Welche Saiten für die Akustik (Western)?


gitarrenruebe
gitarrenruebe
Well-known member
Registriert
20 Oktober 2005
Beiträge
5.559
Lösungen
1
Hallo zusammen,

der Betreff sagt es: Welche Saiten könnt Ihr mir empfehlen?

Mir geht es hier NICHT darum, zu sparen.

Mir geht es darum, die schönen Eigenschaften der Seagull mit guten Saiten zu fördern, d.h.:

Schönes Obertonverhalten, "crisper" Klang (dumpf werden die noch von alleine ...), "geschmeidige" Haptik und, nach dem üblichen Dehnen, gutes Stimmverhalten.
Das mal so als ein paar, mir wichtige, Features.

Ich habe derzeit auf den beiden Seagulls (jeweils vom Voreigentümer) unterschiedliche Saiten drauf, das sind schon (alleine die Haptik) große Unterschiede. Auch war ich baff, dass die 12er auf der Folk "geschmeidiger" wirken als die 10er auf der Dreadnought.
Also interessieren mich auch mal Eure Erfahrungen zu den unterschiedlichen Stärken - welche nutzt Ihr, und warum?!

Wie gesagt, wenn nun der Satz eben ein paar EUR mehr kostet, und dann aber auch qulitativ wirklich deutlich die Nase vorne hat, dann investiere ich das gerne. Und: Wenn es Super-Saiten aus Deutschland (Pyramid) gibt, ist das für mich auch klar ein fettes Pro-Argument.

Also, Ihr Akustik-Nerds, her mit Euren Tipps und Empfehlungen!
 
auge
auge
Moderator
Teammitglied
Registriert
9 Oktober 2006
Beiträge
5.658
Lösungen
2
Ort
zwischen Tür und Angel...
Hi Rolf,

ich verwende auch auf meinen Akustischen Gitarren (6- und 12-Saitig) Pyramid Akustiksaiten.
Hab auch mit der Stärke ein wenig herumprobiert und bin aber dann doch wieder bei 012ern gelandet.
Bschichtete Saiten haben mir von der Haptik nicht gefallen und d'Addarios waren mir etwas zu stumpf im Klang. Adamas fand ich auch ganz gut allerdings hab ich die dann Lokal oft nicht bekommen.
Viel Spass beim Wählen.
Lg
Auge
 
A
Anonymous
Guest
Ich hatte mir seinerzeit mal den kostenintensiven Wahnsinn gegeben, diverse Akustik-Sets ca. eine halbe Stunde auszuprobieren und dann durch den nächsten zu ersetzen.

Das Ergebnis: D´Addario EXP - Bronze wie Phosphor Bronze, je nach Lust und Laune - klangen für mich am besten und fühlten sich auch am besten an (ich mag das trockene Saitengefühl).

Dabei habe ich nicht darauf geachtet, ob die Saiten gecoatet waren oder nicht; allein aus klanglichen und haptischen Gründen haben die EXPs bei mir gewonnen.

Als unangenehmster Satz fielen die Elixir-Saiten besonders auf.

Naaaa-türlich alles rein subjektiv. :cool:
 
Tomcat
Tomcat
Well-known member
Registriert
10 August 2007
Beiträge
2.034
Ich benutze schon seit Jahren Martin Studio Performance Phosphor Bronze. Das sind die, wo auch die h- und die e-Saite bronziert sind. Ich spiele den .011er Satz. Die gefallen mir am Besten und nur so zur Orientierung: Elixir-Saiten mag ich auch nicht. ;-)
 
les_paule
les_paule
Well-known member
Registriert
22 März 2003
Beiträge
137
Ich spiele ELIXIR Acoustic 80/20 Bronze Nanoweb Custom Light.
11-52, G-Saite umwickelt.

Sehr ausgewogener Klang, nicht ultralaut, aber wie gesagt, sehr ausgewogenene Lautstärke zwischen den Saiten.
Seidiger Grip, lange Lebensdauer - ich bin mit diesen Saiten ABSOLUT zufrieden.

Gruß Jörg

PS: Nach einer halben Stunde würde ich keine Saiten wieder runterwerfen, die entwickeln sich ja erst. Das ist dann wirklich eine teure Angelegenheit.
 
Monkeyinme
Monkeyinme
Well-known member
Registriert
3 Januar 2007
Beiträge
2.900
Ort
Im Musikzimmer
Moin,
ja, die Unterschiede von Gitarre zu Gitarre können groß sein...

Auf meiner Ovation fand ich Elixier richtig gut, auf der Takamine waren die klanglich richtig scheiße. Die Höhen waren zu sehr bedämpft, etwas was den Klang der Takamine zerstört, aber die Ovation nach vorne bringt. Auf der Takamine spiele ich gerade 08/15 Pyramid Pure Nickel, die gleichen wie auf der E.Gitarre. Klingt gut, fühlt sich gut an. Vielleicht sollte ich mal die Akustik Saiten ausprobieren...

Alles nur akustisch, selten elektrisch.

Viel Spass beim Probieren!

