Digitech RP 1000 Review

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Also das RP1000 taugt schon was. Nur ist es nur so gut, wie der Gitarrist damit umgeht (das habe ich z.B. beim AxeFx selbst erfahren dürfen!).
Wie bei allen Geräten muss man sich damit schon etwas beschäftigen, um daraus mit seinem Restequipment das für sich Optimale herraus zu holen.
Das RP bietet da aber schon vom Gerät her einiges an Hilfen, neben den Werxpreset gibt es noch jeweils einen eigenen Soundpool für Preamps- und FX-Settings, den man als Grundstock seiner Soundbastelei heranziehen kann. Also da geht schon einiges.




Frizze :)
 
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Hey

Das RP1000 liefert auf jedenfall brauchbare Sounds.
Mit den Metalsägen hab ich bisher kaum beschäftigt , tingele eher in der Marshall Fender Ecke.
Brauchbare Sounds wird man denke ich aber auch in dieser Sparte finden.
Allerdings , ist ein Multieffektmodeller nicht eher das Falsche wenn man eifach einen brachialen Metalsound braucht?
Ich persöhnlich würde da eher zum Amp greifen aber vielleicht war der Metal ja auch nur eine deiner aversionen bezüglich des RPs

Gruß
Matze
 
Mörten
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Also, wenn ich noch die Möglichkeit auf andere Sounds habe, dann nehme ich die auf jeden Fall mit.
Aber primäres Augenmerk liegt schon auf schönem Clean und fettem High-Gain.
Klar ist ein Amp dafür möglicherweise das Beste.
Aber ein Amp zu Hause klingt eigentlich nie soooo gut, da ich ihn nie so fahren kann, dass er wirklich gut klingt.
Und leise sind eigentlich alle Amps, die ich bis jetzt hatte - und das waren nicht nur 100W Röhrenamps, sondern auch 5W Amps - nicht so hübsch.
Da ich aber eigentlich im Moment nur zu Hause und alleine vor mich hinspiele, dachte ich mir, wäre ja son Multieffekt, das ich direkt ins Mischpult spielen kann, doch ne super Sache. Dann kann ich den "Amp" aufm Multi voll ausfahrn, und dann per Mischer runterregeln.
Naja, das werde ich wohl mal ausprobieren müssen, ob dann wirklich das Ergebnis herauskommt, was ich mir so vorstelle.
Das kann mir wahrscheinlich niemand abnehmen;)

Martin
 
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Schuki":3tw05fh7 schrieb:
Allerdings , ist ein Multieffektmodeller nicht eher das Falsche wenn man eifach einen brachialen Metalsound braucht?
Ich persöhnlich würde da eher zum Amp greifen[...]

Auf jeden Fall - nur, ich denke dass ordentlicher Metal (oder auch sonstige Dinge, die in die Rock-Riff-Ecke gehen) per Amp a) nicht wirklich preislich mit einem Modeller mithalten kann (obwohl, naja, es gibt ja Fame Amps, mMn ziemlich unschlagbar für das Geld) und b) leider relativ laut sein muss, da die Speaker Bewegung brauchen (die Endstufe könnte man ja per Attenuator piesacken).

Abgesehen davon möchte ich mal ein paar kleine (bzw. für mich streckenweise große) Tricks preisgeben.
Wir wissen alle, dass es mit den Modellern ja irgendwie immer noch nicht so wie "reinstecken und wohlfühlen" (ähem...) ist. Bei fast jedem brauchbaren echten Amp klappt das irgendwie. Strat von der Stange, Kabel, Twin, alle Regler in Mittelstellung = geht! Dito für LP, Marshall. Und so weiter.
Mit Modellern ist das dummerweise anders, so jedenfalls meine Erfahrung (mit kleinen Ausnahmen natürlich). Gerade im Fullrange-Betrieb wird's nochmal extra schwierig, denn da müssen auch noch die Speaker und Mics simuliert werden.
Und schon haben wir zig Parameter, an denen wir rumdrehen können bzw. streckenweise sogar müssen.

