Verwirrung beim TC Electronic G-System


A
Anonymous
Guest
Das G-System ist nach reichlicher Überlegung derzeit bei mir in den Fokus gerückt, da es anscheinend bis auf Overdrive alles bietet, was ich für mein TriAmp-Setup brauchen würde.

Nach dem Versuch mich vernünftig zu informieren (auf der Hersteller Seite) bin ich jetzt allerdings verwirrt. Überlall ist nämlich von 4 Pedal-Loops zu lesen, aber auf der Hersteller seite steht einmal 3 powered Pedal-Loops und weiter unten bei den Stats sind wieder diese 4 Loops aufgeführt.

Weitere Verwirrung. Auf der bedienoberfläche ist kein Schalter für die 4. Loop zu finden, auf der Anschlussseite (Bilder auf der Homepage) aber schon.

Immerhin hab ich schonmal rausbekommen, dass die aktuellen Chargen bereits die Signal-Input Mod des ib-modified inne haben, aber kann es sein, dass das Gerät mittlerweile von 4 auf 3 Loops abgespeckt wurde?

Laut Beschreibung bei TC ist es zudem so, dass Reverb. Modulation und Delay durch den Pre-Amp-Loop hinter die Pre-Amp-Sektion des Amps geführt werden (Einschleifweg des Amps?) und Compressor, Boost, sowie die Pedal-loops davor geroutet sind, also in bester Stressbrettmanier, was mich ein wenig verwundert, da ich dachte die Loop-Abteilung wäre analog vor dem Amp und das Multi-FX komplett getrennt in den Einschleifweg zu schicken, was ja dann aber auch die Compressorabteilung beinhalten würde.

Kann mir da jemand aktuelle Aufklärung zur derzeit aktuellen G-System-Variante verschaffen?

Das Teil würde meiner Recherche nach derzeit in grau nämlich gerade mal 1350 Euro kosten und wenn es so funktionieren würde, wie gehofft, alle unsinnig teuren spezail-Bodentreterlösungen obsolet machen.

Was die eigentliche Effektqwualität angeht nehme ich an, diese liegt irgendwo zwischen G-Force und dem G-Major?

4 loops währen mir jedoch lieber,da ich mir überlegt habe den Compressor und den Equalizer von Empress mit einzubauen, was bei guten Kompressoren im G-System aber auch überholt wäre. Dann würden wiederum 3 Loops ausreichen...
 
A
Anonymous
Guest
Vaganza schrieb:
Kann mir da jemand aktuelle Aufklärung zur derzeit aktuellen G-System-Variante verschaffen?
Ich will's versuchen.

Das G-System hat auch in der aktuellen Version 4 Loops, die vor dem Preamp-Insert liegen.

Vor den Loops liegen Filter und Compressor des G-System.
Hinter dem Preamp-Insert folgt die FX-Sektion.

Wenn Du die 4-Kabel-Methode nutzt, wird Dein Signal zweimal durch den A/D-Wandler geschickt. Es gibt keinen analogen Bypass.

Die Effektqualität ist Geschmackssache. Das G-Force ist ein Studio-Gerät, das G-System nicht.
Ich fand das G-Force klanglich besser als das G-System.

Das G-System ist im Alltagsbetrieb nicht immer die reine Freude.
Nutze hier im Forum die Suchfunktion oder guck auch hier:
http://forum.tcelectronic.com/forum/7/gsystem/


Vaganza schrieb:
Das Teil würde meiner Recherche nach derzeit in grau nämlich gerade mal 1350 Euro kosten und wenn es so funktionieren würde, wie gehofft, alle unsinnig teuren spezail-Bodentreterlösungen obsolet machen.
Da es die "unsinnig teuren spezial-Bodentreterlösungen" nach wie vor gibt und sogar ständig neue hinzukommen, können die nicht so verkehrt sein. ;-)

Gruß,
 
A
Anonymous
Guest
Damit wollte ich auch nicht sagen, dass die anderen Lösungen nicht gut sind, oder Sinn machen, aber das Pedalboard, so wie ich es mir zusammengeschustert hatte (konzeptionell) lag summa-sumarum bei ca. 3000 EURO und das bin ich derzeit nicht bereit auszugeben;)

So ists vielleicht besser ausgedrückt. ;-)

Die 4-Kabel-Methode bedeutet, dass ich, was genau mit diesen 4 Kabeln mache?!? :?:
Sollte es ums Amp-Switching gehen werde ich wohl die Midifunktion meines Heads nutzen.

