Achtung! Das riecht nach Betrug!

Marco23 schrieb:
...Eine kurze Frage trotzdem: bist du dir sicher, dass es sich bei dieser Art von Betrug nicht um Geldwäscherei handelt? Gehen wir davon aus, dass der Check gefälscht wurde, handelt es sich um Urkundenfälschung. (KSM an) Urkundenfälschung ist eine Vortat zur Geldwäscherei. Da ein Check ein Wertpapier und somit eine Urkunde ist, kann eine solche Transaktion, im Zusammenhang mit einem gefälschten Check, zumindest eine Vortat zur Geldwäscherei sein bzw. wird in Zusammenhang mit Geldwäscherei gebracht. (KSM aus) Oder siehst du das anders?

Grz und bon appétit, Marco

Moin,

das einzige Geld, was hier tatsächlich in Umlauf gebracht wird, ist das Geld vom Betrogenen. Der Scheckausteller hat ja das Geld garnicht.

Geldw√§sche geht so: Ich gebe dir irgendwie einen Betrag X, und du gibst mir einen Betrag Y= X-Provision f√ľr ein Gesch√§ft auf Rechnung. Damit wird der Betrag Y legal.

Betrug und Urkundenfälschung ja, aber Geldwäsche nein.

Habe ich zumindest so verstanden.

Ich finde es unglaublich, das man darauf reinfallen kann. Da sollten doch sowieso alle Alarmglocken angehen, oder nicht?

Ciao
Monkey
 
Monkeyinme schrieb:
Geldw√§sche geht so: Ich gebe dir irgendwie einen Betrag X, und du gibst mir einen Betrag Y= X-Provision f√ľr ein Gesch√§ft auf Rechnung. Damit wird der Betrag Y legal.

Betrug und Urkundenfälschung ja, aber Geldwäsche nein.

Geldw√§sche ist heutzutage ein weit umfassenderes sowie komplexeres Thema und kann nicht auf diese Art und Weise, wie du das soeben erkl√§rt hast, beschrieben werden. Die gesetzlichen Sorgfaltspflichten sind ein grosser Teil meiner t√§glichen Arbeit, weshalb ich das bis zu einem gewissen Grad beurteilen kann und darf. Da ich mich aber nicht als KS hinstellen m√∂chte, empfehle ich, um sich einen Einblick √ľber die heutige 'Geldw√§sche', und was alles darunter verstanden wird, ob Vortat zur Geldw√§sche und Geldw√§sche selbst, zu verschaffen, mal einen Blick in das StGB zu werfen (ich meine ab Artikel 261...kann mich aber t√§uschen), die Geldw√§schereirichtlinien sowie die FATF-Seite zu besuchen. Wikipedia? Eher nein.

Grz, Marco

Tante Edit-PS:

Monkeyinme schrieb:
das einzige Geld, was hier tatsächlich in Umlauf gebracht wird, ist das Geld vom Betrogenen. Der Scheckausteller hat ja das Geld garnicht.

...das Ziel des Checkausstellers ist, mMn, durch Betrug (u.a. durch Urkundenfälschung) an Geld zu kommen. Kommt er an das Geld, wird es sein nächstes Ziel sein, die illegale Herkunft zu verschleiern... Somit ist der Betrug, nach meinem Verständnis, die Vortat zur Geldwäscherei - und die anschliessende Verschleierung der illegal 'erworbenen' Mittel?
 
heavyloddar schrieb:
...das sowas hier √ľberhaupt noch zur Diskussion gestellt wird, erschreckt mich schon ein wenig .............
........so langsam m√ľsste doch fast jeder mitbekommen haben...
little-feat schrieb:
Das Thema ist uralt und hier (und nicht nur hier) unendlich durchgekaut und die Masche bis ins Detail erklärt worden.
Kiroy, tut mir leid, aber entweder lebst du auf einem anderen Planeten, oder wolltest dich nur zum wiederholten Male dar√ľber beschweren, (DHL, etc. pp) wie schlecht und unvollkommen die Welt ist....

:shock: Meine G√ľte! Was habe ich denn JETZT wieder verbrochen????
Dass hier einer mit krimineller Absicht unterwegs ist, war mir ja spätestens bei der zweiten Mail klar. Wenn man die Überschrift und meine Beiträge dazu aufmerksam liest, sieht man das.
Ich wollte keine Erkl√§rung und keine Diskussion dar√ľber. Ich wollte doch nur davor warnen, dass wieder so ein Typ unterwegs ist! Ist das so falsch? Gar verboten? :shock:

Vielleicht w√§re es hilfreich, wenn Tom mal eine Liste der Themen und Aussagen aufstellt, die hier absolut unerw√ľnscht und/oder verboten sind und Banger dies dann in den GW-Knigge aufnimmt. :facepalm2:

Gruß
kiroy
 
Marco23 schrieb:
Monkeyinme schrieb:
Geldw√§sche geht so: Ich gebe dir irgendwie einen Betrag X, und du gibst mir einen Betrag Y= X-Provision f√ľr ein Gesch√§ft auf Rechnung. Damit wird der Betrag Y legal.

