Verzerrter Gitarrensound!


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Hallo,
ich denke mein Thread wird erst einmal auf etwas Unverständnis stoßen, aber das Thema beschäftigt mich immer wieder. Für mich klingen verzerrte Gitarren, insbesondere wenn er von den Metallern kommt, alle gleich. Aber auch ansonsten kann ich keinen Unterschied erkennen, egal ob der Humbucker der Gibson oder der Ibanez gespielt wird. Ebenso bei Single Coil. Natürlich bekomme unterschiedliche Verzerrungsgrade mit, aber das gesamte Klangbild ist für mich gleich verwaschen bzw. halt eben verzerrt. Erst der cleane Sound öffnet mir das Klangspectrum und die Feinheiten einer Gitarre. Muß dazu sagen, daß ich halt aus der "cleanen Ära" also der Zeit vor Hendrix komme. Da war ein Amp defekt wenn er gezerrt hat. Ziel war immer ein sauberer cleaner Sound. Ich denke das hat wohl mein Gehör geprägt und Jimi war für mich zwar der Gitarrenzauberer, aber den Klang seiner Strat fand ich einfach sch...! Aber der verzerrte Sound gibt halt eben andere Möglichkeiten als der cleane. Und Fehler kann man damit auch sehr gut vertuschen. ;-)
Feuer frei!
Wolfgang
 
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im Bereich des Metal , vor allem heutzutage , sprich seit der jahrtausendwende, geb ich dir vollkommen recht.
ansonsten gibts sehr wohl krasse Unterschiede im Zerrsound. Alleine der Bereich zwischen clean und verzerrt bietet soviel nuancen , selbst im fuzz bereich sind da grosse soundspannen drin, dass man das auch mit einem ungeübten ohr hören müsste, aber naja.....dann gehörst du halt zur ricky king fraktion :D und es ist ein märchen zu glauben, dass man bei nicht cleanem spiel auch völlig schlampig spielen braucht....
 
A
Anonymous
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Was ist Metal? Viele verstehen vieles darunter. Die ganz harten Jungs (Death Metal a la Slayer & Co.) klingen auch für meine Ohren ziemlich wie eine einzige breiige Soße.
Ab „Hard Rock“ „abwärts“ gibt es aus meiner Sicht sehr wohl wahrnehmbare Zerrsoundunterschiede. Deswegen habe ich für unterschiedliche Zerrsounds unterschiedliche Zerrpedale.
Der Hendrix-Sound gefällt mir persönlich auch nicht, ich finde den nicht nachahmenswert, aber das ist wie alles Geschmackssache.

Was das Kaschieren von Spielfehlern betrifft, stimme ich dir im Wesentlichen zu. Auch hier kommt es darauf an, wie der Zerrsound an sich eingestellt ist.
Ein Gitarrist einer befreundeten Band z.B. wird immer wieder von seinen Bandkollegen ermuntert, doch mehr clean zu spielen. Das tut er einfach nicht.
Auf die Frage, warum er das eigentlich nicht mal versucht, kam die Antwort: dann hört man eher meine Spielfehler.
Er liebt aus diesem Grund diesen typischen Boden-Multi-FX-Sound eines bekannten Herstellers, intransparent und mit vollem Cocked-Wah-Matsch.

Verallgemeinern würde ich das aber auch nicht, weil z.B. ich selbst mich bemühe, auch im Zerrbereich transparent und mit identifizierbaren Tönen zu arbeiten.
Ich spiele aus diesem Grund auch einen Amp, der eben nicht matscht und per se schon dafür sorgt, daß mir das so schnell nicht passiert. ;-)
 
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Julle
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Hi,

ich will hier jetzt nicht den Missionar-Metaller raushängen lassen, aber dass Metalgitarren oder "neuere" Metalgitarren keine oder kaum Unterschiede besitzen, stimmt einfach so gar nicht. Es spricht eher dafür, dass eure Ohren darauf nicht geschult sind, denn, und das versichere ich euch, die Unterschiede sind gewaltig.

