Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

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Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Hatte diese Frage schon mal gestellt; möchte eigentlich das Ahorngriffbrett einer Tele etwas aufrauen, damit man nicht das klebrige Gefühl hat, wenn man hin und her wechselt. Damals war die gute Antwort: 000 Stahlwolle.
Die Bearbeitung mit Stahlwolle habe ich noch nicht erledigt, mich beschäftigt die Frage, was dann?
Muss ich danach noch ein Finish anwenden, ölen, wachsen, oder was anderes, oder gar nichts?
Im Prinzip möchte ich ein natural Finish haben, schon noch Lack, aber sehr fein. Dieses Natural findet man häufig bei akustischen Instrumenten, da soll es hingehen.
Würde mich über hilfreiche Antworten sehr freuen.
Best
 
kann Spuren von Ironie, Sarkasmus oder eigener Meinung enthalten, der Genuss für Musiker ist unbedenklich
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Hi Bebob,

Habe ja bei meiner Baja Tele leider auch diesen dicken Lack über den kompletten Hals und bei meiner MIM Strat Deluxe 2008 Rosewood Griffbrett, aber anfangs auch die Rückseite spiegelglattes Ahorn.

Irgendwann war ich es leid und habe kurzerhand Mangels 000er Stahlwolle zu einem frischen gelben Spülschwamm (grüne, rauhe Oberfläche) gegriffen, was einen ähnlichen Abrieb erzeugt nach paarmal kräftigen Einsatz, aber bitte trocken!

Das Ergebnis soll das Gleiche sein, vor allem regelmäßig bei gröberen Vermutzungen (Handschweiß, Fett, Nikotin)
Danach wesentlich angenehmere Oberfläche und äußerlich sieht man in den ersten Jahren auch kaum einen Unterschied zu vorher.

Wenn Du allerdings das Griffbrett selbst meinst, bin ich raus!

Edit: Solange noch Lack drauf ist, mußt Du es nich besonders pflegen.
Und mal ehrlich, sehen die wirklich alten heavy Relics gepflegt aus?

LG Tom


Zuletzt bearbeitet von Tom58 am 10.05.2018, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

(Post war eigentlich unnötig. Sorry.)


Zuletzt bearbeitet von groby am 10.05.2018, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Hi Tom,

eigentlich wollte ich das Griffbrett so haben, wie in meiner Frage. Den gesamten Hals so zu behandeln, wäre auch eine Option.
Meine USA Tele Std. hat nicht unbedingt viel Lack am Hals, es ist so ein Zwischending von viel Lack und Natur.
Es soll aber in Richtung Natur gehen.
Ich wollte nur Erfahrungen erhalten, bevor ich was falsch mache.
Ich kann mir vorstellen, dass man nach der 000-Behandlung womöglich nachpolieren muss? Wenn ja, womit?
 
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

bebob schrieb:
Hi Tom,

eigentlich wollte ich das Griffbrett so haben, wie in meiner Frage. Den gesamten Hals so zu behandeln, wäre auch eine Option.
Meine USA Tele Std. hat nicht unbedingt viel Lack am Hals, es ist so ein Zwischending von viel Lack und Natur.
Es soll aber in Richtung Natur gehen.
Ich wollte nur Erfahrungen erhalten, bevor ich was falsch mache.
Ich kann mir vorstellen, dass man nach der 000-Behandlung womöglich nachpolieren muss? Wenn ja, womit?


Ich habe oben noch kurz editiert.

Das Problem was mich bei Griffbrettern etwas abschreckt, ist ja, daß man unweigerlich auch die Bundstäbchen trifft und sie vielleicht ungewollt mitpoliert...?

Wenn Du es trotzdem machst, vorher die PU's abkleben, wegen der Metall-Späne...

Verstehe ich nicht, 000er Stahlwolle ist doch zum Polieren...

Das 'Nachpolieren vom Polieren' hat Groby beschrieben, aber ist immer so schnell wieder weg...

PS.: Wie fest drückst Du denn die Saiten, daß Du sogar das Griffbrett spürst?
Das ist aber keine feine Technik...!
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Hi Groby,

was ist das Schleif-Vlies, ist es das Zeug aus der Tube?
Wenn ja, irgendwann habe ich das verwendet, ich glaube, um die Bünde nach zu polieren. Grübl..grübl..
Hilf mir doch mal auf die Sprünge.

Ja, es soll Lack erhalten bleiben, aber eben unmerklich, es soll nicht zu holzig werden, weiß nicht, wie ich das erklären soll.

