Ohrenverträglicher Cleansound ?


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Hallo, ich stehe mittlerweile ziemlich auf bissige Cleansounds, z.B. wie der Gitarrist von den Red Hot Chili Peppers ihn hat bzw. früher hatte. Allerdings ist mein Cleansound noch ein bisschen mehr angezerrt, durch meinen Bridge-Humbucker. Die Konstellation ist folgende:

o) Fender Strat, nur Bridgepickup, Seymour Duncan SH-4
o) 10er Harley Benton Saiten (die für .99 cent, sind echt ok!)
o) Engl Thunder 50 Watt Combo mit 12" Speaker

Was ich noch hinzufügen will um dann auf mein Problem zu kommen: Den allergeilsten Cleansound für mich erzeuge ich mit einem Wah, dass durchgetreten ist und in dieser Position fest steht. Also ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich denke das müsste man dann als absolut höhenreichen Sound bezeichnen. Und hier fängt mein Problem an.

Um so höher die Lautstärke des Amps - wer kennt das Problem mit einem lauten Schlagzeug nicht - desto höher ist das "ziehen" oder "reisen", das man in den Ohren verzeichnen kann, wenn man ohne Ear-Plugs (od. Ear-Safes) sich das reinzieht. Also will sagen, ich finde einen spitzen oder bissigen Sound echt absolut genial, da ich aber der Einzige bin, der in der Band Ear-Plugs verwendet sehe ich da ein echtes Problem. Was kann ich da machen?! Bei verzerrtem Sound ist es kein Problem, da der Zerrkanal des Amps die Höhen nicht so raus lässt wie der Clean Kanal und ich bei Zerre das Wah sowieso auf Bypass schalte (mein Amp hat übrigens eine Klangreglung für beide Kanäle).

Auf den Sound den ich haben will verzichten, eine sanftere Einstellung wählen? Wie macht das z.B. ein John Frusciante der solche Cleansounds in einer irren Lautstärke auf sein Publikum los lässt? :roll:

Nils
 
Jamalot
Jamalot
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Moin Nils,
es gibt da sicherlich verschiedene Möglichkeiten.
Mir fallen gerade spontan zwei ein. Etwas Umstänlich wäre die Lösung einen Equalizer hinter Wah zu hängen und damit dann die zu hohen Frequenzen rausfiltern oder zumindest nur die schmerzhaften.
Das dürfte etwas schwierig sein, da die meisten Equalizer im Bodentreterformat relativ beschränkt sind.
Vielleicht bringt es noch etwas hinter dem Equlizer noch einen Compressor zu packen, der Dir dann zumindest die übergebliebene Signal 'punched'
Ein zweiter weg wäre, den Sound mit einem Filter Modulator hinzubiegen.
Ein Wah ist ja im Grunde genommen nichts anderes als ein parametrischer Filter. also wirst Du das sehr leicht mit einer Tretmiene hinbekommen können, denke ich. Da hättest Du ggf weitere Einstellmöglichkeiten die Dir helfen es nicht zu Spitz zu halten...
Spontan fällt mir der FM4 von Line 6 ein, der aber wohl zu teuer und zu 'King Size' für den einen Sound ist. (Solltest Du allerdings auf schräge Sounds stehen, probier das Dingen mal aus...)
Es gibt von Line 6 auch diese neue Serie mit den Tretmienen. Da weiß ich aber nur, dass es sie gibt. Preis und Sounds hab ich null Ahnung von.
Aber was so Filter Tretmienen angeht können Dir andere sicher ein bisschen mehr sagen, da ich auf dem Gebiet nicht sonderlich fit bin.
 
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Hi,

ich würd den Sound grundsätzlich im Bandgefüge und bei "Kampflautstärke" einstellen. Dreh mal die Presence einen guten Schluck runter. ENGL liefert viel davon.

Gruß
burke

P.S.: Ich könnte mir vorstellen, daß die Zwischenposition Bridge/ Mitte besser kommt. Bridge-HB und clean... hm.
 
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burke":3q000oz7 schrieb:
Dreh mal die Presence einen guten Schluck runter. ENGL liefert viel davon.
Ich könnte mir vorstellen, daß die Zwischenposition Bridge/ Mitte besser kommt. Bridge-HB und clean... hm.


Hi Burke,

mit dem Presence-Regler hast du wohl recht. Allerdings hat mein Engl Thunder eine kleine Eigenschaft, die mir das ganze nicht so einfach macht: Der Gain (also ich denke den meinst du in meinem Fall mit Presence) Regler ist sowohl für die Eingangslautstärke im Clean Kanal zuständig, als auch für den Verzerrungsgrad im Overdrive-Channel... sprich: umso weiter ich runter gehe, umso weniger Verzerrung habe ich...

