Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

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Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

Tag die Herren,

die Kapelle überlegt mal wieder, sich von 25 Jahre alten Fullrange Boxen zu trennen um einen insgesamt für alle wohligeren Proberaumsound zu erwecken. Die Dinger sind einfach durch, matschig, ok, vlt warm, aber das wars dann auch schon mit Pluspunkten.

Und ja, wir nehmen Geld (vierstellig) in die Hand, und das neue System soll aktiv werden.

Kurz zur Besetzung:

Drums auf 20 cm Podest
Bass, irgendwas Ampeg mit 6+10 oder 1+15 Zoll Box
Git 1. H+K Halfstack
Git 2. Mesa - Combo
Keys: Nord c2, DIE Orgel, + Sampler und Nordwave
Gesang 1, plus Backing

Proberaumlautstärke würd ich mal als Medium Rock bezeichnen, nichts martialisches aber doch laut.

Klar müssen Keys und Gesang über ein Pult laufen, welches auch vorhanden ist.

Nun sind wir am überlegen:

Möglichkeit 1: irgendwie 2 Mackie 12/15 Zoll Hochtöner + ein 15 oder 18 Zoll Woofer.

Möglichkeit 2: Anschaffung von 3-4 aktive Monitoren, welche sich schön verteilt in der Nähe der Bandmitglieder aufhalten.

Angesteuert wird das von einem 16/4 Mackie Pult (irgendwas älteres)

Ziel: Definierter Sound für jeden, aber gerne auch Fett, gerade die Tasten untenrum. - ProgRockbreitwand -

Was meint Ihr denn? Wie ists das mit Monitoren und der sogenannten Streuweite? Was bringen die "untenrum" ?

Im Budget liegen LDsystems aktive 10 er oder 12 er. Kennt die jemand, was können die?

Über Erfahrungen und Meinungen wäre ich sehr dankbar.
 
keine experimente mehr.
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

Moin,

wie groß ist denn der Raum und wie beschaffen?
 
Gruss, tommy
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

Hak die LD Syteme ab wenn du Maui und Co meinst - nicht sooo verkehrt aber auch wirklich nichts dolles wenn man vergleichbare Anlagen hört. Wenn du in etwa eine Hausnummer mitteilst was ihr ausgeben könnt? Da gibt es nämlich vieles was funktioniert.
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

Bei uns sind es zwei Gitarristen (1x Coreblade - , 1 x Switchblade -Halfstack), ein Drummer, ein Bassist und eine Keyboarderin - zwei Leutchen von uns singen dazu noch. Im Proberaum haben wir seit Jahren ein HK Lucas Impact - System über ein Mackie CFX 16 MKII. Das Kick, die Keys und der Gesang laufen über die PA (sowie der iPad mit den Intros) - der Rest kommt 'pur' daher.

Zusätzlich haben wir drei Monitore angehängt - 1x Gesamtsound für den Drummer plus 2x für die Sänger mit ein wenig Keys versehen.

Wir spielen Rockmusik, welche in der Gegend von Amorphis und Paradise Lost anzusiedeln ist, und obwohl es sich nach viel Equipment anhört, ist es nicht mal allzu laut im Proberaum (trotzdem trägt jeder seine Stöpsel im Ohr).

Nur mit Monitoren zu proben kann durchaus funktionieren, meine ich. Ich war vor knapp 3 Jahren in Frankfurt in einem Studio, als Annihilator für ihre Welttournee geprobt haben. Da stand keine PA rum, sondern lediglich eine Monitoranlage. Die Band war wie an einem Gig positioniert und der Sound war echt klasse. Könnte also durchaus funktionieren...

Grz, Marco
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

...wir haben in unserem Probenraum (30 qm, hohe Decke, mittel gedämpft, relativ großes Equipment, ähnlich wie bei Euch) mehrere Beschallungskonzepte durch:

Gesang und Backing über Mischpult in 2 x 12" DB Opera Fullrange (insges. ca.500W) aktiv plus 2x15 Billigsubs. Ebenfalls gingen teilweise noch Effekte über die PA. Der Rest kam ohne Abnahme aus den Verstärkern. Irgendwie war die PA ständig am Matschen und Pressen mit hoher Feedbackanfälligkeit, Gesang schwer hörbar.
Zusätzliche Monitore für den Gesang verschlimmerten das Problem noch.

