Glaubensfrage der Schraubhalsfraktion


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Über was man sich so alles Gedanken machen kann... :shock:

Was ist wichtiger: Ein partielles Unterlegen des Halsfußes (z.B. 0,3mm vorn in der Halstasche), um eine Ungenauigkeit auszugleichen oder die optimale mechanische Kopplung zwischen Hals und Korpus? Kann man das überhaupt pauschal beantworten?
 
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Glaubst du ehrlich an das Sustain-Verlust Märchen?

Ich glaube W°° schreib irgendwo treffend, dass es keinen Zustand zwischen lose und fest gibt. Sitz ein Hals nicht mehr fest, weil der Winkel des Halses mit einem untergelegten Stück Holz korrigiert wurde?
 
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Ich glaube gar nichts. Ich bin unbeleckt und unwissend :lol: . Darum frag ich ja... Um bei meinem Beispiel zu bleiben. 0,3mm kann ich doch bestimmt auch durch andere Einstellungsmöglichkeiten ausgleichen, oder?
 
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7-ender":covesr5n schrieb:
Ich glaube gar nichts. Ich bin unbeleckt und unwissend :lol: . Darum frag ich ja... Um bei meinem Beispiel zu bleiben. 0,3mm kann ich doch bestimmt auch durch andere Einstellungsmöglichkeiten ausgleichen, oder?

Boah! Ferndiagnose in diesem Falle nicht wirklich gut!
 
Mike
Mike
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Pillepalle!

Kennste diese runden flachen Wattepads aus'm Bad?
Die Hälfte von sonem Teil hab ich bei meiner PGM untern Hals gepackt um selbigen anzuwinkeln.
Fertig aus, das geht problemlos.
Ich besorg mir da doch nicht extra Furnier und kleb das da rein, damit man das nie mehr rausbekommt.
Wo kommen wir denn da hin?!? :cool:
 
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Nix Diagnose, dass ist mir schon klar. Vielleicht sollte ich es anders aufziehen: Da gibt es Hersteller wie z.B. Fender, die hauen willkürlich QS Aufkleber und Barcodelabel in die Halstasche und machen sich wahrscheinlich über nichts Gedanken, andere machen eine Wissenschaft daraus. Ausgehend davon, das man durch Einstellen von Saitenreitern, dem Halsstab oder durch Abziehen der Bundstäbchen zum gleichen Ergebnis kommen kann, warum unterlegen (mit z.B. 0,3mm)?
 
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Mike":2jfmprjv schrieb:
Pillepalle!

Kennste diese runden flachen Wattepads aus'm Bad?
Die Hälfte von sonem Teil hab ich bei meiner PGM untern Hals gepackt um selbigen anzuwinkeln.
Fertig aus, das geht problemlos.
Ich besorg mir da doch nicht extra Furnier und kleb das da rein, damit man das nie mehr rausbekommt.
Wo kommen wir denn da hin?!? :cool:

Jo, meine Frau benutzt die ;-) . Kriegt man die auf 0,3mm Dicke komprimiert?
 
Daniel
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Mike":2ja989d5 schrieb:
Ich besorg mir da doch nicht extra Furnier und kleb das da rein, damit man das nie mehr rausbekommt.
Wo kommen wir denn da hin?!? :cool:

Warum kleben...? Hält der Hals das Furnier nicht fest genug...??? ;-)
Ich habe das Funier nur reingelegt und ich konnte keinen Klangunterschied feststellen...!
 
Mike
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7-ender":1f1x1g8o schrieb:
Mike":1f1x1g8o schrieb:
Pillepalle!

Kennste diese runden flachen Wattepads aus'm Bad?
Die Hälfte von sonem Teil hab ich bei meiner PGM untern Hals gepackt um selbigen anzuwinkeln.
Fertig aus, das geht problemlos.
Ich besorg mir da doch nicht extra Furnier und kleb das da rein, damit man das nie mehr rausbekommt.
Wo kommen wir denn da hin?!? :cool:

Jo, meine Frau benutzt die ;-) . Kriegt man die auf 0,3mm Dicke komprimiert?


