Dimarzio DP100 / 104


A
Anonymous
Guest
Hallo zusammen,

ich möchte meiner Les Paul Studio gerne neue PUs spendieren, da mir die von Werk aus verbauten 490r/498t nicht mehr so recht gefallen. Vor allem der Hals-PU matscht einfach zu viel und mit den Obertönen am Steg geht halt leider auch nicht viel. Die Gitarre ist trocken gespielt nicht das Höhenwunder. Dazu kommen noch dicke Saiten von 11-54.

Mein Sound geht in die Richtung 70er (Sabbath, Zeppelin) und Stonerrock (Kyuss, Orange Goblin, Monster Magnet). Dazu sind mir die beiden im Betreff genannten PUs in den Sinn gekommen.
Meine Frage hierzu ist: ist der Super Distortion am Steg vielleicht zu heiß bzw. wird der Bass von dem PU in einer Paula zu heftig betont? Man ließt ja oft, daß gerade der DP 100 DAS Gainmonster sein soll, was ich mir aufgrund des Erscheinungsjahres nur schwer vorstellen kann. Ach ja, clean sollte damit auch gehen, ist aber nicht die wichtigste Eigenschaft.

Am Hals soll dann ein DP 104 arbeiten um den Sound dort etwas aufzuhellen. Dafür soll er anscheinen ja auch gemacht worden sein.

Verstärkt wird die Les Paul von einem einkanaligen Matamp GTO mit MV, welcher eh schon über genug Bassreserven verfügt.

Kennt sich jemand hier mit den PUs aus? Leider gibt es hier unten im Süd-Westen keinen Laden, der eine Gitarre mit denen auf Lager hat. Dann hätt ich zumindest mal eine Tendenz.

Vielen Dank im Voraus und ein Schönes Wochenende!

Grüße
Phil
 
A
Anonymous
Guest
Philcore":1aial9j8 schrieb:
... Die Gitarre ist trocken gespielt nicht das Höhenwunder. ...
ist der Super Distortion am Steg vielleicht zu heiß bzw. wird der Bass von dem PU in einer Paula zu heftig betont? Man ließt ja oft, daß gerade der DP 100 DAS Gainmonster sein soll, was ich mir aufgrund des Erscheinungsjahres nur schwer vorstellen kann.

Hoi.

Der DP100, besser bekannt als Super Distortion, ist ein Gainmonster.
Wie der in einer eher warm klingenden Paul klingt, kann ic hdir nicht sagen; das hängt eventuell auch viel vom Amp ab und vom Speaker und mit wie viel Gain du spielst.

Meinem Gusto nach ist das nix, SD und Super2 in einer eher warm klingenden Paula, aber das ist natürlich total subjektive Geschmackssache.

Schaue dich einfach auf www.dimarzio.com mal um,
die haben viele lecker PUs, auch solche, die weniger Output haben als der Super Distortion und Super2.
Dort erfährst du auch einiges über die generellen Soundeigenschaften der jeweiligen PUs.

Ich werde z.B. irgendwann sicher das Satriani-Set Fred und Paf Joe in einer LP ausprobieren. Wie gesagt, das ist aber alles nur eine rein subjektive Geschmackssache.

Wobei: wie ein PU in deiner Gitarre und an deinem Amp und deiner Box klingt, das erfährst du eh erst nach Einbau und Probespielen.

tschö
Stef
 
A
Anonymous
Guest
ich habe exakt diese Kombi in einer Les Paul, den 104 am Hals, der 100 an der Bridge. Nicht gerade klassisch, aber fett und brilliant ohne Matsch, dürfte für harte Sachen recht gut geeignet sein. Ich habe eine zweite mit wesentlich output-schwächeren SD SH-1 und einem für mich wahrscheinlich auch schon zu starken SD SH-4 bestückt. Das SD-Paar ist sehr tief im Gesamtton, ich mag's. Im Vergleich klingen die DiMarzios wesentlich moderner und haben einen recht gewaltigen Output. Der 104 ist splitbar geschaltet, was ihn dann etwas dünner macht.
Vielleicht können wir ja tauschen? (hast Du Kappen drauf?)
 
little-feat
little-feat
Well-known member
Registriert
29 März 2020
Beiträge
5.459
Lösungen
2
Ort
Hamburg
Diverse Super Distortions haben mich in vielen Gitarren begleitet und unter den entsprechenden Voraussetzungen ist das immer noch mein Favorit unter den leistungsstarken Humbuckern.

Er ist nichts anderes als ein klassischer PAF mit ein paar PS mehr, entwickelt, um die damaligen einkanaligen Röhrenamps früher in die Übersteuerung zu bringen.

Er hat wunderschöne, durchsetzungsfähige Obertöne, aber auch einen dominanten Mitten-und Bassbereich. In einer Gitarre, die von Haus eher dunkel klingt, könnte er die falsche Wahl sein.

