Floor-Modeling-Pedale


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Hallo zusammen,

für die "schnelle" Anwendung (Karneval) und evtl. als Backup bin ich auf der Suche nach einem gutklingenden Modeling-Floorboard.
Kann mir jemand netterweise ein paar Tipps oder Anregungen zu den üblichen Kandidaten (z.B. Mustangfloor, POD HD 500 oder Boss GT100) geben.
Sicherlich werde ich auch selber testen - einige Vorab-Infos, Erfahrungswerte oder Hinweise wären vielleicht hilfreich... ;-)

Lieben Dank und Gruß

Ralf
 
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tommy
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...für schnelle Anwendungen würde ich auf jeden Fall schnelle Boards nehmen. D.h. direkter Zugriff auf die Parameter. Nichts ist m.E. bei Halligalli nerviger, als in irgendwelchen Untermenüs rumfummeln zu müssen. Und das mit den Voreinstellungen kann man bei wechselnden Eventarten meistens auch vergessen.

Über geeignete Hersteller kann ich leider nichts sagen. Ich benutze lieber mein gut transportables Analogstressbrettköfferchen. ;-)
 
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Hoi Ralf,

Ein kleiner, aber nicht vollständiger Beitrag zu deiner Frage:

Mir gefallen die Line 6-Produkte ganz gut. Ich habe einen Pocket POD, nutze den Guitarport und besitze/benutze seit vielen Jahren das Live XT Pro. Aber (1): stets nur daheim. Deshalb kann ich dir über die Bühnentauglichkeit nicht viel erzählen, da ich dort anderes Geschütz verwende. Auch ist es ein altes Modell - und nicht der 300, 400 oder 500er. Vor einem Jahr habe ich mir überlegt eines der neuen Modelle zu kaufen, entscheid mich dann allerdings anstatt für ein Floorboard für ein X3 Pro-Rackteil. Aber (2): mir gefiel die Qualität der Sounds des XT Live für die 'Heimarbeit' stets sehr gut. Die Werkspresets kann Herr Gitarrist vergessen - aber bastelt man selbst an den Sounds rum und zeigt Geduld, können sehr anständige Resultate erzielt werden. Machte ich die Einstellungen am Anfang über die einfach gestalteten und einfach zu bedienenden Menüs am Board selbst (zwecks raschen Anpassung während dem Spiel sind entsprechende Potis auf dem Board angepracht), so stieg ich irgendwann schnell auf die bequemere Bedienung am PC/MAC um. Board einstöpseln und alles bequem im Bürostuhl sitzend am Schirm erledigen. Der XT Live war wirklich lange ein toller und einfach zu handhabender Begleiter, der, bringt man etwas Geduld mit sich, gute Resultate liefert. Ich gehe davon aus, dass die Nachfolgemodelle wie der 500er Verbesserungen im Soundbereich und im Handling mit sich bringen, sich somit höchstwahrscheinlich ähnlich oder besser verhalten als mein altes 'Teil'. Von meinen Erfahrungen her tendiere ich eher auf ein Line 6 Produkt. Oh ja, obwohl ich das Board nie live eingesetzt habe, spielte ich es mal zu Spass über die PA - und es klang doch erstaunlich gut, muss ich sagen.

Just my 5 Cents. Ich wünsche dir jedoch noch ein paar fruchtbarere Beiträge von den Kollegen hier.

Gruss, Marco
 
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Hallo Marco,

lieben Dank erstmal für Deinen ausführlichen Beitrag.....
Das POD XT (Rackversion) nutze ich bereits seit 8 Jahren und war auch im Großen und Ganzen zufrieden. Mittlerweile ist das Teil aber durch den permanenten Einsatz und auch durch die extreme Beanspruchung nicht mehr ganz so zuverlässig und im Modeling-Bereich seitdem ja soundmäßig auch sehr viel getan.....
Bei einer Floorboard-Lösung hätte ich ja zudem auch einen besseren, direkteren Zugriff.

Gruß

Ralf
 
A
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Hoi Ralf,

...ja, und ich bin den umgekehrten Weg gegangen. Vom POD XT Live-Board zum X3 Pro-Rack...

Zum Glück hat sich da auch sehr viel getan. Deshalb kann ich mir ganz gut vorstellen, dass die Sounds sowie das Handling besser geworden sind und somit der 500er mal angetestet werden könnte. Wäre jetzt meine persönliche Wahl.

Viel Spass, Glück und Geduld auf der Suche nach dem Produkt, das deine Bedürfnisse abdeckt.

