Probleme mit Gitarrenbauer

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Probleme mit Gitarrenbauer

Liebe Guitarworld Mitglieder,

ich habe folgendes Problem: Vor über einem Jahr habe ich eine Gitarre bei einem Gitarrenbauer in Auftrag gegeben und die Hälfte des Kaufpreises angezahlt. Bei der Bestellung habe ich eine Auflistung der Features der Gitarre bekommen, für die Fertigstellung wurden sechs Monate durch den Gitarrenbauer geschätzt (schrifltich fixiert).

Nach sechs Monaten kontaktiere ich den Gitarrenbauer (nicht der Gitarrenbauer mich), erkundige mich nach dem Stand der Gitarre, werde um zusätzliche 2-3 Monate Wartezeit gebeten. Kein Problem.
Nach den gefordertern 3 Monaten zusätzlicher Zeit kontaktiere ich den Gitarrenbauer erneut, werde erneut vertröstet, 1-2 Monate dauere es noch.

Zum Jahreswechsel, mittlerweile 6 Monate nach dem geplanten Liefertermin, kann ich dann eine Rohversion der Gitarre probespielen. Einige wichtige Feinheiten weichen vom schrifltich Vereinbarten ab. Ich muss diese Punkte aktiv einfordern, der Gitarrenbauer verspricht diese Punkte auszubessern bzw. zu ändern und verspricht das Projekt schnell zu Ende zu bringen (Lackieren + Hardware anbringen).

Das war zum Jahreswechsel. Seitdem kein Kontakt. Mir reicht es langsam und ich denke darüber nach, den Auftrag zu storniern und mein Geld zurückzufordern, habe aber Angst, dass der Gitarrenbauer mir eine Rückzahlung verweigern könnte.
Wie gehe am besten vor? Anwalt? Verbraucherschutz? Wer hat mit solch einem Problem schon einmal zutun gehabt?

Bin dankbar für jegliche Unterstützug in dem Fall.

Viele Grüße!
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Re: Probleme mit Gitarrenbauer

blue_lu schrieb:
Liebe Guitarworld Mitglieder,

ich habe folgendes Problem: Vor über einem Jahr habe ich eine Gitarre bei einem Gitarrenbauer in Auftrag gegeben und die Hälfte des Kaufpreises angezahlt. Bei der Bestellung habe ich eine Auflistung der Features der Gitarre bekommen, für die Fertigstellung wurden sechs Monate durch den Gitarrenbauer geschätzt (schrifltich fixiert).

Nach sechs Monaten kontaktiere ich den Gitarrenbauer (nicht der Gitarrenbauer mich), erkundige mich nach dem Stand der Gitarre, werde um zusätzliche 2-3 Monate Wartezeit gebeten. Kein Problem.
Nach den gefordertern 3 Monaten zusätzlicher Zeit kontaktiere ich den Gitarrenbauer erneut, werde erneut vertröstet, 1-2 Monate dauere es noch.

Zum Jahreswechsel, mittlerweile 6 Monate nach dem geplanten Liefertermin, kann ich dann eine Rohversion der Gitarre probespielen. Einige wichtige Feinheiten weichen vom schrifltich Vereinbarten ab. Ich muss diese Punkte aktiv einfordern, der Gitarrenbauer verspricht diese Punkte auszubessern bzw. zu ändern und verspricht das Projekt schnell zu Ende zu bringen (Lackieren + Hardware anbringen).

Das war zum Jahreswechsel. Seitdem kein Kontakt. Mir reicht es langsam und ich denke darüber nach, den Auftrag zu storniern und mein Geld zurückzufordern, habe aber Angst, dass der Gitarrenbauer mir eine Rückzahlung verweigern könnte.
Wie gehe am besten vor? Anwalt? Verbraucherschutz? Wer hat mit solch einem Problem schon einmal zutun gehabt?

Bin dankbar für jegliche Unterstützug in dem Fall.

Viele Grüße!


