Familie und Band

auge
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zwischen Tür und Angel...
Angeregt durch Ernies Themenvorschläge hier mal eine Frage an Euch.

Wie läuft das Thema Familie (Freundin, Frau, Kinder, ...) und Band zusammen.
Da gibt es die Brennpunkte:
Proben (wann, wo wie oft)
Gigs (Wann, Wo, wie oft)
Eifersucht (Duo mit Sängerin, Fans)
Geld (Einnahmen, Ausgaben und deren Rechtfertigung)

Bei mir ist es so, dass ich mit meiner eigenenKleinband etwa 40 Mal im Jahr Kommerzgigs bestreite. Das sind fast nur Samstage und einige Freitage. Logisch.
Ganz bewusst werden gewisse WoE frei gehalten und der August wird bereist mit der Family.

Meine Frau hat kein Problem, dass ich mit einer Sängerin oft im Duo unterwegs bin. Aber ich weiss von Kollegen, dass das nicht selbstverständlich ist.

Weiters kenn ich viele die "von daheim aus" nicht so viel spielen/proben dürfen.
Da meine Band ein Geldbringer ist muss ich wenig Argumentieren wenn ich was kaufe. Allerdings ist meine Frau auch sehr unkomliziert. Wir haben ein gemeinsames Konto und alles ist recht transparent.
Fans sind im Kommerband bereich rar daher no Problem.

Wie gehts Euch damit?

LG
Auge
 
uwich
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Tja, spiele viel und das immer nicht kommerziell. Da muss die Partnerin und die Familie schon tolerant und nett sein. Knackpunkt ist natürlich die Ehefrau. Den Kindern ist es eher egal.

Proben gibt es zwischen null und 4 pro Woche. Meist 1-2. 1-2 sind kein Problem für meine Frau, mehr manchmal schon. Kommende Woche ist der Knaller: Mo-Do jeweils Probe (spiele in 4 Bands) und Sa und So jeweils Auftritt. Das habe ich meiner Frau bisher nur angedeutet und sie hat es noch nicht wirklich realisiert. Mal schauen, was ich in 2 Wochen dazu sage....

Gigs sind derzeit gehäuft. Sonst über das Jahr verteilt 10-15 incl. Sessions. Das geht gerade noch mit meiner Frau. Mehr wäre aber für mich aber auch weder mit Familie noch Job vereinbar, da ich auch oft am Wochenende und Nachts arbeiten muss oder zumindest Bereitschaftsdienste habe.

Eifersucht ist kein Thema. Ich verhüte sozusagen mit meinem Gesicht und meinem Bauch.

Geld ist auch kein Thema, da ich mit meinem Job sehr gut verdiene.
 
juergen2
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Hallo Christian,

das ist, gerade in unserem Hobbybereich, ein durchaus ernstzunehmendes Thema (was ja auf alle Hobbys zutrifft, Zeiteinsatz, Kosten usw).

Ich habe in jungen Jahren in einer bestens gebuchten Band gespielt (von 1987-1991) und war mit Baujahr 1970 der mit Abstand Jüngste. Damals war die Band mein Lebensinhalt; Zeiteinsatz, Kosten etc musste ich nur mit mir selbst ausmachen.
Zwei Bandkollegen waren damals schon Ende 30, Familie mit Kindern, und haben dennoch unsere Probenprogramm (3x4 Stunden/Woche plus ca. 40 Gigs/Jahr) durchgezogen (bzw waren die Haupttreiber!). Wenn ich heute zurückdenke geht das wohl nur mit einer gehörigen Portion Egoismus oder Ignoranz der Familie gegenüber.

Heute, selbst Familienvater, spiele ich seit 2008 nach 15 Jahren Pause wieder aktiv. Meine (zweite) Frau hat die Entscheidung wieder anzufangen von Anfang an mitgetragen.
Bis letztes Jahr immer nur in einer Band, Mittwoches einmal Probe die Woche, (19:00 - ca. 22:00 Uhr), also feste Zeiten.
Wir spielen Gigs so wie sie kommen, gehen aber nicht aktiv auf Akquise. D.h. wir spielen 3-7x pro Jahr und das ist auch vollkommen ok (zwei unsere Kollegen sind gerade Väter geworden...Prioritäten verschieben sich da deutlich, klar).
Meine Familie ist mit dem Mitwochabend Fixtermin happy, da machen die Mädels Filmeabend, da ist Papa Störfaktor :lol:

Letztes Jahr war in der Band ein wenig die Luft raus (u.a. auch wegen der angesprochenen Prioritätenverschiebung) und ich hatte locker nach Alternativen gesucht und auch gefunden; eine neuformierte Band mit sehr jungen Musikern (17-23), da dachte ich anfangs ok, machst mal ne Probe mit und gut ist, aber die wissen was sie machen, haben klare Vorstellungen und echt Potential. Auch wenn ich da bisschen Papa Schlumpf bin.
Aber die Musik zusammen macht Spass.

