Gibson ES-345 und ihre Klone (z.b. Ibanez)


A
Anonymous
Guest
Hallo Gemeinde,

Ich bin auf der Suche nach neuen Sounderfahrungen und möchte mir deshalb eine Halbakustische anschaffen.

Besonders gut gefiel mir eine Ibanez Semiakustik mit diesem ES-345-typischen Drehregler

Kennt jemand diese Gitarre?
Kann mich jemand über die diversen ES-Modelle aufklären?
Was hat es mit den verschiedenen Stegen auf sich?
Was für Pickups sind typisch für dies Gitarren?

Wer machte diese Gitarren populär?

Für was ist dieser Chickenhead-Regler eigentlich gut?

Ein Kollege hat mal den Spam abgesondert "Die ES-Gitarren sind bekannt für ihren nasalen Sound"

Dann gibts unterschiedlich dicke Teile:
Die im ES-335- Style
und die fetten Jazzklötzer

Gehen die Jazzklötzerschon schon in Richtung Akustikgitarre?
Weil lauter sind sie schon

Bin dankbar für alle Tipps
Gruß
MAx
 
A
Anonymous
Guest
Moinsen,

na die ES Serie ist jedenfalls ziemlich populär durch
Chuck Berry 335
George Harrison 335/345
B.B. King - 345/ Lucille
Pete Townshend -345
Alvin Lee -335/345
Rolling Stones 335/345
Gary Moore 335 ganz früher-heute wieder (Live)

ich denk ma von denen gibts die meisten Fotos :-D
aber fast jeder grosse Gitarrist mit geregeltem Einkommen hat eine irgendwo rumliegenn. :-D
Und auch Hardrocker spielen Semis. :-D ..zB Ted Nugent spielte fast ausschliesslich Byrdlands (aus einer Serie hat er, glaub ich, über 40 von 50 Stck. - der Wahnsinnige)
dann Chris Isaak, Roxette, und einige Hüpfburgen der neueren Generation (sind grad schick)

ES heisst Electric-Spanish ...und 335 Dollar war einfach der Preis bei der Einführung in den 50ern

Für lustige Spielchen ist der Stereo-Output (ab 345)

Verschiede Nummern - verschiedene Varianten (manche wurden wieder eingestampft)
ES 340 zB mit Single Coils usw.
bleibt aber eigentlich alles eine Soße.

http://www.flatearthguitars.com/files/G ... ucille.jpg

(click).....müsste auch die Schaltung der Standart 345 sein
Ist die Varitone Schaltung.

PU´s eigentlich PAF heute 57 Classics oder 490er.(von Gibson - fliegen aber auch viele Customs rum aus Memphis)
Ansonnsten alles was das Herz und Ohr begehrt.
Steg und Saitenhalter-Varianten gibts jede Menge (soviel wie Hersteller)- beeinflussen den Sound und den Zug der Saiten - und natürlich Geschmacksache.

Sehr schöne Sachen baut da übrigens auch Hagström - vor allem die älteren ausn Ende70er/Mitte80ern.

Gehen die Jazzklötzerschon schon in Richtung Akustikgitarre?
Nich wirklich, gibt aber enorme Unterschiede, zB ob die Decke frei schwingt oder ein Holzblock in der Mitte die Gitarre zusammenhält. ;-)
ne ES ist zB eher ein leiser Vertreter im trockenen Zustand. Aber es gibt durchaus Semis die bis zum nächsten Lagerfeuer zu hören sind.
Andersrum klingen die Jazzklötze auch nicht verstärkt wie Akusticgitarren
wie zB eine Ovation etc. sondern immer noch nach E Gitarre.

greez
 
A
Anonymous
Guest
Grüßdich Max!