Gruss, Marco
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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Moin,
ich stimme mit Tommy überein, für deine Anwendung wäre ein "schnelles" Board wichtig. Das kann das Mustangfloor nicht leisten, das GT100 wahrscheinlich auch nicht, das HD kenne ich nicht.
Die Vox Tonelabs können sowas, am besten noch das alte SE, das verwende ich auch und liebe den Stompboxmode. Zusätzlich immer ein Pedal als Vol und eins als Effekt belegt. Die neueren kenne ich leider auch nicht.
Wie wäre es mit einem Amp ala Line6 Spider? Gibt es in klein, mit Floorboard zum Bedienen, und kann dir auch als Monitor dienen, falls nötig. Ob die Endstufe bei Bedarf abschaltbar ist weiß ich nicht. Ich habe mal über Rübe's Set gespielt, und das war sehr amtlich und flexibel, Eingriff ist auch on the fly möglich. Kosten sind auch nicht exorbitant hoch.

Hast du ein Budget?

Ciao
Monkey
 
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Monkeyinme schrieb:
Die Vox Tonelabs können sowas, ... die neueren kenne ich leider auch nicht.

Das neue Tonelab EX kann das auch. Klingt gut, ist einfach zu bedienen,
nicht so groß und gebaut wie ein Panzer. Meine Empfehlung ...
 
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Hi Monkey,

also das Bugdet ist erst mal zweitrangig......
Das Vox ToneLab kenne ich leider nicht - werde ich zu meinen zu testenden Kandidaten hinzunehmen.... :)
Ein Amp kommt aufgrund der fehlenden Aufbauzeit (Im Karneval muß die ganze Band in höchsten 1,5 Minuten spielbereit sein!!) leider nicht in Frage. :(
Den Mustang III hatte ich mal zum Anspielen zuhause - brauchbarer Verstärker für wenig Geld - daher dachte ich z.B. an das Mustangfloorboard....

Gruß

Ralf
 
Woody
Woody
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mEn ist bei solchen Geschichten der verfügbare Platz für die Musiker und Ihr Equipment immer seeeehr eng bemessen.
Ein Floorboard mit integrierter Steuerung wäre also für mich unbedingt die Waffe der Wahl, ein 2HE-Rack kann bereits schlecht zusätzlich unterzubringen sein.:!:

Wichtig wäre für mich erstmal die Schalt-Mimik,
wieviele Patches kann ich mit einem Fußtritt erreichen?
Wieviel Stepptanz mag ich mir zumuten?
In meinem Großen Besteck habe ich Bänke mit zehn Patches,
da ist eine Bank meistens für einen ganzen Abend ausreichend, und ich kann mich nicht vertreten, weil ich vergessen habe, die Bank zu wechseln, und ich statt dem säuselnden Balladen-Gezumpel auf Patch 11 jetzt plötzlich das Rammstein-Brett mit Ringmodulation und Leslie auf Patch 21 erwische.
Wenn ich mehr Sounds brauche, behalte ich das Layout für die Brot und Butter-Sounds bei, und belege die Special-Sounds neu, aber möglichst ähnlich.

Damit fallen für mich kleine Bretter mit zwei-drei Trittschaltern raus.

Die Umschaltverzögerung und ob und wie die Effekte (Hall/Delay) beim Umschalten ausklingen sind für mich noch wichtig.
Sound ist bei Karneval eher latte.
Wird aber bei den meisten modernen Modellern einigermaßen passen.

Mein Senf dazu.
Viele Grüße,
woody
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
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Woody schrieb:
mEn ist bei solchen Geschichten der verfügbare Platz für die Musiker und Ihr Equipment immer seeeehr eng bemessen.
Ein Floorboard mit integrierter Steuerung wäre also für mich unbedingt die Waffe der Wahl, ein 2HE-Rack kann bereits schlecht zusätzlich unterzubringen sein.:!:
Nicht unbedingt:
Viele Carnevalbands tauchen ja mit einem 20HE-Winkelrack auf, wie die komplette Band Ihren Kram drin hat:
Keyboard-Expander, Wireless für die Gesänge, In-Ear-Monitoring, Modeller für die Gitarre, 19" DI, Stromversorgung und -verteiler etc.
Obendrauf ist dann ein (heutzutage wahrscheinlich digitaler) Rackmixer, der dem Saal-Tonmann nur noch eine Stereo-Summe liefert.
Die Band ist idR vorgemixt, das geht nämlich dann erst recht schnell, weil alles schon intern verkabelt ist und
man weniger Stromanschlüsse stecken muss.

