Les Paul aus Plexiglas

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RE: Les Paul aus Plexiglas

Bodies aus Acryl sind ein alter Hut, es gibt so ziemlich jeden Gitarrentyp mit Acryl-Body.

Das sind Showobjekte, keine Spielzeuge. Wenn sie neu sind, sehen sie toll aus, verkratzen aber sehr schnell, schon beim Wegwischen von Staub. Kann man mit einer Schwabbel wieder polieren, aber wer hat schon so ein Ding.

Ich hatte mal kurze Zeit eine Plexi-Strat. Klingt wie jede andere anständige Strat auch, was mich in meiner Überzeugung bestärkte:

Sog. Klanghölzer werden total überbewertet.

Tom
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RE: Les Paul aus Plexiglas

Banger schrieb:
Die Teile sind sackschwer, oder?


Wie ein Anker. Und klingen total kacke.
 
Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die nur Klavier spielt.
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RE: Les Paul aus Plexiglas

Tomcat schrieb:
Banger schrieb:
Die Teile sind sackschwer, oder?


Wie ein Anker.


It depends. Die Bodies sind alle so um die 35 mm stark.
Aus meinem Fuhrpark:
Strat 4,9 kg
LP 4,7 kg
Flying V 3,9 kg

Tomcat schrieb:
Und klingen total kacke.


Ja, nee, is' klar ...

Erstens ist das Geschmackssache, und zweitens habe ich einen EQ.

Gruß,
Klaus
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RE: Les Paul aus Plexiglas

little-feat schrieb:
Ich hatte mal kurze Zeit eine Plexi-Strat. Klingt wie jede andere anständige Strat auch, was mich in meiner Überzeugung bestärkte:

Sog. Klanghölzer werden total überbewertet.


Echt? Mich hat man 1995 im ESP Customshop in Düsseldorf in jene ESP 901 eingestöpselt:






Stegtonabnehmer war, wenn ich mich recht erinnere, ein Seymour Duncan SH-4.

Ich spielte mein Standard gegniedel ab und stellte nach 15 Minuten fest das diese Gitarre
für mich unbrauchbar ist, Mittig, kaum vorhandene Bässe, gar keine Höhen...
Selbst der Verkaüfer (Pedro Nicolas) meinte: "Is kacke, ne?"

Verstärker war irgend eine Randall Transe die damals im Shop zum antesten rumstand.

Und jetzt? Wer hat jetzt recht?
 
Auch Cliff konnte es nicht verhindern
Finally its back...

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RE: Les Paul aus Plexiglas

Piero the Guitarero schrieb:
Ich spielte mein Standard gegniedel ab und stellte nach 15 Minuten fest das diese Gitarre
für mich unbrauchbar ist, Mittig, kaum vorhandene Bässe, gar keine Höhen...
Und jetzt? Wer hat jetzt recht?


Tja...Fragen über Fragen...
 
Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die nur Klavier spielt.
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RE: Les Paul aus Plexiglas

...da freu ich mich doch auf meine hölzerne die bald kommt...
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RE: Les Paul aus Plexiglas

Wäre nichts für mich. Würde mich allerdings mal interessieren, wie die die Korpuse herstellen.
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RE: Les Paul aus Plexiglas

Paul18 schrieb:
Würde mich allerdings mal interessieren, wie die die Korpuse herstellen.


Der Grundstoff für Acryglas ist eine glasklare Flüssigkeit, bestehend aus verschiedenen Chemikalien. Die Flüssigkeit wird in eine Form gegossen, in der sie erstarrt.

Anschließend wird gefräst, ähnlich wie bei Holz auch. Die Fräsungen werden dann poliert (geschwabbelt).

Fertich.

Tom
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RE: Les Paul aus Plexiglas

Danke dir Tom, wieder was gelernt
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RE: Les Paul aus Plexiglas

Ich hab auch eine Plexigals Gitarre. Klingt wie jede andere Gitarre auch. Mit ordentlichen PU's absolut Brauchbar. Hab damit teilweise mal einen Gig gespielt. Den Ganzen Gig ging aber nicht weil: SACKSCHWER!.

Soundmäßig ist das von Holz nicht arg weit weg. Vielleicht etwas weniger höhen.
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
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RE: Les Paul aus Plexiglas

...mal abgesehen davon, dass das og. Model leicht überteuert angeboten wird (ich meine mich zu erinnern, dass solche Teile eine zeitlang in der Bucht neu für unter 200 auftauchten ...) liegt dieses Modell so bei 5 kg Lebendgewicht und die original verbaute Hardware ist eher unterer Standard (aktuell funktionabel und billig ... ).
Es gibt durchaus auch leichte Acrylgitarren (ich habe eine mit 3,2 kg), das geht aber nur, wenn nicht Holzmodelle einfach 1:1 kopiert werden, was gerne gemacht wird, wenn sonst stark modifizierte Vibratoes verbaut werden müssten(etwa bei Acrylstrats) oder einfach das Vorstellungsvermögen der Erbauer auf Optik reduziert ist ...

Der Hals, der ja in der Regel aus Holz ist, spielt auch bei solchen Gitarren eine nicht unerhebliche Rolle. Ich mag an Acrylos die klar definierten Bässe (ordentliche Pickups natürlich vorausgesetzt, aber das ist ja kein Unterscheidungsmerkmal zu Holzgitarren). Höhenarmut konnte ich bisher nicht feststellen, aber tendenziell kommt auch nicht der übertrieben "kristallklare" Ton aus solchen Dingern, den die Optik irgendwie ja nahelegt :D

Zur Kratzanfälligkeit: ich habe hier eine vielgespielte Acrylgitte von Elk aus den frühen 70s, sieht nicht anders aus als andere Klampfen in dem Alter, eine mid80s Samick aus Acryl sieht auch ok aus ... man muss nicht besonders behutsam oder gar ängstlich mit den Dingern umgehen, Sorgfalt kann aber ja eh nie schaden.
Verschoben: 15.12.2014 Uhr von Schnuffi
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