Zum Thema "Fehler verzeihen": Beim Powerchord-Schrubben stimmt das sicherlich. Aber ein voll verzerrter Sound lässt auch Geräusche entstehen, die man im Clean Bereich längst nicht so stark hört (saitenrutschen o.ä.)

Von daher... es gibt sich nicht viel.
 
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Mir fällt des öfteren immer wieder häufig auf, dass Gitarristen in Bands im großflächigen Bereich "Rock/Pop" immer wieder zuviel Gain drauf haben. Muß man gar nicht. Der Sound setzt sich sogar besser mit weniger durch.
Parade Beispiel AC/DC. Klingt im ersten Moment vielleicht nach viel Gain, ist aber gar nicht so viel, dass erscheint eher durch den recht heftigen Volumenpegel.
Weniger ist halt oft mehr, Klingt IMO auch geiler! :top:
 
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olerabbit schrieb:
Er liebt aus diesem Grund diesen typischen Boden-Multi-FX-Sound eines bekannten Herstellers, intransparent und mit vollem Cocked-Wah-Matsch.

;-)

ah deshalb sind diese blöden Boden-Multi-FX Dinger bei den Metal Kids so beliebt :-D
 
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Hallo,

eines vorweg: Ich war nie ein Metal-Anhänger. Aber andererseits fand ich die Musikrichtung immer interessant, nur halt nicht nachahmenswert. Laut Wikipedia beginnt Metal mit Led Zeppelin und Black Sabbath. Das hört sich doch schon mal gut an. Zur Subkultur Metal in Deutschland gibts eine sehenswerte Reportage: http://www.youtube.com/watch?v=wzwInDwt-E8.

Zum eigentlichen Thema: Ich meine, dass es hinsichtlich technischer Finesse keinen Unterschied macht, ob man clean oder verzerrt spielt. Transistoramps á la Roland Jazz Chorus verzeihen auch im cleanen Spiel viele Ungenauigkeiten. Interessant finde ich, dass zahlreiche Metalgitarristen von einer klassischen Musikausbildung kommen. Das ist eine Welt, die mir verschlossen bleiben wird. Gerade an der (unverstärkten) klassischen Gitarre zeigt sich wahre technische Perfektion.

Und im Übrigen: Viele Sachen klingen unglaublich gut und lebendig, weil sie eben nicht perfekt eingespielt sind. Auch Jimi hat im Studio überwiegend "clean" gespielt, und auch das nicht immer technisch perfekt, aber mit einem unglaublichen Groove. Wenn es um Technik ginge, müssten wir alle unsere Gitarren gegen Computer eintauschen.

Grüße
ex.
 
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Die Passage steht unter dem Stichwort "Metal" und lautet wie folgt:

Die Vorläufer des Metal liegen vor allem im Bluesrock und Psychedelic Rock, hier werden oft Bands genannt wie Blue Cheer, Iron Butterfly, MC5 oder Steppenwolf. Aus diesen Strömungen heraus werden als erste richtige Heavy-Metal-Bands Led Zeppelin und Black Sabbath genannt, die ab dem Ende der sechziger Jahre agierten.[3]
Led Zeppelin blieben dabei dem Bluesrock nahe und zeichneten sich besonders aus durch den massiven Einsatz von Lautstärke und der Verquickung eines starken Schlagzeugs, der virtuosen Gitarre Jimmy Pages und der hohen und kraftvollen Stimme von Robert Plant.


Das Zitat bezieht sich auf: William Phillips, Brian Cogan: Encyclopedia of Heavy Metal Music, 2009, S.3-8.

So ganz von der Hand zu weisen ist das sicherlich nicht. Schließlich fällt keine Musikrichtung einfach so vom Himmel, sondern entsteht immer aus Einflüssen, die schon existieren.
 
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Julle schrieb:
Hi,

ich will hier jetzt nicht den Missionar-Metaller raushängen lassen, aber dass Metalgitarren oder "neuere" Metalgitarren keine oder kaum Unterschiede besitzen, stimmt einfach so gar nicht. Es spricht eher dafür, dass eure Ohren darauf nicht geschult sind, denn, und das versichere ich euch, die Unterschiede sind gewaltig.