Zurück zur Gitarre: Dann nur noch ein Verbindungskabel nach vorne an die Bühne (bei Line6 dann auch ohne Strom), und los gehts.

Wenn man da mal als Band eine Gesamtlösung angeht, ist die Trennung von Board & eigentlichem Modeller mMn sinnvoller als ein Floorboard ...
 
Woody
Woody
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gitarrenruebe schrieb:
Nicht unbedingt:
Viele Carnevalbands tauchen ja mit einem 20HE-Winkelrack auf, wie die komplette Band Ihren Kram drin hat:
Keyboard-Expander, Wireless für die Gesänge, In-Ear-Monitoring, Modeller für die Gitarre, 19" DI, Stromversorgung und -verteiler etc.
Obendrauf ist dann ein (heutzutage wahrscheinlich digitaler) Rackmixer, der dem Saal-Tonmann nur noch eine Stereo-Summe liefert.
Die Band ist idR vorgemixt, das geht nämlich dann erst recht schnell, weil alles schon intern verkabelt ist und
man weniger Stromanschlüsse stecken muss.

Zurück zur Gitarre: Dann nur noch ein Verbindungskabel nach vorne an die Bühne (bei Line6 dann auch ohne Strom), und los gehts.

Wenn man da mal als Band eine Gesamtlösung angeht, ist die Trennung von Board & eigentlichem Modeller mMn sinnvoller als ein Floorboard ...

Ok, ich dachte bisher mehr an die feste Sitzungsband an der Seite.
In dem Fall einer tourenden Karnevals-Kapelle würde ich auch 19" wählen, digital ins eigene Pult gehen wollen und, wenn möglich einen Sampler mitlaufen lassen, der 1. für eine verlässliche Setlänge Klicks liefert und 2. die Umschaltung der Sounds übernimmt.
Gitarre, Funke, fertig.
Die Luxuslösung ist natürlich sowas,
als Inspiration kann das ja vielleicht dienen, auch wenn das in diesem Video vorgestellte Rig natürlich kompletter overkill ist.


Viele Grüße,
woody
 
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Ralle schrieb:
Hallo zusammen,

für die "schnelle" Anwendung (Karneval) und evtl. als Backup bin ich auf der Suche nach einem gutklingenden Modeling-Floorboard.
Kann mir jemand netterweise ein paar Tipps oder Anregungen zu den üblichen Kandidaten (z.B. Mustangfloor, POD HD 500 oder Boss GT100) geben.

Hi Ralf,

ganz klar das LinieSex HD500! Klasse Sounds, klasse Effekte, klasse Systemeinbindung und Flexibilität!

Der Mustang Treter ist aber auch sehr gut, würde ich auf jeden Fall mal testen. Trotzdem würde ich das HD500 nehmen, da kommt was den Sound betrifft so schnell nix ran ;-)
 
Country Rhoads
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Also ich nutze seit Erscheinen das XT Live und bin immernoch zufrieden damit.

Hatte zwischenzeitlich das HD500 und auch das AxeFX (ich weiß, kein Bodenpedal :) ). Habe alles wieder verkauft, weil das XT Live für mich am einfachsten zu bedienen war und von der Anzahl der Presets und Stompboxes etc. am besten passt.

Ich habe 4 Basic-Presets, Clean, Blues/Crunch, Blues/Rock Zerre, Hardrock Brett.

Zu jedem dieser Baisc-Presets habe ich das Fußpedal so programmiert, dass ich jeden der Sounds auf Sololevel bringen kann, indem ich das Pedal runterdrücke.

Dazu schalte ich dann die Stompboxes so wie ich sie brauche, z.B. im Solo ein Delay dazu, oder mal einen Trebleboost usw.

Zu jedem Preset kannst du individuell festlegen, welche Stompbox mit welchem Parameter verfügbar sein soll. Das Delay kann immer schön easy "in time"-tappen und der Tuner ist auch völlig ok.

Die Dinger bekommt man gebraucht unter 200€

Ich nutze das Xt Live in verschiedenen Bands, auch eben als "Notfallgitarrist", wo ich also die Anlage nicht kenne etc. Mit wenigen Handgriffen habe ich immer alle Sounds an die Gegebenheiten angepasst, gehe direkt ins Pult = passt!

Natürlich ist es nicht der mega High-End Sound, der bis in die letzte Pore irgendwelche Amps nachbildet, aber ich behaupte einfach mal, dass die Grundsounds im Bandgefüge gut funktionieren und absolut ihren Zweck erfüllen und das Gerät bei mir absolut nicht für Stress sorgt, wenn ich spontan etwas anpassen muß auf fremde Anlagen usw.
 