Betrug und Urkundenfälschung ja, aber Geldwäsche nein.

Geldw√§sche ist heutzutage ein weit umfassenderes sowie komplexeres Thema und kann nicht auf diese Art und Weise, wie du das soeben erkl√§rt hast, beschrieben werden. Die gesetzlichen Sorgfaltspflichten sind ein grosser Teil meiner t√§glichen Arbeit, weshalb ich das bis zu einem gewissen Grad beurteilen kann und darf. Da ich mich aber nicht als KS hinstellen m√∂chte, empfehle ich, um sich einen Einblick √ľber die heutige 'Geldw√§sche', und was alles darunter verstanden wird, ob Vortat zur Geldw√§sche und Geldw√§sche selbst, zu verschaffen, mal einen Blick in das StGB zu werfen (ich meine ab Artikel 261...kann mich aber t√§uschen), die Geldw√§schereirichtlinien sowie die FATF-Seite zu besuchen. Wikipedia? Eher nein.

Grz, Marco

Moin,

schon klar, das es etwas trickreicher gestaltet sein mu√ü, und auch √ľber mehrere Stufen geht. Aber Geldw√§sche hat immer den Ausgangsbetrag als tats√§chlich vorhandene Geldmenge, jeder Waschgang verringert diesen Betrag zwar, macht ihn aber auch legaler.
Wenn zu Beginn kein Betrag vorhanden ist, dann kann auch nix gewaschen werden.

Ciao
Monkey
 
Monkeyinme schrieb:
Wenn zu Beginn kein Betrag vorhanden ist, dann kann auch nix gewaschen werden.

Nicht ganz richtig. Deshalb gibt es eine Vortat zur Geldw√§sche und die Geldw√§sche. Vortat ist die Urkundenf√§lschung/der Betrug - somit haben wir eine illegale Herkunft der Mittel. Anschliessend wird der Empf√§nger durch Handlung X oder Y darum bem√ľht sein die illegale Herkunft zu verschleiern = Geldw√§sche.

Grz, Marco
 
Marco23 schrieb:
Oder siehst du das anders?
Bezogen auf die vorangegangene Frage ja, ich sehe das anders, Marco.

Dass die Scheckf√§lschung eine Urkundenf√§lschung darstellt, ist richtig. Diese ist eine notwendige Vortat f√ľr den Betrug, nicht aber f√ľr eine Geldw√§sche.

Denn: Der Geldw√§schetatbestand kann (in Deutschland) erst dann erf√ľllt werden, wenn durch eine Vortat ein inkriminiertes Verm√∂gen auf den T√§ter √ľbergegangen ist, der nun √ľber das Verm√∂gen eine Verf√ľgung zur Verschleierung der Herkunft pp. trifft.

Beispiel: Der BtM-Dealer handelt mit BtM, strafbar nach dem BtMG. Die Bar-Einnahmen aus dem Handel zahlt er auf ein Konto seiner Freundin ein. Das ist schon eine Geldw√§schehandlung, weil er √ľber das Kapital verf√ľgt und es von "bar" in "unbar" verwandelt und einen neuen Eigent√ľmer vorgauckelt = neue strafbare Tat. Nebenbei bemerkt k√∂nnte seine Freundin sich auch strafbar gemacht haben. Muss im Einzelfall gepr√ľft werden.
Zur Negativabgrenzung: Mit dem Dealgeld kauft sich der Täter ein Auto zum eigenen Gebrauch und bezahlt es beim Händler in bar = keine Geldwäschehandlung.
Sachverhaltserweiterung: Kauft er sich das Auto, um es sogleich weiter zu veräußern und dann mit dem Kaufvertrag als Nachweis des legalen Besitzes das Geld auf sein eigenes Konto einzuzahlen = doch 'ne Geldwäsche; denn Das Kaufen und Verkaufen ist nur eine Handlung, um die Herkunft des Geldes zu verschleiern.
 
frank schrieb:
Dass die Scheckf√§lschung eine Urkundenf√§lschung darstellt, ist richtig. Diese ist eine notwendige Vortat f√ľr den Betrug, nicht aber f√ľr eine Geldw√§sche.

Da die Urkundenf√§lschung bei uns vor drei Jahren in den Vortatenkatalog f√ľr Geldw√§sche aufgenommen wurde, sieht die Ausgangslage aus meiner Sicht anders aus als bei dir in DE.

...der Rest ist f√ľr mich nachvollziehbar. Herzlichen Dank.

Grz, Marco
 
Hallo, so versuche ich auch immer meine Rechnungen zu bezahlen -.-


Ich kann mir den Text denn du da bekommen hast nicht mal richtig durchlesen.

Einfach löschen...
 

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