Zwischenzeitlich habe ich nachgedacht, wenn ich die 000-Nummer durchziehe, könnte man mit einem Gewa-Öl rübergehen, dachte ich mal so, damit das Holz eine feine Haptik bekommt. Du hast aber schon geschrieben, dass du Crimson Fretboard Oil nimmst, kenne ich nicht.
Ich habe hier noch das Gewa-Öl rumstehen, ist auch natürlich, sogar ein tierisches Produkt (was es nicht besser macht), wenn ich mich nicht irre, wird es vom Hirsch gewonnen.
Wie auch immer... anschleifen und ölen scheint ein guter Weg zu sein.
Je feiner der Anschliff, desto besser, das ist deine Aussage, so wie ich es verstehe.
 
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Tom58 schrieb:
bebob schrieb:
Hi Tom,

eigentlich wollte ich das Griffbrett so haben, wie in meiner Frage. Den gesamten Hals so zu behandeln, wäre auch eine Option.
Meine USA Tele Std. hat nicht unbedingt viel Lack am Hals, es ist so ein Zwischending von viel Lack und Natur.
Es soll aber in Richtung Natur gehen.
Ich wollte nur Erfahrungen erhalten, bevor ich was falsch mache.
Ich kann mir vorstellen, dass man nach der 000-Behandlung womöglich nachpolieren muss? Wenn ja, womit?


Ich habe oben noch kurz editiert.

Das Problem was mich bei Griffbrettern etwas abschreckt, ist ja, daß man unweigerlich auch die Bundstäbchen trifft und sie vielleicht ungewollt mitpoliert...?

Wenn Du es trotzdem machst, vorher die PU's abkleben, wegen der Metall-Späne...

Verstehe ich nicht, 000er Stahlwolle ist doch zum Polieren...

Das 'Nachpolieren vom Polieren' hat Groby beschrieben, aber ist immer so schnell wieder weg...

PS.: Wie fest drückst Du denn die Saiten, daß Du sogar das Griffbrett spürst?
Das ist aber keine feine Technik...!
Auf das PS bezogen: Ich spiele 9er Saiten, bei Bending kommt man mit dem Holz in Berührung, das ist mein eigentliches Problem, Größen wie Malmsteem spielen auf scalloped Fingerboards, soweit wollte ich aber nicht gehen.
Die 000-Wolle ist eigentlich zum polieren gedacht,ob es in diesem Fall auch fein genug ist, kann ich nicht sagen. Wenn da die Bünde mitpoliert werden, ist es nicht so schlimm, da geht nicht viel runter. Bei Lack weiss ich es nicht.
 
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Re: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

groby schrieb:
(Post war eigentlich unnötig. Sorry.)
Warum unnötig? Ist das Vlies nicht für solche Bearbeitungen gedacht?
 
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

OK!

Benutze auf meinen oben erwähnten Gitarren 10-46er, weil besser klingend.

Allerdings besitze ich noch eine Partscaster, die ich auch regelmäßig spiele, mit überwiegend Fender Parts, allerdings ist der Hals aus dem ESP-Custom Shop von 1989 Maple 16" Radius, Jumbo-Bünde, Rückseite werksseitig unlackiert (ein Traum!)
Kopfplatte und Griffseite ganz hauch dünn matt lackiert.
Hierauf spiel ich 9er Saiten, weil am Besten für diese Gitarre.

Ich pflegte ihn zuerst mit dem bekannten Rockinger Öl, und als das zur Neige ging mit normalem Olivenöl, aber äußerst selten und sparsam...
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Moin,
ich verstehe den Ansatz nicht. Eine Polierwolle, um etwas aufzurauen? Runterschmirgeln von Lack bis das Holz ungeschützt ist?

Nee nee nee. Ich habe neulich eine Schicht überschüssiges angetrocknetes Leinöl von einem geölten Tisch mit Stahlwolle (000 oder 0000) abgenommen. Das war ein gutes Stück Arbeit, und anschließend war der Tisch angenehm glatt. Deutlich besser als vorher. Das merke ich mir für andere geölte Werkstücke

Ich kann mir nicht vorstellen, das Lack durch eine Polierwolle massgeblich rau wird...

Aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren

Ciao
Monkey
 
D'oh!

On sale:
Rote PRS Gitarre
Squier Strat VII
4 Kanal Komp/Gate/Limit/etc
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Hmmm, irgendwie ähnliche Erfahrungen habe ich da mit meinem herkömmlichen Küchenschwamm gemacht...

(Ja, damit ihr mich nicht für blöd haltet habe ich 800er und 1000er Schleifpapier auch schon benutzt, aber nur um den gröbsten Schmodder von zuviel Öl und Wachs wieder runter zu kriegen, weil ätzend!)

P.S.: Ahorn ist robustes Hartholz und muß von der Oberfläche nicht sonderlich geschützt werden, wenn genug Feuchtigkeit durch die Umwelt und durch den Spieler natürlich eintritt!
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Was ich meinte war Micro Mesh.