Ursprgl. war ja geplant das alternativ zu machen, aber irgendwie bin ich jetzt bei beiden Bands aktiv; also nun zum Mittwoch auch der Donnerstag. Und erklärtes Ziel in der neuen Band ist hier Gigs zu spielen.
Klar, in dem Alter weiss ich das aus eigener Erfahrung, da will man raus.
Es ist deutlich mehr Zug dahinter und wir haben im ersten Jahr bereits 7 Gigs gespielt.

So langsam merke ich selbst das mir das in Kombination auf Dauer zu viel wird; meine Familie sagt da (noch) nix.

Aber Sonntags Abend Tanzkurs mit Frau, Montag Abends bügeln (mein Anteil Hausarbeit), Dienstag Abend Tanzkurs, Mittwoch/Donnerstag Abend Probe, Freitag Abend Wocheneinkauf und die Woche ist rum. Jetzt in der Sommergartensaison (alle 2 Wochen 3 Stunden Rasenmähen plus die Gartengestaltungsideen meiner Frau umsetzen) wirds noch enger.

Jetzt könnt ihr natürlich sagen, hausgemachter Stress, und das ist auch so; dummerweise macht mir alles Spass. Mal schauen wie sich das dauerhaft entwickelt. Mit 47 merke ich zu meinem Entsetzen dass ich mich manchmal nach etwas mehr Ruhe sehne.

Ausgaben; Die halten sich bei mir über die Jahre gesehen in Grenzen. 2008, im Jahr meines Wiedereinstiegs, hab ich in Gitarrenanlage ziemlich viel investiert (ca. 3000,- Euro). Da das im Jahr 1 meien rtrennung und Neuanfang war gehörte das Erfüllen lang unterdrückter Jugendwünsche da wohl zur Verarbeitungstherapie, und meine neue Frau hat es mitgetragen.
Danach hab ich lange nix mehr gekauft bis 2012, da bin ich auf Bass umgestiegen. Den Bass hat mir meine Frau zum Geburtstag geschenkt, Bassanlage war überschaubar (rund 700,- alles zusammen, verteilt auf 2 Jahre).
Dieses Jahr war seit Jahren wieder mal Investition dran, neuer Bassamp, Akustikgitarre. Auch wieder teilweise finanziert über Geburtstag/Weihnachten.
Also Thema Ausgaben bei mir weniger dramatisch weil geringer Durchsatz.
Einnahmen verbleiben meist in der Bandkasse fèr Miete und kleinere Reparaturen.

Eifersucht ist trotz ständiger Bands mit Sängerinnen überhaupt kein Thema; wer unsere Sängerinnen kennt weiss aber auch warum ;-)
Und Groupies finden in meinem Alter nicht mehr statt... :oops: :lol: :cool:

Also als Gesamtfazit: Der Stress kommt eher von mir selbst durch die Gesamtanzahl meiner Aktivitäten, weniger von der Familie.

Viele Grüsse

Michael
 
Chris K jr.
Chris K jr.
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Meine Gattin sagt immer zu mir: "mach"
Ich "muß" keine Musik machen um damit meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Ich "will" Musik machen.

Probe: Wenn die Jungs mal den Arsch erheben...
Gigs: Könnten gerne ein paar mehr sein...
Eifersucht: Das ist nicht mein Problem...
Geld: Hab keins.....

Fazit. Ich bin gerne Musiker. Es ist auch das einzig Wahre dass ich berhersche. Aber es könnte besser laufen
 
A
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Unsere Bääänd DejaVoodoo gibt es mittlerweile das dreizehnte Jahr. Sie ist während meiner ersten Ehe entstanden und hat diese überlebt.