Das fängt an mit den mitgelieferten Presets. Ich benutze die ja nie, kann aber verstehen, wenn man das tut, zumindest als Basis für eigene Sounds.
Meiner Meinung nach muss man, um gescheite Sounds zu bekommen, erst einmal alles an Effekten abschalten. Denn, wie im echten Leben (also mit Amps plus separaten Effekten), wird der finale Sound definitiv nur so gut klingen wie der Amp. Und da gleich Effekte drauf zu legen verschleiert die Wahrnehmung, also aus damit und den Amp so gut hindrehen, wie es geht. Das mit den Effekten schließt übrigens auch die Zerrer ein. Erst den Amp, dann die Zerrer, dann mögliche Effekte.

So, weiter geht's. Ich weiß jetzt nicht, wie das im RP 1000 aussieht, aber in vielen Modellern hat man diverse Einstellungen hinsichtlich Boxen- und Mic-Auswahl, bzw. sogar der Plazierung letzterer. Die Kombination dieser kann einen Riesenunterschied ausmachen. So sind in meinem GT-10 bspw. fast alle Sound ab Werk per virtuellem SM57 mikrofoniert, ich finde aber gar nicht, dass das wie ein echtes Sure klingt. Sehr viel näher kommt mir da die Simulation eines Condensers, habe ich also in fast allen Patches so eingestellt. Auch klingen mir selbst "kleinere" Patches über die 4x12 Simulation besser (und nicht mal notwendigerweise voller).

Dann habe ich ja schon sehr viele Leute gesehen, die sich zum Beispiel gar nicht darüber im klaren sind, dass ein Modeller, zumindest werksseitig, so gedacht ist, dass man ihn per Fullrange Anlage (PA, HiFi Speaker, Kopfhörer) abnimmt. Oft wird das Ding dann aber doch in 'nen Gitarren-Amp gestöpselt. Das kann natürlich nicht klingen, denn plötzlich haben wir eine Kette aus: Ampsim, Speakersim, Micsim, Speaker, Mic.
Wenn man in die Vorstufe eines Combo-Amps geht, dann sollte man meiner Meinung nach sogar sämtliche Amp-Simulationen abschalten und versuchen, nur mit den Tretminen-Sims klarzukommen.

Ok, das mögen ja alte Hüte für euch sein, hier jetzt aber einer meiner (wie ich finde) wirklich guten Tricks.
Ich weiß leider nicht, ob das auch beim RP 1000 so möglich ist, aber beim GT-10 habe ich die Möglichkeit, Effekte vollkommen frei zu verschalten und habe auch gewisse Optionen, die einem "in echt" oft nicht zur Verfügung stehen (wenn man das in einer Software/Sequencer-Umgebung macht, dann ja sowieso), nämlich bspw. einen "Effekt" mehrfach einzusetzen, so etwa EQs. Und da setzt mein Trick an. Ich habe schon vor Jahren bemerkt, dass ganz viele Modeller obenrum ganz ordentlich arbeiten, es aber unten manchmal matscht oder gar (speziell in einer Band) "absäuft", besonders bei höheren Gain-Settings. Das liegt wohl meist daran, dass die Verzerrung irgendwie frequenzlinearer als in vielen echten Amps verläuft, sprich: die tieferen Frequenzen zerren mehr, als man will. Bei weniger Gesamtzerrung sind dann die Höhen nicht mehr geschmeidig genug. Ein Dilemma. Aber hier kann man wirklich extrem oft für Abhilfe sorgen. Man schaltet nämlich einfach einen EQ (ein Trebleboost kann auch ausreichen, bietet aber meist nicht genug Regelmöglichkeiten) vor das Amp-Modell (oder vor den Zerrer). Hier boostet man die Höhen so weit, bis sie gut zerren. Und dann vielleicht noch mehr. Das kann auch gerne mal fiese scharf klingen (gleich dazu...). Hauptsache ist, dass Zerrgrad und dynamische Ansprache dem entsprechen, was man will. Zusätzlich kann man dann (mit einem EQ zumindest) die tieferen Frequenzen absenken, so dass es untenrum schön "straff" bleibt.
Ok, nun hat man da u.U. einen total dünnen, oben fiese das Trommelfell belastenden Sound. Hier setzt dann der zweite EQ an. Der wird hinter den Amp/Zerrer geschaltet und gleicht dann genau diese Sachen aus. Die tieferen Frequenzen können also wieder angehoben werden (und machen keinen Matsch, weil's nach der Zerrstufe stattfindet), die Höhen werden soweit abgedämpft, dass das Ohr nicht mehr leidet.
Diese Methode kann man natürlich verfeinern und auch mal mit irgendwelchen Mitten experimentieren. So kann man ziemlich exakt die Zerrcharakteristik eines Amps beeinflussen.
Wie gesagt, keine Ahnung, ob das mit dem RP geht, aber wer auch mal mit Software-Amps rumbastelt, sollte das auf jeden Fall mal probieren, ich habe da ganz exzellente Resultate erzielt.