Mal ne Gegenfrage: Wie kommst du auf 0,3mm?
Gehst du da mit der Schieblehre ran? Wenn ja, warum?

Bei meiner PGM wollte ich einfach, dass der Halswinkel größer wird.
Wenn die Böckchen nicht weiter runter wollen, muss der Hals halt rauf.
Also einfach so ein halbes Pad drunter und die Böckchen bei Bedarf hochschrauben, fertig.
Wozu messen?
 
Mike
Mike
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Daniel":1cfmhbfm schrieb:
Mike":1cfmhbfm schrieb:
Ich besorg mir da doch nicht extra Furnier und kleb das da rein, damit man das nie mehr rausbekommt.
Wo kommen wir denn da hin?!? :cool:

Warum kleben...? Hält der Hals das Furnier nicht fest genug...??? ;-)
Ich habe das Funier nur reingelegt und ich konnte keinen Klangunterschied feststellen...!


Habe ich so schon gesehen...
Würde das Furnier aber auch nur reinlegen, wenn mir irgendwann die Wattepads ausgehen.
 
A
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Ich versuche aufzulösen, anscheinend drücke ich mich zu umständlich aus...

Frühjahr ist immer die Zeit, in der meine Klampfen bezüglich Saitenhöhe, Intonation, Halsdurchbiegung usw. geprüft und ggf. korrigiert werden. Im Rahmen dieser Maßnahme viel mir auf, dass meine Mojo mit eben 0,3mm (jaaa, ich habe gemessen) unterlegt ist, obwohl man das locker über die Saitenreiter hätte einstellen können, während meine Fender Tele dort einseitig einen Stapel von ca. 5 Barcodelabelaufklebern hat, die zusammen über 0,6mm Dicke aufweisen. Nun habe ich mir die Frage nach dem Sinn beider Zustände gestellt und bin zu dem Schluss gekommen, dass beides absolut überflüssig ist. Aber warum wurde es gemacht?
 
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Banger
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7-ender":1rynousy schrieb:
Im Rahmen dieser Maßnahme viel mir auf, dass meine Mojo mit eben 0,3mm (jaaa, ich habe gemessen) unterlegt ist, obwohl man das locker über die Saitenreiter hätte einstellen können

Naaa, nicht unterschätzen - ein Shim von 0,3mm in der Halstasche macht grob über'n Daumen gepeilt (5cm Halslänge in der Halstasche, 40cm freistehend) schon 2,4mm "Höhenunterschied" am Sattel aus, dementsprechend verändert sich auch der Anstellwinkel des Halses.
Bei meiner Bastelcaster habe ich selbst nachträglich einen Shim aus Furnier in die Halstasche geklemmt, um eine gescheite Saitenlage hinzubekommen, ohne die Saitenreiter bis zum Ende runterdrehen zu müssen - ein paar Zehntelmillimeter machen da schon ordentlich was aus.
 
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Ja, so hatte ich auch gerechnet. Nun gehöre ich ja nicht zu der Flitzebretterfraktion und mag auch auf Grund der Tatsache, dass ich viel akustische Gitarre spiele, eher eine höhere Saitenlage. Somit kann ich beide Varianten problemlos verwenden. Womit wir wieder bei der Ausgangsfragestellung wären: was ist aus welchem Grund zu bevorzugen, unterlegen oder auf eine einwandfreie mechanische Verbindung achten?
 
A
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So, mutig geht bekanntlich die Welt zugrunde, ich habe bei der Tele den Stapel an Barcodelabels rausgeschmissen. Das Ergebnis nach sauberer Einstellung von Hals und Saitenreitern ist verblüffend. Das Instrument zeigt trocken gespielt ein völlig anderes Resonanzverhalten und deutlich mehr Sustain (soviel zum Mythos ;-) ). Wenn sie vorher schon eine gute Gitarre ihrer Art war, jetzt ist sie besser. Allerdings warne ich jeden "Heimwerker"; man kann auch viel kaputt machen, gerade bei der Einstellung des Halses. Gut Ding will Zeit haben. Im Zweifelsfall den W°° oder einen Kollegen ranlassen. Und ich stelle fest, dass man als Nichtfachmann viel Zeit investiert, die man auch hätte mit spielen verbringen können...