Moin,

das ist jetzt keine so schöne Geschichte. Lass dich von einem Anwalt beraten, bevor du unüberlegte Schritte unternimmst. Eine Anfrage bei der Verbraucherzentrale schadet wahrscheinlich auch nicht, wobei ich mir nicht sicher bin ob die rechtsverbindliche Auskünfte zu Vertragsrecht geben dürfen/können.

Viel Erfolg.

Ciao
Monkey

P.S.: Wie war eigentlich das Probespielen?
 
D'oh!

On sale:
Squier Strat VII
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

Um was für einen Betrag handelt es sich denn?
Ich denke mal so 1500€ wahrscheinlich?

Ich würde auch anwaltlichen Rat VORHER einholen.
Das ist ja schon mal eine Vertragsnichterfüllung von der Zeit her.

Wer ist denn der Gitarrenbauer? Vielleicht kennt den jemand und hat schon Erfahrungen, positiv oder negativ.

Meine Frage noch zu dem Ganzen: Ist das normal, daß man bei so etwas schon vorher zahlt??? Wenn auch nur die Hälfte.
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

Hallo,

das Probespielen war gut, allerdings ist jetzt schon wieder 2,5 Monate Sendepause und ich bin es leid, dem Mann hinterherzulaufen.

Bin selber ziemlich angenervt und enttäuscht über den ganzen Ablauf. Ich werde mich die Tage mal beim Verbraucherschutz informieren und hier ggf. weiter berichten. Namen möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen.

Mein Tip: Nur für fertige Ware zahlen.


Gruß
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

blue_lu schrieb:

Mein Tip: Nur für fertige Ware zahlen.


Ich finde das schon okay, bei einer Custom-Anfertigung eine Anzahlung zu machen.

Ich selber habe bisher nur eine Gitarre von Grund auf bauen lassen und ca. 20% angezahlt.

Warten müssen habe ich ca. ein halbes Jahr, 3 Wochen davon auf den Lackierer, weil der bei extrem schwülen Wetter keinen Nitrolack machen wollte. Das Ergebnis spricht jedenfalls dafür, dass der Mann Experte war.

Die Kernfrage ist aber, wieviel Verzögerungen über die Frist hinaus (kontruktionsbedingt, krankheitsbedingt, lieferengpassbedingt) bei einem Ein-Mann-Handwerksbetrieb zunächst menschlich verständlich und schlimmstenfalls später juristisch valide sein können.

Das fände ich spannend zu erfahren.

Ebenso spannend fände ich es, den Namen des Gitarrenbauers zu erfahren aber besser lieber erstmal anonym lassen ist wohl schlauer.
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

Hallo,

zunächst: Ich weiß, dass immer mal was dazwischen kommen kann, aber der bei Dir eingetretene Zeitverzug und vor allem das Verhalten des Gitarrenbauers ist natürlich doof. Würde der Agieren, und durch aktive Kommunikation etwas Druck aus dem Kessel nehmen, muss er immer auf Dich reagieren, was natürlich unschön ist.

Ich selbst habe, sowohl seinerzeit, als ich einen Gitarren-Tante-Emma-Laden hatte, als auch privat mehrere Instrumente bei diversen Herstellern individuell anfertigen lassen:

Einige Gitarren bei Walter Kraushaar, einige Gitarren bei Ronny Scheithauer, eine Gitarre als Einzelanfertigung mit speziellen Specs bei Mensinger/Public-Peace und eine bei Lothar Weimann.
Bei allen wurden die Aufträge im Rahmen des vereinbarten Zeitfensters oder mit nur unwesentlichem Verzug abgearbeitet.
Eine Anzahlung in Höhe von 25 - 50 % ist meiner Erfahrung nach normal, denn der Gitarrenbauer muss ja auch Material vorfinanzieren und hat mit einer Anzahlung eine gewisse Verbindlichkeit. Wenn ich bei einem Reiseveranstalter eine Reise buche, muss ich ja auch einen Teilbetrag anzahlen, das finde ich ok.

