Drumpattern erstellen

A

Anonymous

Guest
Hi, wie erstellt ihr eure Drumpattern ?

Egal ob im Rechner oder mit Outboard-Machines, es geht mir nicht um Sound oder welches Gerät oder Prog ist das beste !
Sondern ums programmieren von grundlegenden brauchbaren Pattern/Fills/Variations fĂĽr verschiedene Stilrichtungen

Fertige Loops sollen es nicht sein !

Nutzt evtl ein Drum-Lehrbuch ? Welches ??
 
Hi,

Ich empfehle dir keine stupide Programmierung, sondern eine Midieingabe. Da hast du einfach die meisten Möglichkeiten. Wenn es nur simple Sachen sein sollen, könntest du dir auch einzelne Sounds zusammenschustern in nem normalen Mehrspur- Programm wie Cubase oder Magix... was auch immer... da muss man dann aber stark schustern.
Meine Empfehlung deshalb : Midieingabe (Keyboard) + nen gut eingestellten Q (Quantisierung)
Damit wirst du gute Ergebnisse hervorbringen können. So arbeiten auch die Profis, die keine Drums abnehmen.

Viel SpaĂź
Chris
 
Hi Headless,

Ein Drumlehrbuch habe ich nicht, aber ich versuche anhand von Songs aus der entsprechenden Musikrichtung herauszubekommen, was denn ein "echter" Drummer spielen könnte, z.B. in Bezug auf Breaks, Bassdrumrhythmen, Dynamik, Hi-Hat-Figuren usw. Das programmiere ich dann taktweise in meine Sequenzer Software (Cakewalk Sonar) ein. Meistens fange ich mit Bassdrum und Snare an, füge dann ein Hi-Hat oder Ride-Pattern hinzu und zu guter letzt kommen dann - wo sinnvoll - weitere Becken und eventuell Toms.

Meiner Erfahrung nach ist das wichtigste Element, um es nach Schlagzeug klingen zu lassen, die Dynamik, insbesondere bei Hi-Hat und Ride. Zur Verdeutlichung: Wenn die Hi-Hat z.B. durchlaufende 16tel spielt, könnte die erste 16tel z.B. eine Dynamik von 112 haben (Midi-Wert), die zweite 68, die dritte 103 und die vierte 72. Auf diese Weise simuliert man, dass ein Schlagzeuger - bewusst und unbewusst - unterschiedlich stark "reinhaut". In Sonar (und bestimmt auch in anderen Sequenzern) kann man sich die Dynamik auch graphisch anzeigen lassen und solche Variationen leicht mit der Maus einzeichnen.

Wenn ich einen Takt fertig habe, kopiere ich diesen entsprechend der gewünschten Länge mehrfach hintereinander und füge dann kleinere oder größere Variationen ein, z.B. Ghost Notes auf der Hi-Hat, zusätzliche oder versetzte Snare-Schläge, gelegentliche Crashs und weitere Dynamikvariationen ein. Für unterschiedliche Songteile gehe ich dabei natürlich von verschiedenen Grunpatterns aus. Um das Ganze noch variationsreicher zu machen, benutze ich gelegentlich auch die Zufallsfunktionen für Dynamik und Timing (bei Drumcomputern gelegentlich auch "Humanize" genannt), aber die will sehr vorsichtig eingesetzt werden, damit es nicht chaotisch klingt.

Das Ganze ist zwar ziemlich zeitaufwendig, aber wenn man mit vernünftigen Samples arbeitet, d.h. insbesondere welche, die je nach "Anschlagsstärke" unterschidlich klingen (Stichwort Layering) kann man sehr realistische Drumtracks erzeugen. Mit dem Einspielen über ein Midi-Keyboard habe ich selbst übrigens keine besonders guten Erfahrungen gemacht, aber das ist eine absolute Geschmacksfrage.

GruĂź

Jan
 
Hallo,

fĂĽr kleinere Sachen habe ich mal ein Programm
verwendet, nämlich "Hammer Head". Sollte per
Google zu finden sein.