Gigs: Durch das große Kneipensterben in unserer Stadt und dadurch, dass wir zwar einige durchaus publikumswirksame Titel im Programm haben, im Kern aber doch nur spielen, was ohne Ausnahme alle fünf Bandmitglieder spielen wollen, kommen wir auf sechs bis acht Gigs pro Jahr, manchmal auch zhen , aber nicht mehr. Wir putzen keine Klinken mehr, die meisten Veranstalter wollen eh nur kommerzielles Zeug. Wir sind bei einer Agentur gelistet und haben ein paar Stammkunden, der Rest passiert durch Mundpropaganda.

Proben tun wir circa 1x/Woche, nach Bedarf mehr, wenn#s nicht geht, weniger. Bei etwa fünf Stunden Pogramm - wir spielen häufig so Kneipenfestivals von 21 bis 2 Uhr - braucht man schon regelmäßige Proben (der Gigs), um das ganze Zeug flüssig zu halten.

Eifersucht meiner Frau gibt es höchstens auf die Musik und mein sich-Verkriechen im Musikzimmer, nicht aber auf Sängerinnen oder Groupies. Meine Kinder (mit meiner ersten Frau) sind groß, da gibt es keine Konflikte mehr, mit meiner ersten Frau auch nicht mehr. Die Gitarre ist deutlich eifersüchtiger ... wenn man sie eine Woche lang nicht befingert hat, zickt sie beim in-die-Hand-Nehmen mehr herum als dass sie sich freut. Mistbiester sind das. Meine Tochter (24) kommt regelmäßig zu unseren Auftritten, das ist sehr sehr schön. Meine Frau und ich hingegen haben viele Dinge gemeinsam, aber nicht den Musikgeschmack :D

Geld ist kein Problem, ich habe vor einigen jahren auf 4/5-Stelle verkürzt, um mehr Zeit für die Gitarre haben zu können. Ich verdiene immer noch genug, um hier und da Neuzugänge zu finanzieren. In den letzten zwei tagen sind mir zwei Mittsechziger Epiphone Riviera angeboten worden, beide deultich oberhalb 3000€, die konnte ich mir nicht leisten. Hat aber gar nicht so weh getan. Todchic waren sie trotzdem - beide. Rechtfertigen muss ich da gar nichts, weil meine Frau eigenes Geld verdient. Ist eine komfortable Situation. In erster Ehe, als die Kinder klein waren und ich Alleinverdiener, sah das alles ganz anders aus. Ganz anders. Aus Geldmangel habe ich ein und denselben Amp drei Dutzend mal modifizieren lassen, dutzende Röhren und Speaker ausprobiert und an ein und derselben Gitarre viele verschiedene Schaltungen / Pickups / Hardware ausprobiert, und so ein vergleichsweise umfangreiches Erfahrungswissen angeeignet.

Die Einnahmen mit der Bänd werden überwiegend reinvestiert, hier mal zwei neue aktive Monitore, letztens ein neues digitales Pult, immer mal wieder werden aber auch Summen ausgezahlt, weil im Grunde alles an Equipment da ist.

Ich würde gerne noch ein weiteres Projekt machen, das noch stärker künstlerisch und noch weniger kommerziell angelegt ist, bei dem es also nur um künstlerische Selbstverwirklichung aller Beteiligten geht. Zeit dafür hätte ich.
 
E
erniecaster
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Hallo!

Bei mir ist es so, dass im Laufe der Zeit die Begeisterung für das Drumrum bei der Musik nachgelassen hat. Anderes ist mir in meiner freien Zeit einfach wichtiger als beispielsweise ineffektiv zu proben, eine halbe Stunde mit der Band stupide über drei, zwei oder gar nur einen Akkord zu "jammen", nach der Probe noch mit Bier und Zigaretten zusammen abzuhängen. Ich "shoppe" kaum noch in Sachen Equipment - statt dessen informiere ich mich und kaufe gezielt ein.