ICH würde wie folgt vorgehen:
Schriftlich festhalten, dass der Termin überzogen ist und eine Frist zur Fertigstellung setzen.
Auf alle Punkte hinweisen, die vom Auftrag abweichen und Hinweisen, dass man das nicht akzeptiert.
Androhen (klingt blöd, ist aber notwendig), dass man bei erneutem Fristverzug bzw. bei Nichtausführung der individuell beauftragen Spezifikationen die Ware nicht übernimmt und die Rückerstattung der geleisteten Anzahlung (wieder mit Fristsetzung) fordert.
Rein vorsorglich androhen, dass man ggf. den Rechtsweg gehen wird.

Danach Reaktion/Ergebnis abwarten und damit zur Verbraucherzentrale oder einem Anwalt. Im Zweifelsfall IMMER bei erster Abweichung der getroffenen Vereinbarungen (die man natürlich schriftlich fixieren sollte) den Vertragspartner anschreiben, Mängel/Termin rügen und Frist setzen - eine Historie aufbauen. Das ist etwas Arbeit, hilft aber im Streitfall ungemein.

Ich bin kein streitbarer Mensch, aber die Erfahrung zeigt, dass manchmal ein ganz trockenes schriftliches Dokumentieren im Fall der Fälle sehr wertvoll ist.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

Hallo!

Anwaltliche Beratung ist in jedem Fall empfehlenswert.

Als "Hobby-Jurist" denke ich, dass hier zu bewerten ist, ob der Mann "in Verzug" ist oder nicht. Ich würde Dir grundsätzlich schon 'mal dazu raten, den G-Bauer schriftlich in Verzug zu setzen (wie gesagt, wenn er das nicht ohnehin schon ist, wovon ich nach Deiner Darstellung ausgehe).

Du solltest ihm darin - wenn Du zumindest Deinen guten Willen nochmal bekunden willst - eine Nachfrist setzen. Also: noch einen Monat, wenn dann meine Gitarre nicht fertig ist, werde ich vom Vertrag zurücktreten und verlange mein Geld zurück.

Nüchtern betrachtet würde ich sagen, nachdem was Du beschreibst, ist der Knabe sehr unzuverlässig und sollte sich überlegen, ob er überhaupt weiter "seriös" als Handwerker und Unternehmer tätig sein will.

Gruß
Ralph
Verfasst am:

RE: Probleme mit Gitarrenbauer

gitarrenruebe schrieb:
ICH würde wie folgt vorgehen:
Schriftlich festhalten, dass der Termin überzogen ist und eine Frist zur Fertigstellung setzen.
Auf alle Punkte hinweisen, die vom Auftrag abweichen und Hinweisen, dass man das nicht akzeptiert.
Androhen (klingt blöd, ist aber notwendig), dass man bei erneutem Fristverzug bzw. bei Nichtausführung der individuell beauftragen Spezifikationen die Ware nicht übernimmt und die Rückerstattung der geleisteten Anzahlung (wieder mit Fristsetzung) fordert.
Rein vorsorglich androhen, dass man ggf. den Rechtsweg gehen wird.

Danach Reaktion/Ergebnis abwarten und damit zur Verbraucherzentrale oder einem Anwalt. Im Zweifelsfall IMMER bei erster Abweichung der getroffenen Vereinbarungen (die man natürlich schriftlich fixieren sollte) den Vertragspartner anschreiben, Mängel/Termin rügen und Frist setzen - eine Historie aufbauen. Das ist etwas Arbeit, hilft aber im Streitfall ungemein.

Ich bin kein streitbarer Mensch, aber die Erfahrung zeigt, dass manchmal ein ganz trockenes schriftliches Dokumentieren im Fall der Fälle sehr wertvoll ist.


+1
Ich würde auch so vorgehen.

Ich habe auch mal eine Gitarre nach individuellen Spezifikationen beim Gitarrenbauer bestellt und 1/3 Anzahlung geleistet.
Die Gitarre wich in etlichen Spezifiaktionen von der Bestellung ab und ging nach einigem wechselseitigen Schriftverkehr gegen Erstattung des Geldes wieder zurück.
 
mein blog: www.hans-ulrich-mueller.de
email muelrich(at)yahoo.de
www.youtube.com/muelrichmusic
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

Hallo,

nimm dir einen Anwalt. Das hat nicht nur den Vorteil, dass du rechtlich auf der sicheren Seite bist sondern du musst dich mit dieser doofen Sache nicht mehr selbst beschäftigen.

