gehen uns irgendwann die melodien aus?

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Anonymous
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hallo leute,

kann es eigentlich sein, das es irgendwann nicht mehr möglich ist, neue melodien zu erschaffen? es kann doch nur eine bestimmte anzahl von möglichkeiten geben, wie man töne so anordnet, das eine melodie entsteht. wenn diese möglichkeiten ausgeschöpft sind, was dann ?
naja manchmal denk ich ja, es ist schon so weit, wenn man sich mal anschaut, wieviel liedgut mittlerweile "geremixt" wird.[xx(]

gruss daggy
 
Daniel
Daniel
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Registriert
17 Januar 2002
Beiträge
1.872
Es wiederholen sich ja nicht nur die Melodien, sondern auch die Texte... hört Euch mal Schlager oder Pop an, immer nur dasselbe, aber auch bei Metal ist dieses Phänomen anzutreffen... traurich traurich...

Viele Grüsse aus dem Käseland...
Daniel
 
A
Anonymous
Guest
Hallo Daggy!

Ich habe mir eine ähnliche Frage mit Funk-Rhythmen gestellt.

Wenn man davon ausgeht, das man Funkakkorde/Töne als 16tel
spielt, hat man pro 16tel 4 Möglichkeiten:
Man spielt das 16tel, man spielt es mit der linken Hand abgedämpft
(heisst das "Rake"?), man schlägt es nicht und lässt das vorige 16tel weiterausklingen oder man schlägt es nicht an und dämpft aber mit der linken Hand, so dass nix zu hören ist.
Rechnet man nun die Menge der Kombinationen (4^16) aus,
landet man bei 4.294.967.296, das sind 4 Milliarden Kombinationen,
einen Takt mit 16teln zu füllen. Da geht nochmal was ab,
weil wenn man z.B. die Saiten abgedämpft hat, können sie wohl schlecht über das nächste 16tel weiterklingen.
Wenn man die "Weiterkling"-Möglichkeit mal ausschliesst,
also nur Anschlag, kein Anschlag, Kratz-Anschlag nimmt,
ist man immer noch bei 3^16=43.046.721 (43 Millionen) Möglichkeiten für einen Takt. Selbst wenn die Hälfte davon unbrauchbar ist,
hat man immer noch ein unglaubliches Reservoir.
Die Möglichkeiten, die entstehen, wenn man Akkordwechsel/Tonwechsel einberechnet, übersteigen meine mathematischen Fähigkeiten.

Bei Melodien wird das ganze noch sehr viel komplexer bzw. wandert
in andere Grössenordnungen ab (2 Oktaven Tonumfang, nur 16tel, ein Takt -> ne 1 mit 22 Nullen hintendran. Irgendwas in Richtung Phantastillion.)

Ich denke nicht, dass es keine neuen oder ungewohnten Melodien gibt,
es ist einfach nur die Frage, was das Publikum hören will oder was man ihm zutraut. Die Mehrheit scheint sich ja mit "Taik mieh tuneit" zufreiden zu geben. Schade.
-elvis


-elvis

Hello everybody out there using minix -
I’m doing a (free) operating system (just a hobby, won’t be big and
professional like gnu) for 386(486) AT clones.
Linus Benedict Torvalds on comp.os.minix (08/25/1991)
 
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Anonymous
Guest
Hi,

wenn man sich mal die Möglichkeiten bein Lotto ansieht, kann man bei Musik auf "gegen Unendlich" schließen. Das erstaunliche dabei ist, das bestimmte Leute immer auf den gleichen Mist zurückgreifen und sich folglich ein Lied wie das andere anhört. Damit macht der (ihr wisst wen ich meine) Millionenumsätze.
Auch werde ich den Verdacht nicht los, das da Qbase- Bausteine per Zufallsgenerator aneinandergesetzt werden. Man braucht heute doch nur eine genügend große Datenbank und einen Algorythmus.
Wenn ich mir so ansehe, was ein popeliges Programm woie "Band in the Box" alles kann...

und Krieg war noch nie eine Lösung der Probleme

gruß duffes
 
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Anonymous
Guest
hi elvis ...sach mal studierst du mathematik o.s.? (so horcht man leute aus :D) ...43 millionen möglichtkeiten für einen takt ...hhhmm, meinst also ich brauch mir in nächster zukunft erst mal noch keine sorgen machen[;)]
@daniel : stimmt, die texte beziehen sich meist immer auf 3-4 themengebiete : liebe, liebe, liebe und äääähm ...liebe.
love is in the air, underwaterlove, love with my best friend ...

gruss daggy
 
A
Anonymous
Guest
@duffes ...du meinst diesen solariumverbrötzelten gesanges-schwachmaten [:eek:)]
ja bei dem hört sich alles gleich an . er muss es nicht mal selbst singen ..bei den ersten vier takten hört man sofort aus wessen feder das stammt. aber er macht halt kohle damit, warum sollte er nicht auf altbewährtes setzen ... solange sich das zeugs verkauft.

gruss daggy
 
A
Anonymous
Guest
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">Zitat:Original erstellt von: a.s.a.p.
hi elvis ...sach mal studierst du mathematik o.s.? (so horcht man leute aus :D) ...43 millionen möglichtkeiten für einen takt ...hhhmm, meinst also ich brauch mir in nächster zukunft erst mal noch keine sorgen machen[;)]
</td></tr></table>
Haha, nee, kein Mathe.
Aber seit 2 Wochen bin ich Diplom-Informatiker(FH). :D
Was aber nicht heisst, dass ich Musik mathematisch mache.
Kirchentonleitern oder Jazzstandards und so Zeuch kenne ich, mag ich aber nicht. Wenn ich mich mit Musik entspanne, will ich wenigstens dann von Zahlen, Berechnungen, Mustern und Vorgaben meine Ruhe haben.

Über Texte hab ich mir noch nie Gedanken gemacht,
aber bestimmt liegt auch in Tötensen (Bohlen) ein
Phrasen-Almanach im Schrank, sortiert nach Taktlänge
und Reimschema. Trotzdem hat er’s drauf, der guhde Diddäh.
Gruß,
elvis



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Anonymous
Guest
OK: 43 Millionen Möglichkeiten für einen Takt. Gehen wir davon aus, dass ca. 1 Milliarde Menschen versucht Musik zu machen. Da ist die Wahrscheinlichkeit schon wieder ein wenig eingegrenzt. Aber deswegen hat ja schon John Cage 4:13 geschrieben.
Und im Übrigen: die Wahrscheinlichkeit, dass in einer Schulkasse von 25 Schülern zwei am selben Tag Geburtstag haben, liegt so bei ca. 50%. Habe die Zahl nicht mehr so genau im Kopf. Aber immer schön kreativ bleiben. Es gibt ja auch jede Woche mehr als 13 Millionen Lottoscheine und nicht immer gewinnt einer.
Und @Elvis: Gratulation zum Diplom!
Grüße
Simon
 
 

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