Bartek":21rk0rf0 schrieb:
aber was soll man sagen wenn jemand meint seine gitarre in zwei wochen eingespielt zu haben?
Hallo,
mmmh, was soll man denn dagegen halten, wenn ein erfahrener Mann diese Erfahrung gemacht hat? Kannst Du auf eine ähnliche Erfahrung zurückgreifen (dass ein Instrument erst nach vielen Monaten/Jahren eingespielt ist) oder kommt Dein Statement aufgrund von angelesenem (Halb)Wissen? Ich möchte Dir nicht auf den Schlips treten, aber ich habe bei einer Akustikgitarre eines Gitarrenbauers aus dem Taunus folgendes erlebt:
Es handelt sich um ein einfaches Instrument von Stoll, quasi die Einsteigerklampfe, die keinerlei kunstvolle Verzierungen hat aber gut gearbeitet ist. Das Instrument erreichte mich nahezu ungespielt. Nach zwei Wochen - ich kann nichts dafür - flog ein Vorhang weg und das Instrument kam "weiter nach vorne". Ich könnte mir das so erklären, dass wirklich nach recht kurzer Zeit das "Gröbste" gelöst wird, und sich dann im Laufe der Jahre weitere Feinheiten herausarbeiten. Bei einer meiner meistgespielten Gitarren, der
Gibson Blueshawk (teilweise ausgefräster Body) ging es auch recht schnell, dass man deutlich hörbar Veränderungen wahrnehmen konnte. Seitdem, ich habe das Instrument 1997 neu erworben, tat sich nicht mehr viel. Sie ist mir in dieser Zeit in die Hand gewachsen und ist wie eine alte Vertraute geworden.
Deine Haltung, es könne nicht sein, dass das Einspielen in wenigen Wochen hörbare Veränderungen bringt, befremdet doch ein wenig: Christof, den ich als offenen und kompetenten User sehr schätze, hat diese Erfahrung gemacht. Punkt. Hast Du in dieser Zeit seine Tandler Paula verfolgen können? Hast Du das Instrument intensiv gespielt? Sorry, aber mir scheint, Du solltest etwas offener mit Erfahrungen anderer umgehen. Und es wäre wirklich nett, wenn Du im Falle, dass Du anderer Meinung bist, dies etwas netter kundtun könntest.
Ich verfolge es immer interessiert, wenn derartige Themen hier kontrovers diskutiert werden; wenn dann mal eine Meinung gepostet wird, die völlig konträr zu meiner Meinung steht, überdenke ich dies zumindest kritisch und rüttele an meinem eigenen Meinungsbild. Manchmal blieb ich bei meiner ursprünglichen Meinung, manchmal musste ich mich selbst korriegieren, was ja letztendlich auch gut ist. Diese Bereitschaft vermisse ich bei Dir.