HĂ€lse und Rumgewinsele...

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Anonymous

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Moin,

Also, ich bin sehr verwundert, etwas verzweifelt und etwas ratlos.

Muss ein bischen ausholen, sorry.

Meine eigentliche Haupt-Live-Gitarre (also mithin fĂŒr mich das wichtigste Teil in meinem gesamten Fuhrpark) ist seit etlichen Jahren, mit kurzen Unterbrechungen, eine G&L Legacy.
Da habe ich schon recht schnell nach Erwerb andere PUs reingebaut, weil die damals von G&L verwendeten Doppelklingenteile einfach scheiße klangen (charakterloser Mist sozusagen). Mittlerweile waren etliche PU-Kombinationen da drin, fast immer noiseless Varianten diverser Hersteller. Auch PUs, die ich schon in anderen Gitarren (eigenen und nicht-eigenen) testen konnte.
Was ich ĂŒber die Jahre immer festgestellt habe ist, dass jegliche PUs in der G&L anders klangen. Streckenweise nur ein bischen, mitunter aber auch sehr deutlich. Die G&L kommt ganz augenscheinlich (Messungen des trockenen Gitarrensignals per Analyzer und Konsorten bestĂ€tigen das) hochmittiger daher als die meisten anderen Gitarren.
So, ist ja nun nix weltbewegend Neues, dass unterschiedliche Gitarren unterschiedliche Klangcharakteristika aufweisen - und dass sich das, selbst bei Brettgitarren, auch auf den verstÀrkten Klang auswirkt.
Außerdem kam (und kommt) diese Charakteristik der G&L "eigentlich" (dazu gleich mehr) meinem ĂŒblichen Spielstil relativ entgegen (es zerrt am Amp fast immer, der Rest geschieht per Volumen-Poti, geht auch ganz wunderbar).

Ok, was zum Teufel hat das alles mit HĂ€lsen zu tun?

Nun, ich muss zu meiner Schande zugeben, dass ich mich, obwohl ich schon so etliche Gitarren selber zusammen- (und ver-) bastelt habe, obwohl ich schon wirklich zig Klampfen mein eigen nannte, obwohl ich seit fast 20 Jahren meine Kohle mehr oder minder ausschließlich ĂŒber's Spielen verdiene, ich mich noch nie so richtig genau damit auseinandergesetzt habe, aus welchen Bestandteilen sich der Klang einer E-Gitarre eigentlich zusammensetzt. War 'n bischen eher so wie "cool, hat gutes Sustain, auch auf den hohen Saiten und in den höheren Lagen, den Rest werden schon die PUs richten". Ähem - ich sagte es ja schon, zu meiner Schande!

Jetzt hatte ich in den letzten Wochen aber ein paar mehr oder minder sehr krass Augen (bzw. Ohren) öffnende Erlebnisse.

Fing irgendwie damit an, dass ich mit dem Gitarrenbauer meines Vetrauens (Thomas Stratmann in Hannover, sehr sehr guter Gitarrenbauer) in's GesprĂ€ch ĂŒber Materialien kam. Und im Laufe dieses GesprĂ€chs meinte er dann irgendwann, dass der Hals eigentlich *das* zentrale Ding wĂ€re, was den Sound einer E-Gitarre ausmache. Die Eigenresonanz des Halses ist dann da nochmal der SchlĂŒsselfaktor, mehr noch als Griffbrett- und/oder Bundmaterial.
Der Herr Stratmann bevorzugt im Übrigen meistens leichte Materialien, also Swamp Ash und Konsorten fĂŒr den Korpus, irgendwelches nicht ganz so dichtes Ahorn fĂŒr HĂ€lse.
Ich hatte dann auch ein paar seiner Gitarren in der Hand, und was ganz eindrucksvoll festzustellen war: Die HÀlse haben immer schön und "satt" vibriert.

Ich also nach hause, alle meine Gitarren der Reihe nach auf genau dieses Verhalten ĂŒberprĂŒft (BarrĂ©-Akkord anschlagen, dann mit der rechten Hand hinten am Hals rumfĂŒhlen, wo was wie vibriert).
Da waren dann schon deutliche Unterschiede festzustellen. Und die G&L schlug sich nicht gerade wacker. Bzw. stimmt das nicht ganz, die resoniert schon gut und lange, aber eben ganz augenscheinlich in einem relativ deutlich höheren Frequenzbereich.

So, zeitgleich hatte ich mir bereits einen Satz Kinman Woodstock Plus PUs fĂŒr die G&L bestellt, als Ersatz fĂŒr die bislang verwendeten Fender Noiseless (Ă€ltere Serie, da dann die mit dem etwas höheren Output).
Bevor ich die PUs ausgetauschte, habe ich ein paar Aufnahmen jeder PU-Stellung gemacht. Als die Kinmans drin waren, habe ich diese Aufnahmen mehr oder minder 1:1 reproduziert. Die Unterschiede sind ziemlich groß, streckenweise riesig, und samt und sĂ€mtlich als positiv einzuschĂ€tzen.
Aber es klingt nicht ganz so wirklich nach Strat.

