Tips für`s Gitarren selber bauen


karlchen
karlchen
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Hallo zusammen,

Tja wenn ich auf die Homepage von Walter Kraushaar und Finetone gucke wird`s immer schwieriger für mich, mich dem Gedanken zu entziehen, nicht selber mal mit dem Holz aus unserer Region zu versuchen und zu experimentieren..
Ich bin nicht gänzlich ungeschickt im Umgang mit Holz und die Familie hat ne große Werkstatt mit Standbohrmaschine, diversen Schleifgeräten (Bandschleifer, Tellerschleifer) und auch ne gut Sortierte Auswahl an Feilen und Schleifpapiersorten ist vorhanden. Diverse Sägen und sogar ne Elektrofräse stehen auch noch rum (ich hör jetzt auf !!!). Zwei Schreiner treiben sich zur Not auch noch in meinem Freundeskreis rum *g*.

Und ich brauch nen Freizeitausgleich, wo ich für mich allein in nem stillen Kämmerchen vor mich hin tüfteln kann.

Nur: Von Gitarrenbau hab ich leider garkeine Ahnung.
Wenn die Vorstellung spruchreif werden sollte, brauch ich sowieso einige viele Monate bis da was rauskommt.

Aber irgendwann muss man ja mal den Anfang machen.

Also: Habt ihr nen Litaratur-Tip oder Homepage-Adressen, wo man sich über Gitarrenbau weiterbilden kann ??

Mein Traum wär es, irgendwann mal eine Gitarre aus dem Holz aus unserer Region (Schwarzwald rund um Freiburg) am besten noch von unserem eigenen Stück Wald zu bauen. Sofern man sowas überhaupt mit dem hiesigen Holz machen kann. Ich dachte an Eiche, Buche, Walnuß.

Aber ich hab mal entfernt von jemandem gehört, das es in Mexico einen Gitarrenbauer gebe, der Gitarren außschließlich aus Holz um die Region des Feldberges (einer der höchsten Berge im Schwarzwald) baut. Dazu reist er pers. Scheint so als wär meine Idee nicht von Grund auf zum Scheitern verurteilt.

Nun gut mal gucken ob aus der Idee mal was wird. Für Tips bin ich dankbar.

Viele Grüße aus`m Süd-Westen

Markus
 
B
Banger
Guest
Hi Markus,
zuerst mal wieder der leidige Hinweis auf die Suchfunktion des Forums, damit hättest Du z.B. diesen Thread gefunden.

Zum Thema "heimische Hölzer" habe ich mich im Rahmen der letztjährigen Wintersession mal mit Walter unterhalten, ich hoffe, ich schmeisse jetzt nichts durcheinander:
Eiche ist zu schwer und enthält zu viele Gerbstoffe (greift die Metallkomponenten an), bei Buche läuft man Gefahr von Rissen im Korpus, weil dieses Holz stark arbeitet.
Die Firma Musima hat wohl mal Solidbodies aus Buche hergestellt, also scheint es zumindest schonmal möglich zu sein, allerdings solltest Du dann nur sehr gut abgelagertes Holz nehmen.
 
karlchen
karlchen
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Hi,
thanks für die rasche Antwort. Jupp, hatte auch schon ein paar threads zum Thema gelesen. Hätt`s also wissen müssen. Hab den ganzen Tag die Suchfunktion zum Theman Fender Hot Rod und Peavey Classic bentutzt nur jetzt halt echt mal nicht mehr drann gedacht ;-) Sorry !

Nu jut. Werd mal das Archiv bemühen.

Gruß
 
physioblues
physioblues
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Hi,

es gibt durchaus heimische Hölzer, die man verarbeiten kann.
Da wäre zum Beispiel die Esche und die Erle. Ich habe mir vor ein paar Jahren einen ganzen Brocken deutscher Esche in einer alten Mühle/Säge gesichert. Schon mindestens 30 Jahre luftgetrocknet und auch noch aus einem Feuchtgebiet. Das kann ich dann Swamp-Ash nennen, kommt gleich besser ;-) .
Linde und Pappeln gint es auch, Nuss, Zwetschge und Birne eignen sich dekorativ ganz gut.
Da gibt es einiges.
Einfach mal in alten Schreinereien rumfragen.
Die haben auch oft noch altes Mahagoni, da es eine zeit lang gerne im Fensterbau verwendet wurde.

Da geht also schon auch einiges für wenig Geld auch ohne StewMac und Konsorten. Es muß bei der ersten Gitarre auch nicht gleich eine Riegelahorndecke für Schweinegeld sein.
 
W°°
W°°
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Lösungen
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physioblues":5n3fgn4u schrieb:
Einfach mal in alten Schreinereien rumfragen.
Die haben auch oft noch altes Mahagoni, da es eine zeit lang gerne im Fensterbau verwendet wurde.

Da geht also schon auch einiges für wenig Geld auch ohne StewMac und Konsorten. Es muß bei der ersten Gitarre auch nicht gleich eine Riegelahorndecke für Schweinegeld sein.

Eben! Es wird für Gitarrenbauer kein besonders Holz angepflanzt. Nur wenn man beim Holzhändler sagt, dass man Gitarren daraus bauen will, dann wird aus knotigem, verwachsenen unbeliebtem Schreinerholz
plötzlich...
enorm wertvolles Tonholz.
.... :roll:
Wie der physioblues schreibt - mal beim Tischler fragen.
 
karlchen
karlchen
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Hi Wu-Lee,
danke für den Tip. Hab`s schon bestellt ! Amazon is your friend -wenn auch nicht immer günstig- .-)

Gruß
Markus
 
A
Anonymous
Guest
Hallo Markus,
den Wunsch eine Gitarre selber zu bauen haben viele, bei den meisten kommt leider nur eine "Bastelgitarre" raus. Es gibt eigentlich nur zwei Gründe so etwas zu tun, die einen meinen sie könnten Geld sparen, was aber meistens nicht klappt weil der Gitarrenbauer anschliessend die Fehler für teuer Geld ausbügeln muss, oder man will seine gedanklichen und handwerklichen Ergüsse einfach mal umsetzen wogegen es natürlich keine Einwände gibt. Natürlich gibt es auch Leute die aufgrund ihres Geschicks und ihrer Fähigkeiten ansehnliche Ergebnisse erzielen, aber die sind eher die Ausnahme. Ich möchte jetzt keinen von seinem Vorhaben seine eigene Customgitarre zu bauen abbringen, aber so eine Aktion muss gut durchdacht sein um hinterher keinen Frust zu kriegen.
Zu deiner Frage nach Einheimischen Hölzern rate ich dir zu Erle, die lässt sich super verarbeiten und klingt im allgemeinen sehr ausgewogen.
Also, schnapp dir ein paar Leute die dir helfen und zieh dein Ding durch!
Viele Grüße, Jochen


http://www.BASSundGITARRENWERKSTATT.de
 

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