Stahlwolle verliert metallische Fusseln. Das willst du zur Not nicht nicht grau in den Poren des Holzes und auch nicht vom Magnetfeld angezogen in den Wicklungen der Pickups haben.

Ich kenne das Gewa-Öl nicht. Mag nur Balistol nicht. Ist aber so'n typischer Internet-Tipp. Ich möchte aber als rein persönliche Präferenz kein Petroleum-Zeug auf Gitarrenholz oder Lack schmieren. Leider sind das viele Öle, auch fast alles was irgendwie "Lemon Oil" heißt.
Und viele Öle (z.B. Balistol) können unter ganz schlimmen, doofen Umständen auch mal in Fugen den Leim anlösen.
Das kommt extrem selten vor. Aber warum nicht gleich was anderes nehmen?



Ein ganz anderer Gedanke, nur weil du beginnenden Fingerkontakt mit dem Griffbrett als Ursprungsproblem erwähnst: wie hoch sind denn die Bünde eigentlich noch?
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Ich verwende F-one Oil fürs Griffbrett.

https://www.musicstore.de/de_AT/EUR/Music-Nomad-MN105-Fretboard-F-One-Oil-60ml/art-GIT0029226-000

Zunächst mit einem weichen Vlies (und Öl) gut reinigen.
Wenn die Überfläche schon rissig wird (mir fällt momentan kein anderes Wort ein, wenn das Holz sehr ausgetrocknet wirkt), dann mit sehr feinen Schleifpapier (Mind. 600) das Öl ohne großen Druck auftragen. Die Risse und Poren werden dann mit dem öligen Abrieb geschlossen. Nach Einziehen mindest 2-3 Std gegebenenfalls noch mal mit Vlies dünn einölen und trocken nachpolieren.
Hat mir mal ein Gitarrenbauer so empfohlen.
Ich trage eigentlich bei jedem Saitenwechsel (2-3 Wochen Spielzeit) ganz wenig Öl mit einem Vlies auf. Da erübrigt sich weitere Pflege.
 
Gealterter Hobbygitarrist mit gelegentlichen GAS Anfällen.
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Moin,

Es geht hier um einen lackierten Hals. Öl wird hier nicht benutzt...

Ciao
Monkey
 
D'oh!

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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Also, wenn ich das richtig verstanden habe, hast Du einen lackierten Hals, dessen Farbe durch das Spielen glatt und "speckig" und damit "klebrig" geworden ist?
Diesen Lack möchtest Du wieder soweit "aufrauen", dass dieses "klebrige" Gefühl verschwindet?
In diesem Fall ist grobys Tipp mit dem Micro Mesh die beste Lösung.
Damit kannst Du die Oberfläche wieder seidenmatt bekommen, ohne dass Du befürchten musst, dass sich irgend wo Stahlfasern ablagern.
Und wenn durch das Spielen wieder eine glatte Oberfläche entsteht, gehst Du einfach wieder mit dem Micro Mesh drüber.
Öl ist, so lange der Lack noch drauf ist, nicht erforderlich, m.E. Sogar eher falsch.


PS:
Irgendwann ist allerdings die Lackschicht abgeschliffen.
Dann machst Du Dir die nächsten Gedanken.
 
Gruß HaWe und .... allzeit schöne Töne!
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Monkeyinme schrieb:
Moin,

Es geht hier um einen lackierten Hals. Öl wird hier nicht benutzt...

Ciao
Monkey

In der Tat habe ich nur über das Griffbrett geschrieben.
Der Threadtitel läßt auch diese Interpretation zu
 
Gealterter Hobbygitarrist mit gelegentlichen GAS Anfällen.
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RE: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

Es handelt sich laut TE um eine American Standard Telecaster mit Maple Neck.

Mir ist nicht bekannt, daß die damals Spaghetti-Bünde drauf hatten, sondern schon Medium-Jumbos.

Entweder sind die soweit runtergespielt, daß man das Griffbrett spürt, oder Bebop macht irgendwas falsch...?

LG Tom
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Re: Hals/Griffbrett mit 000 Stahlwolle bearbeiten, und dann?

bebob schrieb:
Im Prinzip möchte ich ein natural Finish haben, schon noch Lack, aber sehr fein. Dieses Natural findet man häufig bei akustischen Instrumenten, da soll es hingehen.

Nimmst du das hier:
https://www.clou-shop.eu/1k-lacke/nitrolacke-farblos/schnellschliffgrund-clou-300-2465.html
Lässt sich gut mit dem Pinsel auftragen, besitzt eine gute Haptik. Nutzt sich allerdings relativ schnell wieder ab, muss du dann öfters nachstreichen.
Normalerweise gehört da noch ein Nitrolack drüber, der dann abriebfester ist und einige Jahre hält. Lässt sich nur so gut wie gar nicht mit dem Pinsel verstreichen.
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