Ampmikrofon gesucht: Shure Sm57 oder Sennheiser MD421


A
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Hallo :-D

ich bin gerade auf der suche nach einem Mikrofon zur Abnahme meines Amps.

Zur Auswahl stehen: Das Shure SM57 und das Sennheiser MD421.

Warum das Sennheiser? Da ich dies von einem bekannten gebraucht bekommen könnte.

Warum das Shure: Naja, es ist halt ein Klassiker und wird oft empfohlen.

Ich bin wirklich unsicher. Welches würdet Ihr empfehlen? Es soll hauptsächlich bei Auftritten über die Pa verwendet werden.

Könnt Ihr mir da weiterhelfen?
 
A
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Hi Raphael,

das klassische Sennheiser MD421 ist ein feines Mike, was sich auch bestens eignet für Gitarrenabnahme, das neue 421 II hat sogar noch einen mehrstufigen Schalter für Bassabsenkung. Das SM57 ist auch klasse, war aber nie so meins, klang mir immer zu spitz. Für Heavysounds ist es allerdings immer noch eine gute Wahl.
Letztendlich ist es wie so vieles immer Geschmackssache. Beide Mikes erfordern allerdings große Beachtung wie sie zum Speaker ausgerichtet sind, da sind schon kleinste Abweichungen deutlich hörbar.

Wenn ich zwischen beiden die Wahl hätte würde ich das 421er nehmen.

Wenn mich jemand fragt mit welchem Mike man am simpelsten eine Box abnimmt so empfehle ich meist ein Sennheiser e906, oder auch das alte MD 509 Black Fire (Golden Brikett). Das nutzte ich sehr lange Zeit selbst und fand es einfach nur klasse.
 
Riddimkilla
Riddimkilla
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Ürgendwo findet sich hier im Forum noch ein Vergleichsanhördingens. Piero weiss sicher noch wo:
http://www.guitarworld.de/forum/git...gleich-p206406,highlight,superlux.html#206406

Da sind das 57, das 421, das 609 (Sennheiser Fliegenklatsche) und ein Superlux PRA-628 (auch ne Fliegenklatsche) zu hören.
Neben dem Klang denk auch über den Platz nach, das 421 ist gross wie ein Maiskolben (das e905 wäre noch ne Idee, weil Sennheiserklang aber kürzer, aber im Vergleich zum 935 mit der gleichen Kapsel zu teuer), drum nehme ich für die Bühne lieber das Superlux, am Kabel vor den Speaker gehängt geht auch auf kleinsten Bühnen und es rennt dir keiner gegen das Stativ (-> Ausrichtungshinweis vom Magman).

Schönes Wochenende


r
 
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Ich würde die Radial JDX empfehlen
http://www.thomann.de/de/radial_engineering_jdx_reactor.htm
f8hd

find ich bisher besser als jedes Mikro, besonders wenns schnell gehen muss und keine Zeit ist die perfekte Stellung fürs Mikro zu finden.
 
A
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Ich würde die Radial JDX empfehlen
http://www.thomann.de/de/radial_engineering_jdx_reactor.htm
f8hd

Hallo,

mein Amp hat aber leider kein Line Out :)

Von den Soundbeispielen von Riddimkilla finde ich das Shure SM57 und das Sennheiser e609 am besten.

Das mit dem Platzmangel ist kein Problem und bleibt momentan auch genug Zeit, alles vorher richtig auszurichten.

Ist das Shure denn ein gutes Mikrofon? Wird das wirklich in Studios verwendet und ist auch auf einigen Alben zu hören (laut Shure und einigen Testberichten), was ich mir schwer vorstellen kann. Die werden doch sicher richtig hochwertige nehmen und nicht eins für 100 Euro. :lol: oder täusche ich mich da :?:

Aber das Sennheiser MD421 könnte ich zu einem guten Preis bekommen. Es ist auch das mit dem 5 Stufen Bassschalter.

Ich bin mir wirklich nicht so sicher. Zumindest steht an der Spitze momentan das Shure. Mir stellt ssich halt nur die Frage, der Hochwertigkeit und Stabilität. (Wenn das mal runter fällt)

Beim MD421 habe ich bedenken, wenn das mal ungünstig fällt, dass die Halterung oder vorne der Korb irgendwie Kaputt geht, das wiegt ja auch ordentlich was.
 
Hollestelle
Hollestelle
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Raphael S. schrieb:
Von den Soundbeispielen von Riddimkilla finde ich das Shure SM57 und das Sennheiser e609 am besten....

Na also, wenn das SM57 und das MD421 zur Auswahl stehen...


Raphael S. schrieb:
Ist das Shure denn ein gutes Mikrofon?

Ja.

Wie schon geschrieben wurde, es geht viel um den persönlichen Geschmack.

Gruß, Micha
 
Woody
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Raphael S. schrieb:
ich bin gerade auf der suche nach einem Mikrofon zur Abnahme meines Amps.

