Sound auf der Bühne


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Anonymous
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Hallihallo,

mich würde mal interessieren, woher ihr eure Gitarre auf der Bühne hört:
Haupsächlich aus dem Amp oder aus der Monitorbox?
Oder kann man das halten wie der auf dem Dach, bzw., je nach dem, was man halt für ein Setup sich hinten hinstellt :roll:?
Ich hab halt bis jetzt immer mein Amp weiter aufgerissen, wenn ich mich nicht gehört hab anstatt dem Mischer zu sagen, er soll mir mehr auf den Monitor geben :lol:. Wahrscheinlich hat der dann wiederrum mich leisergedreht... ein Teufelskreis :lol:!
Wie machts ihr denn so?

Grüße, Julian :)
 
A
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"Ich kann mich nicht hören" *masterhochdreh* ist so ziemlich das dilletantischste, was ein Musiker sich leisten kann... sorry, muss ich so in den Raum stellen.
Wenn du vorne einen Tonmeister rumlaufen hast, nerv ihn so lange bis es passt! Das ist sein Job! Und es ist auch sein Job, deine Spitzen wieder zu kappen, wenn du an deinem Setup nachregelst.

Wenn du mal in die Verlegenheit kommst, nur über deinem Amp zu spielen, ohne Monitore, stell deinen Verstärker doch leicht geneigt auf einen Stuhl, dann kommt vom Schalldruck mehr an dein Ohr als wenn er dir nur die Kniekehlen anbläst.

Wenn du dich nicht hörst, heißt das zu 80% nicht, dass das Publikum dich auch nicht hören kann. Denen tust du mit weiter aufdrehen keinen Gefallen und deinen Bandkollegen auch nicht, weil du sie dann überlagerst. Infolgedessen drehen sie auch weiter auf. Das Ende vom Lied ist ein undefinierbarer Soundmüll, den keiner mehr hören möchte. Und so zieht sich manch gute Band selber den qualitativen Bach runter.
 
A
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Jo, so denk ich das schon auch... Aber kennt doch sicher jeder, dass man an seinem Amp doch noch ein bisschen nachdreht, oder :lol:?

Mich interessiert allerdings eher die "Grundeinstellung" beim Gig: Hört ihr euch mehr aus den Monitoren oder aus dem eigenen Amp?
Ich könnt mir schon vorstellen, dass es klanglich besser wäre, wenn man sich und die anderen einfach aus dem Monitor hört und der Amp sozusagen als "Klangerzeuger" im Hintergrund steht ;-).

Grüße, Julian
 
A
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ich leg sehr großen Wert drauf, sofern vorhanden, Monitore zu benutzen und den Amp wirklich nur als Klangerzeuger zu verwenden. Die Dynamik schafft die PA. Wehe, wenn mein Amp alleine losgelassen.... overkill und Mordlust meiner Bandkollegas...

...muss mich immer schwer zurück halten, was die Masterlautstärke von meinem Verstärker betrifft.
 
HanZZ
HanZZ
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Nicht am Amp herumzudrehen nach dem Soundcheck ist ja eigentlich eine feine Sache. Aaaber: Wenn man wie ich ampmässig gern mit kleinem Besteck fährt, d.h. nur Gitarre- Kabel (bzw Funke) - Stimmgerät - Amp, dann hat man spätestens dann ein Problem, wenn man mit verschiedenen Gitarren für verschiedene Sounds arbeiten möchte.

Dieselbe Einstellung, die ich brauche, um die '54-Strat mit ihren Low-output-Pickups zum singen zu bringen wie es sein soll, bewirkt zB mit der AR100 oder AS100, die beide ziemlich starken Tobak aus ihren Humbuckern blasen, einen undefinierbaren Zerr-Matsch, den ich gerade bei den eher jazzigen Nummern, die ich mit den Gitarren spiele, nicht haben will. Das nur mit den Volumen-Potis zu regeln, kann man sich bei den alten Ibanetzten abschminken, der dafür erforderliche Regelweg von wenigen Zehntel-mm überfordert meine Feinmotorik eindeutig. Insofern muss ich, wenn ich die Gitarre wechsele, auch am Amp nachregeln.

Wenn man dann einen halbwegs professionellen Mischer am Start hat, der auch während des Gigs aktiv den Sound kontrolliert und mischt, kann der das ja alles halbwegs handeln, aber vielfach ist es ja so, dass der einmal beim Soundcheck eingestellte Sound einfach beibehalten wird. Dann wird's problematisch.

HanZZ
 
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the singin' ass":2s0ef9t0 schrieb:
Mich interessiert allerdings eher die "Grundeinstellung" beim Gig: Hört ihr euch mehr aus den Monitoren oder aus dem eigenen Amp?