Also schmissen wir erst einmal die Subwoofer raus, nahmen die Gitarren Effekte aus der PA und entfernten auch die Monitore. Der Gesang kam jetzt schon deutlich prägnanter und angenehmer allerdings nicht laut genug. Das Leisermachen der Gitarrenamps brachte zwar gute Durchhörbarkeit, allerdings auch einen schlechteren Gitarrensound, da die relativ leistungsstarken Röhrenverstärker jetzt nicht mehr in ihrem optimalen Arbeitsbereich agierten. Ausserdem war jetzt das (Rock) Schlagzeug zu laut.

Abhilfe schaffte schließlich die Anschaffung zweier leistungsstärkerer, hochwertigerer 12" Fullrangeboxen mit übertrieben wirkender Systemleistung von ca. 1500 Watt. Auch wenn diese PA (JBL Pro mit Peavey 2600 Endstufe) überdimensioniert erscheint, übertrrägt sie den Gesang deutlich homogener und feedbacksicherer, weil sie nicht mehr im Grenzbereich arbeiten muss. Ein hochwertiges Mischpult brachte dann noch einmal den letzten Schritt. Ach ja, Subs braucht Ihr für Gesang nicht. Ich finde 12" Fullrangeboxen am schönsten, idealerweise 3 Weg (Dynacord gebraucht?).

Aktuell spielen wir also mit einem lauten Drummer, dem reinen Instrumentenampsound, ohne Monitore und ohne Subs. Die Gesangsstimmen kommen so hervorragend aus der PA, dass ein Monitoring überflüssig ist.

Mein Tipp:
lasst das Keyboard wie auch die Gitarren ausschließlich über separate Amps laufen und kauft euch zwei hochwertige Fullrangeboxen mit ordentlich Leistung.
Monitore sind unter dieser Vorraussetzung m.E. völlig überflüssig und vermatschen den Gesamtsound nur. Viel bringt hingegen das intelligente Aufstellen des Equippments und der Personen.

Vermutlich wird der ein oder andere hier jetzt mit Argumenten wie "Gesamtsound leiser", "Drummer erziehen", "kleine Gitarrenamps reichen" etc. argumentieren. Alles richtig aber ich gehöre zu der Fraktion, die auch mit ordentlich "Dampf" einen guten Sound erreichen möchte und kann und wenn ich Dich richtig verstanden habe, tickt Ihr genauso.



SMA (Schwafel Modus aus)
 
Gruss, tommy
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

Hi Zusammen,

danke schonmal für die Antworten

@ tommy: Der Raum sind gesamt etwa 100 qm, Schuhkartonrechteckig und unser Bereich sind etwa 36 (6mal6m, Höhe ca. 2,30m) qm davon an einer kurzen Seite. Bis auf einzeln Betonträger ist eigentlich überall teppichähnliche Oberfläche.

@ Magman: hmm, jeder 200-300, macht ca. 1500. Da geht schon was.

Ich meinte aber nicht die Maui sondern

http://www.thomann.de/de/ld_systems_mon_101a_g2.htm

oder eine Nummer grösser mit nem 12.


@ Marco: Hey das ist ja in etwa unsere Besetzung.

Soso, Lucas + 3 Monitore, das klingt dann schon recht saftig, denk ich mir. Habt ihr nen Woofer an der Lucas? 15er? und was für Monitore? und würdet ihr euch/bzw Sänger und Keyboards auch ohne die Monis hören können?

Ich hab auch schon gehört, daß Profibands nur mit Monitoranlage proben, warum auch nicht, man hat ja on Stage auch nichts von der PA.
Aber wenn ich die Monitorbühnenanlagen diverser Bands angucke, passt das nicht in unseren Proberaum, da ist schon ordentlich Material und Kraft aufgestellt. Gerade so Sidefills sind doch recht mächtig.

