2x20 W Box an 40 W Amp?

A
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Hi,

habe irgendwie nichts dazu gefunden - kann ich eine Box mit 2 20W Speakern gefahrlos über einen 40 W Amp spielen? Verteilt sich die Leistung auf die beiden Speaker? Macht es dabei einen Unterschied ob die parallel oder in Reihe angeschlossen sind?


Danke,

Gerold
 
jab
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Hi!
Kannste machen, die wichtigeren Angaben sind aber die Ohmzahl der Lautsprecher und der/des Speakerausgangs am Amp.
Die Ohmzahl deiner Box ändert sich, je nachdem, wie die Lautsprecher verdrahtet sind. Seriell bedeutet doppelten Widerstand eines Lautsprechers (z.B. 2x8 Ohm ser. = 16 Ohm), schaltest du die Speaker parallel, halbiert sich der Gesamtwiderstand (2x8 Ohm par. = 4 Ohm).
Die Leistung, die dein Amp abgibt, ist vom Gesamtwiderstand abhängig. Meist steht hinten drauf, wieviel Leistung bei welchem Widerstand abgegeben wird. Je weniger Widerstand, desto lauter der Amp. Allerdings sollte der Widerstand der Box ungefähr zum Ampausgang passen! Manche Amps sind da sehr empfindlich, andere weniger...

Abgesehen davon: wenn der Lautsprecher verzerrt (eine ganz andere Zerrung als die der Röhren oder der Vorstufe oder der Pedale..), ist es definitiv zu viel für den Speaker. Wenn's blöd läuft brennt der durch!

Also: Widerstand der Box mit den Angaben auf dem Amp abgleichen, hinhören ob's gut/sauber klingt, fertig!

Beste Grüße,
Jab
 
A
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Um die Frage zu beantworten, fehlt eine wichtige Info:
Ist die Endstufe vom Amp eine Röhren- oder Transistorendstufe?
 
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Hi,
@Jab, danke für deine ausführliche Antwort. Dass die Imedanz des Lautsprechers / der Box nicht niedriger sein sollte als am Amp Ausgang angegeben ist klar. Aber ob sich die Leistung, die eine Box wegsteckt aus der Leistung jedes einzelnen Lautsprechers addiert oder nicht ist mir weiter unklar.

@Gitarrenschlumpf
Gitarrenschlumpf schrieb:
Um die Frage zu beantworten, fehlt eine wichtige Info:
Ist die Endstufe vom Amp eine Röhren- oder Transistorendstufe?

Es handelt sich um einen Röhrenamp 2x 6V6 40 W an den ich eine Box mit 2x 8 Ohm 20W Speakern (parallel verdrahtet) anschließen möchte (oder auch nicht wenn die Gefahr besteht dass die Teile abrauchen)

Viele Grüße,
Gerold
 
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Passt. Die Impedanz der angeschlossenen Lautsprecher darf bei Röhrenamps unterschritten werden. Leistungsmäßig klappt es auch.
 
asatmann
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Eine Frage zur Leistung bei mehreren Lautsprechern: die Hersteller addieren ja fröhlich die Einzelleistung der Speaker bei 2x12 und 4x12 Boxen zu einer Gesamtleistung. Trotzdem verträgt der Greenback in einer Box doch nur 25 Watt, richtig? Also wenn ich da mit nem 100Watt Amp unvorsichtig bin besteht doch durchaus die Gefahr, den Speaker kaputtzumachender? Oder teilt sich die Ampleistung in der Box schlagartig gleichmässig auf?
Zumindest bei einer Serienschaltung von speakern kriegt doch der erste in der Reihe erstmal die volle Leistung ab?

Nur mal theoretisch...
 
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Leistungen werden bei identischen Impedanzen aufgeteilt. Bei Reihenschaltungen gibt es lediglich den Nachteil, dass der Gesamtstrom durch alle Schwingspulen durchfließt. Somit können die Spulen mehr erhitzen.
 
Rabe
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Weder theoretisch noch praktisch ...

Elektrische Leistung ist Stromstärke multipliziert mit der Spannung. Bei einer Reihenschaltung ist an jader Stelle die Stromstärke gleich (Elektronen die pro Sekunde vorbeikommen). Die Gesamtspannung der Quelle teilt sich auf die Speaker auf, je nach ihrem Widerstand. Bei vier gleichen Lautsprechern, fällt an jedem Speaker also genau ein Viertel der Spannung ab.
Das bedeutet, dass die Leistung die jeder Speaker umsetzen muss, ein Viertel der Gesamtleistung ist. Wenn du acht Speaker nimmst, ein Achtel, wenn du zwei nimmst die Hälfte.
 
