekriegt.

madler69":jyy4g9lk schrieb:
Ich empfehle das G&B-Sonderheft "Les Paul". Sehr spannend!

Ich empfehle "Gibson Guitars, Ted McCarty's Golden Era 1948 - 1966" von Gil Hembree. Da erfährt man beispielsweise, dass das Patent für die Les Paul auf Ted McCarty ausgestellt ist. Oder wer die Leute waren, die den Les Paul Prototypen entwickelt und gebaut haben. Les Paul wars jedenfalls nicht.
 
michabekman
michabekman
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Er hat sie aber vor allen Dingen gespielt, und das ohne Unterbrechung.
Sein Name steht drauf.

Was soll denn dann bitte noch eine Signature-Gitarre sein?

Ob er da nun mitgearbeitet hat, nur Ideen mit eingebracht hat oder sonst was ist doch piepegal. Er wollte die Gitarre und Gibson/ Ted McCarty haben sie ihm gebaut.

Für mich der Inbegriff einer Signature-Gitarre, und er ist ihr immer treu gewesen.
 
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Vielleicht kann sich die Mehrheit der Gitarrenkenner darauf einigen: Die Idee, Signaturgitarren zu vermarkten, ist schon jahrzehntealt. Bis 1990 war dies aber kein besonders einträgliches Geschäft. (Ausnahme vermutlich die Eric-Clapton-Strat von Fender)

@ bimbam
Wie Du siehst, gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, was überhaupt als Signaturmodell gelten soll. Einschlägiges zu diesem Thema bieten die Sonderhefte von g&b zu Fender u. Gibson.

Wieso beschäftigt Dich die Frage?
Gruß Moby
 
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@Ismael
Naja, was ich unter einem Siganture-Modell vestehe hab ich eingangs grob dargestellt.
Die Ansichten bzgl. Les Paul sind durchaus interessant, zu mal es dsbzgl. dann ja Double-Signature Les Pauls gibt (Slash, Joe Perry, Neal Schon, Zakk Wylde etc.).
Aus irgendwelchen Gründen vergesse ich immer Gibson in meine kleine Gitarrenwelt mit einzubeziehen. Irgendwie fehlt mir da die Affinität zu...

Wieso beschäftigt Dich die Frage?
Rein interessehalber... es ist schon interessant, wie sich das alles entwickelt hat und wie viele Signature-Modelle es heute am Markt gibt - da lag die Frage nach dem Anfang rel. nahe.
 
Tomcat
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michabekman":1rxm107t schrieb:
Er hat sie aber vor allen Dingen gespielt, und das ohne Unterbrechung.
Sein Name steht drauf.

Was soll denn dann bitte noch eine Signature-Gitarre sein?

Ob er da nun mitgearbeitet hat, nur Ideen mit eingebracht hat oder sonst was ist doch piepegal. Er wollte die Gitarre und Gibson/ Ted McCarty haben sie ihm gebaut.

Für mich der Inbegriff einer Signature-Gitarre, und er ist ihr immer treu gewesen.

Gibson, bzw. McCarty hat Les Paul die fertige Gitarre präsentiert um ihn als Endorser zu gewinnen. Les Paul hat die Gitarre nicht "bestellt" und auch mit ihrem ursprünglichen Design nichts zu tun. - Und was die Treue angeht: von 1961 bis Ende 1962 hat er das gespielt, was heute SG heißt, weil die Singlecut-Les Paul nicht mehr produziert und durch die "neue" Les Paul mit geshapetem Body und Doublecutaway ersetzt wurde - bis 1968. Les Paul war selbstverständlich einer der Pioniere bei der Entwicklung der Solid Body - aber wahrhaftig nicht der einzige. Das Les Paul Modell von 1952 war Gibsons Antwort auf die erste in Serie produzierte Solid Body der Geschichte, nämlich die Fender Broad/No/Telecaster.
 
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erniecaster
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Hallo!

bimbam":3ourpwke schrieb:
Naja, was ich unter einem Siganture-Modell vestehe hab ich eingangs grob dargestellt.

Da sitze ich mal wieder exakt so hier: :facepalm: und stelle fest, dass ich gar nicht richtig gelesen habe, dass du ja eine Definition mitgeliefert hast.

Problematisch dabei ist allerdings, dass so wenige Menschen dabei waren, die wirklich sagen können wie es war.

In Wirklichkeit hat ja Les Paul auch "The Log" nicht gebaut sondern seinem Frisör abgequatscht, der dafür ein Rendezvous mit Mary Ford versprochen bekam, das aber nie stattfand. Der Friseur war italienisch-spanischer Einwanderer, der seinen alten Vornamen "Ibanez" in einen amerikanischen umwandelte und sich danach als Seymour DiMarzio vor allem durch exzellente Arbeit an Lockenwicklern einen Namen machte, bevor er nach Kalifornien umzog. Angeblich hat er da seinen Namen erneut geändert - es ist aber nicht genau überliefert, ob nun Kauffmann oder Kotflügel.

Aber das weiß natürlich kaum wer.

Gruß

erniecaster
 
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erniecaster":2aeiy0i4 schrieb:
In Wirklichkeit hat ja Les Paul auch "The Log" nicht gebaut sondern seinem Frisör abgequatscht, der dafür ein Rendezvous mit Mary Ford versprochen bekam, das aber nie stattfand. Der Friseur war italienisch-spanischer Einwanderer, der seinen alten Vornamen "Ibanez" in einen amerikanischen umwandelte und sich danach als Seymour DiMarzio vor allem durch exzellente Arbeit an Lockenwicklern einen Namen machte.

Aber das weiß natürlich kaum wer.

Pruuuuuuuuust !!!!

Los, komm rüber, Kaffee vom Bildschirm wischen!

:lol: :lol: :lol:
 
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Jetzt komm ich echt in´s Grübeln, ob ich der Ausführung von Tomcat oder der von erniecaster Glauben schenken sollte...ich denk ersterem... ;-)
 
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Zitat: In Wirklichkeit hat ja Les Paul auch "The Log" nicht gebaut sondern seinem Frisör abgequatscht, der dafür ein Rendezvous mit Mary Ford versprochen bekam, das aber nie stattfand. Der Friseur war italienisch-spanischer Einwanderer... ... Angeblich hat er da seinen Namen erneut geändert - es ist aber nicht genau überliefert, ob nun Kauffmann oder Kotflügel....


Doc Kauffmann war Frisör?
 
 

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