Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

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Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

Tach zusammen!

Jetzt steht er also endlich hier und sieht gut aus. Aber nicht nur das!

Wir haben hier einen zweikanaligen Combo mit 1 x 12“ Bestückung, Hall, einem seriellen Einschleifweg und einem gefilterten symmetrischen Recording-Ausgang. Aber da gibt es noch allerlei Raffinessen zu berichten.

So sind beide Kanäle mit einem Poti ausgestattet, das die Leistung stufenlos zwischen 1 und (nominell) 30 Watt regelt. Außerdem besitzt die Endstufe zwei unterschiedlich bestückte Seiten: die eine mit zwei EL 84, die andere mit zwei 6V6. Mit einem Poti kann – allerdings für beide Kanäle gemeinsam – zwischen den beiden Endstufentypen übergeblendet werden, wobei bei Anschlag nur jeweils ca. 20 Watt zur Verfügung stehen. Die höchste Leistung von ca. 30 W werden in der Mittelstellung erreicht, in der beiden Seiten gleichberechtigt arbeiten.

Der Hall arbeitet digital, also keine scheppernde, pfeifende und Nebengeräusche produzierende Spirale, dafür aber getrennt für jeden Kanal regelbar. Er klingt ausgesprochen angenehm und räumlich, Tiefe und Ausklingverhalten sind für Gitarre perfekt abgestimmt, Ein- und Ausschalten funktioniert knackfrei und ohne Pegelsprünge. Der serielle Einschleifweg ist dahinter angeordnet, so dass an dieser Stelle angeschlossene Vorstufen leider nicht davon profitieren. Der Recordingausgang besitzt leider keinen eigenen Pegelsteller, ebensowenig der Einschleifweg.

Der Einschaltknopf sitzt aus Platzgründen auf der Rückseite, dafür ist der dreistufige Standbyschalter praxisgerecht oben auf dem Bedienpanel angebracht. Die dritte Stellung schaltet den internen Lautsprecher ab und hängt einen Lastwiderstand an die Endstufe. Der Recording-Out ist dabei natürlich weiterhin aktiv. Als Lautsprecher ist ein sogenannter „Egnater Elite 80“ verbaut, der von Celestion hergestellt wird. Es gibt einen Ausgang für einen externen Lautsprecher und einen Schalter für entsprechende Anpassung der Impedanz. Die Rückseite des Amps ist verschlossen; teils durch ein großzügiges Lüftungsblech, teils durch eine Holzplatte, in der sich jedoch ein Deckel befindet, der abgeschraubt werden kann und direkten Zugang zu den Röhren bietet, so dass bei einem Röhrenwechsel nicht das Chassis ausgebaut werden muß. Clever!

Die beiden Kanäle verfügen über jeweils einen Volumen-, Treble- und Bassregler sowie über zwei putzige Minischalterchen, die mit „Bright“ und „Tight“ bezeichnet sind, der Kanal 2 besitzt zusätzlich einen Gain- und einen Mittenregler. Der Kanalwechsel passiert entweder durch einen Schalter auf dem Bedienpanel oder durch den mitgelieferten Zweifachfußschalter aus Metall mit fest verbundenem knapp ausreichend langem Kabel, der auch noch den Hall ein- und ausschaltet und mit sehr hellen LEDs Auskunft über den Schaltzustand gibt. Weiter ist auch ein schickes, ordentlich wattiertes Mäntelchen für den Amp im Lieferumfang enthalten.

Insgesamt sieht der kleine sehr kompakt und irgendwie knuffig aus. Er ist in Höhe und Breite deutlich geringer ausgefallen als andere 1 x 12“ Combos, dafür aber deutlich tiefer. Die Verarbeitung wirkt vertrauenerweckend, mit dem einsamen Griff auf der Oberseite hängen seine 16,5 kg nicht allzu lästig am langen Arm.