Jetzt bin ich noch im Besitz einer Framus Diablo (eines der ersten Modelle), die lag schon lÀnger brach. Da habe ich dann einfach mal vorne und mittig zwei der Fender Noiseless reingebastelt.
Und da ich ja noch die vorher/nachher Aufnahmen der G&L hatte, habe ich, nachdem beim ersten Antesten der Framus schon bemerkenswerte Dinge geschahen, die vergleichbaren PU-Stellungen nochmal aufgenommen.
Langer Rede kurzer Sinn: Die Framus klingt (ganz besonders per Hals-PU) mit den Fender Noiseless stratiger als es die G&L jemals tat, trotz Kinmans und allem.
Ich sollte vielleicht anmerken, dass es sich bei beiden Gitarren um ziemlich schwere Vertreter handelt, das Korpusholz scheint sehr Ă€hnlich zu sein (ich weiß bei beiden nicht, was genau es ist).
Mein "Hals-Tast-Test" ergab dann (mittlerweile nicht mehr ganz so ĂŒberraschend), dass auch die Framus in relativ deutlich tieferen Bereichen resoniert.
Ach ja, beide Gitarren verfĂŒgen ĂŒber ein 2-bolziges Messerklingenprinzip-Vibrato, in der G&L ist's das firmeneigene, in der Framus ein relativ frĂŒhes Wilkinson (ĂŒbrigens unglĂŒcklicherweise ein Saitenkiller par excellence).

Soooooo, und nun, nach all diesen vielen Worten, der eigentliche Grund dieses Postings:

Ich hatte sowieso schon (also durchaus vor meinen neuesten Erkenntnissen) in Betracht gezogen, der G&L irgendwann einen neuen Hals zu spendieren, der Grund war da grĂ¶ĂŸtenteils, dass ich a) schon immer eine 4L/2R Kopfplatte wollte und b) auf einer billigen Pacifica Tele quasi *das* superoptimale Hals- wie Griffbrettprofil gefunden habe, welches ich mir dann clonen lassen möchte.
Stratmann wĂŒrde fĂŒr einen neuen Hals um die 700 verlangen. Das ist vermutlich, angesichts der gebotenen Holz- und HandwerksqualitĂ€t, vollkommen in Ordnung, aber leider gerade im Moment (ich werde bald Vadder...) doch 'n ganzer Haufen Kohle.
Jetzt gibt's ja aber auch noch eine Menge anderer Gitarrenbauer. Und es gibt die Teile-Zulieferer, wie Göldo, Rockinger, Warmoth und dgl.

Fragen:

- Hat einer von euch schon mal diese klanglichen Halsunterschiede ebenso deutlich erfahren oder bilde ich mir was ein?

- Wenn ich bei einem Teilezulieferer einen (meistens doch deutlich gĂŒnstigeren) Hals bestelle, wie groß ist meine Einflussnahme auf's Holz, dessen Resonanz, Kopfplattenform, vor allem aber auf's Profil? Und welches wĂ€re da die erste Adresse?

- Was nehmen andere Gitarrenbauer fĂŒr einen Hals nach Maß?

Ich sollte noch erwĂ€hnen, dass die G&L ĂŒber so eine blöde 3-Punkt Halsbefestigung verfĂŒgt, da kann ich also nicht mal schnell irgendwas zum Test einbauen (ich wĂŒrde daraus auf jeden Fall eine 4-Punkt Befestigung machen, vermutlich inkl. Abflachung/schrĂ€gung am KorpusĂŒbergang), was die Sache deutlich erschwert (die Halstasche scheint ansonsten standard Stratabmessungen zu haben).

Ihr könnt mich jetzt fĂŒr vollkommen dĂ€mlich erklĂ€ren, weil ich mir ĂŒber Jahre dieser doch nicht unwichtigen ZusammenhĂ€nge nicht bewusst war, oder aber weil ich so viel Kohle in die blöde G&L stecke anstatt mir einfach eine passend vorkonfigurierte Hals/Korpus-Konfiguration zu kaufen, aber so isses nunmal.

Danke fĂŒr's Lesen und auch vorab fĂŒr hoffentlich informative BeitrĂ€ge.

- Sascha
 
Stratmann wĂŒrde fĂŒr einen neuen Hals um die 700 verlangen. Das ist vermutlich, angesichts der gebotenen Holz- und HandwerksqualitĂ€t, vollkommen in Ordnung, aber leider gerade im Moment (ich werde bald Vadder...) doch 'n ganzer Haufen Kohle.
Jetzt gibt's ja aber auch noch eine Menge anderer Gitarrenbauer. Und es gibt die Teile-Zulieferer, wie Göldo, Rockinger, Warmoth und dgl.

Erstmal GlĂŒckwunsch und alles Gute zu den bevorstehenden Vaterfreuden.

Wenn dir deine G&L so sehr am Herzen liegt, solltes du auf irgendwelche "Stangenware" div. Anbieter und die damit einhergehende Bastelei vermeiden, du kannst ja auch nicht genau prognostizieren ob sich nach dem Selbsteingriff eine spĂŒr- und hörbare Verbesserung einstellen wĂŒrde.
Da du scheinbar einen guten Draht zu deinem Gitarrenbauer hast, wĂŒrde ich dem den Umbau anvertrauen - dann kann er dir an deinem Objekt zeigen, ob seine Aussage ĂŒber *das* zentrale Ding tragfĂ€hig ist.

