Vorteil zweier Tone-Potis?


A
Anonymous
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Hallo,

wie immer wenn ich bei meiner Explorer mühevoll zwischen brauchbaren Hals- und Stegpickup-Konfigurationen umherschalte, kam mir gestern wieder die Frage auf, was eigentlich der Nutzen von 2 Tone-Potis bei einer HH-Gitarre mit einem 3-Wege-Switch ist.
Bei meiner HH-Jackson gibt's dafür nur einen Tone und damit komme ich viel besser klar. :evil: Ich kann natürlich den Kram umlöten, dass nur noch 1 Tone-Poti aktiviert ist, doch wieso baut man generell einen zweiten ein? Doch ganz gewiss aus Klangvielfaltsgründen, die sich mir noch nicht gänzlich erschlossen haben...
 
frank
frank
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3.682
Hi Famulus,

Du hast die Antwort selbst schon gegeben. Dadurch, dass jeder einzelne Pickup unabhängig gesteuert werden kann, ergibt sich eine größere Klangvariation - dummerweise wird das Handling einer Gitarre damit nicht unbedingt verbessert. Schließlich muss man den zweiten Potie stets im Sinn haben, dessen Wirkungsweise kennen und von Zeit zu Zeit auch mal dran drehen.

Das Problem löst sich mit einiger Übung von selbst. Irgendwann findest Du die Grundeinstellungen, die zur jeweiligen Toggleswitch-Einstellung am besten klingen. Diese dann einzustellen geht fix. Im Grunde verhält es sich wie beim Autofahren: Wer denkt beim Gangwechsel schon an die einzelnen Abläufe, Gas weg, Kupplung treten, Gangschalthebel in eine bestimmte Stellung bringen, Kupplung kommen lassen und dabei wieder Gas geben?

Ich persönlich käme nicht auf die Idee, ein Potie still zu legen. Mich freiwillig einer Variationsmöglichkeit berauben, nur weil ich sie im Augenblick nicht benötige? Nie und nimmer.
 
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Anonymous
Guest
famulus":3bzawi3e schrieb:
... doch wieso baut man generell einen zweiten ein? Doch ganz gewiss aus Klangvielfaltsgründen, die sich mir noch nicht gänzlich erschlossen haben...

Hallo Famulus!

1. Es geht um Nuancen. Man wünscht z.B. den Steg-PU nicht ganz so schreiend, will aber den Hals-PU so klar wie möglich belassen. Das kommt bei einer Explorer wahrscheinlich eher selten vor. :lol:

2. Es geht um´s Ganze. Der Lead-Sound ist Hals-PU mit ordentlich Zerre, Tone völlig zu (manche sagen woman tone dazu), für einen Rhythmus-Sound ist das aber viel zu dumpf. Gutes Beispiel: American Woman/Guess Who.
 
A
Anonymous
Guest
Hi, vielen Dank für die Antworten.

Ich brauche zwar eigentlich nur den Steg-PU für Rumgedresche und ganz selten mal den Hals-PU mit den jeweils ganz "äußeren" PU-Einstellungen (daher erübrigt sich also das zweite Tone-Poti), dennoch belasse ich es dabei - ich werde zwar bestimmt nicht mit meiner Explorer beginnen, Blues o.ä. zu spielen, behalte mir die Klangvielfalt nun dennoch vor. :cool:
 
 

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