Das die Zwischenposition evtl. besser klingen würde könnte sein, der Punkt ist aber, dass ich meine Strat dahingend ausgenommen habe, dass sie nur noch einen Humbucker in der Bridge hat. Im Moment weis ich gerade wieder mal so direkt nicht, wie ich das finden soll. :?


@Jan: Andere Pedale sind natürlich eine Möglichkeit, daran habe ich noch nicht gedacht. Ich werde mich da mal schlau machen.

Hat jemand vielleicht noch andere Vorschläge?

Nils
 
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Hi,

sonic-23":1yhwcz44 schrieb:
Der Gain (also ich denke den meinst du in meinem Fall mit Presence) Regler

nein, ich meinen den Presence-Regler ;-). Der Thunder 50 scheint keinen zu haben. Das ist schade, damit zieht man die obersten Höhen etwas runter.

Hat aber für manche Anwendungen auch Vorteile; deutet nämlich auf das Fehlen einer "negative feedback"-Schaltung hin, die für manche Sounds besser kommt.

Gruß
burke
 
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bissige und knackige höhen kriegst du auch, wenn du die Vorstufe nur ganz wenig aufdrehst und dafür die Enstufe aufs Maximum. probier das mal.
 
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Mein Fender pro185 besitzt einen Mid-Cut Schalter, der die schmerzhaften Spitzen wegfiltert. Sehr brauchbar, wenn ich von meiner Semi auf die Tele wechsele.

Wenn dein Amp sowas nicht hat, regel die Mitten etwa 1/4 runter. Dann tuts nicht mehr ganz so weh.
 
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Sascha´s Strat":3jcddchb schrieb:
Wenn dein Amp sowas nicht hat, regel die Mitten etwa 1/4 runter. Dann tuts nicht mehr ganz so weh.


Hi, wie gesagt ich meine ich spiele eh immer mit Ear-Safes, ich habe nur Bedenken um meine Mitmusiker. Aber wie ist das jetzt, kommt das Zerren im Ohr hauptsächlich von den Mitten oder den Höhen?

Irgendwie ist das bei meinem Thunder-Combo auch so eine Sache, die Klangreglung ist verdammt effektiv, gerade beim Höhenregler ist zwischen 1 und 11 ein Unterschied wie Himmel & Hölle... alle meine vorherigen Amps waren in der Klangreglung nicht so effektiv gewesen...


Nils
 
frank
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Nils,

wirf doch mal einen Blick in Deine Bedienungsanleitung.
Es mag durchaus sein, dass Deine Regler sich gegenseitig beeinflussen. Trebble hat Auswirkungen auf Mid, der wiederum Wirkung beim Bass zeigt.

Zur Lösung Deines Problems ist neben dem Studium des Manuals schlicht ein wenig Ausprobieren mit Fingerspitzengefühl angesagt. Und vergiss nicht: Deine Gitarre hat auch Poties!
 
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frank":308qosuz schrieb:
Und vergiss nicht: Deine Gitarre hat auch Poties!

Hallo Frank,

auch hier hab' ich se soweit ausgeschlachtet, dass nur noch das Volume-Poti gegeben ist. Aber ich glaube (und jetzt nach meheren Stunden experimentieren) ist das zurückdrehen des Volumepotis ein ganz guter Ansatz, allerdings muss ich das noch gut üben das V-Poti mit ins Spiel einzubeziehen...


Nils
 
frank
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sonic-23":352426z4 schrieb:
frank":352426z4 schrieb:
Und vergiss nicht: Deine Gitarre hat auch Poties!

Hallo Frank,

auch hier hab' ich se soweit ausgeschlachtet, dass nur noch das Volume-Poti gegeben ist...Nils

Hi Nils,

sich freiwillig der Einstellungsmöglichkeiten an der Gitarre berauben? Das ist ja köstlich!
 
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frank":nxwnzekr schrieb:
Hi Nils,
sich freiwillig der Einstellungsmöglichkeiten an der Gitarre berauben? Das ist ja köstlich!

Hi Frank,

na na ja, tu mal nicht so wie wenn ich der einzige auf der Welt währe der eine Gitarre mit nur einem Volume-Poti hat! ;-)

Ich sehe die Beschränkung eher als Zugewinn für mich, so muss ich nicht ständig an den Potis fummeln :cool:

Nils
 
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Hi,

versuch mal die Mitten am Verstärker etwas rauszudrehen... Der Gitarrentone ist dann zwar nicht mehr sooo Durchsetzungsfähig, aber Du kannst ja vorsichtig rumdosieren.