Und was die Kosten betrifft - mach es -jetzt-, wenn der Nachwuchs erstmal da ist, verschieben sich die finanziellen PrioritĂ€ten von ganz allein... was man allerdings zurĂŒck bekommt ist sowieso unbezahlbar.
 
bimbam":13nqbkbx schrieb:
Erstmal GlĂŒckwunsch und alles Gute zu den bevorstehenden Vaterfreuden.

Danke ;o)

Wenn dir deine G&L so sehr am Herzen liegt, solltes du auf irgendwelche "Stangenware" div. Anbieter und die damit einhergehende Bastelei vermeiden, du kannst ja auch nicht genau prognostizieren ob sich nach dem Selbsteingriff eine spĂŒr- und hörbare Verbesserung einstellen wĂŒrde.

Das ist natĂŒrlich exakt die Antwort, die ich befĂŒrchtet habe. Oder besser: "Vermutet" habe.
Das Lustige ist, an der G&L liegt mir "eigentlich" gar nicht so viel. Die ist fĂŒr 'ne Strat extrem schwer (knapp unter 3,5kg) und naja, wie gesagt, der Hals muss halt neu (und wer weiß, ob dann nicht nĂ€chtes Jahr auch noch der Korpus fĂ€llig ist...). Andererseits hat die das G&L Tremolo. Ich mache von Tremolos extrem viel Gebrauch, und das ist fĂŒr mich das Beste, was der Markt zu bieten hat, denn die Auslenkung ist deutlich geringer als bei den meisten standard Strat-Tremolos, aber eben immer noch stĂ€rker als bei 'nem Bigsby. Perfekt fĂŒr meine Einsatzzwecke. Und mittlerweile ist die Ergonomie von Pickguard, Tremolo und Schaltern auch so optimal, dass ich den ganzen Kram sowieso exakt reproduzieren mĂŒsste, wenn's 'ne ganz andere Gitarre sein sollte.

Da du scheinbar einen guten Draht zu deinem Gitarrenbauer hast, wĂŒrde ich dem den Umbau anvertrauen - dann kann er dir an deinem Objekt zeigen, ob seine Aussage ĂŒber *das* zentrale Ding tragfĂ€hig ist.

Erneut ist das eigentlich das, was ich erwartet hatte. Und ich bin auch der ziemlich festen Überzeugung, dass so'n Stratmann-Hals absolut ideal sein wird.
Wollte mich ja nur nochmal weiter schlau machen, bevor ich die Kohle raushaue.

Und was die Kosten betrifft - mach es -jetzt-, wenn der Nachwuchs erstmal da ist, verschieben sich die finanziellen PrioritÀten von ganz allein...

Joa, so habe ich mir das auch gedacht. Bin eh gerade dabei, mein komplettes Equipment sozusagen "zukunftssicher" zu machen (inkl. Amps, Aufnahmegeschichten, etc.), weil nach August (25. ist Stichtag) die Ressourcen sicherlich knapper werden. Und die PrioritÀten verschieben sich eben auch.

was man allerdings zurĂŒck bekommt ist sowieso unbezahlbar.

Zum GlĂŒck ist das an sich die einzige Aussage, die ich bisher (auch bzw. speziell von VĂ€tern) gehört habe. Beruhigt mich einigermaßen, denn das Ganze ist ja schon mal 'n ziemliches Brett...

Gruß
Sascha
 
Mensch, Herr Franck, Sie als Profi......

Du machst Dir zu viele Gedanken, ganz ehrlich. FĂŒr mich ist offensichtlich, dass Deine G&L nicht "Deine" Gitarre ist. Eine gute Gitarre ist ja nun einmal ein bisschen mehr als die Summe seiner Einzelteile und ein neuer Hals ist eben nur das: ein neuer Hals. Mit unsicherem Ausgang obendrein, denn unsere HĂ€ndchen sind so dermaßen sensibel und spĂŒren auch die kleinsten Abweichungen vom Idealformat (in Deinem Fall die Pacifica). Und wie sieht es mit dem Finish aus? Und ĂŒberhaupt....

Mach lieber eine kleine Rundreise durch die gĂ€ngigen GitarrenlĂ€den und suche Dir die optimale Gitarre. Du hĂ€ttest ja genĂŒgend andere Hobel, die Du dazu verkaufen könntest, eine neue Gitarre zu erwerben.

Ich meine, was willst Du? Eine Strat, noiseless mit Humbucker-Option und gutem Jammerhaken. Davon gibt es Millionen StĂŒck ĂŒberall, da wirst Du schon das Richtige finden. Die Kinmas waren es also auch nicht, was?

Suhr, Tyler, Grosh, Tandler, Stratmann jadajadajada....

Willst Du meine Tyler mal antesten? Das könnte etwas fĂŒr Dich sein, denke ich.


