Tuning OLP LUKE

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Tuning OLP LUKE

Liebe Guitarmaniacs,

ich habe mir vor ein paar Tagen eine OLP Luke in rot zugelegt. Kleinanzeigen. Der versand steht noch aus, so habe ich sie auch noch nicht testen können. Nur Fotos gesehen...

Ich überlege aber die Gitarre mit einem neuen Tremolo -System, evtl. original EMG SSH Pickups und vielleicht Locking Mechaniken zu versorgen.
Gut alles möglichst gebraucht sonst hat man ja fast den Preis einer MM Luke auf der Uhr

Hat einer schon Erfahrung mit der OLP Luke, Klang, Bespielbarkeit, Schwingungsverhalten, Stimmung ws das Trem angeht? Vielleicht klingt sie ja so gut das keine neuen PU's nötig sind... kann einer was dazu sagen
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RE: Tuning OLP LUKE

Ich weiß.. keiner will das lesen.. aber wie zum Geier kommt man denn auf
so 'ne Idee? Gitarre bestellt, Gitarre noch nicht ausprobiert aber schon bis
auf's Holz von der Hardware bis zu den Pickups alles tauschen wollen?
Warte bis das Teil da ist und spiel sie dann doch erst mal 'ne Weile.
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RE: Tuning OLP LUKE

Ich kenn die OLP Luke jetzt nicht...aber wenn die genauso verarbeitet ist wie meine OLP Petrucci dann brauchst du da (außer ein paar Einstellarbeiten) garnix dran machen.

Ich hatte mir die OLP Petrucci spasseshalber vor ein paar Jahren gegönnt und, wenn auch im direkten Vergleich mit dem 8x so teuren Original sicher nur ein Abklatsch, so ist sie für sich alleine doch extrem viel Gitarre für kleines Geld.
Sauber verarbeitet, das Tremolo iVm den Locking-Tuners sehr stimmstabil und die Pickups obwohl OEM No-Names sehr ausgewogen, null Mikrofonie, sehr schöne Harmonics....
Einzig den 3-Wege Toggle hab ich gegen einen DiMarzio Ep1111 (3Wege-4DPDT, wie beim Original) ausgetauscht um diesen genialen Split-Sound der beiden inneren Spulen der HBs hinzubekommen.

Warte bis deine OLP Luke da ist und teste sie (so unvoreingenommen wie möglich) auf Herz und Nieren durch.
Die OLPs sind eigentlich allesamt ziemlich ordentlich und bedürfen nur wenig Modifikationen.
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RE: Tuning OLP LUKE

Sascha Kost schrieb:
Liebe Guitarmaniacs,

ich habe mir vor ein paar Tagen eine OLP Luke in rot zugelegt. ...

Ich überlege aber die Gitarre mit ...

Hat einer schon Erfahrung mit der ...


Uncle hat die einzige Antwort gegeben, die mir auch einfällt.

UncleReaper schrieb:
Ich weiß.. keiner will das lesen.. aber wie zum Geier kommt man denn auf
so 'ne Idee? Gitarre bestellt, Gitarre noch nicht ausprobiert aber schon bis
auf's Holz von der Hardware bis zu den Pickups alles tauschen wollen?
Warte bis das Teil da ist und spiel sie dann doch erst mal 'ne Weile.
 
Gruss
frank
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RE: Tuning OLP LUKE

Hallo!

An einem regnerischen Herbstabend holte ich einen Verstärker von einer Reparatur ab. Es stellte sich heraus, dass der Schaden minimal und vor allem billig zu beheben war. Die Werkstatt war Teil von PPC Hannover, einem etwas größeren Laden.

Dort stand im Sonderposten-Bereich eine OLP, die Van Halen-Signature-Kopie für deutlich weniger als 200 Euro, denn es fehlte der Vibratoarm.... Optisch okay, einwandfrei verarbeitet, gut eingestellt (!) und trocken wunderbar spielbar. Hab ich damals mitgenommen, ohne sie mir richtig oder gar über Amp anzuhören.

Alles an der Gitarre war gut bis auf den Sound, denn die hatte gar keinen. Der Ton war nicht formbar, undynamisch und zäh. Schon trocken übrigens. Clean war das extrem langweilig, crunch schon ein bißchen eklig, verzerrt ging es gerade so. Okay, gut, mit viel Zerre, Delay und Hall für die Tiefe drauf und einer Prise von irgendeiner Modulation wäre so ein Bratsound gerade noch durchgegangen aber Spaß hat das nicht gemacht.

Einen passenden Vibratoarm hatte ich noch in der Kiste. Das war halt ein Vintage-Vibrato, nicht mehr und auch nicht weniger. Mit noch etwas mehr Einstellen wäre das auch noch ein wenig stimmstabiler geworden.

Damit wir uns nicht missverstehen: Relativ zum Preis war das eine tolle Gitarre. Relativ zu anderen Gitarren sehr, sehr schlecht.