Von daher... es gibt sich nicht viel.

:dafuer:

Julle schrieb:
Zum Thema "Fehler verzeihen": Beim Powerchord-Schrubben stimmt das sicherlich. Aber ein voll verzerrter Sound lässt auch Geräusche entstehen, die man im Clean Bereich längst nicht so stark hört (saitenrutschen o.ä.)


Nö. Wenn du z.B. ein scheiß timing hast, dann ist es echt egal ob du verzerrt oder clean spielst.

Meiner bescheidenen Meinung nach, kommt das benutzen verzerrter Sounds bei jüngeren (oder vielleicht auch unerfahrenen) Spielern eher daher, das sie immer den Gesamteindruck einer Produktion hören. Nicht unbedingt die einzelnen Gitarren. Es gibt durchaus Bands mit brachialem Sound, der ABER nicht (nur)durch die Verzerrung der Gitarren erzeugt wird, sondern durch eine geschickte produktion. Live wird dann aber auch gerne mal ein Tüpfelchen Zerre dazu gegeben.
Am Anfang packt man halt gerne alles rein was man hat. Mit Erfahrung kommt dann doch eher das OHR dazu und man reduziert sich.

Ich weiß noch aus meiner Lehrzeit, das viele Schüler immer nach Zerrern mit viel Luft nach oben gefragt haben weil sie Deep Purple, AC/DC oder andere Classic Rock Bands covern wollten. Nun ja...da gibt es sicherlich Bands mit mehr Zerre im Sound.

edit: Ganz vergessen was ich noch zum Ausgangspost des Threaderstellers sagen wollte ;-)
Es ist eher ein Irrglauben, das verzerrte Sounds Fehler kaschieren. Ein erfahrenes Ohr hört die Fehler, ob verzerrt oder clean. Wobei ich der Meinung bin, scheiß auf Fehler. Hab Spaß und denk nicht über die Fehler während des Spielens nach. Die meisten Hörer nehmen die eh nicht wahr. Und wenn, dann sind die Zuhörer vom Fach und gehören entweder zu einer Gruppe von Menschen die´s eh besser können als die die gerade spielen und finden grundsätzlich alles scheisse, ausser es kommt von ihnen. Oder aber es sind erfahrene, liebe Zeitgenossen die selber mal Fehler machen und deshalb alles viel entspannter sehen.

...easy going...
 
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Luc schrieb:
Die meisten Hörer nehmen die eh nicht wahr. Und wenn, dann sind die Zuhörer vom Fach und gehören entweder zu einer Gruppe von Menschen die´s eh besser können als die die gerade spielen und finden grundsätzlich alles scheisse, ausser es kommt von ihnen.

Diese "teils schlimme" Gruppierung wird dann wiederum von den spielenden auf der Bühne als "Jazzpolizei" benannt!" :popcorn: :hihi:
 
bebob
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Ich komme aus einer Zeit, wo die Jagd nach DEM Gainsound sehr wichtig war, die 90er haben viele coole Amps auf den Markt gebracht, damals, z.B. Soldano, um nur einen Vertreter zu nennen, hat mit seinen überzüchteten (getunten) "Marshallamps" schon die richtige Richtung vorgegeben. Oh ja, es gibt sehr differenzierte Zerrsounds, der Brain May Sound ist z.B. unverkennbar, ein Sound, den man eher mit einem voxähnlichen Amp erreicht. Man spricht auch von british und american Gain, also das kann man schon auch als ungeschulter Gitarrist hören.
Bei mir ist es eher umgekehrt, ich denke, dass man mit nahezu jedem Amp einen guten Cleansound zaubern kann, bisserl Chorus, bisserl Hall, je nach Gitarre den richtigen PU gewählt, schon fertig.
Ja, andere Leut sehen das anders; wo es wirklich um DEN Cleansound geht, ist es, wenn man akustisch unterwegs ist, hier gibt es gewaltige Unterschiede. Wenn ich die "Größen" der Pop/Rock geschichte akustisch spielen höre, da frage ich mich sehr oft, ob das nicht soundtechnisch besser geht.
Letztendlich bin ich der Meinung, dass die Gitarre den entscheidenden Sound prägt (sicher auch der Gitarrist), wenn man einen vernünftigen Jazzsound braucht, wird man an einer Archtop wohl nicht vorbei gehen. Derzeit bin ich der Meinung, dass der beste Cleansound von einer Nylonstring ereicht werden kann, in akustischer Hinsicht.
 