Und der Countdown lÀuft, was Sascha? :-D
 
Ebenfalls GlĂŒckwunsch zum anstehenden Nachwuchs.
Da Du ja immer wieder auf deine G&L zurĂŒckgegriffen hast, kann sie ja fĂŒr deine Zwecke gar nicht so unbrauchbar sein. Ich wĂŒrde mich da jetzt nicht verrĂŒckt machen lassen wegen Hals und zentraler Schwingungslehre. Ob Dir der Klang mit dem neuen Hals dann um so viel mehr gibt, steht auf einem anderen Blatt. Zeitweise hab ich auch das GefĂŒhl dies und das an meinen Gitarren verĂ€ndern zu mĂŒssen, ĂŒberlege eine Woche hin und her, lass es dann gut sein und meistens lieg ich damit richtig. Ist aber nur meine Meinung.
Viel VergnĂŒgen mit dem Nachwuchs.
 
Christof":3ozyggg9 schrieb:
Du machst Dir zu viele Gedanken, ganz ehrlich. FĂŒr mich ist offensichtlich, dass Deine G&L nicht "Deine" Gitarre ist. Eine gute Gitarre ist ja nun einmal ein bisschen mehr als die Summe seiner Einzelteile und ein neuer Hals ist eben nur das: ein neuer Hals. Mit unsicherem Ausgang obendrein, denn unsere HĂ€ndchen sind so dermaßen sensibel und spĂŒren auch die kleinsten Abweichungen vom Idealformat (in Deinem Fall die Pacifica). Und wie sieht es mit dem Finish aus? Und ĂŒberhaupt....

Finish ist klar, matt lackiert mit Auffrischungen durch sanftes Schmirgeln wenn's zu glatt wird.

Abgesehen davon, wenn ich rational drĂŒber nachdenken wĂŒrde, dann ist die G&L vielleicht in der Tat nicht "meine" Gitarre. Aber, andererseits, ich habe in all den Jahren auch nix gefunden, was eher "meine" Gitarre wĂ€re.
Irgendwann hab' ich dann die Diablo gekauft. War fĂŒr eine Weile super, dann bin ich wieder zur G&L zurĂŒck.
Und ich hab die scheißteure Anderson gekauft. Sensationelle Resonanz, ultraleicht und ein absolut fantastisches Sustain auf der hohen E-Saite. Sind auch andere (viel bessere) PUs reingekommen. Und was ist passiert? Nach 1-2 Jahren war ich wieder zurĂŒck bei der G&L.
Dann hatte ich mal 'ne japanische Fender (Anfang 80er oder so) fĂŒr eine Weile leihweise da. HSS bestĂŒckt, schaltbarer Dummy Coil, super Hals, ziemlich leicht, feines Sustain, etc. HĂ€tte ich gĂŒnstig kaufen können. Was ist nach 4-5 Gigs mit der passiert? Genau, zurĂŒck zur G&L.
Ach ja, 'ne Gibson Nighthawk hatte ich auch mal. Gleiche Geschichte (wobei ich die nicht hÀtte verkaufen sollen...).
Eine Steinberger ist auch schon da gewesen. Dito. (darf aber, speziell bei der, gar nicht daran denken, WIE dÀmlich es war, die zu verkaufen)

Also scheint mir das Ding ans Herz gewachsen zu sein. Ob genau das noch der Fall sein wird nach einem hypothetischen Halswechsel (wo der ja anscheinend ganz Entscheidendes beitrÀgt) - das kann ich absolut nicht wissen.
Andererseits verliere ich auch nicht so viel, denn zur Not kommt der alte Hals wieder ran und an den neuen ein ebenso neuer Korpus.

Mach lieber eine kleine Rundreise durch die gĂ€ngigen GitarrenlĂ€den und suche Dir die optimale Gitarre. Du hĂ€ttest ja genĂŒgend andere Hobel, die Du dazu verkaufen könntest, eine neue Gitarre zu erwerben.

Naja, meine Hobel wĂŒrden's alle nicht bringen. Da gibt's kaum was fĂŒr. Außerdem habe ich beschlossen, gar keine Klampfen mehr zu verkaufen. Wie gerne hĂ€tte ich jetzt die Steinberger fĂŒr so komische Elektromucke, der ich auch ab und an fröne...

Ich meine, was willst Du? Eine Strat, noiseless mit Humbucker-Option und gutem Jammerhaken. Davon gibt es Millionen StĂŒck ĂŒberall, da wirst Du schon das Richtige finden. Die Kinmas waren es also auch nicht, was?

Die Kinmans sind's schon. Klingen super. Die wÀren auch mehr oder minder Pflicht in egal welcher anderen Hauptgitarre.

Suhr, Tyler, Grosh, Tandler, Stratmann jadajadajada....

Tja, sicher. Aber da reden wir auch von €2k aufwĂ€rts. Und das ist leider nicht drin, ich hab' im Moment noch zu viele andere Equipment-Baustellen (das Überarbeiten meines MkIV alleine wird wohl an oder ĂŒber die 500 kosten...), die ganz dringend abgearbeitet werden mĂŒssen.

Willst Du meine Tyler mal antesten? Das könnte etwas fĂŒr Dich sein, denke ich.

Antesten sicherlich. Oder auch nicht. Am Ende muss ich die noch haben. Ich hab' vor nicht zu langer Zeit mal eine absolut fantastische Tyler gespielt. Geile Dinger.