Test Teil 1 – Im Wohnzimmer

Beim Einschalten in den Standbymodus fällt als erstes das vollkommene Fehlen jeglichen Nebengeräusches auf. Sonst ist ja eigentlich immer mindestens ein leises Trafobrummen zu hören, und jetzt – Stille! Der erste Kanal fällt zunächst durch eine ausgesprochen effektive Klangregelung auf. Der „Bright“-Schalter macht mir dabei den Eindruck, als ob der den Wirkungsbereich des Treblereglers verändere. Der Kanal zeigt sich nicht sehr übersteuerungsfest; selbst mit Mädchensaiten, Mädchenplektrum und einem Mädchenanschlag muß ich den Leistungsregler auf 30 W stellen, um nicht bereits ab 11:30h mit der Strat ein leichtes, aber äußerst harmonisches Bizzeln in den Höhen hervorzurufen. Dreht man den Volumenregler höher, kommt immer mehr Dreck in´s Spiel; das geht bei Rechtsanschlag fast in den Crunchbereich. Mit Rücksicht auf die Nachbarn drehe ich den Wattregler zurück, aber das Ding wird nicht nennenswert leiser – ich höre nur, dass die Endstufe mehr an´s Arbeiten kommt! Der „Tight“-Regler dünnt etwas die Bässe aus, was sich aber bei Wohnzimmerlautstärke nicht sehr stark bemerkbar macht. Der Tube Mix-Regler wirkt sich bei hartem Wechsel zwischen EL 84 und 6V6 hörbar, aber nicht dramatisch aus. Muß ich nochmal bei größerer Lautstärke probieren!

Kanal 2 setzt erstmal ziemlich harmlos ein. Dabei reagiert der Gainregler auf der ersten Hälfte des Regelweges sehr feinfühlig, ab 01:00h muß man aber äußerst vorsichtig agieren. Strat am Halse klingt passabel, die 335 ausgezeichnet. Bei Gain auf 02:00h gibt es vom Steg schon was vor´s Lätzchen; mit der Hamer kommen wir da schon auf Beano-Zerre. Insgesamt wirkt der zweite Kanal auf Anhieb sehr kultiviert und ausgesprochen vielseitig. Die Gainreserven im Wohnzimmer auszuloten macht keinen rechten Sinn, und außerdem kommt gleich mein besseres Drittel vonne Arbeit.

Fortsetzung folgt!

Lesen Sie im zweiten Teil, wie sich der kleine Brüllwürfel im Proberaum macht, was er davon hält, allerlei Vorstufen und Effektgeräte in den Effektweg gestopft zu bekommen, und ob er sich in der Probe vom Carr Rambler des Kollegen nicht furchtbar den Hintern versohlen läßt!
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RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

Tach Jörg,

na da hat er ihn doch wirklich, den Egnater Rebellomat - Glückwunsch erst mal und danke für deine informative Reviewseite
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RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

Danke! Das ist spannend.
Verdammt, da bekomm ich GAS

greetz
univalve
 
I will burn your brain with my fuzz.
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RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

univalve schrieb:
Danke! Das ist spannend.
Verdammt, da bekomm ich GAS

greetz
univalve


Jo kann man bei dem Egni schon bekommen. Das Topteil mit seinen regelbaren 1-20 Watt finde ich sehr geil. Hatte ich schon mal angetestet im Laden und war schwer beeindruckt. Die Tubemix-Schgaltung von 2x 6V6 oder 2x EL84 ist auch was feines. Hört man aber erst richtig wenn der kleine Kerl etwas Dampf machen kann.

Naja, lassen wir den Mad hier mal weiter berichten
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RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

Magman schrieb:
Das Topteil mit seinen regelbaren 1-20 Watt finde ich sehr geil.


Genau das habe ich mir auch gedacht, als ich mir die Teile beim großen T
online angeschaut habe Bin gespannt, wie das Review weiter geht.
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RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

Magman schrieb:
Die Tubemix-Schgaltung von 2x 6V6 oder 2x EL84 ist auch was feines. Hört man aber erst richtig wenn der kleine Kerl etwas Dampf machen kann.

Das habe ich ja jetzt schon. Ich finde, dass man es schon deutlich auch leiser hört. Voxiger oder Fendriger, mittiger oder "seidiger mit mehr Bums unten rum"...
Aber der Unterschied wird deutlich krasser, wenn man es lauter macht. Das stimmt natürlich. Wobei ich nicht mal in den angezerrten Bereich komme - wird (mir) dann einfach zu laut.

greetz
univalve
 
I will burn your brain with my fuzz.
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RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

Test Teil 2 – Im Proberaum

Kann mir mal jemand erklären, wie ich jemals EL 84 Endstufen gut finden konnte? Ne, im Ernst, mir gefällt der Kleine im 6V6-Modus wirklich besser. Aber mal langsam.