Ach und last but not least: Danke für die sehr aufschlussreiche Antwort, und die hilfreichen Erläuterungen.
 
A
Anonymous
Guest
Vaganza schrieb:
Die 4-Kabel-Methode bedeutet, dass ich, was genau mit diesen 4 Kabeln mache?!?
Du schließt Instrument und Geräte wie folgt an

Gitarre -> G-System Input

G-system Insert Send -> Input Amp

Send Amp -> G-System Insert Return

G-System Output -> Return Amp

= 4 Kabel

Gruß,
 
A
Anonymous
Guest
OK, glaube ich habs verstanden.
Das heisst mein Gitarrensignal wird direkt bei EIngang gewandelt wegen der Pre-FX, sprich Filter, Kompressor etc., danach wieder gewandelt, durch die analoge Sektion der Pedalloops geschickt und von dort an den Amp, während die Multi-FX-Sektion normal eingeschliffen wird aber bei Einsatz im Effektweg erneut durch die A/D-Wandlung gejagt wird bevor es an die Endstufe kommt.

Da muss ich bei allen praktischen Vorteilen erst selbst hören, ob mich das von der Signalgüte überzeugt...macht mich schon wieder skeptisch...
 
orange side
orange side
Well-known member
Registriert
12 Mai 2003
Beiträge
377
Ort
hinterm Westwall
Ja aber eigentlich passen die Anpassungen der In und Outs am G-system nicht. Es brummt, rauscht und dünnt das signal aus. Ich habs mal mit nem Diezel VH4 versucht...habe aber aufgegeben und war froh als das G mitsamt den teuren kleinen Helferlein wieder weg waren. Ausserdem ist das G ein Gmajor. Klanglich hat mich auch die Effektsektion auch nie wirklich überzeugt.

Jeder muss selber wissen womit er sich unglücklich macht...Jmcot
 
A
Anonymous
Guest
Von den Ausdünnproblemen hatte ich gelesen und mit ein wenig durchwühlen, dann gedacht, dass diese ib modified Version da besser sein könnte und diese Modifikation des Preamps soll ja nun standard sein, allerdings klang mir das G-maj. schon immer zu billig, weshalb das Teil für mich wohl so ziemlich gestorben sein dürfte.

Dann doch lieber nen G-Force, Midileiste mit ein paar Loopern für die ODs, Wah davor und ne ordentliche Lösung fürs Volumepedal. Wird zwar unweigerlich teurer, aber wenn ich so oder so Modulation, Delay etc. im Einschleifweg plazieren muss....aber vielleicht hab ich auch Glück und finde nochmals nen Eventide H3000D/SX für um die 800 EUR....mal schauen.

Ich bin halt immernoch am Ausloten, wie das Set-Up meinen Anforderungen entsprechen würde und ich dabei nach Möglichkeit zumindest ein wenig Geld sparen kann...
 
A
Anonymous
Guest
Ich weiss....ist ja nicht so, dass ich erst mit dem Equipmentkram angefangen hätte, hab vielmehr ne mehrjährige GAS-Pause eingelegt :?

Aber nun gut - da mein Tube-Amp-Setup eh mittel- bis langfristig umgesetzt wird mit ner Menge Geduld, versuch ich mich erstmal nicht verrückt machen zu lassen und lote weiter aus ;-)
 
orange side
orange side
Well-known member
Registriert
12 Mai 2003
Beiträge
377
Ort
hinterm Westwall
Ich fahre momentan ein full stereo setup mit switchern und loopern vor, sowie im effektweg. Ziemlich aufwendige, zeitintensive programmiermühen aber es lohnt sich.
Ich nutzte ein GCX samt Groundcontrol Pro von Voodoolabs. Damit schalte ich eine Racklade voll boostern und OD bzw. Distortion. Die gesamte schaltorgie ob Midi oder switcher erledigt das Teil.
Im Effektweg befindet ein AKAI 6kanal linemischer. Der verwaltet seriell wie auch parallel an den seriellen Loops ein Replifex (ausschließlich für Rotation/Leslie/Tremolo) und ein Gforce für den Rest der notwendigen Modulationseffekte.