Übrigens, um das mal klarzustellen: Ich winsele hier auf extrem hohen Niveau. Wenn ich, von notwendigen Neubundierungen mal abgesehen, nie wieder Geld in irgendwelche Gitarren stecken dĂŒrfte, dann wĂ€re ich dennoch sehr sehr gut bedient. Ich kann quasi jede Stilistik abdecken, mein Live-Sound ist anscheinend streckenweise deutlich besser als der vieler Kollegen (die TonmĂ€nner sind jedenfalls immer zufrieden und aus dem Gitarristen-Publikum kommen ebenfalls eigentlich durchweg postive RĂŒckmeldungen), was will ich also mehr?
Ach ja, genau, ich will den perfekten Hals. Nicht zuletzt vom Shaping, denn da habe ich noch exakt keine andere Gitarre in der Hand gehalten, die auch nur ansatzweise mit dem der billigen Pacifica mithalten könnte - sicherlich ein ganz wichtiger Grund, sich einen bauen zu lassen (mal ganz abgesehen von der 4L/2R Kopfplatte).

Und der Countdown lÀuft, was Sascha?

Weia!

- Sascha
 
FĂŒr mich hört sich das klar nach Gitarrenbauer an. Du weißt, was Du willst, genau dass von der Stange zu finden, wird die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

FĂŒr gekonnte Handarbeit ist der Preis natĂŒrlich höher, lohnt sich aber imo fĂŒr gutes ArbeitsgerĂ€t in jeder Beziehung. Hey, Du arbeitest damit und verdienst Deine Brötchen, dann sollte das Werkzeug dafĂŒr dem auch entsprechen!

Allerdings ist ein Hals, der nachtrĂ€glich an eine vorhandene Gitarre gebaut wird, möglicherweise gar nicht die Lösung fĂŒr Dich. Ob der von Dir gewĂŒnschte Effekt nĂ€mlich auch so eintritt, ist von vielen anderen Faktoren abhĂ€ngig, die in Deinem Fall aber schon vorgegeben sind. Ich wĂŒrde mir was auf den Leib schneidern lassen, da kann der Gitarrenbauer als Fachmann sein Wissen und Können wirklich ausspielen.

Vll. als Tip von einem, der selbst vierfacher Vater ist und auch aufs Geld achten muss: www.rbc-guitars.de ;-)
 
Sascha Franck":3vc883cg schrieb:
Und der Countdown lÀuft, was Sascha?

Weia!

- Sascha

GlĂŒckwunsch lieber Namensvetter! Wird alles nicht so schlimm!
Mein Kleiner ist jetzt 7 Monate alt und macht einen Heidenspass. HĂ€tt ich nie im Leben gedacht.


Zum Thema habe ich nichts beizutragen, außer, dass mir unterschiedliche HĂ€lse beim spielen weniger Schwierigkeiten machen als unterschiedlich dicke Korpi.
 
7-ender":31tbpfjl schrieb:
FĂŒr gekonnte Handarbeit ist der Preis natĂŒrlich höher, lohnt sich aber imo fĂŒr gutes ArbeitsgerĂ€t in jeder Beziehung. Hey, Du arbeitest damit und verdienst Deine Brötchen, dann sollte das Werkzeug dafĂŒr dem auch entsprechen!

Ganz klar auch meine Überlegung. Nur, mit Geld um sich werfen kann man ja auch nicht.

Allerdings ist ein Hals, der nachtrĂ€glich an eine vorhandene Gitarre gebaut wird, möglicherweise gar nicht die Lösung fĂŒr Dich. Ob der von Dir gewĂŒnschte Effekt nĂ€mlich auch so eintritt, ist von vielen anderen Faktoren abhĂ€ngig, die in Deinem Fall aber schon vorgegeben sind. Ich wĂŒrde mir was auf den Leib schneidern lassen, da kann der Gitarrenbauer als Fachmann sein Wissen und Können wirklich ausspielen.

Naja, wie ich schon sagte, wenn der Hals dann nicht glĂŒckseligmachend in der G&L ist, dann kann man's ja rĂŒckgĂ€ngig machen. Und irgendwann wird dann schon Kohle fĂŒr einen neuen Korpus da sein...

Vll. als Tip von einem, der selbst vierfacher Vater ist und auch aufs Geld achten muss: www.rbc-guitars.de ;-)

Ich werde da mal anrufen, ist ja quasi um die Ecke. Und hier hört man ja auch an sich nur Gutes.
Das dann aber eher zu Vergleichszwecken... ich befĂŒrchte, dass der gute Herr Stratmann mir nicht mehr so wohlgesonnen wĂ€re, wenn ich nicht mehr bei ihm basteln ließe. Mit gutem Grund, denn ich bekomme da mittlerweile gute Kurse und kann wirklich jederzeit anrufen und den mit dĂ€mlichen Fragen bombardieren, was ihm keinen Cent einbringt, die er mir aber dennoch immer fein beantwortet.

Gruß
Sascha
 
Sascha Franck":2ub6u56r schrieb:
.... (ich werde bald Vadder...)
Hi Sascha, an dieser Stelle GlĂŒckwunsch zum anstehenden Nachwuchs ;-)

Sascha Franck":2ub6u56r schrieb:
Fragen:

- Hat einer von euch schon mal diese klanglichen Halsunterschiede ebenso deutlich erfahren oder bilde ich mir was ein?