Ich mag auch nicht mehr jeden Gig spielen. Entweder es passt einfach und macht Spaß oder wir müssen unter widrigen Umständen spielen, ohne richtig Lust zu haben, dann gibt´s aber Gage. Aus der Gage bekommt jeder Spritgeld, der Sprit verfahren hat und Spritgeld möchte. Der Rest wird nach Köpfen geteilt. Die Gagen fließen bei mir in Verschleißmaterial, Wartung und Reparaturen. Kurz gesagt, Saiten, Plektren, Batterien, manchmal Ersatz eines defekten Kabels und die Kohle für den Gitarrenbauer. Das ist knapp durch Gagen gedeckt. Will ich einen neuen Treter, eine zusätzliche Gitarre oder Amp, dann muss ich Geld reinschießen. Das ist aber seit Ewigkeiten nicht mehr passiert, mein Erquickment ist eher geschrumpft als gewachsen. Daher ist das bei uns kein Thema. Meine Frau betont aber immer wieder, dass es ohnehin keins sei.

Geprobt wird in der einen Formation einmal in der Woche und zwar kurz und knackig. Nach 60 Minuten ist für den Tag alles an "Arbeit" erledigt, es gibt klare Hausaufgaben. Danach kommen noch rund 30 Minuten Spielen von fertigen Songs zum Festigen und zum Genießen. Und dann will ich auch nach Hause und komme dort im Regelfall mit einem breiten Grinsen an. Das bedeutet, dass meine Frau diese Formation sehr positiv sieht. Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen, in der Zeit telefoniert sie meist mit Freundinnen oder Familie und ich komme zufrieden nach Hause. Alles gut.

Die andere Formation übt extrem unregelmäßig, meist in Verbindung mit anstehendem Gig und Party. Wir sind gut befreundet und die jeweiligen Partner mit dabei. Band probt im Keller oder Nebenraum, "Anhänge" kochen in der Zeit. das ist für alle ein Vergnügen. Hier wird es jetzt Veränderungen geben. Die Keyboarderin ist im Januar Mutter geworden, die Sängerin wird es im September. Wir werden sehen, wohin das führt.

Gruß

erniecaster
 
A
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Alles in allem ist "Band" ein soziales Gefüge, nicht wie Familie, klar, und Familie und Job gehen vor, aber es gibt, da nunmal Menschen mit einem Leben beteiligt sind, auch in Bands immer mal wieder einschneidende Veränderungen. Der soziale, "familienartige" Charakter der Band entsteht mMn vor allem dadurch, dass es sehr wesentlich ist, sich gut zu verstehen. Es hängt soviel Arbeit an einer Band und es gibt im Hobbybereich so wenig Geld dafür - wenn man sich dann nicht wirklich gut versteht, wird es schwer
 
univalve
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Wir haben vor Geburt unseres Kindes das Thema Musikmachen durchgesprochen und sind so verblieben, dass ich zwei Abende die Woche (wochentags) für die Musik habe. Das funktioniert jetzt seit knapp 6 Jahren gut. Meine eigene Vorbereitungszeit und das üben ist dagegen katastrophal. Da geht es seit Jahren bergab. Mal sehen, wann und wie ich da einen besseren Weg für mich finde. Nach wie vor kann ich beide Bands mit meinen Ideen bespielen...
Meine Frau hat das Musikmachen leider aufgegeben. Allerdings Job bedingt und nicht wegen Familie und Nachwuchs.
 
Al
Al
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Moin allerseits,

das ist ja mal ein interessantes Thema, dass der Kollege hier angestossen hat:

Ich habe eigentlich zwei Bands. Das eine ist mein Soloprojekt wo ich mit einem Pool von Musikern im Studio an meinen eigenen Songs arbeite und da auch Anfang des Jahres die erste Veröffentlichung fertig gestellt habe. Findet man übrigens bei Spotify oder Amazon, falls es jemand interessiert, einfach nachfragen. Da ist der Zeitaufwand zwar immens, kann aber von mir gut gesteuert werden. Manchmal fährt die Family mal weg, da lege ich dann eine Sprint ein, ansonsten verdrücke ich mich so wie es passt, mal Abends in Studio oder verabrede mich zu Recording-Session mit paar Leuten, das fällt aber nicht gross auf.

