Hi,
das erste mal...
Das war ein Sommerlager in der Schweiz. Ich war 9 oder 10. Da haben die älteren Jungs geklampft. Wir Bubis durften die Instrumente nicht anfassen. Und trozdem hab ich es geschafft, dem Teil Töne zu entlocken. Ich glaube, ich wollte "Apache" nachspielen. Ging auch ein paar Töne gut, aber dann kam ein Ton, der war nicht mit Leersaiten zu spielen. Woher sollte ich auch wissen, das man da rumdrücken kann?
Fragen konnte ich ja nicht. Dann wäre es aufgefallen, das ich so ein Teil angefasst hatte.
Jahre später habe ich mir das Schrummholz mit 5 !!! Drähten von meinem Vetter ausgeliehen. (Saitenlage 12. Bund locker 1 cm). Keine Ahnug von nix. Mir sagte jemand, ich sollte Akkorde spielen. Eine Akkordtabelle gekauft :"Die Fibel des Jazzgitarristen" von Fred Harz. Ihr könnt Euch vorstellen, wie blöde ich mir vorkam. Da ging garnichts. Dann habe ich die "schönen Jazzakkorde" harmonisch auseinandergenommen und daraus spielbare Akkorde mit Leersaiten entwickelt. Man kennt sie heute als Lagerfeuerakkorde.
Als ich das erste Mal eine vernünftige Gitarre (Western) in der Hand hatte, war klar: Ich komme nur mit einem bespielbaren Instrument weiter. Da gingen die Barréakkorde wie von selbst. So wurde eine EKO Western angeschafft. Und bald kam die erste Band. Die wollten mich - unbedingt. Und ich hatte keine Anlage. Key, bass, git (dieser Klemm Pu im Schalloch) und voc alles über einen Amp.
Anfang der ’70er habe ich dann den
Marshall (gebraucht von Gitarrist der damaligen Zeltinger Band) gekauft. Da alles durch Ferienjobs finanziert wurde, hatte ich naürlich keine Kohle mehr für ne gute E- Gitarre. Es war dann eine ES 355 Kopie von Aria- Diamont.
gruß duffes