Fernandes Les Paul Custom Bj. '84


A
Anonymous
Guest
Hallo zusammen,

würd mich mal interessieren, was ihr von dieser Gitarre haltet und was sie wert ist bzw. was ihr dafür bezahlen würdet:

Es handelt sich um eine Fernandes Les Paul Custom mit folgenden Features:

Fernades Les Paul Custom in black
Baujahr 1984
goldene Hardware
Pick Up's VH-1
Gotoh Mechaniken
Long Tenon Neck
Fret-Edge Binding
Koffer

Die Gitarre ist bis auf einen Kratzer auf der Hinterseite des Bodys in gutem bis sehr gutem Zustand.

Wäre nett, wenn ich ein wenig mehr Informationen über besagte Klampfe bekommen könnte.

Danke im Vorraus
 
A
Anonymous
Guest
Hallo. Ich nehme an das ist so in etwa eine Burny.
Burny war glaube ich nur ein anderes Label für Ferndandes Gibson Kopien.
Sind wirklich gute Les Paul Kopien, wenn es tatsächlich einer Burny Super Grade entspricht.
Ein Kumpel hat ne Burny Super Grade (Les Paul Standard Kopie), die ist astrein.
Sackschwer, klingt aber fast besser als die paar Gibsons die ich bisher in den Griffeln hatte.
Die Burny von meinem Kumpel ist aus meiner Sicht gleichwertig mit einer besseren Tokai Japan LS60 oder LS80.

Der Preis hängt vom Zustand ab. In wirklich gutem Zustand halte ich 600 bis 700 Euro für angemessen.
Gleichwertige gebrauchte Tokais kosten glaub ich mehr.
Der Name Tokai ist halt bekannter als Fernandes oder Burny.
Was sich im Preis niederschlägt, vermute ich.
MfG
ndM
 
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Anonymous
Guest
nichtdiemama":y4ytvrin schrieb:
Hallo. Ich nehme an das ist so in etwa eine Burny.
Burny war glaube ich nur ein anderes Label für Ferndandes Gibson Kopien.
Sind wirklich gute Les Paul Kopien, wenn es tatsächlich einer Burny Super Grade entspricht.
Ein Kumpel hat ne Burny Super Grade (Les Paul Standard Kopie), die ist astrein.
Sackschwer, klingt aber fast besser als die paar Gibsons die ich bisher in den Griffeln hatte.
Die Burny von meinem Kumpel ist aus meiner Sicht gleichwertig mit einer besseren Tokai Japan LS60 oder LS80.

Der Preis hängt vom Zustand ab. In wirklich gutem Zustand halte ich 600 bis 700 Euro für angemessen.
Gleichwertige gebrauchte Tokais kosten glaub ich mehr.
Der Name Tokai ist halt bekannter als Fernandes oder Burny.
Was sich im Preis niederschlägt, vermute ich.
MfG
ndM

Grüßdich!

Hm, das ist ein großes Feld mit japanischen Kopien von Burny, Edwards, Greco, Tokai, Navigator, Fernandes, Orville etc.pp., hier den Überblick zu bewahren fällt schwer. Auch Vergleiche sind hier schwierig. Eine Tokai LS60 von 1982 ist wohl nicht wirklich mit einer neuen zu vergleichen, bzw. eben schwer.
Optimal wäre es, wenn eine genaue Modellbezeichnung vorhanden ist, anhand der man oft in etwa den damaligen Preis ermitteln kann (das klappt leider nicht immer).
Im Falle der Custom: Tokai hat nie eine Custom mit Ebenholzgriffbrett gebaut, mit fret edge Binding imho gar nicht bis selten.
Bei Burny und Edwards und Fernandes sieht man dies jedoch häufiger, auch bei "kleineren" Modellen, d.h. dies sagt nicht so viel über deren Qualität aus.
Die Frage ist, was ist dir die Custom wert nach Beurteilung sämtlicher Zutaten (Holz, Pups etc.)? Eine japanische Les Paul Custom Kopie in guter bis sehr guter Qualität wird man immer (sagen wir im Augenblick,-)) zwischen 500-1000€ bekommen, also setze dich keinesfalls unter Druck, das geht meist in's Auge (ich spreche aus Erfahrung,-)).
Grundsätzlich sollte man nicht aus einer Laune heraus so etwas kaufen, was man nicht kennt, aber gut aussieht, von der man irgendwie was gutes gehört hat und man gerade die Kohle dafür übrig hat.

Mach's gut!

BTW: mein Tip wäre eine Orville by Gibson mit Ebenholzgriffbrett, suuuuper Teile, leider selten und meist nicht ganz billig, aber sagenhaft. Die Orvilles mit Ebenholz sind eine gute Alternative in Qualität, Optik und Preis...
 
little-feat
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Gut, am folgenden wird sicher der eine oder andere Perfektionist etwas zu korrigieren haben, recht hat er, aber die Geschichte der japanischen Gitarren-Produktion ist lang, zu lang und zu kompliziert.