Das kommt doch wohl ein bißchen auf die Größe der Veranstaltung an, und wieviel PA aufgefahren wurde.

In einem kleinen Club habe ich mich überhaupt nicht auf dem Monitor, weil ich meinen Amp höre. Bei einer Riesenbühne und 5 kW pro Seite aber sicherlich schon!
 
A
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also ich muss meinen Amp aufreißen um Endstufensättigung zu bekommen.
Erst dann klingt er geil! Powerbrake bringt nix.......... hatten wir aber schon.
zur Frage:

Immer ausm Amp!
 
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Vielleicht dann ne kleinere Endstufe (Combo mit weniger Leistung) besorgen?

Hatte letzte Woche noch das Problem das die Vorband die über meinen Amp spielte den Amp viel zu laut aufgerissen hat. Beim Umbau sagte ich dem Mischer noch bescheid das ich das runterfahre und er mich bitte am Mischpult ausgleichend lauter ziehen sollte. Ergebnislos. Aus der PA kam wie man mir später sagte kaum Gitarre.

Zeigt mir immer wieder wie sehr das von dem Können der Leute abhängt... Schade...
 
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...dann machens deine Ohren aber nicht mehr lange, Dr. Schnarke, wenn du nicht einen super Gehörschutz hast.
Wenn ich meinen Marshall auf vier aufdrehe ist das so scheiß laut... :oops:.... das brennt in den Ohren! Endstufensättigung hin oder her, ab einer gewissen Lautstärke ists meiner Meinung nach einfach schweinelaut, da hört man nicht mehr viel Unterschied, solange man überhaupt noch was hört ;-)!
Mal davon abgesehn, wenn man auf einer rießen Bühne ohne PA steht, wie es vor 30 bis 40 Jahren der Fall war :roll:. Da brauchte man schon Schub und war auch dementsprechend weit weg vom eigenen Amp :lol:!
Ich hab mal Gary Moore live gesehn, war in der ersten Reihe, und der hat seinen Marshall so pervers aufgedreht gehabt.. da haben sich wirklich alle, die weiter vorne standen, schmerz erfüllt die Ohren zugehalten. Davon abgesehen hat man vom Bass oder Schlagzeug nur was gehört, wenn er wieder auf clean geschalten hat ;-).
*lol*, ich beantworte meine Frage ja eigentlich grad selbst :lol:...

Grüße, Julian
 
A
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ein weiteres Problem ist halt das (abhängig von der Größe der Bühne) bei einem zu lauten Amp ein vernünftiges Abmischen unmöglich wird. Wenn der Ampsound die PA schon übertönt odert ähnlich laut ist wird der Mischer zum Wohle des Gesamtklanges einen runterregeln und die Beschallung des Amps für das Publikum ist somit natürlich ein wenig gestört (hängt sehr davon ab wo man steht).

Also zum eigenen Wohl sollte man sich schon überlegen obs so laut sein muss.
 
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erniecaster
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Hallo!

Wenn es irgendwie geht, stelle ich meinen Combo so, dass er mich von der Seite anstrahlt, nicht ins Publikum. Etwas erhöht und gekippt, der Speaker strahlt Richtung Ohr und das alles nicht gar so laut. Wenn ich mehr hören will, gehe ich einen Schritt zur Seite.

Ansonsten kann ich Lärm auf der Bühne nicht leiden. Je leiser desto besser, durch den Schlagzeuger ist es eh laut genug.

Gruß

erniecaster
 
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Bumblebee
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Hi Ernie,

meine vollste Zustimmung. Deswegen hab ich mir auch diese Fender-Kipp-Beine zugelegt.

Bumble
 
EZE
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Dr.Schnarke":2eg4ar6w schrieb:
also ich muss meinen Amp aufreißen um Endstufensättigung zu bekommen.
Erst dann klingt er geil! Powerbrake bringt nix.......... hatten wir aber schon.

Was die Soundfrage / Endstufensättigung angeht, stimm ich mit Dir grundsätzlich überein. Einen 100er auf Anschlag im Studio ist auch durchaus OK. Aber ansonsten wohl nur wenn Du in der Berliner Waldbühne stehst und es Deinen 1000en von demütigen Fans mal wieder richtig zeigen mußt :-D

In einer kleineren Location wird Dich jeder Tonmensch killen, da Du ihm die Möglichkeit nimmst der Band einen guten Sound zu geben. Wenn Du Pech hast und nicht artig warst (kein Pils oder andere Leckerheiten spendiert ) mischt er dann die Band so richtig Scheiße.

Leiser ist gesünder und ein guter Song kommt auch bei moderater Lautstärke gut.

