6jährigem gitarre beibringen


A
Anonymous
Guest
Hallo,

Also ich spiel seit ca. 5jahren gitarre (klassich sowie E-git.) war auch in der Musikschule (d.h. theorie auch halbwegs drauf).
Hab schon mehreren Leuten Gitarrenunterricht gegeben oder was gezeigt. Wie mach ich das jetzt bei einem 6jährigen?
Er will unbedingt Gitarrespielen, hat zu Weihnachten eine Western (für seine größe bekommen).

1. Mit was fang ich an? (Ist Haltung und Technik bei einem Kind auch so wichtig? Ist eine schöne Haltung für ein Kind nicht sehr schwer?)

2. Soll er Noten lernen?

3. Wieviel Theorie am anfang? (oder am Anfang keine Theorie?)

4. Was für Lieder? (einfache Kinderlieder-hänschen klein vom Notenblatt spielen lernen?)

5. Soll er mit der rechten Hand am Anfang zupfen oder gleich mit Plek. da er ja später mal "Stromgitarre" spielen will.

PS: Am Freitag hat er seine erste Stunde bei mir...wäre fein wenn ich ein paar meinungen bis dahin hätte. Oder sogar welche dabei mit Erfahrung?

Wäre sehr dankbar

greez aus AustriaVoodoo
 
A
Anonymous
Guest
Hi,

Also 6 Jahre ist schon ziemlich Jung... Aber ich weiss noch als ich Angefangen habe (Ich habe glaub mit 9 Angefangen), zuerst wurde mir mal die korrekte Haltung gezeigt, wo und wie die Hände hingehören... also das würd ich schon zeigen.
Dann für die Lieder, ich würde irgendein Gitarrenbuch für Anfänger, also eines das auch für Kinder zugeschnitten ist als Volage für den Unterricht nehmen. Mein hiess glaub Giterrenstarter 1 oder sowas...
Ja, also ich würde so nach einem Buch gehen und ihm einfach zeigen wie er das zu spielen hat.
Notenlesen würd ich ihm unbedingt beibringen, weil ich habs mit der Zeit verlernt und jetzt da ich mich intensiv mit Harmonielehre beschäftige wäre ich froh wenn ich etwas besser Notenlesen könnte ;)
 
B
Banger
Guest
Hi Voodoo,
Voodoo22":1ug699nr schrieb:
Wie mach ich das jetzt bei einem 6jährigen?
Er will unbedingt Gitarrespielen, hat zu Weihnachten eine Western (für seine größe bekommen).
Halte ich für ungünstig. Sehr ungünstig. Generell halte ich für Anfänger, besonders in dem Alter, eine klassische Gitarre (mit Nylonsaiten) für geeigneter, da weder die Greifkraft noch eine schützende Hornhaut auf den Fingerspitzen vorliegt, um auf Stahlsaiten dauerhaft schmerzfrei und zufriedenstellend zu spielen. Der Schuss kann schnell durch Frustration nach hinten losgehen.

Voodoo22":1ug699nr schrieb:
1. Mit was fang ich an? (Ist Haltung und Technik bei einem Kind auch so wichtig? Ist eine schöne Haltung für ein Kind nicht sehr schwer?)
Hm... ich entsinne mich mal zurück (habe mit 8 Jahren mit dem Unterricht angefangen)...
Am Anfang standen korrekte Haltung mit Fingersatz, Daumenposition, Positionierungt der rechten Hand, Haltung der Gitarre (Fußbank ist Pflicht!!!), Greif- und einfache Anschlagtechniken. Ist zwar zäher Stoff mit wenig Melodie *g* aber die Grundlage für alles weitere.
Was man hier versaut, kann man später schwer korrigieren.

Voodoo22":1ug699nr schrieb:
2. Soll er Noten lernen?
Für die Gitarre zwar nicht zwingend erforderlich, aber als musikalische Allgemeinbildung empfehlenswert.

Voodoo22":1ug699nr schrieb:
3. Wieviel Theorie am anfang? (oder am Anfang keine Theorie?)
Hm,ich sag's mal so: Theorie in verdaulichen Happen, die möglichst direkt in praktischen Übungen umgesetzt werden. Steigert den Lerneffekt.