Kurz und knapp:

Fernandes, Burny, Greco und einige andere waren Labels der japanischen Fuji Gen Gakki Werke.
Auch Gibson vergab dorthin die Rechte zum Bau der legendären Orville-Gitarren.

Die Fender/Squier JV-Serie wurde ebenfalls dort gebaut.

Heute produziert Fuji Gen die Ibanez-Modelle made in Japan.

In den 80ern ganz speziell trieben die Japaner bei Fuji Gen den Perfektionismus im Gitarrenbau auf die Spitze.

Die Gibson und Fender-Kopien aus jener Zeit darf man getrost zum Besten zählen, was der industrielle Gitarrenbau zu bieten hat/hatte.

Ob nun Greco, fernandes, Burny usw......egal.

Ich persönlich ordne Tokai eine Klasse darunter ein.

Eine Les Paul aus jener Zeit bringt derzeit etwa 700,00 Euro bei Ebay und Ebay ist ein zuverlässiger Gradmesser für den aktuellen Marktwert.

Wenn Du für diesen Kurs eine Fernandes "High Grade" oder "Super Grade" kaufen kannst, dann lege das Thema Gibson zu den Akten und schlage zu, die Preise steigen langsam, aber kontinuierlich.

Es gibt derzeit bereits Kopien dieser Kopien, das sagt wohl alles.

Tom
 
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little-feat":24sty503 schrieb:
.... dann lege das Thema Gibson zu den Akten und schlage zu, die Preise steigen langsam, aber kontinuierlich. ...
Hallo. Das Thema Gibson würde ich jetzt nicht pauschal zu den Akten legen.

Es ist aber wirklich so daß die Fuji Gen Gitarren wirklich gut sind. Die Preise sind noch relativ günstig. Noch. Nach Hörensagen ziehen die Preise in Japan schon an.
Ein Kumpel hat für rund 650 Euro eine 1 A erhaltene Burny Super Grade geschossen. Für den Preis bekommt man heute keine 80er Japan Tokai mehr in dem super Zustand. In ein paar Jahren schätze ich haben die Grecos Burnys Orvilles auch das Preisniveau von Tokai erreicht. Zumindest dürften die Preise stabil bleiben so daß man nix verliert wenn man sich eine in guten Zustand holt.
 
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little-feat":12t2e119 schrieb:
Wenn Du für diesen Kurs eine Fernandes "High Grade" oder "Super Grade" kaufen kannst, dann lege das Thema Gibson zu den Akten und schlage zu, die Preise steigen langsam, aber kontinuierlich.

Es gibt derzeit bereits Kopien dieser Kopien, das sagt wohl alles.

Tom

Hi Tom!

Öhm, das könnte zu einfach sein. Burny Super Grade gab es in verschiedenen Ausführungen von mehrteilig+furniert+schlechtere Elektrik bis vollmassiv+historisch korrekte Replik+gute Elektrik. Das ist ja das Problem, man kann nicht pauschal sagen Burny Super Grades sind alle gut und werden teuer, das stimmt nicht, auch bei Tokai nicht. Ich hatte eine kleine Burny Super Grade, die war nicht teuer, war aber auch nicht der Brüller und unschön. Ich habe sie für 500€ verkauft dieses Jahr, trotz der "tollen" Pups und Kult.
Eine aktuelle Burny (gibt's auch noch, das sind keine Kopien) ist mit einer aktuellen Tokai fertigungstechnisch imho nicht zu vergleichen ab einer LS-80 aufwärts, da muß man schon unterscheiden.
Ansonsten check doch mal www.tokaiforum.com , da kann man viel nachlesen, nicht nur über Tokai, aber den wirklichen Durchblick, den wird man nie bekommen.

BTW: nicht nur Tokai boomt preislich, die großen Grecos z.B. stehen preislich einer 80er LS-120, 150 oder 200 in fast nichts nach...


Mach's gut!
 
little-feat
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Hallo Johnny,

Du hast natürlich recht, darum habe ich ja auch geschrieben, das Thema ist so umfangreich, daß man es hier wohl kaum abhandeln kann.

Ehrlich gesagt:

Ich finde diese Fragen, was ist eine Gitarre wert....ist die gut oder nicht...usw. inzwischen etwas ermüdend.

Die Antworten und die guten Ratschläge sind immer die gleichen und trotzdem tauchen dieselben Fragen im Wochentakt wieder auf, so, als wären sie noch nie bis zum Exzess diskutiert worden.

Auch daß es eine Suchmaschine namens Google gibt, scheint weitgehend unbekannt zu sein.

Na ja, was soll´s

in diesem Sinne

Tom
 

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