Bei der Mojo habe ich ebenfalls die 0,3mm Schleifpapier entfernt. Allerdings ist nahezu kein Unterschied im Resonanzverhalten festzustellen. Aber auch ohne diese "Unterlage" ist sie einwandfrei einzustellen, was mich dazu bewogen hat, das Schleifpapier wegzulassen.

Mein Eindruck: Eine allgemeingültige Aussage ist schwierig, aber gerade auf völlig unnötige "Unterlagen" wie Produktionssticker u.ä. würde ich nach diesem Ergebnis jederzeit verzichten. Papier- und Plastikfolien sind keine guten Resonanzübertrager...
 
Daniel
Daniel
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mad cruiser":1dc2i3hj schrieb:
Gepresste Wattebällchen auch nicht. ;-)

Wenn man diese aber presst und in Epoxidharz einlegen tut, verbessert sich die Resonanzeingenschaft ungemein... :lol: ;-) :shock:
 
W°°
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Gitarristen wollen ja bekannterweise immer alles am allermeisten. Wenn also alles eiert und resoniert, isset am optimalsten, wie der Rheinländer den Superlativ steigert.

Starke Resonanzen heißen bei den Streichern "Wölfe", sind unbeliebt und werden.... nicht erschrecken, jetzt..... gedämpft. Zu dem Zweck hängt man z.B. ein Gewicht zwischen Steg und Saitenhalter, das sie Saite daran hindert, auf eine bestimmten Frequenz zu stark zu schwingen. Und das ist gar nicht so einfach!
Bei Bässen in Fender- oder MM-Bauweise findet man diese Eigenresonanzen, die wir "Dead-Spots" nennen, fast immer auf der G-Saite um die 5. Lage herum. Es ist extrem schwer, sie zu dämpfen, oder zu verschieben. Wenn man die Halsschrauben um eine Umdrehung löst, passiert fast nichts. Gummi in der Halstasche beeindruckt sie wenig und sie rücken erst deutlich nach unten, wenn man den Kopf mit einer großen Zwinge beschwert.

Will schreiben: Es ist gar nicht einfach, den Charakter eines Instruments, selbst mit massiven Eingriffen, zu verändern. Um so schwieriger ist es, Welten mit einem Furnier zu bewegen.
Dennoch würde auch ich der flächigen, passgenauen Verbindung den Vorzug geben. Nur so. Aus dem Gefühl heraus. Und das hört und spielt bekanntlich ja auch mit! ;-)
 
A
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Schön geschrieben, Walter. Und ich gebe Dir recht, der Bauch hört mit. Um so überraschter war ich, dass sich ein mit den Ohren ;-) hörbarer Unterschied bei der Tele eingestellt hat; schön, sie spielt sich wieder nach vorn. Wenn Du gesehen hättest, was die Jungs bei Fender da alles reingeklebt haben, hättest Du auch Handlungsbedarf gesehen, da bin ich sicher. Zum Glück sind die "modernen" Varianten mit Micro Tilt Einstellung und Einzelreitern auch für ambitionierte Bastler recht gut einzustellen. Ich habe über das Thema Resonanzen übrigens mal eine sehr intressante Abhandlung eines gewissen Charles Kaman gelesen, wie man sie vermeidet und was man alles tut, um das Gegenteil zu erreichen. Neben Leo Fender auch jemand, der auf seine Art der Gitarre und dem Gitarrenbau eine neue Richtung gegeben hat. Vielleicht auch ein Grund, weshalb ich gerne mal auf "Tupperware" zurückgreife...


Tante Edith stellt fest: Es ist natürlich möglich, dass ich bei der Tele durch die Fülle der Maßnahmen "ausversehen" ein, wie auch immer geartetes, anderes Problem erschlagen habe. Ist mir aber ziemlich egal...
 

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