Nils
 
Ich nehme da Logic...
Habe da folgendes, das nennt sich Audio to MIDI Groove Template.
so klau ich mir die Quantisierungen von Drummern die mir gefallen.
Dann setz ich meinen Lebendigen Drummer an ein D-Drumset und lasse ihn reinhacken.
Dann spielen wir uns damit solange bis was komplett neues rausgekommen ist.
 
Mr. G":16n37tmo schrieb:
Hi Headless,

Ein Drumlehrbuch habe ich nicht, aber ich versuche anhand von Songs aus der entsprechenden Musikrichtung herauszubekommen, was denn ein "echter" Drummer spielen könnte, z.B. in Bezug auf Breaks, Bassdrumrhythmen, Dynamik, Hi-Hat-Figuren usw. Das programmiere ich dann taktweise in meine Sequenzer Software (Cakewalk Sonar) ein. Meistens fange ich mit Bassdrum und Snare an, füge dann ein Hi-Hat oder Ride-Pattern hinzu und zu guter letzt kommen dann - wo sinnvoll - weitere Becken und eventuell Toms.

Meiner Erfahrung nach ist das wichtigste Element, um es nach Schlagzeug klingen zu lassen, die Dynamik, insbesondere bei Hi-Hat und Ride. Zur Verdeutlichung: Wenn die Hi-Hat z.B. durchlaufende 16tel spielt, könnte die erste 16tel z.B. eine Dynamik von 112 haben (Midi-Wert), die zweite 68, die dritte 103 und die vierte 72. Auf diese Weise simuliert man, dass ein Schlagzeuger - bewusst und unbewusst - unterschiedlich stark "reinhaut". In Sonar (und bestimmt auch in anderen Sequenzern) kann man sich die Dynamik auch graphisch anzeigen lassen und solche Variationen leicht mit der Maus einzeichnen.

Wenn ich einen Takt fertig habe, kopiere ich diesen entsprechend der gewünschten Länge mehrfach hintereinander und füge dann kleinere oder größere Variationen ein, z.B. Ghost Notes auf der Hi-Hat, zusätzliche oder versetzte Snare-Schläge, gelegentliche Crashs und weitere Dynamikvariationen ein. Für unterschiedliche Songteile gehe ich dabei natürlich von verschiedenen Grunpatterns aus. Um das Ganze noch variationsreicher zu machen, benutze ich gelegentlich auch die Zufallsfunktionen für Dynamik und Timing (bei Drumcomputern gelegentlich auch "Humanize" genannt), aber die will sehr vorsichtig eingesetzt werden, damit es nicht chaotisch klingt.

Das Ganze ist zwar ziemlich zeitaufwendig, aber wenn man mit vernünftigen Samples arbeitet, d.h. insbesondere welche, die je nach "Anschlagsstärke" unterschidlich klingen (Stichwort Layering) kann man sehr realistische Drumtracks erzeugen. Mit dem Einspielen über ein Midi-Keyboard habe ich selbst übrigens keine besonders guten Erfahrungen gemacht, aber das ist eine absolute Geschmacksfrage.

GruĂź

Jan

´nabend,

dem kann ich eigentlich voll zustimmen, bis auf das mit dem MiDi-Keyb. mir fällt es sehr leicht, schnell irgendwas zu zaubern und dann die feinperformance mit der Maus wie beschrieben zu machen. Aber das ist wie schon geschrieben Geschmackssache.
Was ich oft mache:
Wenn ich ein riff habe, spiele ich es erst in den Rechner ein und Loope die Sequenz. Dann probiere ich mit dem MiDi-Keyb, was auf der Kick/Sn dazupassen würde. Dannach nehme ich die beiden auf und probiere dann weiter mit Hihat. Dann darüber noch Becken/Toms usw. bis halt ein halbwegs vernünftiges Drumpattern entstanden ist. Meisstens ändere ich oft noch das ein oder andere mit der Maus ab und gut ist dat.
 

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