Wenn man den kleinen Rebellen etwas von der Leine läßt, macht er ganz schön dicke Backen. Er ist nicht ganz so laut wie ein Classic 30 und klingt wesentlich filigraner und nicht so hemdsärmelig wie jener. Vorstufe und Lautsprecher sind nicht sehr höhenlastig abgestimmt; Fender-Chime ist möglich, beansprucht aber den Brightschalter und einen guten Teil des Treble-Regelwegs. Meine gestrige Beobachtung über den Headroom im Kanal 1 finde ich bestätigt: bei 12:00h ist Schluß mit Clean. Dafür können Dynamik und Ansprache nahezu mit der Engl 580 mithalten, die sehr explosiv reagiert. Mit einer S-S-H-Strat kann man mit leicht zurückgedrehtem Volumen clean am Hals, vollaufgedreht eine knusprige Zwischenstellung und ein Brett am Steg erzeugen, das massiv Druck macht. Hier werden die Höhen schön wegkomprimiert, ohne dass die Durchsetzungskraft dadurch leidet. Gefällt mir gut! Die dabei erreichbare Lautstärke entspricht ungefähr derjenigen des 60 W Yamaha-Transistormonitors mit Eminence Wizard, dabei kommen die oberen Mitten mit den 6V6 eher samtig und schmeichelnd, mit den EL 84 erwartungsgemäß wesentlich bolleriger. Dafür ist hier der Bass etwas straffer. Sehr amtlich klingt die Gretsch mit normalen Filtertrons. Den Tom-Petty-Rhythmussound muß man erstmal besser hinbekommen!

Der Kanal 2 birgt durch den Mitten- und den Gainregler deutlich mehr Abstimmungspotential, wobei Gain-, Volumen- und Wattregler deutlich interagieren. Hier ist ein wenig Feinarbeit gefragt, man wird aber ebenso wie im Kanal 1 mit einer üppigen Vielfalt an Soundvarianten belohnt. Auch hier lasse ich den Brightschalter an und den Tightschalter aus. Ein angefetteter, bluesiger Singlecoilsound am Hals-PU (leider fehlt hier das Jimi-und-SRV-typische Üüüüüüh), der auch mit einer Humbuckergitarre sehr gut auf das Volumenpoti reagiert und damit entmulmt werden kann, und der einen beim Umschalten auf den Steghumbucker ganz ordentlich anschreit. Hier empfiehlt es sich, Volumen und Watt ganz aufzudrehen und so wenig Gain wie möglich zu wählen. Der Knaller war bei dieser Einstellung eine Tele mit Broadcaster Steg-PU, deshalb vermute ich auch sehr gute Ergebnisse mit P 90. Gainstellungen über 02:00h habe ich schnell wieder sein lassen, weil die Dynamik stark litt. Der Mittenregler eignet sich gut, die Charakteristika verschiedener Instrumente anzupassen. Insgesamt haben wir hier mit einer S-S-H-Gitarre also von fast Clean bis ordentlich Brett nur mit ein wenig Spielen am Volumenpoti und der Kanalwahl zur Verfügung, ohne irgendwelche weiteren Hilfsmittel. Es gibt Kollegen, die damit problemlos einen Gig bestreiten.

So, weiter im Textest.

Der gefilterte Recording Ausgang liefert ein ordentliches Signal mit Mikrophonpegel. Enttäuschend war allerdings das Höhenverhalten: die Höhen über 6 kHz werden gnadenlos gekappt; es gehen Obertöne verloren, der Ton verliert an Spritzigkeit und Lebendigkeit und es bedarf erheblicher Arbeit am Pult, um einen wenigstens akzeptablen Sound hinzubekommen. Das geht deutlich besser, und so macht auch das Silent Recording keine rechte Freude!

Der Effektweg ist, wie erwähnt, nicht regelbar und hat nur einen sehr geringen Pegel. Das am Send abgegriffene Signal reichte nicht aus, um den Yamaha Powermonitor korrekt anzusteuern – da kam nur ein laues Fürzchen! Entsprechend empfindlich ist der Return. Mit dem Pegel der Engl 580 war er heillos überfordert, ich mußte das Signal so weit zurückdrehen, dass das Englchen sich wie auf Tuberkulose anhörte. Das macht die Einbindung in ein komplexeres Setup mit weiteren Vorstufen nahezu unmöglich. Der Anschluß von 19“ Effekten funktioniert dagegen einwandfrei, solange diese über getrennte Ein- und Ausgangsregler verfügen.