Ja, es gibt schon klangliche Unterschiede im Vergleich dĂŒnne, mittlere und fette HĂ€lse, wenn auch teils nur marginal.

Lass die G&L wie sie ist und teste erst mal noch ein paar andere HÀlse. Und wenn dir der Hals auf einer Pacifica absolut gut liegt, ja was spricht dann dagegen, die eines der Topmodelle aus dieser Serie zuzulegen. Bekommt man schon zu kleinen Preisen in der Bucht. Selbst meine billige Pac 112 (siehe Equipment) klingt absolut geil und spielt sich wie Butter. Okay, die Halsplatte ist halt hÀsslich, aber was solls.

Und wenn doch nicht: Bei den Pacifica Luxus-Modellen kam der Hals jedenfalls von Warmoth. Evtl. fertigen sie dir einen G&L kompatiblen Neck mit den Pac Maßen - einfach mal anfragen.
 
Moin Sascha,

mach's Dir doch nicht so schwer!

Du hast einfach nur, wie viele, viele, vor dir, eine ganz einfache Sinnkrise! ;-)
Das ist ganz normal.
Plötzlich wird Alles in Frage gestellt.

Zu 1.): Du hast "Deine" Gitarre schon lÀngst gefunden. Ich kenne das!
Meine besch.....e 4,2Kg (!) Strat gibt mir auch stĂ€ndig das GefĂŒhl, etwas Besseres haben zu mĂŒssen. Komischerweise wurden inzwischen div. "bessere" Gitarren gekauft und wieder verkauft. Die Strat blieb und wird merkwĂŒrdigerweise auch zu 90% von mir gespielt.

Zu 2.): Herzlichen GlĂŒckwunsch erst mal! So ein Nachwuchs ist natĂŒrlich ein unglaublich einschneidendes Erlebnis. Da kommt natĂŒrlich erst mal zur Freude auch Panik auf. Man versucht alles Bisherige noch schnell zu ordnen, denn man weiss ja nie.

Aber sei beruhigt, in schon 25 Jahren bist Du mit Allem durch! Der Nachwuchs ist groß und erfolgreich, der Gitarrenhals hat wieder die richtigen Vibrations etc.. ;-)

Atme mal tief durch, trink 'nen Kleinen und freu Dich einfach ĂŒber die Vaterfreuden und die tolle Gitarre, die du hast!

(Ein nicht so ernst gemeinter aber erfahrungsgeschwÀngerter Rat eines Musikers und Vaters ;-) ;-) ;-) )
 
Magman":1akxg1nd schrieb:
Lass die G&L wie sie ist und teste erst mal noch ein paar andere HÀlse. Und wenn dir der Hals auf einer Pacifica absolut gut liegt, ja was spricht dann dagegen, die eines der Topmodelle aus dieser Serie zuzulegen. Bekommt man schon zu kleinen Preisen in der Bucht. Selbst meine billige Pac 112 (siehe Equipment) klingt absolut geil und spielt sich wie Butter. Okay, die Halsplatte ist halt hÀsslich, aber was solls.

Und wenn doch nicht: Bei den Pacifica Luxus-Modellen kam der Hals jedenfalls von Warmoth. Evtl. fertigen sie dir einen G&L kompatiblen Neck mit den Pac Maßen - einfach mal anfragen.

Naja, in allen FĂ€llen bleibt das Problem, dass der Hals von diesem Billigteil eben absolut nicht den ĂŒblichen Pacifica-HĂ€lsen entspricht (ich hatte davon schon etliche in der Hand).
Und ich will ja an sich auch keine neue Gitarre. Da gibt's dann ja noch zig andere UnwĂ€gbarkeiten. Die ich bei der G&L allesamt ausschließen kann.

Wie gesagt, ich weiß ĂŒberhaupt nicht, ob die G&L dann noch G&L sein wĂŒrde... und ich weiß auch nicht, ob ich das schlimm oder verlockend finde. Derzeit tendiere ich zu Letzterem. Zumal das ja ein reversibler Prozess ist, der mich im schlimmsten Fall einiges an Kohle kostet, nicht aber der Gitarre dauerhaft schadet. Und im optimalen Fall habe ich endlich meine eierlegende Wollmilchsau. Und dann werdet ihr alle aus der WĂ€sche gucken, oho!
Höhö... ;o)

- Sascha
 
Wenn dein Gitarrenbauer der Überzeugung ist, dass der Hals *das* Ding ist, dann sollte er dir doch einen Hals bauen können der das Gesamtpotential der Gitarre optimiert.
Sollte dies nicht der Fall sein baust du deinen alten Hals wieder drauf und kannst dir bzgl. der Aussage ĂŒber *das* Ding erneut Gedanken machen.
 
Es gibt irgendwo bei Youtube ein Video wo Steve Vai sein Tourequipment vorstellt, und dabei auf seine E-Gitarren zu sprechen kommt.
Er behauptet, daß Brettgitarren gut klingen, wenn die Grundtöne des Halses und des Bodies, wenn man jeweils darauf klopft, in einem einfachen VerhĂ€ltnis zueinander stehen (sprich: Oktave, Quinte, Quarte, Prim).
Dabei ist die Gitarre zusemmengebaut und besaitet.
Ich habe mal meine Brettgitarren abgeklopft: eine Quarte, eine Quinte, eine Prim.
Die letzte ist die subjektiv Beste meiner E-Gitarren.

