Vielleicht hat ja jemand eine Idee fĂŒr mein Problem....

A

Anonymous

Guest
....
ich weiß das gehört ĂŒberhaupt nicht hier her, aber so ist halt mal das Leben: lest euch bitte mal meine Geschichte durch und ĂŒberlegt mal ob ihr uns helfen könnt:

folgende Problemstellung:
in einem Mehrfamilienhaus mit 9 Wohnungen wurden 4 Wohnungen an eine Familie verkauft. 2 Wohnungen bewohnte Sie selbst, die anderen beiden hat sie an ihre Mutter vermietet. An dem Haus gab es einen Schaden durch eine Wandsenkung, ca 5000,- EUR welcher durch das Gemeinschaftskonto gedeckt wurde. Die Inhaberin selbst hat dann privaten Konkurs angemeldet und ist wieder ausgezogen, die beiden Wohnungen stehen jetzt leer. Die 4 Wohnungen werden jetzt von einem "Zwangsverwalter" verwaltet. Die Haussenkung hat jedoch ihre Spuren hinterlassen, die Wohnungen sind jetzt schwer zu verkaufen, da die Wand nur provisorisch repariert wurde. Die Mutter wohnt noch in den beiden Wohnungen mit zwei weiteren Kindern (17 und 15). Die Mutter trĂ€gt Zeitung aus, und verdient nur recht wenig, aber soviel, dass es fĂŒr ein Auto, Gas und Strom reicht (Wasser und Nebenkosten bezahlen sie keines, das geht auf die Hausgemeinschaft !!!) Da keinerlei Nebenkosten bezahlt werden entstehen also nur stĂ€ndig neue Kosten dieser Familie,
Es kommt aber noch schlimmer:
Seit einigen Monaten wird die Hausgemeinschaft terrorisiert: stĂ€ndiger LĂ€rm (es wurde auch schon mehrfach die Polizei geholt), TĂŒren werden absichtlich zugeschlagen, an FahrrĂ€dern im gemeinsamen abgeschlossenen Fahrradkeller wird manipuliert (das Vorderrad lockergemacht), im Hausflur brennt stĂ€ndig Licht (auch tagsĂŒber), es werden Sachen geklaut, aus dem abgeschlossenen Fahrradkeller wurden GetrĂ€nkekisten entwendet, es wird an den TĂŒren ohne Grund geklingelt, im Haus herumgebrĂŒllt, keine Kehrwoche gemacht, man muss sich beschimpfen lassen, Sachen werden in den Briefkasten gesteckt, die nicht dort reingehören, usw..........!!!!!!!!!)
Die restliche Hausgemeinschaft versucht sich zwar dagegen zu wehren, aber vollig zwecklos. Der Zwangsverwalter sagt, er hat keinerlei rechtliche Handhabe, er kann die beiden Wohnungen zwangsrÀumen lassen, das kostet aber ca 4000,- Euro und muss von der restlichen Hausgemeinschaft bezahlt werden. Er ist nur ein öffentlich bestellter Verwalter der 4 Wohnungen !!
Das allerschlimmste ist aber, daß die Hausgemeinschaft fĂŒr die kompletten Nebenkosten samt dem verbrauchten Wasser der Familie aufkommen muß und sich dafĂŒr von dieser Familie noch "anpissen" lassen muß. Wir (die Hausgemeinschaft) sind langsam aber sicher mit den Nerven am Ende !!! Wir haben uns schon ĂŒberlegt an die Öffentlichkeit zu gehen (RTL, BILD usw). Wo ist das deutsche Recht?? Kann das wirklich sein, daß wir bis an unser Lebensende das Wasser und Nebenkosten fĂŒr die mitzahlen mĂŒssen und die geben ihr Geld anderweitig aus??? Das beste wĂ€re wenn die Familie sofort ausziehen wĂŒrde. Dann könnte der Zwansverwalter die 4 Wohnungen verkaufen. Denn wer kauft schon eine Wohnung in einem Haus, in dem das Gemeinschaftskonto auf 0,- ist und wo man gleich mal Nebenkosten und Wasser fĂŒr andere zahlen muß?? Ausserdem kann es sein, dass im nĂ€chsten heißen Sommer weitere Unkosten durch die sich setzende Hauswand entstehen.
Wer kann uns helfen??? Gibt es denn nur Gesetze fĂŒr die Rechte der Mieter, auch wenn sie keinen Cent bezahlen und sich darĂŒber auch noch freuen und noch mehr Kosten entstehen lassen und andere beschimpfen?? Wo sind die Rechte der EigentĂŒmer? Bitte, wir sind fĂŒr jeden Tip dankbar..........!!

wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

unschöne Geschicht die Du da postest... Generell wĂŒrde ich sagen das der Weg wie es bisher gegangen ist auf keinen Fall rechtens ist. Nebenkosten fĂŒr andere tragen wĂŒrde ich grundsĂ€tzlich sogar als ungesetzlich ansehen, da sich diese Familie ja mehr oder weniger gewollt (darĂŒber lĂ€ĂŸt sich streiten) durchfĂŒttern lĂ€ĂŸt. Da möchte ich mich aber eigentlich weniger zu Ă€ußern, da ich den genauen Sachverhalt dieser Situation nicht kenne.

Da Du und deine Familie ja schon lĂ€nger in diesem Haus zu wohnen scheinen könnt Ihr wahrscheinlich Nebenkostenabrechnungen der letzten Jahre vorweisen, sodas belegbar wĂ€re, das sich euere Situation in den letzten Jahren geringfĂŒgig bis gar nicht geĂ€ndert hat, womit also bewiesen wĂ€re, das eure Nebenkosten immer gleichbleibend waren.

Das Geld welches also zuviel bezahlt wurde, da die andere Familie nicht zahlen konnte, ist als zurĂŒckverlangbar. Allerdings von wem? Wenn die Familie nicht zahlen kann, dann kann sie nicht zahlen. Das Sozialamt wĂ€re also eigentlich fĂŒr diese Familie zustĂ€ndig und mĂŒĂŸte prĂŒfen, ob diese besagte Familie die Wohnung rĂ€umen muß (da z.B. zu groß o.Ă€.) oder ggfl. das Sozialamt fĂŒr die Miet- und Nebenkosten aufkommt.

Ich wĂŒrde wahrscheinlich ersteinmal mit meinem Anwalt sprechen um herauszufinden was ich tun kann. Sicher liegt die Beweislast bei Dir, weshalb ich, wenn ich Du wĂ€re, wahrscheinlich den ganzen Tag mit Zettel und Stift sowie mit Digitalkamera rumlaufen wĂŒrde, um solche "VerstĂ¶ĂŸe" wie "tagsĂŒber Licht im Hausflur" etc. festzuhalten. Nur so wirst Du wahrscheinlich spĂ€ter etwas geltend machen können.

Ich persönlich wĂŒrde wahrscheiunlich sogar die Miete kĂŒrzen, wegen diverser MĂ€ngel am Haus sowie wegen Unzumutbarkeit der Wohnsituation...

Vielleicht helfen Dir meine Anmerkungen ja...

Gruß
Mirko
 
Hallo Wolfgang,

mir ist zunĂ€chst unklar, warum die Mietgemeinschaft gemeinschaftlich das Wasser bezahlen muss. Handelt es sich dabei um Brauchwasser fĂŒr die GartenbewĂ€sserung und Gehwegsreinigung? Das wĂŒrde nach meiner Auffassung noch einen Sinn ergeben, mehr jedoch nicht.