Am darauf folgenden Wochenende habe ich in strahlendem Sonnenlicht wirklich gute Fotos gemacht, die auch noch ein bißchen nachbearbeitet und die Gitarre bei ebay eingestellt. Abzüglich aller Kosten hatte ich nachher einen knappen Fuffi über und war wieder um eine Erfahrung reicher. Der Käufer bei ebay war - wenigstens laut damaliger Mail - begeistert.

Warte erstmal, bis die Klampfe da ist. Dann kannst du immer noch überlegen, was du damit machen willst.

Gruß

erniecaster


P.S. Alle Aussagen hier bitte als Meinung lesen.
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: Tuning OLP LUKE

Ich habe die Erfahrung gemacht das PU-Tausch schon so manch kleines Wunder vollbracht hat.
Hatte mal eine Fender USA Strat, klang echt übel... nach mehreren PU Tausch's (einen SD SL-1 am Hals und zwei Custom Shop 69 mitte und hinten) war der neue Klang die wahre Wonne - plötzlich ein tolles Instrument... leider war die Kohle knapp und musste sie verkaufen.

Es sollen bei bei OLP so wird berichtet, die Silhouette und die EXIS grottenschlecht sein!
Wobei wohl die John Petrucci und die Luke ziemlich amtlich klingen sollen.
Recht gute Verarbeitung (Nachteile = Lindenholz und schxxx Tremolo)
Okay machen wir uns trotzdem nix vor, es stehen dort 400 gegen ca. 2000 EUR. Da muss es wohl Abstriche geben. Aber die meisten im Netzt behaupten
..."sehr, sehr viel Gitarre für's Geld".

Und mir wenig Aufwand vielleicht dann "noch mehr Gitarre"!

Gut, wollte ja nur hören ob jemand Erfahrung mit "Pimp My OLP hat"


Zuletzt bearbeitet von Sascha Kost am 08.11.2010, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Tuning OLP LUKE

Hallo!

Sascha Kost schrieb:
Ne, im Ernst - ich denke 30 Jahre Gitarren-Erfahrung 10 Jahre Bastelerfahrug, eine menge Testberichte im Netzt und Youtube Videos, sind schon gut um sich ein einigermaßen Bild zu verschaffen.


Das war mal ein guter Witz.

Viel Glück!!

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: Tuning OLP LUKE

Hier mal ein schönes Beispiel einer überarbeiteten OLP Luke...

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RE: Tuning OLP LUKE

Sascha Kost schrieb:
Jo isss schon klar... schlaue Sprüche hab ich selber genug,

Du bekommst auf eine dämliche Frage ebensolche Antworten. Hast du etwas anderes erwartet?

Sascha Kost schrieb:
eine menge Testberichte im Netzt und Youtube Videos,
Es sollen bei bei OLP so wird berichtet,
ziemlich amtlich klingen sollen.
Aber die meisten im Netzt behaupten

-----------------------------------------------------

Gut, wollte ja nur hören ob jemand Erfahrung


Tipp von mir. Lies Testberichte aus dem Netz. Das erspart dir eine eigene Meinung.

Und leg dich wieder hin.

Tom
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RE: Tuning OLP LUKE

Du meinst den Quatsch doch nicht ernst? Die Gitarre kann der größte Schrott sein, bei dem sich nicht mal der Tausch der Saiten lohnt- aber auch ein anständiges Arbeitsgerät, bei dem man durchaus auch mal über einen Tonabnehmerwechsel nachdenken kann, entweder weil man sich auf bestimmte Tonabnehmer eingeschossen hat- oder wenn man denn weiß was einem nicht gefällt- und welches Ergebnis man erreichen möchte. Völlig egal was die meisten im Netz behaupten... Eine Gitarre nicht einmal in der Hand gehabt zu haben, aber sich schon Gedanken über einen Kompletttausch aller Komponenten (Tonabnehmer, Vibrato, Mechaniken etc.) machen ist meiner Meinung nach nicht nur unnötig, sondern dumm.

Sascha Kost schrieb:
Hier mal ein schönes Beispiel einer überarbeiteten OLP Luke...

Was ist daran schön? Klanglich ist es ein nicht repräsentatives, aber auch nicht besonders schönes YouTube Video und was hat er an dem Ding lt. eigener Aussage machen lassen?

- Fender Rollensattel
- eine Wilkinson Brücke
- Dimarzio Pickups
- einen neuen Gitarrenhals...

Wie sinnvoll war das jetzt? Von ganz normaler Preisgestaltung ausgehend, wäre das nochmal mehr als der Neupreis der Gitarre. Dann hole ich mir gleich eine gebrauchte MusicMan oder 'ne Sterling..