Mit meinem Covertrio spielen wir ca. 50 Gigs im Jahr, da dort aber Geld reinkommt, wird das einfach mit meiner Frau immer kurz abgeklärt, aber da wir davon z.b. unsere Urlaubsreisen etc. bezahlen und die Family auch oft dabei ist (wir spielen ca. 10x im Jahr im Europapark, da fährt die Family dann Achterbahn, während der Papa rockt) ist das alles cool. Meine Frau unterstützt mich super, die Kids finden es toll - als Ausgleich leite ich die Schulband die aus Eltern, Lehrern und Kids besteht - und so ist es immer ein Geben und Nehmen. Anschaffungen werden auch aus dem verdienten Geld bezahlt, da gibts zwar nicht viel Bedarf, weil das Studio vor Equipment und Gitarren platzt, aber natürlich ab und zu mal Gelüste. Aber da bin ich auch vernünftiger geworden :) Ach so, geprobt wird alle 2-3 Monate mal für 2h, da sprechen wir kurz neue Songs durch, die aber auch schon entsprechend vorbereitet wurden. Also Intro + Ending, der Rest dazwischen findet sich schon ;-)

Sängerin haben wir keine, Groupies kann ich mich nicht dran erinnern... meine Frau gehört jetzt nicht zu den Eifersüchtigen, gibts aber auch keinen Grund zu... Finde ich, ist eh ein Mythos. Bei den Gigs sind wir so busy und hinterher wird abgebaut und heimgefahren....
 
setneck
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Das sieht bei mir ganz gut aus :-D :
Ich spiele in 2 Bands, in denen je 1x pro Woche geprobt werden soll. Der Schnit ligt irgendwo zwischen 1x und 2x die Woche.Übngszeiten zuhause sind recht mager, da augenblicklich die Elterngeneration viel Betreuung erfordert. Auftritte sind selten, eine Handvoll pro Jahr (die 2te Band ist noch neu, vielleicht gibt es da dieses Jahr den ersten Gig). Etwa 2 WE pro Jahr bin ich auf Session.
Die beste Ehefrau von allen toleriert das, no problem. Auch Neuanschaffungen steht sie nicht im Wege. Im Laufe der Jahre hat sich einiges an Equipment angesammelt, will ich etwas neues anschaffen, muss meist etwas aus dem Bestand gehen. Ab und zu fließt aus Auftritten o.ä. etwas zusätzlich in den Fundus, aber weder für mich noch fürs Finanzamt von größerer Bedeutung.
Mein Sohn ist 13, wohnt bei seiner Mutter und interessiert sich (noch?) nicht so sehr für "meine" Mucke.
Unser Bassist ist eine Sie, aber Eifersucht deswegen habe ich noch nicht bemerkt. Zu Groupies kann ich mich meinen Vorrednern anschließen (Uwe: großartig, Dein natürlicher Schutz vor der Damenwelt!:top:), ist kein Thema.
Alles in allem ist meine Situation in Hinblick auf die angesprochenen potenziellen Reibungspunkte so entspannt wie noch nie!:banana:
 
B
Bumblebee
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Hi,

ich spiele in zwei Bands und habe ab und zu mal ein "Sonderprojekt". Dabei komme ich auf ca. 12 bis 15 Gigs pro Jahr.
Wir proben nicht zu oft - bei der einen Band vor jedem Auftritt, d. h. 2 mal im Jahr und bei der anderen ca. 4 bis 5 mal im Jahr. Das geht natürlich nur weil jeder seine Hausaufgaben macht. Ab und zu gehen wir auch bei schönem Wetter in den Park und spielen für uns ein unplugged Konzert - wenn jemand dabei zuhören will stört uns das auch nicht.

Mit Anschaffungen habe ich kein Problem, da ich alles habe was ich brauche. Gut das meine Frau die Gitarren toleriert, die die Optik in unserem Wohnzimmer dominieren.

Mit Eifersucht gibt's bei uns kein Problem. meine Frau ist so gut wie bei jedem Gig dabei.

Kinder sind schon seit einiger Zeit aus dem Haus, ich könnte somit auch etwas mehr machen. Aber da ich jobmäßig doch recht eingespannt bin freue ich mich auch über freie Wochenenden.
 
E
erniecaster
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Bumblebee schrieb:
Gut das meine Frau die Gitarren toleriert, die die Optik in unserem Wohnzimmer dominieren.

Hi,

schöner Aspekt. Ich habe früher in einer Wohnung gelebt, die eher wie ein Gitarrenladen aussah. In meiner späteren Single-Wohnung stand alles sauber aufgeräumt in einer Ecke. Es gefiel mir einfach nicht mehr.

Meine Frau hat dann nach dem Zusammenziehen verfügt, dass die eine Gitarre im Wohnzimmer an die Wand gehängt wird. Eine zweite Gitarre steht spielbereit im Wohnzimmer, auch da kam die Anregung von ihr.