Also, zuerst gab es die ES335TD (ES wurde ja schon geklärt, TD steht für Thinline Double Cutaway) mit schlichten Dot Inlays(Anf. 60er mit Mini Rauteninlays), zuerst ohne Binding, später mit, 2 Paf's 2Vol und 2xTone. Ein Sustainblock verband Decke und Boden von Hals bis kurz vor unterer Zarge (beim Gurtpin, hört aber so ca. 5cm vorher auf).
Die ES345TD hatte im Prinzip als Besonderheit nur die Inlays (Parallellogram Typen), wurde aber hüfig als ES345TDSV ausgeliefert. SV steht für Stereo Varitone, d.h. eine Schaltung wie bei der B.B. King Lucille (die auf der ES355TDSV basiert). Stereo: 2 Ausgänge, für jeden PU einen, Varitone: Waschmschinendrehregler: hat 5 Stellungen in denen verschiedene Kondensatoren hinzugeschaltet werden, respektive out of phase Sounds entstehen. Wird von vielen einfach stillgelegt, wobei ich finde, es hat seine Berechtigung, da gerade im angezerrten Bereich schöne 70's Sounds möglich sind (hatte zwar nur eine Epi Lucille, aber die Schaltung war gleich).
Die ES355TDSV ist wiederum die Luxusvariante: Multiple bindings, fette Block Inlays, meist ein Tremolo(zuerst Bigsby, dann Maestro und später auch Lyra, seltener Sideways ).
Dann gab es noch Sachen wie die ES330, sah aus wie eine 335, hatte aber keinen(!) Sustainblock, und der Halsansatz war bei den ersten Modellen um den 12. Bund(muß ich nochmal genau nachschauen) zu finden.
ES336, ES346, ES347 u.ä. sind Interpretationen des 335er Themas mit unterschiedlichen Korpusgrößen und teilweise geschlossenen Decken.

Und die Jazzmamas mit ihren Eigenheiten hier aufzulisten würde dauern. Da empfehle ich dir Literatur von Duchossoir oder Walter Carter, Wheeler und den üblichen Verdächtigen.

Ibanez hatte in den 70ern auch die 345 in der Lawsuit Ära kopiert, teils mit geschraubtem, teils mit geleimten Hals. In der Oldenburger Music Station steht augenblicklich ein Exemplar.

Zu den PU`s: heutige ES335: 57er Classics (keine Burstbucker, außer Sondermodelle), ES330 wird nicht mehr gebaut, ES345 und 355 nur Custom Shop, ebenfalls 57er Classics. Die Lucille(die heutige, also keine Standard oder Studio) hingegen hat 490r und 490t Humbucker.

Puh, ich hoffe dir geholfen zu haben.

Mach`s gut und viel Glück!

Kleiner Tip: ES100 und ES120 Modelle von Tokai sind verdammt lecker und bei gegenwärtigem YEN Kurs sehr billig zu importieren....
 
karlchen
karlchen
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Nähe Freiburg
Hallo Max,
irgendwie würd mich eine Semi-Acoustic auch interessieren. Nur derzeit geht's aus verschiedenen Gründen nicht. Nichts desto trotz lese ich fast jeden Testbericht in G&B und stöber hin und wieder im Netz nach Semi-Acoustics.
Soweit ich weiß bist du aus dem Raum Aschaffenburg. Kannst ja mal zum Musik-Service gehen und antesten.

So du das machst, kannst du ja mal folgende Modelle ins Auge fassen:

Framus Mayfield Custom Pro
Epiphone Nick Valensi

Habe von beiden die Tests gelesen. Sollen tolle Gitarren sein.....


Gruß
 
A
Anonymous
Guest
karlchen":1ehdc15n schrieb:
Soweit ich weiß bist du aus dem Raum Aschaffenburg. Kannst ja mal zum Musik-Service gehen und antesten.

Gruß

in dem Laden sind Leute die was ausprobieren möchten nicht gern gesehn....
Die Leben für ihren Versand.
Außerdem stehn da immer nur Pakete rum und überall im Weg......
Ich hab schon bisschen was woanders ausprobiert.
Und diese Ibanez mit geleimtem HAls und Chickenheadregler gefiel mir am besten.
Zumal sie auch noch schön braun war.
Wie liegt die Ibanez, die momentan in Oldenburg steht, denn preislich?
Denn die Gibsons sind krass teuer

Gruß
Max
 
 

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