Gitarren sollen Spaß machen. Das ist hier längst nicht mehr der Fall. Vermutlich wird der Gitarre immer ein bißchen "Gschmäckle" anhängen. Daher würde ich in Zusammenarbeit mit dem Anwalt versuchen, aus der Nummer vollständig rauszukommen.

Gruß

erniecaster
Verfasst am:

RE: Probleme mit Gitarrenbauer

Ich habe eine Custom Gitarre. Das einzige was es daran zu mäkeln gibt, war die Kommunikation des Gitarrenbauers während der Erstellung (3/4 Jahr). Das ist zum Glück schnell vergessen wenn man die Gitarre mal hat.

Ernie's Ratschlag würde ich auch folgen.
 
I will burn your brain with my fuzz.
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

erniecaster schrieb:
Hallo,

nimm dir einen Anwalt. Das hat nicht nur den Vorteil, dass du rechtlich auf der sicheren Seite bist sondern du musst dich mit dieser doofen Sache nicht mehr selbst beschäftigen.


Nö, so auf keinen Fall; denn schaltest Du ohne Vorankündigung einen RA ein, musst Du ihn auch bezahlen. Diese Kosten müssen nicht erstattet werden.

Richtig ist:
1. Schreibe den Gitarrenbauer an, schildere die Vertragsbedingungen (Liefertermin und Specs) sowie die Terminüberschreitung.
2. Setze eine konkrete Frist zur Fertigstellung des Auftrages. Angemessen wären 4 - 6 Wochen.
3. Setze den Gitarrenbauer nach ereignislosem Fristablauf in Verzug und erkläre ihm bei ereignislosem Fristablauf den Rücktritt von der Bestellung und fordere die sofortige Rückzahlung Deiner Anzahlung in Höhe von ... auf Dein Konto, dass Du ihm angeben musst.
Und abschließend drohst Du an, nach ereignislosem Fristablauf einen RA mit der Wahrnehmung Deiner Interessen zu beauftragen.

Und dann kannst Du hoffen, dass der Gitarrenbauer einlenkt oder alternativ das Geld zur Rückerstattung zur Verfügung hat.
 
Gruss
frank
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

Ich bin da bei Frank.

So würde ich es auch machen.
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

frank schrieb:
Richtig ist:
1. Schreibe den Gitarrenbauer an, schildere die Vertragsbedingungen (Liefertermin und Specs) sowie die Terminüberschreitung.
2. Setze eine konkrete Frist zur Fertigstellung des Auftrages. Angemessen wären 4 - 6 Wochen.
3. Setze den Gitarrenbauer nach ereignislosem Fristablauf in Verzug und erkläre ihm bei ereignislosem Fristablauf den Rücktritt von der Bestellung und fordere die sofortige Rückzahlung Deiner Anzahlung in Höhe von ... auf Dein Konto, dass Du ihm angeben musst.
Und abschließend drohst Du an, nach ereignislosem Fristablauf einen RA mit der Wahrnehmung Deiner Interessen zu beauftragen.


Guter Vorschlag.

Ich würde vollkommen höflich bleiben aber mit dem Schreiben wird klar, dass jetzt statt flüchtigen Worten ein dokumentierter Vorgang beginnt.
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

Ich hatte so einen Fall auch mal...

Ich ärgere mich heute noch, dass ich die Gitarre mitgenommen und vorher!! voll bezahlt habe... würde ich heute nicht mehr machen.

Gerade weil ich, aus meiner Sicht, falsch beraten wurde...

Ich habe die Gitarre mit reichlich Verlust verkauft, nachdem ich 2 Jahre versucht habe damit warm zu werden und sie einzuspielen.

War ein Riesenfehler alles...

Aber ich würde wieder zu einem Gitarrenbauer gehen... aber nicht mehr zu diesem..