Zu welchen Gelegenheiten denn?
Was macht Ihr für Musik?



Viele Grüße,
woody
 
Woody
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Ok, wichtiger war eigentlich diese Frage:

Zu welchen Gelegenheiten denn?
Bei Auftritten über die PA.
Das klingt nach Clubgröße,
bei größeren Bühnen wäre wohl eine PA-Firma dabei.
Wa für ein Setup spielst Du?

Viele Grüße,
woody
 
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Hallo



Ok, wichtiger war eigentlich diese Frage:

Zu welchen Gelegenheiten denn?
Bei Auftritten über die PA.
Das klingt nach Clubgröße,
bei größeren Bühnen wäre wohl eine PA-Firma dabei.
Wa für ein Setup spielst Du?


Gespielt wird in der Gemeinde.

Also eine PA ist vorhanden. Tontechniker zum abmischen sind da, eine PA Firma nicht. (Somit auch kein Equipment von denen)

Der Amp soll bei Auftritten über die PA laufen.

Setup: Ibanez Prestige -> Tm01 -> H&K Statesman -> Effektloop Send -> TC Nova System -> Effektloop Return

Simpel, klingt aber Hammer (persönlicher Geschmack)
 
B
Bumblebee
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Hallo,

vermutlich hast Du Dich eh schon innerlich entschieden und suchst nur noch Bestätigung oder brauchst das Gefühl, Dich umfassend informiert zu haben. Aber das ist auch okay, denn seine Erfahrungen muß schließlich jeder selber machen.

Ich hab mir vor Jahren mal die Palmer PDI-09 zugelegt und war eigentlich ganz zufrieden damit.
Irgendwann dachte ich aber , es könnte mit Mikrofon noch etwas besser sein und hab mir das Sennheiser e906 gekauft, damit ich noch den Klang des Laustsprechers im PA-Signal habe.

Seit einiger Zeit benutze ich wieder nur noch die Palmer, weil sie für meinen Einsatzzweck (vornehmlich Live Musik) einfach am praktischsten ist:
- guter, immer leicht reproduzierbarer Klang, der auch von einem Tonmenschen nicht so leicht kaputtgemacht werden kann.
- kaum Platzbedarf da kein Ständer nötig
Um ein Mikro richtig zu positionieren und am Gitarrensound rumzufrickeln finde ich bei unseren Auftritten nervig und es ist mir die Zeit einfach zu schade. Letztendlich fallen bei einem Liveauftritt die Soundnuancen nicht ins Gewicht.
Aber das ist meine ganz persönliche Erfahrung. Du wirstt Deine eigene machen.

Gruß
Bumble
 
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Hallo,
das hat natürlich auch Vorteile mit einer soner Box.

Aber wie mache ich dass denn mit meinem Combo?

Wie soll das denn Passen? Ich hab an meinem Amp ja keinen Klinkenausgang hin zum Lautsprecher. Da müsste ich dann was umlöten (bzw. machen lassen) oder geht das trotzdem?
 
Woody
Woody
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Raphael S. schrieb:
Gespielt wird in der Gemeinde.

Also eine PA ist vorhanden. Tontechniker zum abmischen sind da, eine PA Firma nicht. (Somit auch kein Equipment von denen)

Der Amp soll bei Auftritten über die PA laufen.

OK,
wenn Du das 421 günstig bekommen kannst,
dann kauf das, das schadet nicht.
wenn ihr in einer Kirche spielt, würde ich ein 57 nehmen,
weil es andere Schallquellen weitgehend ignoriert,
iirc ist die Bedämpfung von Nebenschallquellen etwas besser als beim 421.
Ihr müßt Euch jedesmal ein paar Minuten Zeit nehmen mit de Mikrofonierung, weil bei einem 57 kleinste Veränderungen der Position wirklich Unterschied machen können.
Aber dabei lernt man eine ganze Menge.
In einer Kirche würde ich auf Hall im Amp verzichten,
das kann der Raum meist besser und tut es ohnehin,
da wird es mit extra Hall schnell too much.

Viele GRüße,
woody
 
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Hallo,

das mit dem Hall u.s.w. passt schon. Es ist keine Kirche in dem sinne, wie
man sie kennt. (Es ist eine Freie Kirchengemeinde, mit normalem Gebäude).
Dieses wurde so gestaltet, dass man sehr wenig Hall im Raum hat und wenn da Menschen sind, fast gar keinen mehr hat.

Und ich tüftle gerne etwas rum :-D
 
B
Bumblebee
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Raphael S. schrieb:
Aber wie mache ich dass denn mit meinem Combo?

Wie soll das denn Passen? Ich hab an meinem Amp ja keinen Klinkenausgang hin zum Lautsprecher. Da müsste ich dann was umlöten (bzw. machen lassen) oder geht das trotzdem?