Voodoo22":1ug699nr schrieb:
4. Was für Lieder? (einfache Kinderlieder-hänschen klein vom Notenblatt spielen lernen?)
Hier würde ich auf einschlägige Literatur zurückgreifen. Mach dich mal bei Musikschulen schlau, was die verwenden. Ein ordentliches Buch bietet auch eine gute Grundlage für den Lehrplan.

Voodoo22":1ug699nr schrieb:
5. Soll er mit der rechten Hand am Anfang zupfen oder gleich mit Plek. da er ja später mal "Stromgitarre" spielen will.
Auf jeden Fall mit Zupfen anfangen und erst dann zum Pick übergehen, wenn er das Zupfen technisch (Treffen der richtigen Saite) und rhythmisch beherrscht.

Voodoo22":1ug699nr schrieb:
PS: Am Freitag hat er seine erste Stunde bei mir...wäre fein wenn ich ein paar meinungen bis dahin hätte. Oder sogar welche dabei mit Erfahrung?
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen - ich würd's lassen. Ein 6jähriger, der Gitarre von Grund auf lernen soll/will, ist IMHO bei einem Musiklehrer mit der entsprechenden pädagogischen Ausbildung besser aufgehoben. Wie's in dieser Hinsicht bei Dir aussieht, kann ich schlecht beurteilen. ;-)
 
A
Anonymous
Guest
Hi Voodoo

ich würd in den ersten Stunden noch nicht mit Liedern anfangen und seien sie noch so einfach. Zeig dem Jungen erst mal einfache Fingersätze mit den ersten zwei bis drei Fingern, zupfen leerer Saiten mit Zeige- und Ringfinger usw. Ganze, halbe und Viertel-Anschläge...

Klar, das wird langweilig sein aber alles andere würde ein sechsjähriges Kind aller Wahrscheinlichkeit nach überfordern.

Edit Yo, Banger war schneller... ;-)
 
A
Anonymous
Guest
Hallo,

ich habe soweit die Erfahrung gemacht dass es besser ist einem 6 Jährigen das Instrument in Form von lustigen Spielen näher zu bringen. Der Spass ist in diesem Alter das wichtigste. Wenn man zu früh anfängt den Kleinen Theorie und ähnliches in "trockener" Form beizubringen geht das meist stark nach hinten los: spätestens in der Pubertät werden interessantere Dinge entdeckt und die Gitarre bleibt im Schrank und vergammelt. Ausserdem ist es bei so kleinen Kindern unbedingt wichtig dass sie Dich als Freund ansehen und eine Bindung zu Dir aufbauen, wenn Du jetzt krampfhaft versuchts ihm was beizubringen wird es Dich eben wie einen Lehrer und nicht wie einen Freund betrachten.

Meiner Meinung nach ist 10 Jahre das "ideale" Alter für die meisten Kiddies um richtig mit "Theorie, Üben, etc..." durchzustarten.

Wegen der Spiele um Sachen wie Handhaltung, die ersten Akkorde, leichte Melodien etc... beizubringen: Lass Deine Kreativität spielen, alle Wege führen nach Rom. ;-)
 
A
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Guest
Danke für eure Tips,

wegen der Western...ich hab sie noch garnicht gesehen. Man hats mir halt gesagt aber muss nicht stimmen...und sonst kommen halt Nylon - Saiten druaf versteht sich.

Musikschule will er nicht weil er es unbedingt von mir lernen will (stolz bin :) ) Er hat mich mit meiner Gibson shredden gehört und hat mir dann ne Gibson LP aus Lego nachgebaut. Volle lieb der kleine!
Und er wünschte sich dann zu Weihnachten was: Ne Gibson Les Paul...hahaha klar doch mitnem MESA Fullstack gggg

Hab mit 6 angefangen geige zu spielen (Musikschule), und hatte ebenso klassischen Gitarrenunterricht (ebenfalls Musikschule) von dem her trau ich mir das auf alle Fälle zu aber ich will halt nichts falsch machen.
Eben wegen zuviel Theorie aufeinmal ist nicht gut und ständig an seiner Haltung rummotzen will ich auch nicht...Eben es sollte soviel spaß wie möglich machen. Will eben nichts falsch machen. Und wer weiß wie lange das jetzt anhält...vielleicht will er mit 10 ja schon garnichts mehr davon wissen. Aber wenn er dann mit 14 - 15 jahren draufkommt das man(n) mit Musik viel Mädchen kriegt( :lol: ), soll er es leicht haben wieder damit anzufangen.