Greeze
 
EZE
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the singin' ass":29rugo0o schrieb:
..dann ist aber niemand in dem Raum, in dem der Amp steht, oder :shock:??

doch ! Bei 130 qm und ein, zwei dieser Schalltrennwände geht das.

Auch kenne ich nicht viele Gitarristen die gerne im Regieraum ihre Tracks einspielen.

Greeze
 
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erniecaster
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Hallo!

Mein lieber Schnarke, du nimmst uns auf den Arm oder?

In einem anderen Thread schreibst du, ihr würdet im Probenraum mit einer 2 x 150 Watt P.A. proben und hier erzählst du davon, einen Hundertwatter voll aufzudrehen? Das passt doch nicht zusammen.

Und falls das doch so sein sollte, dann ist mir klar, warum du mit der P.A. ein Problem hast.

Also bitte.

erniecaster
 
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Guest
Hi,

Leute denkt mal an euere Ohren. Das ist wirklich keine lustige Sache wenns mit dem hören den Bach runter geht. Ich spiele seit einige Jahren inear und würde das gegen keinen Monitor tauschen wollen. Spätetens wenn man mal wegen vergessenem Akkuwechsel ;-) den Hörer aus dem Ohr nehmen muss weiss man auch den Lärmschutz wieder zu schätzen. Durch die niedrigen Pegel werden die Konzerte auch um einiges stressfreier. Da man hierbei den Gitarrensound sehr direkt auf Ohr bekommt, muss man sich mit Mikrofonierung und EQ´s mal etwas hinsetzten um den Sound zu bekommen den man möchte. Schadet aber nicht :)

Gruss
Pete
 
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erniecaster":gwselktz schrieb:
Hallo!

Mein lieber Schnarke, du nimmst uns auf den Arm oder?

In einem anderen Thread schreibst du, ihr würdet im Probenraum mit einer 2 x 150 Watt P.A. proben und hier erzählst du davon, einen Hundertwatter voll aufzudrehen? Das passt doch nicht zusammen.

Und falls das doch so sein sollte, dann ist mir klar, warum du mit der P.A. ein Problem hast.

Also bitte.

erniecaster


Ich sage wer sich im proberaum die ohren kaputt macht is selber schuld!

Aber ich dreh meinen 100 watt marshall bei Gigs ziemlich weit auf!
 
doc guitarworld
doc guitarworld
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Ich sage wer sich im proberaum die ohren kaputt macht is selber schuld!

Aber ich dreh meinen 100 watt marshall bei Gigs ziemlich weit auf!

Das ist doch blanker Unfug und würde wohl kaum von
ernstzunehmenden Soundmischer toleriert werden. Die einzige
Reaktion auf pubertäres Kräftemessen am Amp ist alle
Kanäle runterziehen und PA auschalten ... was ich übrigens auch
schon gemacht habe bei einer Veranstaltung in einem Jugendzentrum,
wo ich vertretungsweise den Mischer gemacht habe. Man muß sich
die Situation vorstellen, wie schwierig es ist, einem kleinen Wichser
an der Gitarre den Unterschied klar zu machen zwischen laut und
aufdringlich oder fett und gutklingend bei einem Drittel der Lautstärke.

Und wenn man sich selber nicht schonen möchte hinsichtlich
Verschleiß der Hörkraft, dann sollte man sich doch zumindest
kurz in Erinnerung rufen, daß man gegenüber seinen Mitmenschen
doch eine gewisse Verantwortung trägt. Ich jedenfalls wüßte
es zu verhindern, daß Du einen 100er Marshall im Proberaum
aufdrehst, während ich in diesem verweile ...

Ich glaube, wir sollten mal mit ein paar Vorurteilen aufräumen, die
leider auch immer noch von manchem Unverbesserlichem in
fortgeschrittenen Alter an die Jungschar weitergegeben werden.
Ich jedenfalls habe sehr früh gelernt, daß nur ein Vollidiot einen
50er oder 100er Röhrenamp voll aufdreht ...
 
univalve
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doc guitarworld":3crttybv schrieb:
Ich jedenfalls habe sehr früh gelernt, daß nur ein Vollidiot einen
50er oder 100er Röhrenamp voll aufdreht ...
Nachdem ich nachweislich zu den Vollidioten gehöre, hat es bei mir etwas länger gedauert (Palmer 100 Watt durch einen 2x15" voll aufgedreht und es war mir immer noch zu leise). ;-)
Aber ich habe es inzwischen kapiert, wo der "Sweet Spot" zu finden ist und wie man den auch anders oder leiser bewerkstelligt bekommt. Früher habe ich den gnadenlos überfahren --> "Viel hilft viel - was nicht mit Gewalt geht, geht mit mehr Gewalt".


greetz
univalve
 

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