Trembucker Pflicht bei Floyds?

A

Anonymous

Guest
Hi :cool:

ich habe mir kĂĽrzlich fĂĽr meine Jackson mit Floyd einen Duncan Distortion besorgt und in die Bridge-Position eingesetzt. Nun musste ich natĂĽrlich feststellen, dass es kein Trembucker ist, die E-Saiten also nicht direkt ĂĽber den Polepieces sind. g :?
Ergibt das nun klangliche Defizite oder ist das lediglich eine ästhetische Geschichte?

Dank und GruĂź,
famulus
 
Rat Tomago":oywx3oqj schrieb:
Ich denke er wĂĽrde aber gerne Wissen ob er, auch wenns gut klingt, vielleicht etwas besseres verpasst...

Wir wissen, wie das ausgehen kann.

Könntest Du es bitte nochmal LAUT wiederholen? :lol:
 
Moin,

Die Idee Trembucker zu machen, war wirklich clever. Sie bot die Möglichkeit, einen bereits bekannten Pickup noch einmal zu verkaufen.

Wenn man mal kritisch hinsieht, stellt man fest, dass bei sehr vielen Gitarren die Saiten nicht exakt unter den Polepices verlaufen.
Wenn eine Saite darum nicht mehr richtig abgenommen wird und zu leise ist, besteht Handlungsbedarf.

Andererseits....

Habt Ihr Euch mal einen "vintage" Singlecoil genau betrachtet? Egal von wem - Fender vintage, Texas Special, XY.....
Das G-Saiten Polepice steht am weitesten heraus, H und E´stehen weit zurück.
Warum?
Weil in der guten alten Zeit, als alle Musik und alle Gitarren noch besser waren, Fender ihre Instrumente mit einem 12er Satz mit umsponnener G-Saite auslieferte und diese, weil Nickel umsponnen, am wenigsten magnetische Masse besaĂź.
Heute spielen aber keine 2 Promille der Gitarristen noch eine umsponnene G-Saite.
Was ist die Folge?
Die G-Saite ist viel zu laut - H+E`sind zu leise.
Und?
Wir diskutieren die Anodenspannung von Class A Verstärkern und die Auswirkung von hochohmigen Potis auf die Höhenentwicklung von Gitarren.....

Dass die G-Saite völlig unangepasst ist, fiel keinem auf.
 
W°°":2wg5dyqd schrieb:
Wir diskutieren die Anodenspannung von Class A Verstärkern und die Auswirkung von hochohmigen Potis auf die Höhenentwicklung von Gitarren.....

Dass die G-Saite völlig unangepasst ist, fiel keinem auf.

Das regt doch sehr zum Nachdenken an. Ich vermute nach diesem Beitrag empfinden plötzlich die Hälfte aller User die G-Saite zu aufdringlich.
Und um in dieser Schiene mal zu bleiben. Wie war das mit dem Stimmen der Gitarre? :?
 
Hi zusammen,

das mit den Polepieces und der G Saite bei Vintage Single Coils wird aber meines Erachtens nach wirklich überbewertet. Ich habe das an meiner 63iger Strat mal mit einem herkömmlichen Satz und einem Richard Ryder Satz Saiten getestet. Bei den Ryder Saiten gibt es einen Satz mit umsponnener G Saite. Der Unterschied fällt aber kaum ins Gewicht und war in meinen Ohren nicht wirklich hörbar...

Ebenso sieht das in meinen Augen bei Pickups aus, die extra fĂĽr ein Tremolo konzipiert wurden. DiMarzio nennt das wohl F-Spaced. Ich habe einen solchen PAF-Pro extra damals zurĂĽckgegeben, da ich nach dem Einbauen gemerkt hatte, das es sich nicht um ein solches F-Spaced Modell handelte. Nach dem ich dann den F-Spaced PAF eingebaut hatte, ging da aber trotzdem nicht mehr die Sonne auf als vorher...