Verstärkt wird das ganze über zwei Budda Superdrive Verstärker die auch über den Akai Rackmischer laufen. Das heisst absolute flexibilität mit 4 Vorvestärkersounds. links clean / rechts distortion z.b. geht genauso wie fulldrive von einer Vorstufe auch beide Endstufen.

Hui, wenn ich es so aufschreibe ist es doch ganz schön aufwendig. Früher waren zwei Bodentreter und ein Combo auch ausreichend....
 
A
Anonymous
Guest
Bei mir stellt sich das ganz so dar, dass ich den TriAmp so nutzen möchte, dass ich Zerre bei Bedarf aus Pedalen oder aus dem Amp selbst ziehen kann und die FX jeweils an der richtigen Stelle platziert sind.

Früher wars nur der triAmp plus nen damals erschwingliches Boss SX700 Multi-FX, dazu Midileiste und fertig (bis 2000). Da fehlte mir aber schon immer der Boost fürs Solospiel, da ich den gaz scharfen Kanal 3B immer auch als Rhytmussound verwendet hatte, da der 3b einfach zu muffig klang. Pedale waren damals so ne Sache, denn Pedal-Looper gab es damals entweder noch garnicht, nicht ausgereift oder schweine teuer.

Dann hab ich den Amp verkauft und mir den zentera Combo zugelegt.

Klang und klingt schon sehr gut für die Natur dieses Boliden und die gängigen Modulationseffekte etc. hat das Teil an Bord.

Klanglich waren die Amps zwar nicht ganz so geil, wie der triAmp, dafür aber im Verbund mit massig FX toll zu handhaben, zudem mit dem Z-Board.

Den verkauf des TriAms hab ich bis heute bedauert und habe mir jetzt paralell noch einen gebraucht ergattert.

Doof nur, dass ich nach Möglichkeit FX-mäßig am liebsten alles vor dem Amp hätte, nur eben mit nem Midifähigen-Pedallooper, der mir auch den Amp umschalten kann.

Du siehst mit Pedalen ansich habe ich mich nie wirklich beschäftigt, weil ich es gehasst habe, dass mir eigentlich jedes Pedal den Sound kaputt gemacht hatte. Sogar mein teures Ernie-Ball-Volume-Pedal hab ich deshalb nie verwendet, weil es den Ton kaputgemacht hatte.

Nur wie das so ist, hab ich dann angefangen zu recherchieren und festgestellt, dass ich bei Zerre aus dem Amp niemals drum rum komme, wenn es wirklich gut eingesetzt sein soll, die Modulation, Dealy und Reverb-Abteilung einzuschleifen.

Also weiterüberlegt, und jetzt schon beinahe wieder fest beim Gedanken an ein Multi-FX gelandet, weil Mehrkanal-Top etc...

Mittlerweile sind mir jedenfalls schon sehr gut klingende Pedale untergekommen, aber wenn ich den Einschleifweg eh nutzen muss, kann ich auf dieses Pedalboard auch gleich verzichten und mir einfach nen gescheiten Midicontroler besorgen plus 19 Zoll Effektgerät.

Wäre jedenfalls die unkomplizierteste Lösung und mit nem kleinen Looper könnte ich dann immernoch verschiedenen Zerrcharaktaristika, Kompressor etc. vor dem Amp haben bei Bedarf.

Das Problem ist nunmal (wem sag ich das), mit jeder Lösungsidee, kommen locker 10 Fragen auf, wovon normalerweise mindestens zwei zum problem werden und schon geht die Überlegung weiter.

Also grundsätzlich wäre ich auch für clevere und leistungsstarke Lösungsvorschläge in bezug auf den triAmp absolut offen.

Stereo ist bei hingegen egal, da ich auf einem Ohr seit Geburt taub bin und mir somit ein schönes Monosetup vollkommen ausreichen wird.
 
A
Anonymous
Guest
orange side schrieb:
Im Effektweg befindet ein AKAI 6kanal linemischer. Der verwaltet seriell wie auch parallel an den seriellen Loops ein Replifex und ein Gforce für den Rest der notwendigen Modulationseffekte.

Verstärkt wird das ganze über zwei Budda Superdrive Verstärker die auch über den Akai Rackmischer laufen.
Schickst Du das Signal zweimal durch das Akai MB76?

Gruß,
 
 

Oben Unten