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guitar-chris schrieb:
Luc schrieb:
Die meisten Hörer nehmen die eh nicht wahr. Und wenn, dann sind die Zuhörer vom Fach und gehören entweder zu einer Gruppe von Menschen die´s eh besser können als die die gerade spielen und finden grundsätzlich alles scheisse, ausser es kommt von ihnen.

Diese "teils schlimme" Gruppierung wird dann wiederum von den spielenden auf der Bühne als "Jazzpolizei" benannt!" :popcorn: :hihi:

:-D ...yo, bei uns in der Gegend beschränken wir das nicht auf Jazzer. Wir sehen das globaler und sagen Musikerpolizei ;-)
 
uwich
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Ich erlaube mir auch, meine Meinung zu diesem (sehr allgemeinen) Thema zu äußern, obwohl ich nur Amateur bin. Aber ich spiele seit 27 Jahren Gitarre und habe von Kirchenmusik über Coverband, HipHop- und Rockband bis hin zu Metal fast alles mal probiert. Auch höre ich von Jazz über Folk bis Rock, Rap, Elektro, Techno, Funk und Metal fast alles an Musik. Im Herzen trage ich aber die Bluenote.

Metal ist nicht nur ein stark verzerrter (Distortion) Gitarrensound - aber eben auch. Zum Metal gehört auch meist das harte Schlagzeug mit vielen Drumkicks und der oft obertonreiche und oft verzerrte Bass. Manche Bands haben keinen eigentlichen Basser - die 7. (und evtl.) 8. tiefe Saite vom Gitarristen macht den Bass gleich mit.

Für viele aus der Blues/Jazz - Ecke ist oft unverständlich, dass die Harmonien und Melodien eher aus der klassischen Ecke und weniger aus der "Bluenote" - Ecke kommen. Metal hat meist keinen "Soul", dafür muss es krachen. Auch der Rythmus ist nicht immer 4/4 - auch da wird experimentiert.

Der Gitarrensound ist häufig nicht nur sehr verzerrt sondern auch häufig auch basslastig mit wenig Mitten und sehr komprimiert. Dafür kann man spezielle Dinge mit der Gitarre anstellen, die sonst nicht klappen (beim Dämpfen, Scratchen, Feedback etc.).

Das Gefühl, das mit der Musik transportiert wird, ist häufig Schmerz,Wut und Ärger und weniger Liebe, Depression und Verzweiflung.

Unter dem Strich:

Metal ist eine schon sehr alte eigene Kunstform der Musik, die eigene Regeln und eigene Sounds hat. Wer sich darauf einlässt, kann wie bei jeder anderen Musikrichtung auch tolle Sachen entdecken (und wie sonst auch viel Schrott). Und wie immer sind die Grenzen zwischen den Stilen unscharf.

So. Wieder einmal etwas oberlehrerhaft geschrieben. Aber egal. So bin ich halt.
 
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Also ich bin für Metal einfach zu alt und habe mich bisher nicht mit den Feinheiten auseinander gesetzt. Aus dem Grund klingt es für mich in der Tat "alles gleich". Andererseits habe ich mal gelesen, dass z.B. Paul Landers eine echte Diva ist, wenn es um den letzten Millimeter und das letzte Winkelgrad seiner Wunschmikrofonierung im Live-Setup geht. Also scheinen die Jungs tatsächlich was differenzieren zu können ;-)

Als Crash Kurs "Metal" kann ich empfehlen:
http://www.youtube.com/watch?v=HTqIAzTf7j4