:shrug:

Viele GrĂŒĂŸe,
woody
 
tommy":3h9dykhb schrieb:
Man versucht alles Bisherige noch schnell zu ordnen, denn man weiss ja nie.

Oh nein! Man *SOLLTE UNBEDINGT* alles vorher ordnen, denn danach bleibt kaum Zeit. Aus der Abteilung: "Vater sein dagegen sehr..."
Meine kleine Kröte ist gerade mal zwei Jahre alt und wir sind froh, wenn wir die normalen Aufgaben des tĂ€glichen Lebens erledigt bekommen. Viel Zeit fĂŒr Extras bleibt nicht. Sascha, hau rein! :-D
 
Woody":ljy9ox5t schrieb:
Es gibt irgendwo bei Youtube ein Video wo Steve Vai sein Tourequipment vorstellt, und dabei auf seine E-Gitarren zu sprechen kommt.
Er behauptet, daß Brettgitarren gut klingen, wenn die Grundtöne des Halses und des Bodies, wenn man jeweils darauf klopft, in einem einfachen VerhĂ€ltnis zueinander stehen (sprich: Oktave, Quinte, Quarte, Prim).
Dabei ist die Gitarre zusemmengebaut und besaitet.

Woody,
das habe ich ja noch nie gehört. Kurzer Test an meiner Tyler: Eine Quarte bzw. Quinte von Body zu Hals: ungefÀhr F- Bb.

Ist das jetzt nĂŒtzliches Wissen ?
 
Moin Sascha,
wieso habe ich das GefĂŒhl, dass Du vor der Geburt einfach nur noch mal am Markt aktiv werden willst; ein Ablenkungsmanöver und damit reiner Aktionismus, weil Dir die Fuß- und FingernĂ€gel kribbeln, ob des bevorstehenden Einzugs einer Geldvernichtungsmaschine (ich darf das, ich habe zwei davon !!!!) und dazu erstmal herzlichen GlĂŒckwunsch ;-) :lol:
Die G+L ist wohl doch Deine Gitarre, sonst hĂ€ttest Du sie nicht so lange und hĂ€ufig verwendet und außerdem :
Nachwuchs frisst gar nicht sooo viel Geld, dafĂŒr gibt es Großeltern Onkels Tanten... :stfu: :top: :kratz:
 
Hallo Sascha,

erst mal GlĂŒckwunsch! Und ich gebe Christof recht, sobald die Kinder da sind bleibt fĂŒr Anderes wenig Zeit ĂŒbrig. Ich habe zwei.

Jetzt mal ein kezerischer Gedanke, vorausgesetzt die Yamaha gehört Dir:

Was wÀre wenn Du den Hals der Yamaha (sofern er passt) testweise in die G+L verpflanzen lÀsst?

Somit wĂŒsstest Du schon mal, ob so ein Hals dem G+L Korpus in der Form entspricht. Und vielleicht ergeben sich ja auch ein paar Überraschungen fĂŒr die Ohren?

Aber das ist wahrscheinlich zu weit her geholt und unter Spinnerei zu verbuchen.

Gruß
Christian
 
Christof":26q1mwwl schrieb:
das habe ich ja noch nie gehört. Kurzer Test an meiner Tyler: Eine Quarte bzw. Quinte von Body zu Hals: ungefÀhr F- Bb.

Ist das jetzt nĂŒtzliches Wissen ?

Ob das nĂŒtzliches Wissen ist? Keine Ahnung. Aber das Steve Vai Video kenne ich auch - und ich fand's zumindest mal bemerkenswert, dass jemand, der dann doch recht dicht an der Entwicklung seiner Signature-Klampfen dran ist, auf so etwas Bezug nimmt.

bushy":26q1mwwl schrieb:
Moin Sascha,
wieso habe ich das GefĂŒhl, dass Du vor der Geburt einfach nur noch mal am Markt aktiv werden willst; ein Ablenkungsmanöver und damit reiner Aktionismus, weil Dir die Fuß- und FingernĂ€gel kribbeln, ob des bevorstehenden Einzugs einer Geldvernichtungsmaschine

Naja, so ist es nur streckenweise, bspw. bei dem ganzen Ampgeraffel, was hier noch so rumsteht. Das hÀtte ich in der Tat gerne vor dem Schreihals (bzw. der HÀlsin, wir wollen das nicht wissen) sortiert.
Im Falle der G&L isses aber doch anders und beschĂ€ftigt mich schon lĂ€nger. Die eierlegende Wollmilchsau und sowas halt. Ist eben nur so, dass ich erst kĂŒrzlich diese "Hals-Erkenntnisse" hatte. Ansonsten ist das vermutlich ein Prozess, der schon ewig angefangen hat und auch nie enden wird, Nachwuchs hin oder her.

ca-music":26q1mwwl schrieb:
Jetzt mal ein kezerischer Gedanke, vorausgesetzt die Yamaha gehört Dir:

Was wÀre wenn Du den Hals der Yamaha (sofern er passt) testweise in die G+L verpflanzen lÀsst?