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tommy
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Der erste Speaker erhält bei einer Serienschaltung ja erst seinen Impuls, wenn der Stromkreis durch alle weiteren geschlossen wird.
Alle Speaker können jeweils nur bei einem geschlossenen Stromkreis gleichzeitig funktionieren.
 
FredH
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Gitarrenschlumpf schrieb:
Leistungen werden bei identischen Impedanzen aufgeteilt. Bei Reihenschaltungen gibt es lediglich den Nachteil, dass der Gesamtstrom durch alle Schwingspulen durchfließt. Somit können die Spulen mehr erhitzen.
Aber die Gesamtimpedanz nimmt doch mit jedem Lautsprecher in Reihe geschaltet zu. Damit verringert sich die Stromstärke, so dass das Argument mit dem Gesamtstrom nicht ganz stimmt.

Manfred
 
Rider on the storm
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Sorry,

so viel Unsinn über Lautsprecher habe ich schon lange
nicht gehört.
Wenn Du einen Amp mit 40 Watt Leistung hast,
kannst Du keinen Speaker mit 20W parallel anschließen
auch wenn die Impedanz passt,da wird der Spule etwas heiß
werden.
Vielmehr müssen beide Speaker in Serie geschaltet
werden wobei die Impedanz auch passen sollte.

LG
Erich
 
A
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Hi,

Gitarrenschlumpf schrieb:
Passt. Die Impedanz der angeschlossenen Lautsprecher darf bei Röhrenamps unterschritten werden. Leistungsmäßig klappt es auch.

falls du damit meinst 16Ohm Speaker an 8 Ohm Ausgang technisch ja, der Klang wird dabei aber wohl verändert.
Aber umgekehrt z.B. 8 Ohm Speaker an 16 Ohm Ausgang ist für den Ausgangsübertrager gefährlich und im Zweifelsfall final.

Aber die Impedanz ist nicht meine Frage, mir geht es im speziellen ausschlisßlich darum ob ich meine 2x20 Box an einem 40 Watt Amp beschädige weil sie die Leistung nicht wegstecken kann und im allgemeinen darum wie man die Speaker von der Leistung her richtig dimensioniert und ob hierbei parallel oder serielle Verschlatung einen Unterschied macht
Viele Grüße,
Gerold
 
FredH
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gigi schrieb:
Hi,

...

falls du damit meinst 16Ohm Speaker an 8 Ohm Ausgang technisch ja, der Klang wird dabei aber wohl verändert.
Aber umgekehrt z.B. 8 Ohm Speaker an 16 Ohm Ausgang ist für den Ausgangsübertrager gefährlich und im Zweifelsfall final.
...

Gerold

Das ist leider total falsch, gilt so wohl eher für Transistorendstufen.
Umgekehrt wäre es richtig, da ein Speaker mit zu hoher Impedanz zu zu hohen Spannungen im AÜ führen kann.
Extremfall: man schließt keinen Speaker an, dann ist die Speakerimpedanz unendlich hoch und das zerschießt den AÜ.
Aber Fehlanpassungen im Faktor 2 machen wohl eher nichts kaputt.

Manfred
 
Rider on the storm
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Nochmal,
wenn die Gesamtimpedanz deiner Box mit der Ausgangsimpedanz des Amps übereinstimmt,
dann passt das, du hast ja eh 2x20 Watt verbaut.
Ergibt in Summe die 40W des Amps.

Bsp.
Amp 8 Ohm:
Box 2x16 Ohm Speaker parallel= 8 Ohm

oder
Box 2x4 Ohm seriell= 8 Ohm
 
Alex K.
Alex K.
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Moi,

Also 40 Watt von 2x6V6 finde ich sehr optimistisch....

http://www.tdpri.com/threads/maximum-wattage-2-6v6-in-pp-cathode-bias.769178/#post-7886544

und wenn der Amp nicht wirklich mit dem Master Volumen auf Anschlag gefahren wird, sollte das bei Korrekter Anpassung doch kein Problem sein...

Gruss

Alex
 
FredH
FredH
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Rider on the storm schrieb:
Sorry,

so viel Unsinn über Lautsprecher habe ich schon lange
nicht gehört.
Wenn Du einen Amp mit 40 Watt Leistung hast,
kannst Du keinen Speaker mit 20W parallel anschließen
auch wenn die Impedanz passt,da wird der Spule etwas heiß
werden.
Vielmehr müssen beide Speaker in Serie geschaltet
werden wobei die Impedanz auch passen sollte.

LG
Erich

Super, wenn man schon von Unsinn redet, sollte man selber Ahnung haben. Rechne mir doch mal mit R=U/I und Rges=R1+R2 (Reihenschaltung) und 1/Rges=1/R1+1/R2 vor, wie das mit der heißen Spule gehen soll.