Ansonsten fällt mir auch auf, dass ich früher öfters mal "lauter" mit "mehr Gain" verwechselt habe und heute ein Solo einfach mal mit Kompressor und Booster in den Vordergrund stelle. Das setzt sich im Bandkontext in vielen Fällen sogar besser durch. Vermutlich auch eine Alterserscheinung, Altersweisheit oder so :cool:

Beppo
 
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Wolfgang433 schrieb:
Für mich klingen verzerrte Gitarren, insbesondere wenn er von den Metallern kommt, alle gleich
Insbesondere, wenn er von Metallern kommt... Was ist aus deiner Sicht Metal? Referenzalben? Referenzsounds? 'Fever' von Bullet for my Valentine? 'Painkiller' oder 'British steel' von Judas Priest? 'Spiritual healing' von Death? 'Gutter ballet' von Savatage? 'Fear of the dark' von Iron Maiden? 'Kings of metal' von Manowar? 'The end complete' von Obituary? 'King of the kill' von Annihilator'? 'Seasons in the abyss' von Slayer? Die Liste kann man endlos weiterführen. Hör dir mal solche Alben an (falls es deine Ohren zulassen) und poste dann nochmal zu diesem Thema. Alle gleich? Näh.

Grz, Marco
 
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uwich schrieb:
...der oft obertonreiche und oft verzerrte Bass. Manche Bands haben keinen eigentlichen Basser - die 7. (und evtl.) 8. tiefe Saite vom Gitarristen macht den Bass gleich mit.
...so so - nenne mir bitte drei Metalbands, die man kennen muss, deren Gitarristen 7- oder 8-Saiter spielen, aber keinen Bassisten haben. Lerne gerne dazu ;-)

Grz, Marco
 
Thorgeir
Thorgeir
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Dieser Thread widerspiegelt einfach nur, welche Scheuklappen innerhalb der Gitarristengemeinde so anzutreffen sind.
 
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Find cih gar nicht so schlimm mit den Scheuklappen.

Ich bin Gitarrentechnisch im Metal Bereich aufgewachsen und erst jetzt im hohen alter eröffnen sich für mich andere Musikstile.

Das die "allgemeine Metalklampfe" immer gleich klingt, liegt schlicht an der Schulung des Ohrs. Für mich klingen sämtliche (!) Blueskünstler gleich. Ob da jetzt SRV oder Knopfler spielt, ist für meine Ohren nicht unterscheidbar. .... .... das ist jetzt ein bisschen übertrieben dargestellt, da ich inzwischen meinen Musikalischen Horizont doch deutlich erweitert habe,. .. nichts desto trotz erschließen sich die Unterschiedlichen Charakteristika erst bei genauerem zuhören der Musik.

Es muss auch nicht heißen, Clean ODER Verzerrt. Für beides gibt es durchaus seine daseins berechtigung.

Der vorhin genannte Ricky King klingt übrigens verzerrt gar nicht mal so übel :D ... wenn der will kann der auch Richtig Heavy...

Im übrigen finde ich das man deutlich einen Unterschied zwischen einer Heavy Metal Humbucker Klampfe und einem Heavy Metal Song der mit Single Coils eingspielt wurde hört. Ich selbst bevorzuge auch bei den extremeren Formen des Heavy Metals (Death, Black, Goth, Doom) den offeneren Sound von Single Coils und HI-Gain Amp.
 
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Thorgeir schrieb:
Dieser Thread widerspiegelt einfach nur, welche Scheuklappen innerhalb der Gitarristengemeinde so anzutreffen sind.

Das ist so ausgedrückt, wie ich es am Anfang nicht machen wollte. Ich finde, der Thread hat was von "die-echten-erfahrenen-Mucker-unterhalten-sich-mal-darüber-was-echte-musik-ist-und-was-nicht."

Naja. Ich bin ja auch noch jung. Und unerfahren. Und überhaupt... ;-)
 
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Rio_Fischbein
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Wolfgang433 schrieb:
Für mich klingen verzerrte Gitarren, insbesondere wenn er von den Metallern kommt, alle gleich.