Dass in einem weiteren Zimmer nur noch zwei Gitarren an der Wand hängen und nicht mehr fünf, wird mir laufend vorgehalten. "Wann kaufst du eigentlich mal eine neue Gitarre? Ich hätte da gerne eine Gretsch und eine Duesenberg hängen." O-Ton, ernsthaft. Die Modelle kennt sie, weil ich ihr manchmal Bilder zeige.

Richtig Mecker gibt es nur, wenn ich mal wieder das Thema TV-yellow anspreche. ;-)

Gruß

erniecaster
 
B
Bumblebee
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erniecaster schrieb:
Richtig Mecker gibt es nur, wenn ich mal wieder das Thema TV-yellow anspreche. ;-)

Hihi,
meine wollte keine Telecaster in Butterscotch im Wohnzimmer haben, da sie sie potthässlich findet :cool:
 
E
erniecaster
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Yepp, genau so.

Butterscotch und TV-yellow kommt nicht ins Wohnzimmer - sagt meine Frau.
 
T
tommy
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Hihi, in unserem Wohnzimmer steht meine Couch Gitarre und eine weitere hängt zur Zierde an der Wand. Desweiteren steht noch der Bass meiner Holden in dem Raum.
Die restlichen Zimmer werden von ihrem Krimskrams "verwüstet"!:lol:

Ach ja, Probleme die Musik und Familie unter einen Hut zu bekommen haben wir nicht, bzw. betrifft uns beide gleichermaßen. Sie sind einzig vom Job bestimmt. Die Zeit, mehr zu musizieren, fehlt uns beiden. Da hilft demnächst der Eintritt in die Rente.
 
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erniecaster
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tommy schrieb:
in unserem Wohnzimmer steht meine Couch Gitarre

Hallo,

meine "Couch-Gitarre" habe ich abgegeben, statt dessen steht da meine Lieblings-Akustische. Das ist für alle Beteiligten ein echter Gewinn. Sie bekommt mehr Spielzeit, ich genieße ihren Sound auch, wenn ich nur mal ein paar Minuten darauf klimpere, ich nehme sie auch viel öfter in die Hand, meine Frau mag die Optik.

"Couch-Gitarre"? Nee, nicht machen. Ehrlich. Stell dir eine Gute ins Wohnzimmer!

Gruß

erniecaster
 
setneck
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Meine Frau hat auf einer Elektrischen UND einer Akustischen im Wohnzimmer bestanden - hat sie natürlich beides bekommen ;-).
Über dem Sofa hängt eine handgemalte Strat (da hab ich ja wenigstens eine zweidimensionale), weil das Bild farblich zur Tapete passt und über einem Regal ein handgemalte Akustik mit spielenden fingern.
 
A
Anonymous
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auge schrieb:
Da gibt es die Brennpunkte:
Proben (wann, wo wie oft)
Gigs (Wann, Wo, wie oft)
Eifersucht (Duo mit Sängerin, Fans)
Geld (Einnahmen, Ausgaben und deren Rechtfertigung)

Wie gehts Euch damit?

LG
Auge

Interessant, dieses Thema hatten wir zu Hause vor Kurzem :)

Ich hab jahrelang nur für mich gespielt und bin heuer wieder in eine neue Band eingestiegen. Bei der Band handelt es sich um eine Unterhaltungsband, sprich Aufträge (Zeltfeste, Hochzeiten, Bälle, Oktoberfeste, Sommerfeste,...) sind vorhanden, werden allerdings auch bezahlt.

Eifersucht und Geld sind kein Problem, Proben und Auftritte da schon mehr, da das natürlich alles Zeit einnimmt.

Da ich neu in die Band kam, musste ich mir mal um die 150-200 Lieder draufschaffen. Gleichzeitig wurde das Programm umgestellt, der Fokus der Band geändert, eine CD und ein Video aufgenommen und die 1. Auftritte gespielt.

Das mit den Auftritten und Aufnahmen war mal kein Problem. Proben haben bis jetzt nur 3 stattgefunden welche allerdings jeweils um die 6 Stunden gedauert haben um den Großteil der Lieder mal gemeinsam durchzuspielen zwecks Anfang, Schluss, Wo spiel ich ein Solo? Wo muss ich mitsingen?...