Ich muss ihm eh noch beibringen, das man mit Acoustic anfängt und nicht mit der Paula (vor allem mit 6) gggg der kleine racker!

greez aus Austria
Voodoo
 
A
Anonymous
Guest
Hi Voodoo,

ich denke da sprechen viele von uns hier im Forum wahrscheinlich aus auch eigener Erfahrung. Ich hatte als 9-jähriger auch meine ersten Gitarrenstunden bei einem Privatlehrer der einem nur die Theorie aufdonnern wollte. "Tue den Arm hier hin... Mach das so und nicht so... Greif das so..." Ich habe mir das als Kind eine Weile lang angeschaut und muß sagen, als das ganze "Schulcharakter" angenommen hat (z.B. Hausaufgaben, diesen Begriff hat er wirklich verwendet), war das Thema für mich durch. Das Ende vom Lied war, das ich keinen Spaß mehr daran hatte, bis ich knapp 5 Jahre später durch meine Schulband wieder zum spielen kam.

Hier kann ich sagen, das mir das spielen Spaß gemacht hat, weil ich niemanden hatte der mir irgendetwas beibringen wollte, was ich nicht lernen wollte. Hier hat man sich nur unter Freunden gezeigt was der eine konnte und der andere kannte wiederum einen Griff usw.

Ich will nicht sagen, dass das immer so sein muß, allerdings ist das bei Kindern meistens so, das man Dinge schon können will, bevor man überhaupt damit angefangen hat. Ergo: Der Kleine will wahrscheinlich dirket losrocken und muß erstmal verstehen, das der Weg zum "richtig" spielen sehr lang sein kann. ;-)

Ich schließe mich generell aber Skirmish an. Durch eine spielerische Art und Weise könnte man dem Kleinen das sicher passend vermitteln, vorausgesetzt der Kleine will das Spielen von sich aus lernen und nicht der Eltern wegen. Soetwas hatte ich auch schon mal erlebt... :roll:

Gruß
VVolverine
 
A
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Guest
O gott, da kommen erinnerungen hoch...

Ich beschloß nachdem mir die geige schon aus den ohren kam aufhören zu spielen.
Aber: Eltern...blablalba

Ok geh ich halt wieder in die Musikschule aber niewieder geige!! Ich suchte mir dann beinhart Blockflöte aus weil die gleich spielbereit ist (kein stimmen, Bogen wachsen ....)
Das war der schlimmste Lehrer was ich je sah. Jede Stunde kam die vor wie eine Schularbeit. (ich war so ca. 10 jahre)
Er zeigte mit seinem Stock auf eine note und wenn die nicht wie aus der pistole von meinem Mund geschossen kam schüttelte er nur den kopf und meinte ja ... ich glaub du mußt jetzt noch ne Fleiß-Hausaufgabe machen.
Ab dem Moment hatte ich Asthma und konnte niewieder Flöte spielen, :lol: , er hats aber geglaubt und meine Eltern kriegten nichts mit. Echt arg!

Aber sowas will ich meinem Schützling nicht antun...auf keinen Fall!

learning by doing und jede Menge spaß.
Ich hab mir auch schon gedacht ihn mal mit in unsren Proberaum zu nehmen (klar mit Ohrenschützer keine Frage). Das motiviert sicher ganz gewaltig!

PS: Er musste seine Eltern (d.h. er hat nur ne mama + 4 Schwestern) förmlich überreden das er ne Gitarre bekommt, also von daher kann man schon sagen das er will! Und musikalisch ist er absolut!

voodoo
 
A
Anonymous
Guest
Ich hab mir auch schon gedacht ihn mal mit in unsren Proberaum zu nehmen (klar mit Ohrenschützer keine Frage). Das motiviert sicher ganz gewaltig!