Lg, und bis bald euch
 
keine experimente mehr.
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

...oha, das sind ja dann doch ganz andere Verhältnisse. Fast liveclubmäßig. Da würde ich mir entweder Bühnensound (Monitore plus Backline) ...oder...Publikumssound verpassen.
 
Gruss, tommy
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

russ schrieb:
Lucas + 3 Monitore, das klingt dann schon recht saftig, denk ich mir. Habt ihr nen Woofer an der Lucas? 15er? und was für Monitore? und würdet ihr euch/bzw Sänger und Keyboards auch ohne die Monis hören können?


Die Monitore müssten bei uns nicht zwingend sein. Das ist purer Luxus, ehrlich gesagt. Da wir die Anlage ganz gut eingepegelt haben und nicht allzu laut spielen, ist es ein kleiner Mehrwert, wenn man bspw. den eigenen Gesang individuell ein bisschen mehr hervorheben kann, ohne das Gesamte zu 'zerstören'. Wir haben alte Laney-Monitore - 3 aktive, 1 passiven. Die arbeiten immernoch tip top.

Die HK Lucas Impact haben wir komplett - mit den beiden Satelliten und der 15"er Box. Ist schon klasse. Wie gesagt, die Monitore müssen nicht sein, wir würden. Die Elemente, welche über die PA laufen, auch so hören. Aufgrund der Aufstellung im Proberaum, ist unser Drummer jedoch sehr dankbar für den Monitor. Ansonsten könnte er auch auf einen Kopfhörer ausweichen. Aber wir haben das Zeug eh im Raum rumstehen. Warum nicht brauchen...hahaha


russ schrieb:
Aber wenn ich die Monitorbühnenanlagen diverser Bands angucke, passt das nicht in unseren Proberaum, da ist schon ordentlich Material und Kraft aufgestellt. Gerade so Sidefills sind doch recht mächtig


Das gehört auch nicht in den Proberaum. Wäre noch unverhältnismässiger als das, was wir machen

Grz, Marco


Zuletzt bearbeitet von Marco23 am 11.11.2013, insgesamt einmal bearbeitet
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Re: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

russ schrieb:
Ziel: Definierter Sound für jeden, aber gerne auch Fett, gerade die Tasten untenrum.

Wenn das euer Ziel ist, würde ich definitiv mal über In-Ear-Monitoring nachdenken. Das machen auch die genannten "Profibands" überwiegend so. Es gibt eigentlich keine bessere Möglichkeit um einen definierten und differenzierten Sound hinzubekommen. Ich behaupte mal: Mit herkömmlichen Monitoren ist es (unabhängig von der Größe des Raums und der Qualität der Monitore) quasi unmöglich einen Sound hinzubekommen der nicht "matscht" und wo wirklich jeder auch alles gleich gut hört.
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Re: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

Raptor schrieb:
In-Ear-Monitoring


Probt ihr mit In-Ear-Monitoring? Ist bei uns letztens mal in die Runde geworfen worden. Nicht, weil wir mit unserer Anlage und dem Sound nicht zufrieden sind, aber aufgrund des Einsatzes im Live-Bereich.

Grz, Marco
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Re: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

Raptor schrieb:
Marco23 schrieb:
Probt ihr mit In-Ear-Monitoring?

Sofern die Frage jetzt an mich ging: Ja, tun wir


...deshalb hab ich dich natürlich auch zitiert Da wir bislang nur mit 'klassischem' Monitoring, aber nicht mit In-Ear, gearbeitet haben - und demzufolge 'eine Null-Plan-wie-das-aufzusetzen-ist'-Band sind -. interessiert es mich nun schon, wie das Set-Up im Proberaum bei euch aussieht.

Ich werde selbst noch Dr Google bemühen, um mehr Informationen zum In-Ear-Monitoring zu bekommen. Da will ich dich jetzt nicht um Info-Quellen-Angaben bemühen. Aber praktische Eindrücke wären schon mal hilfreich.

Merci & Grz

Marco
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

Ja, vielleicht mag In Ear Monitoring der Lösung sehr nahe kommen, aber irgendwie finde ich das nicht sexy.