Auf der Rückseite des Statesman ist doch eine Klinkenbuchse die mit "ext. Speaker" bezeichnet ist. Da könnte man z. B. die DI-Box dranhängen.

Gruß
 
A
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Riddimkilla schrieb:
...das 609 (Sennheiser Fliegenklatschen) und ein Superlux PRA-628 (auch ne Fliegenklatsche) zu hören.
r

Tach,

das Superlux PRA-628 scheint es leider nicht mehr zu geben, ansonsten ist das 'Ding' für das kleine Geld echt klasse gewesen.

Für nen Combo sind diese 'Fliegenklatschen-Mikes' gerade zu ideal. Du hängst sie einfach drüber, oder gehst unterm Griff durch und fertig. Hab ich jahrelang genau so gemacht - auch mit dem Statesman Combo - simpler gehts wirklich nicht ;-)

Das hier war z.B. mit Statesman und Golden Bricket direkt ins Pult gespielt:
[mp3]http://www.magman-blues.de/AV3dirty.mp3[/mp3]

[img:700x536]http://www.bilder-hochladen.net/files/big/3avc-sn-aa68.jpg[/img]

Hier kannste auch mal lesen: http://www.musikmachen.de/Workshops/Recording-E-Gitarre-aufnehmen
 
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tommy
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Moin,

ich habe das SM 57 und das MD 421 (original aus den 60ern). Ich finde, dass das 421 deutlich besser/realistischer abnimmt als das Shure. Da wird sprichwörtlich die besagte Decke weggezogen. Das hat m.E. auch nichts mehr mit Geschmack zu tun. Sorry, hab' ich so erlebt, isso!

P.S. Bei der Bassdrum-Abnahme war es übrigens das gleiche Spielchen.

So, die Pfälzer Weltrevolution soll ruhig kommen! :punch:
 
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Soooo Leute,

ich hab mir heute den Kopf zerrissen und hab getestet und getestet.
Das Senheiser habe ich vom bekannten zum testen ausgeliehen und das Shure hab ich mir einfach vom Schlagzeug genommen :lol:

Zum Versuchsaufbau:

Gitarre -> Kabel -> Statesman (keine Effekte, Gain bei 11 Uhr bzw. 14 Uhr mit jeweil Boost an und aus)

Mirkofone: Shure Sm57 und Sennheiser MD421U (der % Weg Bassschalter stand auf Musik, sprich keine Veränderung des Signals)

Aufgenommen wurde über das Mischpult, welches an einen Rechner angeschlossen ist.

Das Sennheiser und Shure belegten jeweils einen separaten Kanal, allerdings mit den gleichen Einstellungen
(Equalizer, Eingangsempfindlichkeit u.s.w.)

* Ich habe nicht beide Mikrofone gleichzeitig am Amp stehen gehabt, da die sich sonst in die Quere gekommen wären und somit die gleiche position nicht möglich gewesen wäre.

1)
Zuerst habe ich das Sennheiser genommen, und es auf die Kalotte zeigen lassen (90°). Dann habe ich jeweils verzerrt, unverzerrt einzelne Töne und Rythmen gespielt. Bei den verzerrten Sachen wurde noch Unterschieden in 11 Uhr Gain und 14 Uhr Gain jeweils mit Boost an und aus.

Das gleiche dann mit dem Shure, ebenfalls auf die Kalotte zeigend. (90°)

2)
Dann habe ich das gleiche gespielt wie bei erstens, nur dass ich die Mikrofone jetzt zwischen Kalotte und Rand des Lautsprecher hab zeigen lassen. (90°)

3)

Was ich gemerkt habe ist, dass das Sennheiser zwar mehr Bässe reinbringt, aber das Shure für mich persönlich einfach voller klingt.

Nur ist das mit der Positionierung des Sennheisers etwas schwieriger als mit dem Shure.

Wenn das Shure on Axis zwischen Kalotte und Rand ist, ist es schon fast perfekt.


Also mir persönlich gefällt das Shure besser. :oops:
 
orange side
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Schau doch mal in der Bucht nach RFT DM622...bzw. kauf Dir ein paar von den Dingern. Die sind echt lecker. Da brauchst Du nicht lange nach den Sweetspot zu suchen. Vor die Box damit und gut is.
 
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Hallo,

vielen dank für Deinen Vorschlag, aber ich habe mich ja schon entschieden.

Ich habe aber noch eine Frage. Gegeben ist: Mischpult, angeschlossen an PC, Backingtrack.

Wenn ich jetzt zu einem Backingtrack was aufnehmen möchte, wie mache ich das, das ich beides (Gitarre und Backingtrack) auf der Aufnahme habe.
Denn wenn ich den Backingtrack auf dem PC abspiele, kann ich das schlecht aufnehmen.

Wie macht Ihr das? Packt ihr Hall schon vorher aufs Signal, sprich mir Effektgeräten oder erst später mit dem Programm? Wie sieht das mit Delay aus?
 
 

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