Größer war der Zeitaufwand zu Hause. Durchhören der Lieder (bis jetzt war ich mit Volksmusik und Schlager nicht soooo bewandert), raushören der Akkorde und Melodien, niederschreiben der Erkenntnisse usw. - da gingen schon etliche Nächte drauf in denen natürlich meine Frau mit unserem kleinen Sohn "schlafen gehen musste".

Bei mir kommt halt dazu, dass ich nicht nur mindestens 4 Tage die Woche in einer Bank arbeite, sondern nebenbei auch noch selbst ein Weingut führe, dass verdammt viel Zeit einnimmt. Und hier fehlen natürlich genau die Wochenenden an denen man spielt/probt oder an denen man sich nach dem Spielen ein wenig ausschlafen will.

D.h. Zeit ist eigentlich das einzige Problem. Da mich meine Frau mich dazu ermutigt hat, das Angebot der Band anzunehmen, gibt's da schon auch große Unterstützung von ihr (solange das restliche Familienleben nicht zu kurz kommt). Mal schauen wie sich das entwickelt wenn die Auftritte mehr werden (unser Sänger möchte in Zukunft davon leben können).

LG Hannes
 
gitarrenruebe
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Instrumente sind im kombinierten Büro-/Musikzimmer immer greifbar. Im reinen Wohnbereich ist da nichts. Hat sich schon länger so ergeben, ohne dass das bewusst so entschieden wurde.

Gigs: Ich hatte einige Jahre am Stück durch die Kombination von Funk/Soul-Band + festes AC/DC-Tribute-Projekt + regelmäßige Aushilfe bei einer weiteren AC/DC-Covertruppe + gelegentliche Gigs mit einem Folktrio + Sub-Jobs für andere Bands - für meine Verhältnisse - sehr viele Gigs (in den drei Jahren mit den meisten Gigs waren das 60+ Gigs/Jahr, auch teilweise mit richtig weiten Anfahrtswegen bzw. auch viele Gigs mit ÜN) . In dieser Zeit war das auch Bestandteil des Einkommens, also entsprechend wichtig, und es wurden (insbesondere) eben auch gut bezahlte Sub-Jobs angenommen, wo auch die Musik nicht 100% das war, was ich mag. In dieser Zeit hab ich leider auch sehr viele private Einladungen ausschlagen müssen (Hochzeiten, runde Geburtstage, Familientreffen etc.), weil "halt schon Gig gebucht". Das ist nun komplett anders: Musik mache ich rein zum Vergnügen, das ist mein Hobby, Band & Programm müssen 100% passen - keine Kompromisse: Ich verbringe meine rare Zeit nicht mit Menschen, die ich nicht mag bzw. die mich nerven. Und ich spiele in meiner Freizeit auch keine Musik, die mir nicht gefällt. Geldverdienen/Gage ist mir beim Musikmachen mittlerweile egal. Ich spiel lieber ohne Gage (das kann zB auch für einen wohltätigen Zweck sein), und muss mich dann aber auch nicht mit einem Veranstalter wg. Gage/Programm kabbeln (Auf, jetzt spielt mal "Smoke on the water" ...). Mit der derzeitigen Band sind es nur eine Handvoll Gigs, da dann aber auch ausgewählte Locations/Events, wo wir auch 100% hinpassen und entsprechend den Gig genießen können. Ich bin nicht (mehr) der Dienstleister für saufwütiges Partypublikum (letzten Sommer noch mal eine Runde in ´ner Top40 Band gemacht, ist nicht mehr mein Ding), und mache aktuell in der Richtung auch keine Sub-Jobs mehr. Ich kann nachvollziehen, dass man es als Musiker auf der Bühne toll findet, wenn bei einem Stadtfest ein großer Platz voll mit Menschen am Hüpfen ist und aus vollem Halse "Atemlos" mitgröhlt, not my cup of tea ...

Proben tun wir idR einmal die Woche. Sehr intensiv, d.h. da werden Arrangements geschliffen, da wird konzentriert an Phrasierungen beim Satzgesang gearbeitet, werden neue Songarrangements in verschiedenste Richtungen probiert. Kurz: Das macht viel Spaß, kein "Dahingedaddel" (wir grooven uns aber auch am Anfang immer erst mal so 1o Minuten ein, da wird gejammt). Die Proben sind idR alkoholfrei.

