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Power-User
- 4 Feb. 2002
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- Dübelhausen
schorschla":v4b0kxxe schrieb:Bei einem Punkt kann ich Walters Ausführungen nicht zustimmen.
Nämlich bei dem Punkt, dass eine federndes Holz die Saitenschwingung verstärkt. Die Rückführung der Energie vom Hals in die Saite ist gering (Prof. Zollner hatte hier einige Versuche unternommen, vgl. seine Vorveröffentlichung). Da die dem System Saite + Hals zugeführte Energie stets abnimmt (Umwandlung von Bewegungsenergie in Reibung, d.h. Wärme) und nie wachsen kann (Energieerhaltungssatz), die Saite zu Beginn jedoch die komplette Energie inne hatte (maximale Auslenkung), kann die verbliebene Energie + die aus dem Hals rückgeführte Energie nie größer als am Anfang sein => Schwingung muss mit der Zeit stets kleiner werden.
Hallo Jürgen,
hab Dank für Deine präzisen Ausführungen.
Der Obige Absatz deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen.
Die meisten Westerngitarren sind auf dem G lauter. Es ist ihr Eigenton.
Entsprechend schwingen sie kürzer.
Anderes Szenario: Jazzbass G-Saite um die 5. Lage. Fast jeder Jazzbass hat hier seinen Deadspot. Starke Eigenresonanz - halbiertes Sustain - fast doppelte Amplitude.
Natürlich wird keine Energie gewonnen. Diese Frequenzen werden, wie ich schrieb, zu Lasten der Schwingungsandauer lauter.
Deadspots sind natürlich der Extremfall.
Im normalen Schwingungsbild werden aber bestimmte Frequenzen durch die gleich schwingende Resonanz im Holz verstärkt. Dies verzehrt Energie.
Das ist aber auch gut so, denn die Bässe (bzw die dicken Saiten) haben ja auch viel mehr Masse. Würden sie nicht proportional mehr Energie in das Holz abgeben, würde der Diskant lange vor den Bässen verstummen. Das will der Gitarrenbauer nicht.