2 amp stereo setup


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Hi,
es gibt Gitarristen die fahren auf der Bühne mit einem 2 Amp stereo Setup, d.h. zwei Amps (Combos) jeweils mit Mikro abgenommen. Davor geschaltet jeweils ein Delay. Hierzu wird ein Splitter benutzt.
Der Sound soll dadurch über die PA sehr fett rüber kommen (zb bei Instrumentals).
Wäre so ein aufwendiges Setup nicht schlichtweg auch mit einem hochwertigen Multi wie den Boss GT-100 und seiner Möglichkeit des Bi-Amping möglich? Oder wo liegen die Unterschiede, abgesehen von den Modelling Amps?
 
therealmf
therealmf
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the right side of the rhine (=left)
Wenn der Modeller bzw. Multi die Möglichkeit hat, die beiden virtuellen Amps mit einem Delay von ca. 14ms zeitversetzt anzusteuern geht das.
Aber es sieht natürlich nicht so geil aus wie zwei (gleiche!!) Amps nebeneinander.
 
therealmf
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the right side of the rhine (=left)
Der Effekt von "sehr breitem, fettem Sound" entsteht dadurch, daß die beiden Amps nicht exakt gleichzeitig erklingen, sondern das Signal des einen um 10-20 ms verzögert wird. Klassischer Anwender von sowas: Steve Lukather in den 80ern, bevor er zu einem Racksystem mit 3 Amps (Effektsignal links, trocken Mitte, Effektsignal rechts) gewechselt ist.
Wenn zwei Gitarristen exakt das gleiche spielen oder eine Gitarrenspur im Studio gedoppelt wird, hast du einen ähnlichen Effekt: es ist nie 100% exakt und das hat zur Folge, daß es dicker, breiter klingt. Mit einem Delay in der genannten Länge kann man das nachahmen.
 
Ugorr
Ugorr
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Moin.
Der Line6 HD500 sollte das auch können. 2 Signalkette müssen eben verarbeitet werden.
Aber Achtung: Einige Sounds sind quasi "Doppelmono" und kein echtes Stereosignal. Ein Amp clean, er verzerrt(ein bekannter Anwender: Keith Richards) - das macht den Sound auch schön fett und man bleibt Mono. Denn Stereo ist Teufelszeug.
Doppelmono mache ich gerne mit 2 CharacterPedalen und einer ABY Box, also auch mit Modelling.
Und wenn Stereosystem mit Effekten dann WetDryWet. Ist nicht viel aufwendiger und macht Spaß. Neben Lukather in den 80ern und 90ern macht SteveMorse das zB bei Deep Purple so. Um nicht zuviel "Druck" zu verlieren ist der "trockene" Signalpfad mMn nicht unwichtig.
Gruß
Ugorr
 
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Ugorr schrieb:
Stereo ist Teufelszeug.
Doppelmono mache ich gerne

Absolut, Stereo Effekte killen teils den Gitarrensound und dünnen ihn eher aus.
Doppel Mono ist was anderes und das bringt auch Fett in den Sound. Ich hatte das lange Zeit gerne mit zwei baugleichen Combos gemacht die ich etwas auseinander stellte. Aber auch hier muss man aufpassen wegen Auslöschungen. Einfach probieren bis es einem passt.
 
Riddimkilla
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Batz Benzer schrieb:
Und: Die Soundmenschen hassen Dich...!!!! :cool:

Nö - die lassen dich einfach mono laufen, und wenn du fragst, sagen sie dir das wäre saugeil gewesen mit dem Stereo! (obwohl sie vermutlich der Meinung sind, dass ein qualvolles Ableben deinerseits dem Planeten gut täte. Aber wer wischt nacher die Sauerei auf?)

:unfunfunfunf: :unfunfunfunf: :unfunfunfunf: :unfunfunfunf:
 
Riddimkilla
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Takatukaland
Batz Benzer schrieb:
Klingt nach eigener Erfahrung... ;-)

Versuch doch mal nen JC120 abzunehmen ... Wenn du 2 Mikros nimmst und extrem panst, hört man auf der einen seite das dry-Signal und auf der anderen das wet-Signal aber nur die Leute in der Mitte den Chorus und auch den nicht gescheit. Wenn du beiden mono laufen lässt, klingts auch nicht wie ein 120er ...
Drum schlepp ich den 120er auch nur noch mit wenn ich nen Dorfplatz ganz alleine vollärmen soll - und das ist zum Glück nie der Fall.

Ne, mal im Ernst! Der Aufwand muss schon sehr sehr bandtauglich sein um sich zu lohnen. Find ich ...

:)


r
 
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Ugorr schrieb:
Moin.
.......l. Ein Amp clean, einer verzerrt(ein bekannter Anwender: Keith Richards) - das macht den Sound auch schön fett und man bleibt Mono.......
Gruß
Ugorr
Mache ich zur Zeit auch so- ist halt bei mir immer mal Stimmungsabhängig. Derzeit ist für mich das non plus Ultra: Singleman und Mini Blues Breaker (nur angezerrt)- echt geil!
 