Soweit ich bisher in den Medien beobachten konnte, bringt ein Rechtsstreit fĂŒr die geschĂ€digte Partei oftmals recht wenig - außer einem hohen Zeitaufwand, Kosten und zusĂ€tzlichem Ärger. Vandalen ist behördlich schlecht beizukommen, da die Beweispflicht beim GeschĂ€digten liegt. Und wer kann sicher behaupten, die schĂ€digende Partei greift irgendwann nicht zu "hĂ€rteren" Mitteln - wer sich asozial verhĂ€lt, schreckt evtl. auch vor einem Faushieb nicht zurĂŒck.

Mag sich jetzt relativ plump anhöre, doch bevor ich mich in einen monatelangen Streit begeben wĂŒrde, tĂ€t ich lieber die Segel streichen und eine neue Wohnung suchen. Ich weiß nicht wie es in eurer Gegend so aussieht, bei uns gibt es jede Menge freien Wohnraum (konjunkturschwaches Gebiet).

Ich bin mir bewusst, dass du und deine Familie somit das gewohnte soziale Umfeld verlassen mĂŒsstest; da gilt halt abzuwĂ€gen was einem wichtiger ist: Eine gute Nachbarschaft und gewohntes Umfeld oder monatelager Streit in den "eigenen vier WĂ€nden".

Hoffe meine Worte können vielleicht ein kleiner Gedankenanstoß sein.

Gruß
 
Hi,

es ist tatsĂ€chlich so, dass die Hausgemeinschaft die Kosten ĂŒbernehmen muss fĂŒr die gesamten Wasserkosten weil es im Haus nur ZĂ€hler fĂŒr die einzelnen Wohnungen gibt. - Die Wasserrechnung fĂŒr das ganze Haus kommt also beim Hausverwalter an, und berechnet uns unser Wasser. Jetzt kommts aber: da die betreffende Familie nicht zahlt muss er das Geld fĂŒr denen ihr Wasser vom Gemeinschaftskonto holen in das wir ja alle einzahlen (ausser denen halt). Vom Gemeinschaft-Wasser fĂŒr Garten und Gemeinschafts-Strom im Haus und Keller wollen wir jetzt besser nicht reden, das zahlen wir selbstverstĂ€ndlich auch und die nicht - im Gegenteil, die wissen dass wir das zahlen mĂŒssen und lassen deswegen immer alle Lichter im Hausflur und Keller an - deswegen haben wir jetz im ganzen Keller die Birnen rausgedreht !!

Hat sonst noch jemand Tips oder Ideen???

Wolfgang
 
wheieck":cj1od9r1 schrieb:
Hi,



Hat sonst noch jemand Tips oder Ideen???

Wolfgang

Hi,

wenn du Mietrechtschutz hast, gehe zu einem Anwalt mit Spezialgebiet Mietrecht. Ansonsten mal beim Mieterschutzbund nachfragen. Da muß man Mi(e)tglied sein, aber vielleicht ĂŒbernehmen die so eine Beratung auch mal so oder man tritt vielleicht doch bei.

Eine weitere Möglichkeit bestĂŒnde in der gemeinsamen Absprache der Mieter, die Miete zu kĂŒrzen, bis die Vermieter vielleicht bereit sind, die 4000.- Möhren fĂŒr die ZwangsrĂ€umung zu setzen.

Am besten jetzt schon anfangen mit "Terror"-Tagebuch und beweisbare Untaten und SchÀden beweismitteltauglich archivieren.
Wenn es zu einem Rechtsstreit kommen sollte, dĂŒrft ihr euch nicht auf den Anwalt verlassen. Da heißt es dann, bestens vorbereitet dem Anwalt möglichst viel gutes Material bieten. Sieh einen Anwalt als Medium fĂŒr deine Sache, aber nicht als stand-alone-Heilsbringer. Das klappt nur im Fernsehen.
 
Sieh einen Anwalt als Medium fĂŒr deine Sache, aber nicht als stand-alone-Heilsbringer.

Yo, diese Aussage könnte ich unterschreiben! Habe bereits 2-fach schlechte Erfahrungen gesammelt.

Gruß
 

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