Hallo!
6 Wochen später...
In der Zwischenzeit habe ich mich mit den eingangs geschilderten Problemen intensiver befassen können.
Was ich gemacht habe:
1. Ich habe noch mehr auf meine Gesangstechnik geachtet. Dabei habe ich ausgiebig die sehr starke Nierencharakteristik meines T-bone SCT-700 Condenser- Mic. berücksichtigt. Im Klartext: Deutlich lautere Passagen habe ich versucht, etwas abseits der Nierencharakteristik zu singen.
2. Ich habe mir eine UAD-2 zugelegt (danke nochmal für die Beratung, Jörg!).
In meiner DAW habe ich alle Spuren durch einen virtuellen UAD-2 Neve Channel-Strip geführt, der mit seiner tollen, leichten Eingangs- Compression dazu beigetragen hat, zu große Dynamikunterschiede weiter zu entschärfen.
Der Neve- Strip geht wirklich sehr angenehm mit dem Signal um und sein EQ wirkt auch sehr musikalisch, wenngleich ich diesen nur sehr sparsam eingesetzt habe. De-Essing habe ich nicht eingesetzt.
3. Dazu kam dann noch nach Pfaelzers Empfehlung das EMT 250 für die Vocals und das EMT 140 für die Drums, die mir beide sehr gut gefallen haben (es handelt sich jeweils um einen virtuellen Platten- Hall in der UAD-2).
4.Die meisten Spuren habe ich dann noch mit einer virtuellen Studer A 800- Bandmaschine versehen, die mir geholfen hat, den Gesamteindruck/die Spuren ein wenig "zusammenzukleben" und zu homogenisieren.
5. Ich habe im Gesamtfrequenzbild vermehrt darauf geachtet, daß Instrumente nicht in fremden Frequenzbereichen wildern. Dazu habe ich mit einem Shelving- EQ vor allem die Gitarren unterhalb ca. 100 Hz abgeschnitten, ebenso meine Stimme. Ich wußte gar nicht, daß mein Stimme so viele Tiefmitten enthält.
Dadurch ging dann auch eine Menge Mulm weg.
6. Zu guter Letzt wurden einzelne Silben (vor allem an Wortenden) mittels dezenter Mixerautomation noch etwas hervorgeghoben und fortbestehende Dynamikspitzen etwas geglättet. Dieser Punkt (Mixerautomation) ist aber noch ein work-in-progress.
Einen aktuellen Rough Mix kann man nun hier anhören:
http://soundcloud.com/sir-maybe/still-life-19-10-11
Konstruktive Kritik an diesem Rough- Mix ist nach wie vor sehr willkommen.
Woran wir nichts mehr ändern werden, sind grundlegende Fragen des Arrangements. Da haben wir uns entschieden.