Ciao
Monkey
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
Well-known member
Registriert
20 Oktober 2005
Beiträge
5.559
Lösungen
1
Huhu oll-tu-gesser,

ja natürlich werde ich probieren, aber man kann ja mal ne kleine Vorauswahl aufgrund von Empfehlungen treffen.

@Jörg: Was hast Du denn für ´ne Seagull?
Bauart?
Decke Zeder oder Fichte?
Vollmassiv, teilmassiv?
Zargen und Boden aus Ahorn, Mahagoni oder Palisander?
Fragen über Fragen ...
 
frank
frank
Well-known member
Registriert
13 Oktober 2004
Beiträge
3.682
Ich spiele auf meinen A-Gitarren ebenfalls 11er bronce Elixier-Saiten und finde die richtig gut im Klang und hinsichtlich Lebensdauer.

Ich benutze 11er, weil sie sich leichter spielen lassen und weniger Zug auf die Decke bringen. Abgesehen davon finde ich (zumindest auf meinen Gitarren), dass 12er nicht sooo sehr viel lauter sind bzw. sooo viel besser klingen. Da geht mir das komfortable Spielen vor.
 
A
Anonymous
Guest
les_paule schrieb:
PS: Nach einer halben Stunde würde ich keine Saiten wieder runterwerfen, die entwickeln sich ja erst. Das ist dann wirklich eine teure Angelegenheit.

Hallo les_paule,

bei intensiver Beackerung (eben Bud Spencer-like, inkl. Doppelbackpfeife) hatte ich sie jeweils nach ca. 10-15 Minuten "weich". Und ja, das war teuer, aber vom Händler meines Vertrauens zum EK gesponsort, da auch ihn die Sache interessierte. Und wenn Du etwas wirklich wissen willst, dann gibt eben einfach nix Gutes, außer...na, Du weißt schon. ;-)

Gruß,

Batz.
 
A
Anonymous
Guest
les_paule schrieb:
Ich spiele ELIXIR Acoustic 80/20 Bronze Nanoweb Custom Light.
11-52, G-Saite umwickelt.

Sehr ausgewogener Klang, nicht ultralaut, aber wie gesagt, sehr ausgewogenene Lautstärke zwischen den Saiten.
Seidiger Grip, lange Lebensdauer - ich bin mit diesen Saiten ABSOLUT zufrieden.

DITO! Ich hab auch schon viele andere Saiten getestet auf meinen akustischen, doch komme ich immer wieder auf genau diese zurück. Toll im Sound, eeeewig haltbar und allem voraus schonend für Finger und auch Bünde ;-)

Was ich auch sehr sehr gut fand und dir empfehlen würde: DR Rare Phosphor Bronze= laut und warm


Du wirst das für dich selbst rausfinden was für dich gut ist lieber Rolf.
 
mr_335
mr_335
Well-known member
Registriert
31 Januar 2006
Beiträge
1.874
Ort
Rheinland Pfalz
Moin Rolf,

Gourmetwahl:
John Pearse 600l
http://www.thomann.de/de/john_pearse_600l_phosphor_bronze.htm
Thomastik Sb112 .- noch strahlender
http://www.thomann.de/de/thomastik_sb112.htm
Wyres TP 1254, bekomme ich immer vom Mcilroy Vertrieb.
Klingen lange sehr gut und fühlen sich nicht so an wie die Elixir

Everyday:
Elixir 012 Nanoweb 012
http://www.thomann.de/de/elixir_nanoweb_light_phosphor_bronze.htm
Martin MSP4100
http://www.thomann.de/de/martinguitars_msp4100.htm
Daddario exp16
http://www.thomann.de/de/daddario_exp16.htm


Niemals wieder kommen folgende Saiten drauf:
Tanglewood Infinity - klingen britzelig und mache einen Heidenlärm
Daddario EXP11 - siehe Tangelwood
Fender 880l Duraton
noch schlimmer als alles davor.
 
michabekman
michabekman
Well-known member
Registriert
8 Januar 2005
Beiträge
281
Ort
Dormagen
John Pearse Phosphor Bronze.
Finde die Saiten immer wieder geil. Ab und zu kommt dann mal ein Elixir Satz drauf … aber ich glaube ich bleibe jetzt bei denen.
Sehr ausgewogen, schönes Sustain, klingen frisch nicht hart, irgendwie immer "musikalisch richtig". Obwohl kein Coating drauf ist, bleiben die Saiten lange "frisch".
 
A
Anonymous
Guest
Elixir Phosphor Bronze - klingen für mich schön offen und setzen sich im Bandkontext schön durch ... Try it ...
 
A
Anonymous
Guest
Ich mag ebenfalls die Elixir Bronze Saiten und spiel die Stärken 011-052.
Der Vorteil ist natürlich die Langlebigkeit der Saiten. Ein Nachteil aber auch, dass die Saiten im ganz neuen Zustand, meiner Meinung nach, nie so klingen wie ganz frische Saiten...
 
A
Anonymous
Guest
Hallo Rolf,

hab auf meiner Taylor Elixir Nanoweb Custom Lights (11-52), sehr brilliant un perkussiv, halten durch die Beschichtung seeehr lange und fühlen sich gut an. Ein weiterer Vorteil der Beschichtung ist, dass sich die Nebengeräusche beim umgreifen in Grenzen halten.