GruĂź
VVolverine
 
Ich habe ca. 15 Floyd Rose ausgestattete Gitarren. Bei keiner einzigen davon habe ich das Gefühl es gäb Probleme mit den E-Saiten!
 
Vielen Dank fĂĽr die Antworten.
Ich habe mich nun entschlossen, den Duncan Distortion - da er mich wirklich nicht vom Hocker reißt - weiter zu veräußern und mir stattdessen einen neuen SH-4 Jeff Beck einzubauen... und den gibt's zum selben Preis als Trembucker. So sieht's dann wenigstens ordentlich aus, wenn's schon keinen hörbaren Unterschied gibt. ;-)
 
W°°":36c1gp3d schrieb:
Moin,


Heute spielen aber keine 2 Promille der Gitarristen noch eine umsponnene G-Saite.
Was ist die Folge?
Die G-Saite ist viel zu laut - H+E`sind zu leise.

Und ich hab echt gedacht, das müsste so sein... :oops: Gestört hat mich das immer schon!

Kann man was dagegen tun?
 
migmag":1mwrk3cl schrieb:
Und ich hab echt gedacht, das mĂĽsste so sein...
Kann man was dagegen tun?

Moin,
das muss auch so sein. Ist nämlich vintitsch! Und da verändert man nichts mal eben so - bloß, weil die ganze Welt sich verändert hat... :-D
Im Ernst -
Man lässt besser die Finger von den Polepices. Es besteht die Gefahr, dass man sich beim Verschieben der Polepices den Pickup himmelt.
 
Ich verstehe einfach nicht, warum das Trembucker-Spacing nicht einfach der Standard bei den Austausch-Pickups ist.
Schliesslich passen die Abstände der "normalen" Duncan Pickups zu den meisten Gitarren - auch ohne Floyd Rose-Tremolo nicht.
 
Yngwer Malmstein":12go18uf schrieb:
Schliesslich passen die Abstände der "normalen" Duncan Pickups zu den meisten Gitarren - auch ohne Floyd Rose-Tremolo nicht.
Das ist mir auch aufgefallen. Bei den Duncan-Designed-Dingern, die standardmäßig in der Jackson verbaut waren, lagen die Saiten haargenau über den Polepieces - jetzt habe ich originale Duncans drin, da stimmen nicht mal die Abstände an der Halsposition - vom Steg ganz zu schweigen :|
Aber es kommt ja wie gesagt ohnehin wahrscheinlich ein neuer Humbucker rein - und der wird dann natĂĽrlich das Tremolo-Spacing haben...
 
Wa smich bei der Sache ärgert, ist das halt die Duncans in den Läden sind, die Standard sind.
ich wurde bisher NIE auf diese Trmbucker Spacing hingwiesen und habe erst später erfahren, das es dieses gibt.
Darum fände ich es umgekehrt besser.
Also sowas wie ein G(ibson)-Spacing gesondert und das andere als das ĂĽbliche.
Ich wage mal die behaupten - ganz provokativ - das die meisten Gitarren, in denen Pickups ausgetauscht werden, eher Strat-Artige Stege haben und somit eben Trembucker benötigen.
Der Name sugeriert ja, das nur Floyd-Rose-Tremolos ein breiteres Spacing haben, was im Endeffekt nicht stimmt :-(
Das musste ich bei SĂ„MTLICHEN Gitarren feststellen, in denen ich Duncans eingebaut habe.
 
Ich habe jetzt nicht wirklich verstanden, was genau dich an der Thematik stört gg Das kann aber auch an meinen Bieren liegen...

So ganz kapiere ich die Geschichte auch nicht - das alles würde ja Sinn ergeben, wenn Trembucker generell nochmal teurer wären. Stattdessen kostet der Jeff Beck-Trembucker 5€ weniger als der JB mit normalem Spacing. Der Full Shred ist in der Tremolo-Version wiederum 7€ teurer als die "normale" Version (alles thomann). :roll:

Ich glaube ich nehme den JB-Trembucker.
 