Eifersucht meiner Frau gibt es höchstens dann mal temporär, wenn eine neue Gina ins Haus kommt. Ansonsten gibt es da keinerlei Anlässe.

Geld siehe oben bei "Gigs". Die Proberaummiete ist gering, die laufenden Investitionen auch (ok, die Gina III war dieses Jahr die Ausnahme). Saiten, Batterien, Kleinkram. Mein Rig läuft und gefällt mir. Ich stecke mittlerweile mehr rein, als rauskommt. Die Bandeinnahmen werden reinvestiert, wenn erforderlich, gerade in Form eines ein neues A&H QU16 Pults. Wir gönnen uns auch bei den Gigs einen Techniker mit externer Anlage, weil es uns das wert ist - egal, wo wir spielen - ich vermisse es auch nicht, nach dem Gig nachts schwere PA-Brocken durch die Gegen zu wuchten ...

Ich bin gerade wieder gefragt worden, ob ich noch ein weiteres Projekt angehen würde, die Antwort war klar: Derzeit nicht! Meine jetzige Band macht mir Spaß, ich habe genug Freiraum für andere Dinge, und ich merke davon unabhängig auch, dass mit zunehmendem Alter der Job nicht unbedingt leichter weggesteckt wird: Daher genieße ich auch mal gerne einen Sommerabend einfach nur im Garten sitzend, mit einem leckeren Essen und meiner Süßen, ganz ohne Probe & Gitarre. Was irgendwann nochmal kommt, sind eigene Sachen. Aber auch da bin ich Teamplayer und möchte das im Rahmen einer netten Truppe machen, irgendwann ergibt sich das von selbst, da bin ich zuversichtlich.
 
gwenman
gwenman
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Tolles Thema, vor allem, weil mich in nächster Zeit auch Veränderungen im Leben erwarten, die mich darüber nachdenken lassen.

Bin aktuell in einer Hochzeits/Ball/Event - Band tätig und mit vollem Herz dabei. Alle Beteiligten sind berufstätig und mache Musik als Hobby.

Proben gibt's außerhalb der Hochzeitssaison, also meist Oktober bis April mit 0-2 mal die Woche. Ein Besetzungswechsel in der Band hat im Frühjahr recht viel Mühe gekostet...war sehr großzügig von uns, für den Neuen auch einiges an Zeit zu investieren, damit er schnell spielfertig wird - Dinge, die man schon 2-3 Jahre im Set hat Proben macht nämlich nicht unbedingt großen Spaß.
Gigs Gigs gibt's 15-20 im Jahr, manchmal mit ÜN. Großteils Samstags, manchmal auch zwei pro WE, was mir jetzt mit 30 neben einer 40h-Woche schon ein bisschen zu viel wird :-D
Eifersucht: Das Fan-Problem gab's eher in der Rockband in der ich früher mal gespielt hab - zumindest gefiel es meiner Freundin eher nicht so gut, wenn Damen bei Gigs auf mich zukamen. Derzeit haben wir auch eine Sängerin, aber in einer größeren Band (wir sind 6 Leute) ist das kein Thema. Ein Duo, in das viel Zeit investiert wird, wäre sicher nicht gern gesehen.
Geld: Ich versuche mein Hobby mit den Auftritten zu finanzieren, könnte es mir dank gutem Verdienst aber wohl auch so leisten. Das neues Equipment mit Auftritten finanziert wird, wird als Argument sogar meist durchgehen gelassen! :)

Gitarren dürfen im Wohnzimmer stehen bzw. an der Wand hängen. Das wurde sogar von der Freundin angeregt :banana:

Was auf mich allerdings nächstes Jahr zukommt ist unsere Hochzeit und danach wohl früher oder später Nachwuchs. Ich bin schon schwer am überlegen, wie ich das alles mal unter einen Hut bringen soll. Eigentlich ist Musik sehr wichtig für mich, ich werde aber sicher mal eine Zeit mit dem aktiven Spielen kürzer treten bzw. mal ein paar Jahre pausieren. Vielleicht komme ich dann auch mal wieder mehr zum Üben zu Hause - dafür ist zur Zeit nämlich neben anderen Freizeittätigkeiten weder viel Lust noch Zeit da. Ich möchte die Zeit ohne Band dann auch für die Vorbereitung eines lang ersehnten Musikprojektes nutzen...
 

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