Bass würd ich auch nicht voll reindrehen (je nach Gefühl und Geschmack so 13 bis 14 Uhr)
Höhen versuch mal 11 Uhr und taste Dich rein.

Und wie schon angesprochen - mit wenig Gain anfangen aber erstmal viel Ausgangsleistung, dann reintasten (mehr Gain und Stück für Stück volume zurück, damit Du Deine Ohren nicht killst)

bis dann
Oliver
 
frank
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sonic-23":19mtdrz2 schrieb:
frank":19mtdrz2 schrieb:
Hi Nils,
sich freiwillig der Einstellungsmöglichkeiten an der Gitarre berauben? Das ist ja köstlich!

Hi Frank,

na na ja, tu mal nicht so wie wenn ich der einzige auf der Welt währe der eine Gitarre mit nur einem Volume-Poti hat! ;-)

Ich sehe die Beschränkung eher als Zugewinn für mich, so muss ich nicht ständig an den Potis fummeln :cool:

Nils

Hi Nils,

echt, da gibt`s noch mehr von? :mrgreen:

Ich hab`s nicht böse gemeint. Für mich überwiegen eindeutig die Vorteile vorhandener und arbeitsfähiger Poties. Von "ständig herumfummeln" kann gar keine Rede sein, aber trotz vorhandener Grundeinstellung je nach Bedarf den Ton zu variieren zu können, dass halte ich für wichtig. Mit dem Volume die Zerre gesteuert, wenn`s dann zu "klimperig" wird, dann den Tone nachgeregelt, das geht mit ein wenig Übung rasch.

Du fängst jetzt ja damit an, das Volume-Potie in Dein Spiel einzubeziehen. Mich sollte es nicht wundern, wenn Du bald darüber nachdenkst, Deine Gitarre wieder rückzubauen.
 
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frank":2nbia9hp schrieb:
...wenn Du bald darüber nachdenkst, Deine Gitarre wieder rückzubauen.

Hi Frank,

warum habe ich nach heutigen Probe bloß das Gefühl, dass mir dieser Gedanke immer mehr gefällt :) ...

Ich konnt heute die genannten Sachen im Fred hier ganz gut ausprobieren und bin denke ich auf einem ganz guten weg.

Bis denn,
Nils
 
frank
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Hi Sonic,

sonic-23":1cb9rcy3 schrieb:
warum habe ich nach heutigen Probe bloß das Gefühl, dass mir dieser Gedanke immer mehr gefällt :) ...

Weil Du ein kluges Kerlchen bist, darum!

sonic-23":1cb9rcy3 schrieb:
Ich konnt heute die genannten Sachen im Fred hier ganz gut ausprobieren und bin denke ich auf einem ganz guten weg.

Ich habe nichts anderes erwartet und freue mich, dass wir Dir helfen konnten. Ich danke für Dein Feedback, das vermisse ich allzuoft.
 
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sonic-23":1obf0j1k schrieb:
Hallo, ich stehe mittlerweile ziemlich auf bissige Cleansounds, z.B. wie der Gitarrist von den Red Hot Chili Peppers ihn hat bzw. früher hatte. Allerdings ist mein Cleansound noch ein bisschen mehr angezerrt, durch meinen Bridge-Humbucker. Die Konstellation ist folgende:

o) Fender Strat, nur Bridgepickup, Seymour Duncan SH-4
o) 10er Harley Benton Saiten (die für .99 cent, sind echt ok!)
o) Engl Thunder 50 Watt Combo mit 12" Speaker

Was ich noch hinzufügen will um dann auf mein Problem zu kommen: Den allergeilsten Cleansound für mich erzeuge ich mit einem Wah, dass durchgetreten ist und in dieser Position fest steht. Also ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich denke das müsste man dann als absolut höhenreichen Sound bezeichnen. Und hier fängt mein Problem an.

Das Deiner Zuhörer auch... ;-)
Welches Wah benutzt Du?
Wenn ich mir vorstelle, auch nur irgendeinen Sound mit durchgetretenem Cry Baby zu spielen, bluten mir schon die Ohren...
Bau Dir nen Single-Coil entweder in die Mitten- oder Halsposition und kombinier den mit Deinem Steg-Pickup. Lässt der sich splitten?
Und mach den Wah aus. ;-)

Rock on,
Peter
 
 

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