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Ugorr schrieb:
Moin.
Der Line6 HD500 sollte das auch können. 2 Signalkette müssen eben verarbeitet werden.
Aber Achtung: Einige Sounds sind quasi "Doppelmono" und kein echtes Stereosignal. Ein Amp clean, er verzerrt(ein bekannter Anwender: Keith Richards) - das macht den Sound auch schön fett und man bleibt Mono. Denn Stereo ist Teufelszeug.
Doppelmono mache ich gerne mit 2 CharacterPedalen und einer ABY Box, also auch mit Modelling.
Und wenn Stereosystem mit Effekten dann WetDryWet. Ist nicht viel aufwendiger und macht Spaß. Neben Lukather in den 80ern und 90ern macht SteveMorse das zB bei Deep Purple so. Um nicht zuviel "Druck" zu verlieren ist der "trockene" Signalpfad mMn nicht unwichtig.
Gruß
Ugorr

Hallo Ugor,
wie müsste ich da mit meinem Boss GT-100 vorgehen.
Der GT-100 hat ein Dual Mode (Bi-Amping) mit dem ich mit einem signal zwei Amps gleichzeitig ansprechen kann.
Wichtig ist mir den Sound dabei richtig fett für cleane Sachen hinzubekommen.
 
Woody
Woody
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Riddimkilla schrieb:
Versuch doch mal nen JC120 abzunehmen ... Wenn du 2 Mikros nimmst und extrem panst, hört man auf der einen seite das dry-Signal und auf der anderen das wet-Signal aber nur die Leute in der Mitte den Chorus und auch den nicht gescheit.

...und wer weiß, wie ein JC120 in nur "wet" klingt, der versteht, warum Stereo mit PA ein no-go ist.
Die meisten PAs werden ohnehin mono betrieben, damit auch die Leute stage rechts ein bisschen Hihat hören, zum Beispiel.

Um einen lustigen Cleansound mit Feenstaub und Regenbogen hinzubekommen tut es ein zweistimmiger Detuner, eine Stimme ein paar cent hoch, die andere ein paar cent runter, die FX-signale hart gepant und um 10-20 ms zeitverzögert, gerne auch etwas unterschiedlich, also nicht beide bei 15 ms, sondern eine bei 12, die andere bei 17, oder so.
Hall hilft zu mehr Gewaber.
Ausprobieren, und freuen.


Ob das für einen kompletten Abend geil und livetauglich ist...?

Viele Grüße,
woody
 
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Air-Mike schrieb:
Ugorr schrieb:
Moin.
.......l. Ein Amp clean, einer verzerrt(ein bekannter Anwender: Keith Richards) - das macht den Sound auch schön fett und man bleibt Mono.......
Gruß
Ugorr
Mache ich zur Zeit auch so- ist halt bei mir immer mal Stimmungsabhängig. Derzeit ist für mich das non plus Ultra: Singleman und Mini Blues Breaker (nur angezerrt)- echt geil!

Ich mach das mit meiner reso so ähnlich. Hals Pu verzerrt übern Amp und Mikro am Resonator. Schiebt wir Dreck und hat trotzdem diesen netten knack.

Herkömmliche Elektrische Fähre ich allerdings immer so mono wie möglich...
 
Thorgeir
Thorgeir
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In meinem Musikkeller hatte ich ne zeitlang links einen DR Silverface, rechts den 50W Cornford, beschossen mittels mit einem Midimurf gesplitteten Stereosignal und nach dem Splitting links einem AD900 und rechts einem Diamond Memory-Lane. Abende habe ich einfachsten Käse gespielt und mich daran ergötzt. Der Knaller: Autobahn von Kraftwerk im postrockigen Gewande.

Nur, wer ausser mir will das hören? :D
 
Nashorn
Nashorn
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Woody schrieb:
Die meisten PAs werden ohnehin mono betrieben, damit auch die Leute stage rechts ein bisschen Hihat hören, zum Beispiel.

Ich war mal auf einem Konzert in einem L-förmigen Saal. Die PA wurde stereo betrieben, so dass die Musiker auf der rechten Seite der Bühne im Panorama auch rechts lagen, und umgekehrt.
Was zur Folge hatte, dass man in unserem linken Teil des "L" nur die Musiker auf der linken Seite der Bühne hörte. Toll.
 
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Schnabelrock
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Ich habe das auch ne Weile gemacht, bis mir der Aufwand schlicht auf den Sack gegangen ist. So einfach war das ...
 
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Moin.
Ich kenne die Bossmultis nicht, aber ich würde das so probieren:
1. Kette: Ultracleaner Amp (JC120 oder Fendertwin) max ein bißchen Kompressor davor, aber erstmal ohne probieren. Hier am AmpEQ die Mitten ein bißchen rausdrehen
2. Kette ein Ampmodell kurz vor Zerrsounds (ich mag da den AC30 gerne, oder Fender Bassman). Hier die Mitten ordentlich reindrehen.
Wenn Du die Boxensimulation in den Ketten ändern kannst, lohnt es sich damit auch mal rumzuspielen.
Das dürfte Clean schon ordentlich Druck aufbauen.
Wenn Effekte genutzt werden, dann nur auf einem Kanal. Ich würde den fast zerrenden Kanal nutzen.

Meine Akustikgitarre fahre ich übrigens ähnlich. Clean geht die Gitarre immer durch und Effekte und Zerre können über ein Volumenpedal zugeregelt werden. Je nach Technik vor Ort geht das entweder über 2 Kanäle oder wird auf dem Stressbrett wieder Mono summiert.
Gruß
Ugorr
 
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Hi,
erst Mal herzlichen Dank Ugorr für deine Ausführungen.
Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich einen wirklich reinrassig cleanen fetten Sound benötige ( für solche alten Shadows, Ventures Sachen ).
Außerdem möchte ich ein spezielles Delay (Alesis Quadraverb) über den Effekt Loop einschleifen.
Muss auch mal schaue, ob der GT-100 hier die Möglichkeit bietet, eine leichte Verzögerung der Ansprache zwischen den beiden Amp Modells zulässt.
 
 

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