Und für mich sehen die Chinesen so ziemlich alle gleich aus. ;-)

Ich bin geneigt anzunehmen, daß es verzerrt ebenso viele Klangfacetten wie clean gibt.

Das man mit viel Gain unsauberes Spiel übertünchen kann, kann ich nicht bestätigen. Spätestens dann, wenn man 3 Töne pro Saite Legato Übungen macht, stellt man fest: Je mehr Gain umso sauberer und kontrollierter muß man greifen/spielen/abdämpfen damit es nicht an jeder Ecke gräßlich kreischt.
Dagegen empfinde ich eine E-Gitarre an einem clean eingestellten Amp eher als zahm, im Sinne von gutmütig, Fehler verzeihend.
 
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Ich habe mich so ca. 20 Jahre lang der Suche nach dem verzerrten Gitarrensound in meinem Kopf gewidmet und hab ihn dann Gott sei Dank gefunden. Hoffentlich nicht nur vorerst.

Wenn man sich nicht tief mit der Materie befasst hat, kann und wird man schon zu dem Urteil kommen, dass Rammstein irgendwie klingt wie Metallica.
Oftmals sind es die "Compressed to Hell" Produktionen die dem Ohr dies aufzwingen.

Generell behaupte ich mal das sich mehrkanalige Amps allerdings gerade im Overdrive/Distortion-Sound gewaltig unterscheiden.

Für Heavysounds ist der Mesa Rectifier ja seit langer Zeit das Nonplusultra, wobei mir zugegeben dieser Sound nicht wirklich gefällt.

Je öfter man diese Amps allerdings auf Produktionen hört, desto mehr erkennt man diesen Sound wieder und meint er klänge gleich.

Gerade bei diesen HiGainer ist es schon schwer für den ungeübten Spieler die entstehenden Nebengeräusche zu unterdrücken.
 
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Moin Wolfgang,
obwohl der Tread schon etwas auf Abwege gelangt ist, möchte ich meinen Senf mal dazugeben:
Hör Dir mal die Sachen von Jeff Beck an, liegt ja durchaus schon im Zeitrahmen der Hendrix-Werke. Beck spielt mit wenig Verzerrung und kriegt trotzdem einen sehr tragenden und mächtigen Ton hin. Ich denke, daß ist einerseits auf seine technischen Fähigkeiten und andererseits auf sein Equipment zurückzuführen. Seine Strat hat einen recht dicken Hals und er mag es, die Saiten etwas höher zu stellen, damit er mit seinem Instrument kämpfen kann:)
Es ist natürlich auch nicht ganz so leise, wenn er spielt. Ähnliche Ansätze kannst Du gut bei John Mayer oder Phillip Sayce hören, die live auch nie leise sind, wie ich aus Konzerten weiß. AC/DC wurde ja schon erwähnt, Gary Moore ging in die gleiche Richtung.
Ich erreiche meinen Ton (als Amateur) mit Üben,üben,üben und einem clean eingestellten, aber durch Treter geboosteten Amp. Eine saftige Halsform und frei schwingenede Saiten sind auch nicht hinderlich. Den Jungs in der Band gefällt´s jedenfalls und man kann mit dieser Technik viele Klangmöglichkeiten abdecken, zumal dann viel von der Spieldynamik abhängt. Aber wem erzähle ich das? :)
P.S. Im Metal Bereich findet man durchaus auch sehr differennzierte Gitarrenklänge. Ist eine Frage der Hörgewohnheit, wie Du Anfangs schon erwähnt hast. Wir sind halt alle Kinder unserer Zeit....
So, genung geschrieben, ich brauch meine Zeit jetzt zum Üben:)
 
B
Bumblebee
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Hallo,

mir fällt leider schon seit langem auf, dass cleane Leadsounds im Rock/Popbereich immer seltener werden.
Anscheinend wird "Lead" immer mit "verzerrt" gleichgesetzt.
Und ja, es ist bequemer mit einem tragenden verzerrten "Leadsound" zu spielen, als nur mit cleaner Gitarre.
 
 

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