Fazit bis hierher: ein guter Stand-alone-Amp, dessen zwei Kanäle sehr weitreichend regelbar sind und der seine Stärken in dem Bereich hat, wo es in die leichte Verzerrung übergeht, die mit Anschlag und Volumenpoti dosiert wird, bis zu einem soliden Crunch, der durchaus solotauglich ist.

Erleben Sie morgen, wie unser kleiner Held auf den bösen Drachen Carr Rambler und eine komplette Rhythmusgruppe trifft und dabei auch noch angebrüllt wird.
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RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

gitarrenruebe schrieb:
Hallo Herr Hoppnersson,

und, wie war der Egnater vs. Carr Battle ?



Die Paarung lautet mittlerweile anders:

Hoppnerson vs. Egnater


Im Kampf Egnater vs. Twintone ging der Egnater ganz schön schnell auf die Bretter. Vergleichbar deshalb, weil ähnliche Anschlußperípherie und Features.
Aber Features alleine machen nicht glücklich.

Aber dazu mehr dann von Jörg selber.
 
___________________________________

Gruß
Stefan
Verfasst am:

RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

physioblues schrieb:
gitarrenruebe schrieb:
Hallo Herr Hoppnersson,

und, wie war der Egnater vs. Carr Battle ?



Die Paarung lautet mittlerweile anders:

Hoppnerson vs. Egnater




So ist das!

A/B Vergleich ist immer gut. Wer weiß, mit was man sich als nächstes sonst wieder selbst bescheißt!
 
Gruß

Marcello

"Mit mir selbst bin ich ohnehin selten zufrieden.
Aber das weiß ich, und es ist mir scheißegal."
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RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

gitarrenruebe schrieb:
und, wie war der Egnater vs. Carr Battle ?

Tschulljung, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Das Ergebnis war so, dass ich es keinesfalls ohne mehrfache Überprüfung veröffentlichen mochte. Nun denn!

Der cleane Kanal ist ein Hammer. Ansprache, Dynamik, Klarheit und Wärme, wie man sie sich nur wünschen kann. Dabei fällt nicht auf, dass die Zerrgrenze relativ weit unten liegt. Der Übergang ist so fließend wie bei einem wirklich guten AC 30 - nur dass der 6V6-Modus süffiger klingt. Das bedeutet, dass einem die harmonischen Verzerrungen im Bandrahmen eher auf die Sprünge helfen, sie mit dem Volumenregler des Instruments sehr feinfühlig dosiert werden können, und für Surf wird diesen Amp ohnehin keiner wirklich benutzen wollen.

Dagegen fällt der Kanal 2 heftig ab. Kein Druck, kein Durchsetzungsvermögen; eine Disziplin, die der Classic 30 mühelos bewältigte. Der Tightswitch ist überflüssig, weil der Bass nie wirklich mumpfig wird, dagegen unterliegt man ständig der Versuchung, den Brightswitch einzuschalten, um sich im Bandsound Gehör zu verschaffen - bei gleicher Lautstärke, die im Kanal 1 durchaus ausreichte. Die Anhebung liegt aber hier nicht im günstigen Bereich, sondern macht den Leadsound dünner, so dass man versucht, dies mit dem Mittenregler und weniger Höhen in den Griff zu bekommen. Dadurch aber verliert der Klang noch mehr an Strahlkraft und Tragfähigkeit. Dass Ergebnis ist eine "Pappigkeit", die einen relativ frustriert zurückläßt. Das wollte ich ohne weitere Überprüfung nicht so schreiben, geschweige denn stehen lassen.

Um diesen Höreindruck ggf. zu korrigieren, habe ich mich am nächsten Tag mit dem Pfälzer getroffen und dem Ignatz die Chance gegeben, sich im direkten Vergleich mit einem getunten Carvin Nomad (anderer Lautsprecher, Klangregelung in beiden Kanälen überarbeitet), einem Fender SuperChamp X D und einem Marshall Haze Fullstack mit zwei 1 x 12" Cabinets zu bewähren. Auch hier konnte sich der Cleankanal behaupten, die Leadkanal fiel drastisch ab. [Inwieweit man jetzt dem gepimpten Cleankanal des Nomad oder demjenigen des Ignatz dem Vorzug gab, ist nebensächlich, weil überaus geschmacksabhängig.]

Zusätzlich stellte sich heraus, dass der Ignatz im Gegensatz zum Nomad nicht jeden vorgeschalteten Bodentreter klaglos akzeptiert, sondern sich gern verschluckt, und das, obwohl nur eine übersichtliche Anzahl am Start war...