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Hallo Rolf....

genauso sieht's aus..... :) oder sah es aus.... :lol:

auf der Bühne hat man mit einem Controller (ich hab das Line 6 Shortboard) nicht mehr die Möglichkeit einen Sound (wenn es denn mal nötig sein sollte) zu verändern......außerdem spart man sich so auch ein wireless system und kann direkt mit Kabel in das Board...

:)
 
Ugorr
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Moin.
Line6 HD Serie. Wenn Geld egal ist, dann den 500. Die Sounds sind in der Serie gleich, nur Presetverwaltung und Ein- und Ausgänge unterscheiden sich. Finde die Sounds auch besser als deren Vorgänger. MMn ein großer Schritt nach Vorne.
Vox SE ist ebenfalls gut, aber die HD Serie hat ein paar Features, die echt eine andere Liga darstellen. Effektsounds, der Harmonizer, der Looper.
Meine 2ct
Ugorr
 
Doc Line6forum
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Ich stimme auch für den HD 500.
Ich benutze ihn selbst auch live über eine Atomic FR- Anlage.
Sehr guter Sound und ordentlich Echtzeitsteuerungsmöglichkeiten.

Das Fender Mustang- Pedal habe ich noch nicht gehört.
Den Mustang III wiederum finde ich genial wegen der fantastischen Abstimmung von Modeling / Endstufe / Speaker.
Das hat Fender m.E. Besser hinbekommen als Line 6 bei den Spiders ( ich meine nicht die Spider Valves).
 
frank
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Pfaelzer schrieb:
Aus der Kategorie "alt, aber gut": Yamaha DG Stomp.

Sehr kompakt, klingt sehr gut, (fast) alle Parameter sofort per Knöpfchen erreichbar, im Gegensatz zu den meisten anderen Fußmultis voll midifähig.

Ist gebraucht um 100 Euro zu schießen.

p

Danke, Pfälzer,
ich hab' mich glatt nicht getraut, diese uralte Teil vorzuschlagen. Ich habe eines davon für den schnellen und problemlosen Husch-Husch-Einsatz in Gebrauch. Und ich bin zufrieden damit.
 
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Vielen Dank Euch Allen für die vielen Tipps und Anregungen - jetzt werde ich wohl mal testen müssen...

:)
 
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erniecaster
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Hallo!

Meine Erfahrungen mit dem Karneval sind nicht so besonders ausgeprägt, daher habe ich dazu mal ein paar Fragen:

Wie läuft so etwas ab?
Spielt ihr auf großen Bühnen in Hallen oder auf dem LKW-Anhänger?
Was für eine Gesamtbesetzung der Band?
Was für Sounds braucht man da?
Wie sind die Vorbereitungen/Anschlüsse zur P.A.?

Wenn ich mir vorstelle, dass ich 90 Sekunden habe, um für einen wirklich kurzen Gig spielbereit zu sein, dann würde ich über was ganz anderes nachdenken:

Kurzes Gitarrenkabel an batteriebetriebenem Korg Pandora, der wiederum am Gurt befestigt wird und zwar direkt überhalb vom oberen Gurtpin, sprich erreichbar. Vom Pandora in den Sender. Empfänger im Band-Rack. Wenn du nicht viel Sounds schalten musst, wäre das sehr praktisch.

Gruß

e.
 
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Hallo erniecaster,

wir spielen sowohl auf großen, wie auch auf kleinen Bühnen.
Alles (Auf- und Abbau) muß sehr schnell gehen. Wir sind fünf auf der Bühne und haben zusätzich 3 Roadies, die das Ganze schnell auf- und abbauen und wieder verladen.
Im Prinzip brauche ich hauptsächlich drei Grundsounds: Clean, Crunch, Solo, garniert mit hin und wieder mit Delay, Reverb, Chorus.
Das POD hat das ganze bisher auch (mit soundlichen Abstrichen) auch ganz ordentlich erledigt. Da es "in die Jahre" gekommen ist, denke ich übe etwas Neues nach....
Es scheint sich ja hier soundmäßig ja auch einiges verbessert zu haben.......