:lol: Das kann aber auch nach hinten los gehen und das er danach nie wieder etwas mit einer Gitarre zu tun haben will... :lol: :lol: ;-)

Gruß
VVolverine
 
A
Anonymous
Guest
Moin nochmal,

@VV und Voodoo22:

Das ist eben die Essenz: wenn der Spaß stimmt kommt der Rest von alleine. Ein Beispiel: Ich hatte vor vier Jahren einen sieben Jährigen übernommen der zwei Jahre "klassischen" Unterricht genommen hatte. Er konnte so ein paar ganz kleine Melodien aber im Grunde sonst nichts. Er hatte dann eigentlich auch nicht mehr so viel Lust Gitarre zu spielen wollte es aber noch mal mit einem anderen Lehrer probieren. Mittlerweile ist der gute 11, ich unterrichte ihn schon seit zwei Jahren nicht mehr aber er ruft mich immer noch regelmässig an und spielt fröhlich und motiviert (dazu auch schon sehr gut) Gitarre.
Das ist für mich immer meine "reale" Erinnerung bloß den Kleinen nicht gleich zu viel aufhalsen zu wollen.

Übrigens, wo wir schon beim Thema sind: Wenn jemand ein ca. 10 Jähriges Kind als Schüler hat unbedingt noch den besten Freund zum Gitarrespielen kriegen: die beiden unterhalten sich dann nämlich in der Schule übers Spielen und (wie es bei Kindern diesen Alters gängig ist) geben gegenseitig an was sie schon können/gespielt haben. Nach meinen Erfahrungen gibt es keine bessere Motivation für Kinder als den Ehrgeiz besser als der beste Freund zu sein. ;-)
 
A
Anonymous
Guest
Übrigens, wo wir schon beim Thema sind: Wenn jemand ein ca. 10 Jähriges Kind als Schüler hat unbedingt noch den besten Freund zum Gitarrespielen kriegen: die beiden unterhalten sich dann nämlich in der Schule übers Spielen und (wie es bei Kindern diesen Alters gängig ist) geben gegenseitig an was sie schon können/gespielt haben. Nach meinen Erfahrungen gibt es keine bessere Motivation für Kinder als den Ehrgeiz besser als der beste Freund zu sein.

Hi Skirmish,

:idea: klasse Tip...

Gruß
VVolverine
 
A
Anonymous
Guest
@VVolverine

hmmm stimmt da muß ich wohl aufpassen...i probiers mal mit playback :lol:

@skirmish

echt super tip.... man versucht in diesem alter wirklich immer besser sein als der beste Freund.

Thx
lg
Voodoo
 
R
rockz
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1
Das kann aber auch nach hinten los gehen und das er danach nie wieder etwas mit einer Gitarre zu tun haben will...

LOL

Hallo Leutz,

an dieser Stelle möchte ich meine eigenen Erfahrungen als Kind (die ersten Gehversuche mit der Musik) und als "gestandener Musiker" (LOL) preisgeben, da ich in keinster Weise Dozent o.ä. bin - Interesse am unterrichten habe ich jedoch schon.

Mein praktisches Interesse an Musik kam mit ca. 5 Jahren. Vielleicht beeinflusst durch meinen Schwager, der die Tasten drückte, wünschte mir zum Geburtstag ein kleines Keyboard. Autodidaktisch, oder eher als intuitiv zu bezeichnen, lernte ich die ersten Songs. Bald reichte ein Manual nicht mehr aus und es musste eine Heimorgel her, mit zwei Manualen und Basspedalen.
Tja, dann war ein Lehrer auch nicht mehr fern und ich durfte dem Unterricht frönen.
Dummerweise bestand die "Yamaha"-Orgelschule damals ausschließlich aus "alten Gassenhauern" und obwohl meine theoretische Ausbildung fortschritt, nahm mein Interesse am praktischen musizieren stetig ab. Mit ca. 13 Jahren hörte ich dann auf.
Nach dreijähriger Pause, griff ich folglich zur Gitarre; habe mich hierbei, bis auf wenige Gitarren-Stunden/-Tipps, wie in den frühen Kindestagen autodidaktisch weiterentwickelt - und bis heute den Spaß nicht verloren.

Was will ich damit sagen? Wenn man kein ausgebildeter Lehrer ist und somit nicht unbedingt über didaktische Theorien verfügt, würde ich zumindest auch versuchen - neben den unabdingbar wichtigen Grundlagen wie z.B. Körperhaltung - motivierend auf den Schüler einzuwirken. So halte ich es jedenfalls, wenn mich mal ein Anfänger um Rat bittet. D.h. ich versuche dem potentiellen Schüler Sachverhalte, anhand der Musik die er mag, zu vermitteln.