Naja, vielleicht wusstet ihr das aber auch alles schon...

Gruß
Sascha
 
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Mörten":av79w7c3 schrieb:
Da ich aber eigentlich im Moment nur zu Hause und alleine vor mich hinspiele, dachte ich mir, wäre ja son Multieffekt, das ich direkt ins Mischpult spielen kann, doch ne super Sache.

Hast du einen gescheiten Computer samt gescheiter Soundkarte? Für daheim gibt es nix praktischeres. Und es kostet auch weniger (wenn man den Rechner schon hat).

- Sascha
 
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Zu den Einstellungstricks:
Also ich plädiere ja auch dafür, erstmal bei der Soundsuche ganz prakmatisch bei 0 zu beginnen, also Wunschamp aussuchen, FX komplett aus und alle Regler auf 12.
Der Trick mit dem EQ geht beim RP1000 auch, allerdings ist da erstmal nur einer und auch noch fest in der FX-Kette eingebunden. Dennoch sehr effektiv (höhö, passender kann man es wohl nicht ausdrücken!).
Ich behaupte mal, wenn ma sich mit den Eigenheiten des RP und denen seines "Home-Setups" auseinandersetzt, kann man wirklich schon so ziemlich alles hinbekommen.
Es wird aber immer wieder Funktionen geben, die der eine Modeler hat, der andere wiederum nicht. Da muss man natürlich abwägen, was einem wichtig ist und ob der Funktionsumfang in seinem Setup ausreicht oder ob man mit den Möglichkeiten nun doch nicht auskommt.

Da ich bis auf das GT10, das 11R und das XT3Live schon so einiges an Modelern hatte/habe, kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass das TL und das RP schon relativ gut durchdacht sind und sich bei mir bislang im Live-Betrieb von der Handhabung und Sound bewährt haben. Ok, bin ja jetzt nicht so der filigran-Shredder wie Ingrid Mühlstein oder Josef SackmitAnis, also eher 3.Kreisklasse, aber die eher klassichen Roots-Rocksounds konnten sie alle sehr gut.


Frizze :-D
 
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Hi

Alles gute Tipps soweit , wie ich finde.
Beim RP gestaltet sich die Soundgestaltung eigentlich recht simpel.
Es ist quasi wie in einen Laden gehen und sich einen Amp raussuchen.Den dann an die gewünschte Box anschließen und sich 2-3 Treter dazusuchen.
Das geht alles recht intuitiv und macht obendrein noch spaß.
Klar für professionelle Ansprüche lohnt es sich tiefer in die Materie rund um parameter und EQs einzudringen , aber für den Hobbymusiker lassen sich wirklich brauchbare Sounds in weniger als 2 min zusammenbauen.

Gruß
Matze ;-)
 
Mörten
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Na das klingt doch schonmal alles lecker.
@Sascha: Ne, geeigneter PC dafür ist leider nicht da.
Leider nur Laptop mit mieser Soundkarte...bzw nur Miniklinke-Mikro-Eingang. Das kann ich vergessen, hab ich schonmal probiert. Auch mit nem Line6 UX dingens dazwischen.
Hübsch große Latenz.
Deswegen hatte ich das ja auch ausgeschlossen.
Wenn mal n neuer PC herkommt, dann ja. Ansonsten nein.

Martin
 
 

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