Ich kenne einen der hat sich seine OLP Petrucci vor Jahren auch nach allen Regeln der Kunst umbauen lassen, von den original, damals nicht frei erhältlichen Petrucci Pickups bis zum Piezo Trem.. Qualitativ wie Klanglich hatte das Teil mit dem Original trotzdem immer noch nichts am Hut gehabt. Das war ein wirtschaftlicher Totalschaden der dann auch nicht viel besser war als vorher. Damals war die OLP Petrucci, eine Top-Verarbeitung vorrausgesetzt viel Gitarre für das Geld, aber wenn ich mir heute eine Cort G260 für unter 400 Euro anschaue, der alle OLP Klampfen die ich kenne- ob modifiziert oder nicht, nicht annährend das Wasser reichen können und die man nicht "unnötig tunen" muss dann bietet OLP für mich nicht mehr annährend ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.
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RE: Tuning OLP LUKE

Inhalt auf Wunsch des Autors am 09.10.2013 gelöscht.
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RE: Tuning OLP LUKE

Inhalt auf Wunsch des Autors am 09.10.2013 gelöscht.
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
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RE: Tuning OLP LUKE

Hallo allerseits!

Vielen Dank noch mal für alle Auf- und Anregungen!
Hat mich sehr gefreut und mir natürlich auch weitergeholfen!!

Die OLP Luke ist natürlich schon lange eingetroffen. Hier mein persönliches Statement zur der OLP-Geschichte:

- Verarbeitung
- Tremolo
- Hals
- Body
- Lack
- Mechaniken
- Pickups
- Klang

Fangen wir bei der Verarbeitung an: Die ist wir hier im Thread schon angedeutet wurde dementsprechend bescheiden. Aber in Anbetracht des Preises wiederum nicht ungewöhnlich. Die Gitarre wurde wohl mit Werkseinstellung geliefert. Diese ist schlecht! Also persönlich Handanlegen ein zwingendes MUSS! Aber ich hatte nach einigen Kommentaren fast Schlimmeres erwartet - sind alles "Mängel" mit denen man leben kann.

Tremolo: Da muss ich nicht viel zu sagen, das Teil ist totaler Schrott!
Ist auch gleich als erstes rausgeflogen. Ersetzt wurde es durch ein Vintage Tremolo mit Stahlblock. Kosten: ca. 55,- EUR. Durch das austauschen des Tremolos haben sich gleich mehrere Probleme auf einmal aufgelöst:
Saitenlage, Stimmstabilität, Sustain... Aber Achtung die Bohrungen passen nicht. Ich habe die alten Bohrungen mit den Stiften drin gelassen und das Tremolo angepasst (mit der Rundfeile breiter ausgefeilt).

Hals: V-Hals aus Ahorn. Finde ich persönlich ganz okay! Ist nicht schlecht! Lässt sich schön spielen. Die V-Form ist nicht so stark ausgeprägt wie bei der MM Luke, daher auch nicht so gewöhnungsbedürftig (vor allem beim ständigen Wechsel auf einen U-Hals). Den Plastik Sattel haben ich auch gleich durch einen Graph-Tec Sattel ersetzt - und ist mit dem neuen Trem. auch recht stimmstabil...

Body: Lindebody, hört man natürlich. Klingt dünner als beim Original (Erle). Trocken gespielt. Relativiert sich allerdings beim anstöpseln an einen Amp. Kann ich aber echt mit leben. In anbetracht der Tatsachen das hier 350,- gegen mindesten 1600,- Euro stehen...

Lack: War ja klar, ist natürlich ne China Axt. Ich hatte wohl eher Glück, sieht optisch eigentlich ganz schön aus. Allerdings dünn lackiert und daher anfälliger auf Dongs.

Mechaniken: sind soweit okay. Hab ich alles so gelassen. Gibt nix zu nörgeln.

Pickups: Das hat mich am meisten gewundert! Die klingen richtig GUT!!!
Sind Aktiv PU's. Kein Matsch, sehr differenziert, sowohl clean wie auch verzerrt. Und der EMG Bezug ist deutlich hörbar! Bei Toto Riffs klingst richtig nach Steve Lukather. Donnerwetter - hätt ich nicht gedacht. Auch hier bleibt erst mal alles drin (kein Tausch!).

Klang: Im Cleanbereich geht die OLP schon so in Richtung Strat, klingt aber trotzdem eigen. Durch den Tausch des Tremolo (Stahlblock) produziert sie schon recht glöckchenhafte Stratsounds und das Sustain hat sich auch deutlich verbessert. Verzerrt kling sie dem Original recht ähnlich, man bekommt wirklich ähnliche Steve Lukather Töne hin. Also kein Billigabklatsch (Schrott) sondern eine echter Nachbau. Ich würde sogar sagen, die haben sich echt Mühe gegeben
Gut, Linde und Esche ist schon ein Unterschied aber das lässt sich bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis echt verschmerzen!

Zum Schluss habe ich noch den Brigde PU etwas tiefer gesetzt, dazu musste ich die Ausfräsung ca 2-3 mm tiefer ausstechen um eine noch tiefere Saitenlage hinzubekommen. Vorher schlugen die Saiten an den PU - es war eine flache Saitenlage somit gar nicht möglich.
Ist jetzt aber alles Tiptop, jetzt schön flach ohne zu schnarren.

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden! Mit dem Mehraufwand von ca. 60,- habe ich für rund 360,- EUR eine sehr, sehr schöne und gut klingende Zweitgitarre. Die auch noch vielseitig einsetzbar ist, sowohl clean wie auch im Zerrmodus.
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