Was spricht denn eurer Meinung nach für ein Monitorsystem, oder ein 2.1. Publikumssoundsystem?

Nun, man kann auch, Aktive 12/15 Zoll Dinger heutzutage alle auf den Boden parken, aber mir scheint, die sind nicht nicht fürs Nahfeld gemacht. Da gibts doch wohl Kontruktionunterschiede, oder nicht?
 
keine experimente mehr.
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

Ja, vielleicht mag In Ear Monitoring der Lösung sehr nahe kommen, aber irgendwie finde ich das nicht sexy.

Was spricht denn eurer Meinung nach für ein Monitorsystem, oder ein 2.1. Publikumssoundsystem?

Nun, man kann auch, Aktive 12/15 Zoll Dinger heutzutage alle auf den Boden parken, aber mir scheint, die sind nicht nicht fürs Nahfeld gemacht. Da gibts doch wohl Kontruktionunterschiede, oder nicht?
 
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

Was spricht dagegen, die Keys über einen gesonderten Keyboard-Amp zu verstärken?
Ich finde Punktquellen in Proberäumen immer angenehmer als Verteiltes (sprich: PA und Monitore).
Dann bliebe die PA für den Gesang und müsste nicht so groß dimensioniert werden.


Viele Grüße,
woody
 
The truth is rarely pure and never simple.
Oscar Wilde
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

@russ:
Naja, "sexy" ist aber nicht gerade sinnvoll. Es gibt nicht einen vernünftigen Grund der für Monitor-Boxen oder PA zu diesem Zweck spricht. Du hast nach definiertem Sound gefragt, und ich hab dir eigentlich die einzige sinnvolle Lösung genannt die dafür in Frage kommt. Alles andere ist nicht zielführend. Ich spreche da übrigens aus Erfahrung, da ich mich selbst sehr lange gegen In-Ear gewehrt habe und alles mögliche ausprobiert habe, bis ich dann letztendlich realisiert habe dass es viele Gründe hat warum quasi jeder Profi In-Ear benutzt.

@marco:
Das Setup ist ja im Prinzip wie beim "klassischen" Monitoring auch: Jeder hat auf dem Mixer einen Aux-Weg an dem die Sender der In-Ears hängen. So kann sich jeder dann seinen persönlichen Mix zurecht drehen. Dank Digital-Mixer geht das bei uns sehr komfortabel. Die Sender haben wir alle zusammen in einem Rack gemeinsam mit Patch-Bay und Mixer verbaut und fest verkabelt. Egal auf welcher Veranstaltung wir sind, wir müssen also nur einen Schalter umlegen unsere In-Ear Empfänger anmachen, und haben exakt unseren jeweils eigenen Mix genau wie im Proberaum. Somit dann auch absolute Bewegungs-Freiheit für die Bühnen-Show, weniger Kabel und mehr Platz auf der Bühne, keine stundenlangen Sound-Checks wo man x Songs antesten muss weil jeder dann wieder zu wenig hiervon oder zu viel davon hört. Und kein inkompetenter Tontechniker kann uns unser Monitoring versauen
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

Moin,

für mich ganz entscheidend:

Reden wir hier eigentlich vom ausschließlichen Üben für Auftritte oder von einer, weit häufiger vorkommenden, "Selbstbespaßung" (bzw. sowohl als ob)?

In Ear Monitoring macht bei Situation 2 für mich keinen Sinn. Das wäre, als ob bei einer wilden Party oder in einer Disko jeder der Gäste einen Kopfhörer für seine eigene Musikbeschallung tragen würde.
 
Gruss, tommy
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RE: Proberaumbeschallung? 2.1 System oder Monitore

russ schrieb:
Was spricht denn eurer Meinung nach für ein Monitorsystem, oder ein 2.1. Publikumssoundsystem?


Ich würde mir an eurer Stelle genau sowas kaufen. Die HK Audio Lucas Impact ist dafür super geeignet und reicht auch locker für kleine Clubs. Power hat sie genug. Irgendwann holt ihr euch noch zwei günstige Aktivmonitore und dann habt ihr ein supertaugliches System.
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