In einer vereinfachten Gleichstrombetrachtung sieht es doch so aus:
Der Amp mit 40Watt pulvert bestimmte (WechselSpannungen) am AÜ raus. Der Amp habe nur einen Ausgang. Nehmen wir vereinfacht an, es sind zu einem bestimmten Zeitpunkt 16V. Stromstärkeberechnung I=U/R
1. Fall: Ein Speaker mit 8Ohm Stromstärke I=16V/8Ohm = 2 Ampere
2. Fall: Zwei Speaker mit je 4 Ohm in Reihe also Gesamtwiderstand 8 Ohm. Hier wieder I=16V/8Ohm also 2 Ampere und die sind innerhalb eines unverzweigten Stromkreises überall gleich, also sowohl am 1. wie auch am 2. Speaker
3. Fall: Zwei Speaker parallel mit je 16 Ohm führt auch zur Gesamtimpedanz von 8 Ohm. Hier liegen jetzt an jedem Speaker je 16V an also pro Speaker die Stromstärke I=16V/16Ohm = 1 Ampere macht insgesamt 2 Ampere für die Endstufe

Die Endstufe merkt nichts davon, da Gesamtwiderstand und Stromstärke jeweils gleich sind.

Die Erwärmung der Leitung im Speaker hängt von der Leistung ab (U*I)
Für die Momentane Leistung in der Situation oben gilt dann
1. Fall Ein Speaker mit P=16V*2A=32 Watt
2. Fall Je Speaker fällt die Hälfte der Spannung ab also jeweils P=8V*2A=16Watt. Macht für beide zusammen 32 Watt, jeder muss nur die Hälfte leisten.
3. Fall Je Speaker 16V*1A=16Watt also genau wie im 2. Fall.

Wenn also die Impedanz passt, dann geht nix schief und man hat keine "falschen" Stromstärken".


Sobald man Fehlanpassungen macht, also Gesamtimpedanz kleiner oder Größer als von Amp erwartet, hat man an den Speakern
1. bei zu kleiner Impedanz höhere Stromstärken
2. bei zu großer Impedanz niedrigere Stromstärken.


Viel Spaß damit,
Manfred
 
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Alex K. schrieb:
Moi,

Also 40 Watt von 2x6V6 finde ich sehr optimistisch....

Alex

Sorry, Tippfehler, es sind 4 6V6 :)
mein altes Topteil hatte 2 6V6; 20 Watt von daher auch die 2x12 Box mit je 20 W Speaker. Der Neue ist eben auch der Grund für meine Frage gewesen.

@FredH
Danke fürs Vorrechnen, klingt logisch. Aber du legst für die Rechnung 16V fest. Was ist wenn zu einem anderen Zeitpunkt mehr abgegeben wird? Dann steigt auch die Leistung am Lautsprecher. Was kann ich denn von einem 40W Amp für Spannunsspitzen erwarten?


Grüße, Gerold
 
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Gitarrenschlumpf schrieb:
Leistungen werden bei identischen Impedanzen aufgeteilt. Bei Reihenschaltungen gibt es lediglich den Nachteil, dass der Gesamtstrom durch alle Schwingspulen durchfließt. Somit können die Spulen mehr erhitzen.

Habs wohl überlesen -genau das wollte ich wissen.


Grüße
 
FredH
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gigi schrieb:
Alex K. schrieb:
Moi,

@FredH
Danke fürs Vorrechnen, klingt logisch. Aber du legst für die Rechnung 16V fest. Was ist wenn zu einem anderen Zeitpunkt mehr abgegeben wird? Dann steigt auch die Leistung am Lautsprecher. Was kann ich denn von einem 40W Amp für Spannunsspitzen erwarten?
Grüße, Gerold

Ich hatte die 16V nur als Beispielwert genommen. Völlig wurscht, wie die Spannungsspitzen sind, 40 Watt sind 40 Watt. Die auf zwei Speaker verteilt macht 20 Watt je Speaker.

Die tatsächlich Stromstärken usw. sind bei einer Wechselstrombetrachtung eh nicht ganz so einfach. Die Selbstinduktion der Spule bremst schnell ansteigende Stromstärken ebenso aus, wie abfallende aufrecht erhält. Aber für eine einfache Effektivleistungsbetrachtung kann man so vorgehen wie oben.
Ein 20 Watt Speaker ist bis 20 Watt belastbar, ohne dass er anfängt zu krächzen. Bei Überbelastung fängt er erstmal an zu zerren. So schnell geht er nicht kaputt.

Manfred
 
 

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