Gruß

Ralf
 
Alex K.
Alex K.
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Hallo Ralle,
ich möchte hier mal das Zoom G5 ins Spiel bringen. Ich hab zwar dasselbigen nicht, jedoch aber das G3, der von den Sounds identisch ist. Erniecaster war vom G3 nicht so begeistert, aber ich muss hier mal fuer die neuen Zooms eine Lanze brechen. Ich habe damit noch nicht ge-gigged, aber einige Bandproben damit gespielt und es zu Hause im Wohnzimmer immer eingesteckt, sollte mich die Lust am spielen packen.
Hauptkritikpunkt von Erniecaster war, dass sich bei den Ampsims kein echter Cleansound einstellen lässt. Das ist bei Single coils nur bedingt wahr (die Vox Ampsim zerrt auch mit SCs ein bisserl, aber die Blackface und Hiwatt Ampsims nicht) und ausserdem auch nicht so wichtig, da an sich entweder mit dem Zoom clean oder einfach einer Kompressor sim einen schönen perlenden und klaren Klang zusammenschrauben kann.
Die Amp sims selbst sind gut - ob jetzt authentisch, kann ich nicht sagen (Boogie crunch klingt aber wie 70er Santana, wenn man möchte), aber da ist eine schöne Palette von Klängen dabei. Mir gefällt die Orange sim (Tangerine) , die o.g. Boogie MkII sim, der deluxe und Two-Rock sehr gut. Die Super High Gain sachen sind nicht so mein Metier, aber ich glaube sehr brauchbar. Die Qualität der sims ist um Klassen besser als das, was Zoom bisher zu bieten hatte, und schlägt m.A. nach einen Pod 2.0 ohne Frage. Einem Korg Pandora kann es sowieso das Wasser reichen, und mit den neuen Vox VT's wuerd ich sagen ist das Zoom gleichauf, aber vom Parameterzugriff um vieles besser. Ein Axefx hab ich noch nie gehört, aber es wuerde mich schon sehr wundern, wenn da kein Unterschied wäre. Aber von Deinem Publikum hört das wohl einer von Tausend, und je nach PA ueberhaupt keiner.
Die Zerrer sind tatsächlich nicht alle gelungen. Ich hab zB keinen Tube Screamer gehört, der so dumpf und leblos klingt wie die diese sim , aber es sind auch gute Zerrer dabei (von denen ich aber persönlich einige als Standalone und nicht vor der Ampsim gebrauchen wuerde).
Hall, Delay, Chorus, Flanger etc sind von guter Qualität. Ob man die Exoteneffekte mag, muss man fuer sich selbst einscheiden. Ich finde einige inspirierend (zB den Step filter), anderes nervtötend (Ringmodulator ... argghh). Muss man halt ausprobieren.
Beim G3 nervig ist das fehlende Tune Mute, aber das G5 hat das wohl (und somit auch einen generellen Mute).
Soweit ich sehen kann, kein Midi (war aber nicht verlangt, oder), aber Klinke und Balanced out.
Uebrigens eine nette Besonderheit: Bei den Amp sims in den Zooms lässt sich die Kompression unabhängig von der Zerre mit dem "Tube" Parameter einstellen. Daran muss man sich erst mal gewöhnen, ist aber gut gedacht - so lässt sich bei hochverzerrten Sounds u.U. der Matsch vermeiden. Andererseits muss man, um einen perlenden clean (oder fast-clean :)) Klang zu bekommen, der Tube parameter ziemlich aufgedreht werden. Ausprobieren...

So, das war jetzt fast ein review... Der 40 sec looper und die Rhythmen sind zum zu Hause ueben auch recht brauchtbar (aber warum nicht 2 min looping? Fuer Jazz Balladen sich 40 sec nicht genug. Speicher ist doch inzwischen so billig..)

Zu allen, die jetzt sagen: billiger Schrott - kenn ich so nicht von Zoom. Ich habe ein originales 9002 von 1992, das läuft immer noch... und ich brings nicht ueber's Herz, es zu beerdigen.

Viele Gruesse, und viel Spass und Erfolg beim Pedalboard finden

Alex
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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Ralle schrieb:
Im Prinzip brauche ich hauptsächlich drei Grundsounds: Clean, Crunch, Solo, garniert mit hin und wieder mit Delay, Reverb, Chorus.
...

Moin,
wie wäre es mit einem kleinen Koffer mit einer guten Zerre, einem Booster und einer Ampsim ala Character Pedal. Dazu ein M5 plus Reverb und Chorus Pedal, oder wahlweise ein M9.
Mit ein wenig Programmieraufwand ein Character Pedal plus ein M9, deckt alle Eventualitäten ab.
Die Lösungen haben den Charme, durch den Stompboxaufbau sehr flexibel zu sein.

Ciao
Monkey
 
 

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