Früher spielte ich ausschließlich LaBella Silk & Steel, klingen auch sehr gut, jedoch ist hier öfter mal ein Saitenwechsel von Nöten als bei den Nanowebs.
 
cook
cook
Well-known member
Registriert
5 März 2004
Beiträge
970
Hey Rübe,

in welcher Liga spielen denn deine Seagulls? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei meiner billigen Yamaha völlig egal ist (naja, fast), welche Saiten ich drauf habe. Klingt eh' alles gleich. Meine Gibson ist dagegen ziemlich zickig. Da funktionieren nur wenige Sätze richtig gut. Deshalb teste ich schon seit einem Jahr permanent und führe eine Art "Saiten-Tagebuch", um mich später an positive und negative Eigenschaften erinnern zu können. Kann ich nur empfehlen!

Schönheit liegt immer im Auge (und Ohr) des Betrachters. Ich glaube kaum, dass dich die Tipps hier weiterbringen. Dafür sind Gitarren und Geschmäcker einfach zu verschieden.

Gruß
Cook
 
A
Anonymous
Guest
cook schrieb:
.... führe eine Art "Saiten-Tagebuch", um mich später an positive und negative Eigenschaften erinnern zu können. Kann ich nur empfehlen!

Da haben wir was gemeinsam, das mache ich seit über 10 Jahren und ich trage immer das Datum mit ein wann ich welche Gitarre neu besaitet habe...sind wir schlimm!? :roll: :?

:p
 
cook
cook
Well-known member
Registriert
5 März 2004
Beiträge
970
Das Datum? Du Control-Freak! :-D Kann für den einen oder anderen aber sicher heilsam und entlarvend sein. Da sind die Saiten im Gefühl oft "gerade gewechselt", obwohl sie tatsächlich schon ein paar Wochen auf der Gitarre waren.
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
Well-known member
Registriert
20 Oktober 2005
Beiträge
5.559
Lösungen
1
Danke schon mal zwischendrin an alle.
Da kristallisieren sich zumindest für mich schon mal einige Kandidaten raus,
die es wert sind, getestet zu werden. Und zwar mal in allen Preiskategorien.

Interessant ist diese sehr unterschiedliche Empfindung bzgl. der Elixir-Strings.

Nochmal was zur Saitenstärke:
Ich hab auf einer 10er, auf der anderen 12er.
Die mit den 12er ist bissi besser eingestellt, minimal.
Aber: Die 12er (unabhängig) von der Saitenhöhe/Halskrümmung fühlen sich
"geschmeidiger", weicher, an :shock:. Ich hätte da nie auf 12er getippt.
Dünnerer Kern = weniger Zug ?!

Mal schauen, ich glaube eine erste Testrunde beisammen (die Saiten werden
dann schon solange drauf sein, bis so langsam ie Luft ... äh der Ton ... raus ist).

Es wird ein bisschen dauern, aber ich werde mal Erfahrungswerte berichten.
Das mit dem Saitentagebuch werde ich mal für die Akustiks einführen, so
kann man mal seine Eindrücke festhalten und immer mal nachschauen.
 
auge
auge
Moderator
Teammitglied
Registriert
9 Oktober 2006
Beiträge
5.658
Lösungen
2
Ort
zwischen Tür und Angel...
Magman schrieb:
cook schrieb:
.... führe eine Art "Saiten-Tagebuch", um mich später an positive und negative Eigenschaften erinnern zu können. Kann ich nur empfehlen!

Da haben wir was gemeinsam, das mache ich seit über 10 Jahren und ich trage immer das Datum mit ein wann ich welche Gitarre neu besaitet habe...sind wir schlimm!? :roll: :?

:p

Pfooaaa.....unglaublich! Da ziehe ich meinen Hut und das meine ich nicht ironisch!
Lg
Auge
 
Armint
Armint
Well-known member
Registriert
5 Mai 2008
Beiträge
780
Ort
Friedrichsdorf/Taunus
Auf den "richtigen" Akustiks hatte ich immer Eleixir drauf -> Monkeyinme hat meine Ovation mitsamt Elixirs übernommen.

Auf meiner Taylor T5 sind Wyres drauf - Danke an Rolli für den Tipp!

Gruß
Armin
 
Dr.Dulle
Dr.Dulle
Well-known member
Registriert
28 April 2007
Beiträge
1.588
Lösungen
1
Ort
Berlin-Wedding
gitarrenruebe schrieb:
Nochmal was zur Saitenstärke:
Ich hab auf einer 10er, auf der anderen 12er.
Die mit den 12er ist bissi besser eingestellt, minimal.
Aber: Die 12er (unabhängig) von der Saitenhöhe/Halskrümmung fühlen sich
"geschmeidiger", weicher, an :shock:. Ich hätte da nie auf 12er getippt.
Dünnerer Kern = weniger Zug ?!

andere Mensur .....???


Gruß
 

Ähnliche Themen

DerOnkel
Antworten
27
Aufrufe
7K
Anonymous
A
 

Oben Unten