Vor einigen Jahren hatte mein Neffe (der leider etwas weiter entfernt wohnt) einmal Gitarrenunterricht in einer Musikschule (glaube ich jedenfalls). Nach einigen Monaten Unterricht, konnte er mir bei einem Treffen lediglich "Alle meine Entch..." in Singlenotes vorspielen. Innerlich war ich über das schleppende Tempo des Unterrichts einigermaßen entrüstet. ...Und mein Neffe hat das Gitarrespielen schon lange aufgegeben. Ich hoffe ihr versteht was ich damit aussagen wollte.

BTW: was haltet ihr von der Idee, wenn wir hier im Board gemeinschaftlich einen Leitfaden für das Unterrichten ausarbeiten?
Also ich wüsste auch nicht sicher, wie ich einem kompletten Anfänger die sechs Saiten am "einfachsten", effektivsten und vor allem motivierendsten näher bringen könnte.

Gruß
 
A
Anonymous
Guest
Hallo,


wer erst lange über das diskutieren muss was er da tun will und über Inhalt und fortschreiten des Unterrichtsstoffes grübelt, sollte diese Aufgabe lieber jemandem überlassen der nicht nur Gitarre spielt sondern auch weiß wie man Kindern in dem Alter den Stoff vermittelt ohne sie zu überforden oder gar zu langweilen. Die Ansätze sind sicherlich so verschieden, das es nicht damit getan sein kann, in einem Gitarrenforum Informationen über Pädagogische Kenntnisse einzuholen.

Gerade Kinder in dem Alter verdienen es einen Lehrer an die Hand zu bekommen der weiß was er tut...

Sorry ist vielleicht etwas kritisch aber ich würde meinen eigenen Sohn auch lieber in guten Händen wissen...
Nichts dagegen das du einen Versuch startest aber ich denke du musst bereit sein dir eingestehnen zu könne das es Aufgaben gibt für die es vielleicht doch professionellere Anbieter gibt...solltest du merken das nicht alles 100 % funktioniert..

Gruß Til
 
A
Anonymous
Guest
bassist":3qb65vdk schrieb:
Hallo,


wer erst lange über das diskutieren muss was er da tun will und über Inhalt und fortschreiten des Unterrichtsstoffes grübelt, sollte diese Aufgabe lieber jemandem überlassen der nicht nur Gitarre spielt sondern auch weiß wie man Kindern in dem Alter den Stoff vermittelt ohne sie zu überforden oder gar zu langweilen. Die Ansätze sind sicherlich so verschieden, das es nicht damit getan sein kann, in einem Gitarrenforum Informationen über Pädagogische Kenntnisse einzuholen.

Gerade Kinder in dem Alter verdienen es einen Lehrer an die Hand zu bekommen der weiß was er tut...

Sorry ist vielleicht etwas kritisch aber ich würde meinen eigenen Sohn auch lieber in guten Händen wissen...
Nichts dagegen das du einen Versuch startest aber ich denke du musst bereit sein dir eingestehnen zu könne das es Aufgaben gibt für die es vielleicht doch professionellere Anbieter gibt...solltest du merken das nicht alles 100 % funktioniert..

Gruß Til

Hallo Til,

grundsätzlich hast Du sicherliche recht, allerdings finde ich es nichts schlimmes das sich Voodoo Gedanken zu dem Thema macht weil eben der eine Kleine unbedingt bei ihm Unterricht haben will. Wie ich weiter oben schon sagte ist das wichtigste bei solchen Kindern dass sie eine freundschaftlich Beziehung zu Dir aufbauen sollten damit sie Spass an der Sache haben und in diesem Einzelfall bin ich mir fast sicher dass Voodoo trotz fehlenden professionellen Abschlusses der geeignetere Lehrer ist.
Die meisten "Profis" sind nach meinen Erfahrungen nämlich meist sehr "versteift", haben einen "künstlerischen" Anspruch, etc... und erreichen meist eher das die Kinder, sobald Ihnen die Möglichkeit gegeben wird, die Gitarre in die Ecke stellen und damit aufhören. Das darf man natürlich nicht verallgemeinern aber ich habe schon mind. 5 kleine Schüler übernommen die aufgrund falscher Behandlung durch "Profis" fast mit dem Gitarrespielen aufgehört haben.
Daher finde ich kann man Pauschal nicht unbedingt immer sagen: "geh zu einem Profi, der zeigt es dir richtig". ;-)
 
A
Anonymous
Guest
Hi Skirmish,

Na klar soll man Unterricht geben wenn man sich dazu befähigt fühlt, deshalb sagte ich ja auch das man wissen muss wenn man sich zuviel zugemutet hat und aufpassen soll das man nicht mehr kaputt macht als nötig, falls es doch nicht klappt.