Somit wĂŒsstest Du schon mal, ob so ein Hals dem G+L Korpus in der Form entspricht. Und vielleicht ergeben sich ja auch ein paar Überraschungen fĂŒr die Ohren?

Aber das ist wahrscheinlich zu weit her geholt und unter Spinnerei zu verbuchen.

Das ist kein ketzerischer Gedanke. Gar nicht sogar. Ich hatte den selber schon.
Problem ist halt nur die 3-Punkt Befestigung der G&L und die anscheinend nicht ganz passende Halshöhe (also in der Halstasche). Einfach mal umschrauben lĂ€uft da eben nicht. Mal ganz abgesehen davon, dass die Schraublöcher der Pacifica auch ansonsten keinen Standardmaßen zu entsprechen scheinen. WĂŒrde also Umbohren sowohl in G&L als auch im Pacifica-Hals bedeuten. Nicht gerade das, was ich als Hobby-Handwerker mal so eben erledigen möchte. Am Ende versaue ich mir noch Beides, das geht dann doch eher nicht.

Gruß
Sascha
 
ca-music":kkppenlt schrieb:
erst mal GlĂŒckwunsch! Und ich gebe Christof recht, sobald die Kinder da sind bleibt fĂŒr Anderes wenig Zeit ĂŒbrig.

schließe mich an... und habe drei, der jĂŒngste ist 10.

Gitarre spielen und Band ging immer. Nicht in der IntensitĂ€t und vor allem nicht zeitlichen Higabe, aber es ging immer und geht noch. "Nur Vater sein und Geldverdienen" schreit nach bereits kurzer Zeit nach einem Ausgleich, fĂŒr den sich "Rockmusik machen" geradezu anbietet.

Alles Gute, Sascha.
 
Das ist ja Crazy. War gerade mal klopfen!

Zwei Quarten (Tyler und 52-ger Tele) und eine kleine Terz (52-ger Tele). Alles Swamp Ash mit Mapleneck.

Die kleine Terz ist meine "Lieblingsgitarre" sind aber alle drei super.

Steve Vai wĂŒrde die Tele aber sicherlich nicht gefallen.

Hab noch nie GlĂŒck mit dem Umbau bzw. Umschrauben von Hals bzw. Body gehabt.

Ist aus meiner Sicht ein viel zu rationaler Ansatz, der bei Gitarren nicht funktioniert.

Kann deshalb nur davon abraten an der G&L zu basteln.

Wenn du die Gute mehrere Jahre lang intensiv gespielt hast, kann sie so verkehrt nicht sein.

Es gibt immer Phasen in denen es in einer Beziehung nicht optimal lÀuft.

Sich deshalb sofort zu trennen oder zur plastischen Chirurgie zu greifen - keine wirklich gute Idee.
 
Das ist mal richtig verrĂŒckt. Es kann natĂŒrlich an meinem Gehör liegen oder ich bin unterbewusst davon beeinflusst was ich hier gelesen habe...

Aber bei meiner Ibanez RG und bei meiner CV Tele ist das Intervall eine Quinte. Bei der im Endeffekt eher mĂ€ĂŸigen Keiper Strat scheint es eine b5 zu sein. Ohne Scherz jetzt.

Das schreit ja geradezu nach einer großen Testreihe im Store! Man wird mich aber wohl fĂŒr verrĂŒckt halten beim Gitarren abklopfen :D
 
Ein anderer Hals KANN den Klang verÀndern. Muss aber nicht.

Außerdem wird man nie erfahren, ob der Klang nun tatsĂ€chlich so viel anders ist, oder ob man die VerĂ€nderung „hören will“. Die Kopplung Gehirn/Ohr spielt uns so manchen Streich, den wir nicht wahr haben wollen.

Meine Erfahrung sagt mir, dass Klangunterschiede zwischen Hals/Hals nicht so dramatisch sind, als dass man sie nicht durch verĂ€nderte Einstellungen am Amp oder durch andere Pickups ausbĂŒgeln könnte.

Der wesentliche Faktor ist das Anfass-GefĂŒhl in der Hand. Ja ich weiß, das heißt Haptik. Das ist wie mit einem Schuh. Reinsteigen und sich auf Anhieb wohl fĂŒhlen – das ist bei Stangenware eher Zufall.

Kurz:
Martins Tipp (RBC-Guitars), also Rainer Buschmann in Minden wÀre auch mein Tipp.

Ich wĂŒrde ihm den Hals der Yamaha bringen und ihm sagen
..mach so einen noch mal. Und zwar so. dass er an die G+L passt.

Das ist nĂ€mlich das Problem bei konfektionierten HĂ€lsen, hĂ€ufig stimmt am Ende der Halswinkel nicht und das wĂ€re fatal – ein Shim in der Halstasche ist ja nur fĂŒr Pragmatiker (wie mich) ein Ausweg.

Buschmann frĂ€st seine HĂ€lse selbst und das zu moderaten Preisen. FĂŒr 700,00 Euro baut er dir eine ganze Strat – ohne Pickups.

Also – wĂ€re ich du, wĂŒrde ich das genau so machen.

Tom
 

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