Ich finde den Weg mit der schriftlichen Fixierung auch gut und würde auch vorerst einen Termin setzen...

Gruß
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

kerndrifter schrieb:
Aber ich würde wieder zu einem Gitarrenbauer gehen... aber nicht mehr zu diesem..

Gruß


Und welcher Gitarrenbauer war das, bitte? Schütze uns!!!

Kann man hier doch schreiben, oder? Wir sind doch hier im Internet.

Ich gebe gute sowie schlechte Erfahrungen in einem speziellen Forum (wie diesem hier) weiter.

Ich z.B. werde diesen hier nicht mehr aufsuchen!:
http://www.rerun-electronics.com
Dahinter steht Jeff. Ein Amerikaner. Netter Kerl, aber hat in puncto Qualität einfach nachgelassen… D.h., hat mir zwei- dreimal wirklich nur Pfusch geliefert. Kann man ja sagen, wenn`s so ist.
Sollte mir meinen Vibro King mal durchchecken und "gut" Einstellen auf meine Bedürfnisse (, die er kennt!). Das hat er nicht hinbekommen, auch nach zwei-dreimal nicht! Pfuscher! Er hat mehr über den Amp gemeckert…
Da sollte man eigentlich dann gleich gehen. Wer meckert legt auch kein Herzblut rein. So.
Verfasst am:

RE: Probleme mit Gitarrenbauer

Also ich bin eher der Meinung, dass jeder mal einen Fehler macht oder einen schlechten Tag hat...

Wir reden halt auch viel von subjektiven Eindrücken (Klang, Bespielbarkeit, Gefühl) und die sind schwer zu messen.

Wenn dann Gitarrenbauer und Kunde nicht das gleiche unter den Worten verstehen, kann was schief gehen.

Ich würde z.B. heute meine Anforderungen immer als "Differenzen" oder "Delta" zu bestehenden Gitarren, die man sofort dort hat und in die Hand nehmen kann, erklären... im Sinne von "weniger Bässe" als diese hier... oder mehr "Draht im Ton" als diese hier... oder "breiterer, dünnerer" Hals als diese hier... dann wird die Fehlerquelle schon minimiert.

Ist halt ein schwieriges Thema...
Verfasst am:

RE: Probleme mit Gitarrenbauer

frank schrieb:
Nö, so auf keinen Fall; denn schaltest Du ohne Vorankündigung einen RA ein, musst Du ihn auch bezahlen. Diese Kosten müssen nicht erstattet werden.

Richtig ist:
...
3. Setze den Gitarrenbauer nach ereignislosem Fristablauf in Verzug und erkläre ihm bei ereignislosem Fristablauf den Rücktritt von der Bestellung und fordere die sofortige Rückzahlung Deiner Anzahlung in Höhe von ... auf Dein Konto, dass Du ihm angeben musst.
Und abschließend drohst Du an, nach ereignislosem Fristablauf einen RA mit der Wahrnehmung Deiner Interessen zu beauftragen.


Hallo!

Dein erster Satz ist natürlich ganz richtig, das habe ich nicht bedacht.

Allerdings ist meiner Meinung nach der Gitarrenbauer bereits im Verzug, wenn bei der Bestellung ein Datum festgelegt wurde. Da müsste man sich mal genau ansehen, was schriftlich vereinbart war.

Sei es drum, ist eine blöde Sache. Ein emotionsloses Einschreiben, dann RA.

Gruß

erniecaster
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
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RE: Probleme mit Gitarrenbauer

Hi Ernie,

mit der Terminüberschreitung allein, die auch noch mehrfach verlängert worden war, mag er hinsichtlich der Lieferung in Verzug sein - vielleicht. Deshalb kann der Käufer ja auch vom Vertrag zurücktreten.
Das gilt nicht hinsichtlich der Folgen, z.B. RA-Kosten u.s.w.
Das musste gerade ein Bekannter lernen, der auf 2300 € RA-Kosten (dank hohen Streitwertes) sitzen blieb. Und das für ein Schreiben, dass er problemlos hätte selbst fertigen können.
 
Gruss
frank
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