übrigens meinte ich mit Profis nicht unbedingt professionelle Musiker sondern eher professionelle Pädagogen, die ihren eigenen Ehrgeiz sich Lorbeeren zu verdienen indem sie Nachwuchs züchten, zurückstellen können.

In diesem speziellen Fall ist es ja auch richtig das der Kleine ein Fan ist und das ist natürlich schon motivation an sich... trotzdem Obacht !!
Vielleicht hab ich einfach auch zu viele schlechte Erfahrungen mit möchtegern Musiklehren gemacht.


Gruß Til
 
A
Anonymous
Guest
Voodoo22":3ndgiyol schrieb:
Hallo,

Also ich spiel seit ca. 5jahren gitarre (klassich sowie E-git.) war auch in der Musikschule (d.h. theorie auch halbwegs drauf).
Hab schon mehreren Leuten Gitarrenunterricht gegeben oder was gezeigt. Wie mach ich das jetzt bei einem 6jährigen?
Er will unbedingt Gitarrespielen, hat zu Weihnachten eine Western (für seine größe bekommen).

1. Mit was fang ich an? (Ist Haltung und Technik bei einem Kind auch so wichtig? Ist eine schöne Haltung für ein Kind nicht sehr schwer?)

2. Soll er Noten lernen?

3. Wieviel Theorie am anfang? (oder am Anfang keine Theorie?)

4. Was für Lieder? (einfache Kinderlieder-hänschen klein vom Notenblatt spielen lernen?)

5. Soll er mit der rechten Hand am Anfang zupfen oder gleich mit Plek. da er ja später mal "Stromgitarre" spielen will.

PS: Am Freitag hat er seine erste Stunde bei mir...wäre fein wenn ich ein paar meinungen bis dahin hätte. Oder sogar welche dabei mit Erfahrung?

Wäre sehr dankbar

greez aus AustriaVoodoo


Hi Voodoo,

vor einiger Zeit stand ich vor einem ähnlichen Problem wie Du. Bloß in ca. 20 facher Ausführung...Irgendwie bin ich in die Verlegenheit gekommen einen Job als Honorarkraft, an einer Musikschule angeboten zu bekommen. Es ging darum das diese Schule den ortsansäßigen Grundschulen Kurse: "Erster Umgang mit Tönen" angeboten hat. Ehe ich mich versah bekam ich zwei Klassen mit je 10 (freiwilligen) Teilnehmern/innen, im Alter von 6 Jahren, an zwei Tagen in der Woche zugeteilt...
Ein spannendes Unterfangen! Das ganze war befristet und lief jedenfalls drei Monate lang. Ich möchte diese Erfahrung nicht missen. Zwar liegt der Fall bei Dir ja sicherlich etwas anders aber wenn Du magst melde Dich ruhig mal : dcbsofie@gmx.de Alle Erkenntnisse und Eindrücke hier an dieser Stelle weiter zugeben würde glaube ich den Rahmen dieses Forums sprengen.
Ich halte aber gerade dieses Thema, "wie vermittelt man Musik an Kinder" für eine ganz zentrale Angelegenheit und bin gerne zu einem weiteren Austausch bereit...

so long,

Sofie
 
R
rockz
Well-known member
Registriert
2 Dezember 2003
Beiträge
425
Lösungen
1
Wie ich in meinem Posting schon andeutete, finde ich das Thema recht interessant und würde gern mehr darüber erfahren. Nicht ausschließlich der in diesem Thread diskutierte kindgerechte Unterricht, sondern auch Gitarren-Unterricht im allgemeinen; ...und Erfahrungsberichte sind sicher sehr informativ. Vielleicht hast du mal Zeit etwas zu dem Thema zu texten...

Gruß
 

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