Ein „Gain-Monster“ ist er nun wirklich nicht, man kann ihm dicke fette Bratsounds und singende Leads entlocken, aber für brutale Zerre ist er nicht geeignet.

Ich empfehle dir, keinen neuen zu kaufen sondern einen von denen, die derzeit bei Ebay angeboten werden. Kosten um die 40,00 Euro und zu dem Preis wirst du ihn auch wieder los, wenn er nicht passen sollte.

Meine Empfehlung für eher mittig klingende Gitarren (aber das will keiner hören, weil der Hype-Faktor fehlt)

Schaller Golden 50´s, Klasse-PAFs mit eher heller Abstimmung. Heritage baut oder baute die serienmäßig in seine Gitarren ein und das sollte zu denken geben.

Tom
 
A.N.Other
A.N.Other
Well-known member
Registriert
5 Februar 2008
Beiträge
54
Ort
Wittlich
Bei den Schallers kann ich Tom nur zustimmen. Ich habe lange überlegt und viele Kandidaten von DiMarzio, Häussel, etc. auf der Liste gehabt. Typischer Perfekionsdrang. Jetzt hab ichs einfach probiert und seit knapp 2 Monaten in meiner LP-Kopie (allerdings ohne Ahorndecke) ein Set Schaller Golden 50's drin. Die Schallers hab ich nach folgenden Kriterien ausgesucht:

- Offener heller Grundsound mit Fundament
- kein Matschen im Bass v.a. am Hals
- sauberer Cleansound
- kein An/Aus-Ton
- evtl. mit Splitmöglichkeit

Ergebnis: Glück gehabt. Es passt genauso und der Bratsound geht immer noch ;-)

Gruß, Thomas
 
A
Anonymous
Guest
Ich bin ein fan von Super Distortions aber auch von Gibson T-tops fur classic rock
Ich denke die SD's ware kein schlecten wahl wegen die extra gain (allerdings ich finde die sind kein gainmonster)...
Klassich fruhe iommi war P90 und die mag ich auch. Sehr mittenreich also du konntest ein P90 im HB format ausprobieren. Die konnen aggresive ohne harsch sein aber sind sehr lebendig auch. Allerdings mit nebengerausche...
 
A
Anonymous
Guest
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für eure Meinungen.
Hab ganz vergessen zu erwähnen, dass oftmals auch runterstimmen auf Dropped-C ein Thema ist. Vielleicht wäre das etwas zuviel für die Schaller!? Die Original PUs (vor allem am Hals) gehen da auch richtig in die Knie. Da geht bei den Pearly Gates in meiner Epiphone deutlich mehr. Die klingt aber wieder an diesem Amp nicht gut . . . Es ist zum verzweifeln!

Ich werd mal schauen, was die Bucht so her gibt. Schätze mal, den Schaller wird man da leider eher selten sehen. Vom Output würde der wohl locker reichen und Voodoo brauch ich auch keinen im Proberaum.

@dlmorley
Meinst du mit T-tops die Ceramics? Die gefielen mir in der Flying V echt gut. Keine Ahnung, was die in einer Les Paul anrichten.

Grüße
Phil
 
A
Anonymous
Guest
Hey Phil,

für HiGain und tiefe Tunings kann ich dir den Rockinger Troublemaker
für die Bridge empfehlen:

http://www.rockinger.com/index.php?...S/0787W&sid3=42a35e379dcb17181ed718bc62d870ce

Am Hals macht der PAF-ECT aus gleichem Hause nen schlanken Fuß:

http://www.rockinger.com/index.php?cat=WG091&product=0708S/0708Z/0708N/0708G

Rockinger hat bei PUs m.M.n. ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ich spiele an der Bridge gerne HiGain-PUs wie SD Invader oder
den Kent Armstrong Motherbucker.

Am Hals finde ich eine P90 (evt. im Humbucker Format) auch immer Klasse!
 
A
Anonymous
Guest
Ich hab das gleiche vor mit meiner Les Paul.
Spiele auch einen (allerdings eher höhenreichen) Matamp. Trotzdem kann der Amp den dumpfen Matschsound der Stock-PUs (490r/498t) nicht kompensieren.
Ich brauche was durchsetzungsfähigeres, von "High-Gain-Monstern" will ich aber eigentlich nichts wissen... sondern von PUs die tiefergestimmten (C-Standard) Gitarre einen strafferen, klareren und direkteren Sound geben ohne mir hier gleich die Metal-Zerre zu liefern.
Laut Produktbeschreibung liefern das die erwähnten Dimarzios, ähnliches verspricht der SD Custom.

Hat denn in dieser Hinsicht noch keiner einen dieser PUs ausprobiert?
Verliert man eurer Meinung nach bei höherem Output bzw. Keramik-HB den "organischen" Sound den man sich von Alnico verspricht (obwohl ich genau den mit meiner PU-Kombo vermisse)?
 
 

Oben Unten