Am Wochende beim Physioblues mußte der Ignatz nochmal ´ran. Diesmal im direkten Vergleich mit einem Koch Twintone und einem Realtone. Abgesehen davon, dass der Koch mit zwei EL34 natürlich einen nicht aufholbaren Vorteil im cleanen Headroom besaß, waren die Ergebnisse nicht sehr verändert. Im Kanal 1 (Clean) konnte der Rebel punkten, im Kanal 2 (Lead) stank er ab. Dabei sei noch erwähnt, dass sich der Realtone nicht so wählerisch bei den Vorschaltgeräten zeigte.

Fazit: für mich persönlich ist der Rebel eine Enttäuschung. Der vorzügliche Kanal 1 wird nach meinem Empfinden nicht durch einen angemessenen Kanal 2 ergänzt. Für einen ordentlichen Cleansound dieser Güte müßte ich zwar auch Geld in die Hand nehmen, aber das Ziel, mit einem Zweikanaler für eine schnelle Session ohne weitere Geräte bestens gerüstet zu sein, wurde verfehlt. Ich werde den Amp morgen zurückgeben.
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RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

Moin Mad,

tja schade.

Zwei Gedanken dazu:

Hast du dem Egnater mal einen anderen Speaker/Cab zugemutet und vielleicht Hälfe dem Rebellen einfach ein Endstufenmodifikation mit Presencepoti auf die Sprünge,

Frage, ob man die Investition wagt bzw. für lohnenswert hielte.

Ansonsten: Der Koch Studiotone bietet ein sehr ähnliches Kozept zu einem stemmbaren
Mehrpreis mit funktionierenden Zusatzfeatures.

Der Multitone in der 50 Watt Version verträgt alternativ auch 4 6v6. Das sollte auch süßlichen California Sound mit genügend Headroom bieten.

Wenn du die Kochs überhaupt als Alternative betrachtest.
 
Gruß

Marcello

"Mit mir selbst bin ich ohnehin selten zufrieden.
Aber das weiß ich, und es ist mir scheißegal."
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RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

Inhalt auf Wunsch des Autors am 09.10.2013 gelöscht.
Verfasst am:

RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

Marcello schrieb:
Hast du dem Egnater mal einen anderen Speaker/Cab zugemutet

N´Abend Marcello!

Der Rebel hat ja - im Gegensatz zum Classic 30 z.B. - eine geschlossene Rückwand (wenn auch zum einem ordentlichen Teil Gitter), so dass ich hätte schrauben müssen. Ein Wechsel des Speakers hätte den hervorragenden Cleansound in Mitleidenschaft gezogen. Also wäre nur ein Röhrenwechsel in Betracht gekommen, von dem ich mir aber a) nur eine geringfügige Verbesserung erhoffen konnte und b) den ich nicht durchführe, wenn ich das Gerät unter den üblichen Konditionen wieder zurückgeben kann.

Letztlich liefe es auf eine heftige Modifikation des Leadkanals hinaus, und dafür kaufe ich mir keinen neuen Verstärker.
Pfaelzer schrieb:
Zum Zerrkanal:
Das große Elend desselbigen ist imho die starke Kompression, die selbst schon bei geringerer Verzerrung eintritt.

Danke, lieber Pfälzer, diesen wichtigen Umstand vergaß ich zu erwähnen.
Verfasst am:

RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

Interessant. Na dann, viel Spass weiter mit den Yamahas.

(PS: Evtl. mal den Spider Valve MKII ansehen, der kann nun auch MIDI und hat zumindest eine gut klingende Röhrenendstufe und kann auch als Aktivbox mit Master-Vol zweckenfremdet werden)
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
Verfasst am:

RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

gitarrenruebe schrieb:
(PS: Evtl. mal den Spider Valve MKII ansehen, der kann nun auch MIDI und hat zumindest eine gut klingende Röhrenendstufe und kann auch als Aktivbox mit Master-Vol zweckenfremdet werden)

Der steht bei mir auf der Liste. Welchen Speaker hast Du drin? Paßt da auch der Wizard, den ich immer noch sehr gut finde?
Verfasst am:

RE: Review: Egnater Rebel 30-112 Combo

Ja, gut. Sinn solcher Tests ist für mich auch, aus dem Überangebot von Zeux das weniger Gute auszusondern.

6V6 sollten übrigens viel mehr geschätzt werden. Aber wenn der 2. Kanal so wenig begeistert, habe ich einen Anwärter weniger. Das macht mich nicht mal unglücklich!
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