Bass mit rostigen Saiten=authentischer Sound?

A

Anonymous

Guest
Hallo Tieftonfäns :-D !
Gestern war ich auf einer Riesengeburtstagsfeier von Bekannten -zur Kinderbelustigung...ääh Unterhaltung hatten die eine Oldieband engagiert.
Nette Mucker,gute Mucke,Herz was willst Du mehr? Neugierig wie ich Anfängerlein nunmal bin :oops: habe ich die Pause genutzt das Equipment der Band mal genauer in Augenschein zu nehmen und die armen Musiker mit ein paar Fragen zu belästigen ;-) . Nee,die Jungs warn echt in Ordnung. Bloß der Bassist scheint seltsame Vorlieben zu haben oder ein Fluch lastet auf seinem Instrument. Der Bass war nämlich mit richtig schön verrosteten Saiten bespannt. Der Bassist meinte allen Ernstes das müsste so sein sonst klinge sein Precision ja nicht authentisch nach Rock`n`Roll,ausserdem hielten die Bundstäbchen so länger :shock: .
Das hat mir echt die Sprache verschlagen. Ich hab immer gedacht dass der Rostbelag auf Saiten wie eine Feile wirkt und die Bundstäbchen in kurzer Zeit regelrecht durchraspelt.Weswegen man um den Bunddraht zu schonen die Saiten wechseln soll wenn sie anfangen zu oxidieren. Und dann kommt der mit seinem Bass und erzählt mir genau das Gegenteil.
Ist es wirklich so dass ein Bass mit rostigen Saiten besser oder bassiger oder "rock`n`rolliger" klingt?

Gruß,
Steffi
 
B

Banger

Moderator
Hi Steffi,
den Rost an sich stelle ich mir als Klangerlebnis eher zweifelhaft vor. Was schon eher passen würde, wäre z.B. die Aussage "abgenudelte Saiten...". Wenn Du Dir mal Bassisten aus den 60's/70's ansiehst, findest Du recht häufig Bilder von Bässen, die am Steg mit Schaumstoff unterfüttert sind (Rickenbacker-Bässe haben so eine Dämpfung serienmässig am Steg, allerdings einstellbar). Damals war bei den Bassisten kein brillianter Ton erwünscht - vielleicht meinte der Basser das.
Vielleicht ist er auch einfach nur die Personifizierung des Klischees "Slapper wechseln die Saiten alle zwei Stunden, Blueser alle zwei Jahrzehnte" ;-)

Ganz am Rande: bei der gestrigen Bandprobe habe ich mir mal meinen Saitenputzlappen spasseshalber am Steg unter die Saiten geklemmt. Das Ergebnis war nicht so dumpf wie erwartet, sondern ein sehr kurzer, perkussiver Ton. Interessant...
 
W°°

W°°

Well-known member
Stratastrophe":1zb25sge schrieb:
Ist es wirklich so dass ein Bass mit rostigen Saiten besser oder bassiger oder "rock`n`rolliger" klingt?

Gruß,
Steffi

Hallo Steffi,

die Saite ist das Stimmband des Saiteninstruments. Ist sie verrostet, überdehnt, geknickt, oder sonstwie kaputt, kann man das Instrument nur noch mit einer Skibindung gebrauchen. So ein Quatsch. Fahren alte Autos authentischer auf platten Reifen? Nein. Sie fahren dann gar nicht. Vielleicht kommt das aber denen entgegen, die ohnehin nicht fahren können.
 
A

Anonymous

Guest
Hi zusammen,

ich denke man kann das auch schon selbst erkennen, wenn man sich mal den Sinn einer Saite vor Augen führt. Was soll eine Saite tun? Schwingen, und zwar möglichst gleichmäßig und lange. Ich glaube nicht das dies eine Saite kann, die schon Rostklumpen an sich gebacken hat. Zumindest wird diese nie sauber und gleichmäßig schwingen...

Aber naja, wenn der gute Mann glaubt, so seinen Ideolen näher zu kommen :roll:

Gruß
VVolverine
 
A

Anonymous

Guest
Jeder Jeck is anders....

Gruss Til

P.S.: Vielleicht spielt der oft mit der Zunge.... wer weiss, wer weiss.. :cool:
 
A

Anonymous

Guest
Hi :-D !
Danke für Eure Antworten.
@Banger: Das mit dem Schaumstoff unter der Brücke habe ich bei meiner Strat ausprobiert - mit ein paar ungetragenen Ohrstöpseln. Als Rhytmusgitarrenprothese für Handballenlahme gar net mal übel ;-) .
@W°°: Stimmbänder? Hmm...der Klang erinnerte tatsächlich etwas an Joe Cocker in seinen rauhesten Zeiten :shock: .
@VVolverine: Er meinte dazu:"Rock`n`Roll muss dreckig klingen. Zu Weihnachten schenk ich ihm ein Schallplattenwaschgerät :cool: .
@bassist: Stimmt! Da gibt es sogar Jecken,
die Saiten rostfrei lecken...oder so :roll: .

Gruß,
Steffi
 
 
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