Distortion und Overdrive


A
Anonymous
Guest
Hallo,

Ich wollte mal wissen was der Unterschied zwischen Distortion und Overdrive ist, wenn es da einen gibt.


Danke im Vorraus
 
jaydee65
jaydee65
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1 Februar 2003
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Bremen, kurz vor der Lesum
Hi Atzy,

grob gesagt
Overdrive = schöne angefettete Röhre
Distortion = heftiges Metallgewitter

... bin aber noch für bessere Erklärungen dankbar ;-) ...
 
B
Banger
Guest
Prinzipiell gilt:
Overdrive boostet das Signal und übersteuert (übersteuern = "to overdrive") die Vorstufe des Amps, während ein Distortion die Verzerrung selbst erzeugt.
Mitunter trifft man aber jede Menge Mischformen an; also Overdrive-Pedale, die schon selbst das Signal verzerren und Distortion-Pedale, die auch das Signal boosten.
Klanglich lassen sich die Effekte in der Hinsicht differenzieren, dass ein Distortion heftiger verzerrt als ein Overdrive.
 
A
Anonymous
Guest
Hallo,

am besten du machst einfach mal den Vergleichstest, in dem du an einen Röhrenamp mal ein Distortionpedal anschließt und dann beide Zerren mal anspielst... dann hörst du den Unterschied.

Nils
 
A
Anonymous
Guest
Hi,

ggf. noch als kleiner Zusatz (ich finde oft wird Overdrive mit Chrunch gleichgestellt - für mich ein Unterschied):

Ich hab mal einen alten Röhrenamp genommen und mit meiner SG drüber gespielt.
Der Amp ist ein alter Hohner mit mehreren Kanälen, welche jeweils
einen Volumeregler, einen für Höhen und einen für Bassanteil haben.

Das Verhalten des Tones war wie folgt:
- bis 1/2 blieb der Amp clean - beginnt dann leicht zu komprimieren
- von 1/2 bis 2/3 konnte ich mit härterem Anschlag schon leicht unsauberere Töne aus dem Amp holen, aber kein anhaltender verzerrter Sound, wobei das Zerren auch eher verhalten ausfällt, also warmes, weiches, etwas unsauber werden des Klangs.
- das Verhalten hält sich bis 4/5
Auf dem letzten Stück kippt das weich fusselige Übersteuern (was für mich der Overdrivesound ist) in dauerhafteres Zerren, welches auch wieder mehr Höhen enthält, klingt aber schnell ab in den Overdrivesound.
Wenn man den Amp aufgerissen anboostet, landet man dort, wo Angus Young sich aufhält (schönem satten Chrunch).

Der oben beschriebene Overdrivesound ist für Blues ideal, für Rock wäre er mir zu zaghaft, nicht bissig genug.
Ein Distortionpedal ist oftmals aber leider schon zu viel, bzw. hat zu wenig der Overdrivemöglichkeiten.

Das einzige mir bislang bekannte Pedal, welches meine Beobachtungen bei nem Röhrenamp gleich kommt, ist der Okko Diablo.
Es gibt noch diverse andere Schaltungen, die dem gerecht werden, aber
die gibts soweit nicht als Pedal im Handel zu kaufen.

ciao
Oliver

Rock ON!!
 
JerryCan
JerryCan
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Oliver":20xy11d6 schrieb:
Hi,

ggf. noch als kleiner Zusatz (ich finde oft wird Overdrive mit Chrunch gleichgestellt - für mich ein Unterschied):

Ich habe noch einen alten Effektprozessor, was nicht viel heißen will. Aber da gibt's in der Zerrabteilung ebenfalls die Unterscheidung zwischen Clean, Crunch, Overdrive und Distortion. Letztlich geht es hier nur um unterschiedliche Grade der Verzerrung/Höhen des Klirrfaktors. Man hat halt irgendwann griffige Namen genommen, weil es einfach mehr Spaß macht, als: "Ich spiele das mit 15% Klirrfaktor. Aber ich glaube 32% wäre besser!"

@Banger: Wie erzeugt denn ein Distortion seine Distortion? Letztlich kommt jede Verzerrung durch Übersteuerung zustande.
 
 

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