Also mich stört an der Sache, das wenn ich in einen Laden ging und nach Pickups frage, und dann z.b. den Jeff Beck oder Distortion empfohlen bekommen habe, ich NIE!!!! darauf hingewiesen wurde, das es da Unterschiede gibt.
Ich habe einfach gekauft was da war, und wie geschrieben, haben die Händler immer die Standard-Dinger vorrätig.
Und das wäre ja nicht das Thema, WENN die Trembuckers ebenm der Standard wären.
Als ich damit anfing kannte ich kein Internet, und gab es auch kein Thomann...
Im Laufe der Zeit habe ich ein Haufen Pickups gekauft, BEVOR ich von diesen Trembuckern erfuhr.
 
Ach so ist das - dennoch ist das ein Bisschen rätselhaft. Tremolos gibt's ja nun nicht erst seit vorgestern und ich finde schon, dass da die Ästhetik wichtig ist und die Saiten eben exakt über den Polepieces liegen, besonders bei den PU-Preisen.
Als ich vorhin beim hiesigen Musikgeschäft anrief, um mich nach der Vorrätigkeit des JB TB zu erkundigen, wusste der dafür zuständige (ich bin zu ihm verbunden worden!) nicht einmal, was Tremolo-Spacing ist. Er vertröstete mich lediglich mit der für mich ernüchternden Information, er würde sich morgen auf einer Musikmesse danach erkundigen. :roll: -> Thomann, flugs bestellt, nicht mehr bezahlt als im Laden, Haus nicht verlassen, vielen Dank.

Ich habe übrigens per ebay vom Trembucker-"Problem" erfahren... dann sofort panisch all meine Humbucker ausgemessen und geschockt festgestellt, dass ich das unbedingt brauche - vielen Dank auch, sonst hätte mich das NIE gestört. :evil:
 
Die Humbucker von Duncan brauchst du nicht auszumessen - die Trembucker sehen auch etwas anders aus: Die haben an jeder Seite der Metallplatte 3 statt je 1 Bohrloch zur Verschraubung.
Die Verpackung hat übrigens ein grünes Pappgedöns - anders als die übliche rote.
(Daran sehe ich auch, das die meisten Läden die auch nicht haben)

Die sind auch etwas breiter konstruiert - was den Nachteil hat, das die bei einer "runden" Humbucker-Ausfräsung (wie bei einigen Strat-Pickguards) nicht ganz durchpassen.
Bei DiMarzio dagegen sind die in der Konstruktion gleich breit gebaut.
Ich glaube da sind die F-Spacing Modelle auch gängiger.
Ich hatte mal einen gekauft und wurde prompt danach gefragt - ich hatte echt keine Ahnung, was das sein sollte.
Das die im Laden keine Ahnung haben, würde ich sagen liegt aber am deutschen Vertrieb, der die möglicherweise nicht alle am Lager hat oder vielleicht nicht drauf hinweist? Keine Ahnung.


Im Seymour Duncan Forum wird das Thema übrigens häufiger diskutiert.
Einge schwören sehr wohl auf einen Klang-Unterschied.
Dort habe ich mal den gleichen Einwand eingebracht, das diese als Standard gelten sollen - dann bräuchten die Händler auch nicht über dieses Spacing Ahnung zu haben.
Kam halt die BegrĂĽndung "Die Duncan Humbucker wĂĽrden ja auf die Gibsons basieren".
Tja, die meisten Gitarren, bei denen man aber damit Anfing Pickups auszutauschen waren aber keine Gibsons, sondern eher modifizierte Strats.

Es gibt aber auch Steg-Humbucker, die auch mal gerne an der Hals-Position eingesetzt werden - da gehen natürlich keine Trembucker, was dann möglicherweise der Grund ist, das die dann auch nicht Standard sind.
 

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