Holz und Gewicht einer Squier Japan Strat


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Hallo,
für mein "Blackie"-Bastelprojekt habe ich eine schwarze Squier Japan-Strat ersteigert. Davon sollte nur der Body und evtl. die Pickups verwendet werden.
Die Seriennummer lautet O 017244, sie müsste also von 1995 bis 1995 sein.
Das Ding klingt, so wie sie ist recht gut.
Einziger Nachteil bis jetzt ist das Gewicht: 3,9 kg auf meiner Badezimmerwaage, wobei der Hauptanteil wohl vom Body kommt.
Genau der sollte aber der Blackie-Body werden...
Zum Vergleich: Meine Sunburst-Strat wiegt 3,6 kg.

Was sagt ihr zu dem Gewicht der Japanerin?
Was für Holz wurde 1994/95 bei den Squier Japan-Strats verwendet?
Danke im Voraus
Jochen
 
auge
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zwischen Tür und Angel...
Wenig hilfreich kann ich dir ein Gewicht von 2,8kg für meine Japan Squier aus etwa 1985 nennen.

Ist das Gewicht wichtig?

Ich fahr jetzt zum Gig nach D .... ;-)


Lg
Auge
 
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Moin Jochen,
nicht ganz so leicht deine neue Strat. Aber wenn du damit klar kommst spielt es keine Rolle - und wenn sie klingt erst recht nicht. Ich tippe mal auf nen Esche-, oder Erlebody. Ich hatte mal ne Tele aus der Zeit und die war auch sackschwer (4,2 ! Kg), weshalb ich sie auch wieder verkauft habe.
 
schocka
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Hi,

ich habe auch eine Japan Squier ("Silver Series"), die für mein Gefühl relativ schwer ist (ohne das jetzt zahlenmäßig belegen zu können, ich lege meine Gitarren nämlich eigentlich nicht auf die Waage ;-) ).

Die Frage des verwendeten Korpusholzes hat mich auch mal interessiert, ein befreundeter Tischler hat dann nach Augenscheinnahme auf Ahorn getippt. Für Esche ist meine nämlich nicht genug (also eigentlich gar nicht) gemasert und für Erle fehlt dem Holz ein wenig der Stich ins Rötliche (meine Gitarre hat ein paar Macken, an denen das Holz zu sehen ist).

Ahorn wäre für eine traditionelle Strat sicherlich eher ungewöhnlich, die Begründung und auch das Gewicht erschien mir aber nicht so unschlüssig. 100%ig sicher bin ich aber nicht.

Gruß,
Andreas
 
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auge":6enyn1y3 schrieb:
Wenig hilfreich kann ich dir ein Gewicht von 2,8kg für meine Japan Squier aus etwa 1985 nennen.
Ist das Gewicht wichtig?...

Hey, da beneide ich dich drum!


Magman":6enyn1y3 schrieb:
... Ich tippe mal auf nen Esche-, oder Erlebody.

Das Gewicht fühlt sich in der Tat nach manch einer Strat mit Eschebody an.
Ich weiß bloß nicht, ob Squier Japan im betreffenden Baujahr wirklich Esche verbaut haben.
Wer weiß was dazu?

Interessant ist übrigens der direkte Vergleich meiner gewohnten Sunburst Strat (Erle-Body, Texas-Specials) mit der Japan Squier (bei der ich bis jetzt bewusst nicht nachgeschaut habe, was da für Pickups drin sind):

Meine treue Sunburst spricht leichter an, spielt sich insgesamt leichter (liegt aber viel am Hals, der mir viel besser liegt) und klingt im Vergleich viel mittiger (wohl auch durch die Texas Specials).
Die Squier dagegen will mit mehr Körpereinsatz gespielt werden, ist perkussiver und klingt wesentlich "schnittiger", im besten Sinne "stratiger", und gefällt mir im Moment fast besser...
 
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75Deluxe":ta725lwk schrieb:
Ich weiß bloß nicht, ob Squier Japan im betreffenden Baujahr wirklich Esche verbaut haben.
Wer weiß was dazu?

Hi Jochen,
die Squier Tele die ich hatte war auch aus diesem Jahr und war definitiv mit Eschebody ausgestattet. Die beiden 70er Luxor Strats die ich noch habe sind auch mit Eschebody und Mapleneck und wiegen knapp über 4 Kilo. Beide klingen sehr mittig und 'wuchtig'. Ich habe da auch bereits mit versch. Pickups getestet - kaum Veränderung. Ich selbst mag das nicht so gerne - der Sound meiner Strats muss viel Snap und Twang haben und sie dürfen nicht schwerer sein als 3,3 Kilo.
 
little-feat
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Ich kann dir mit fast 100%iger Sicherheit sagen, dass Japan-Squiers aus jenen Baujahren einen Body aus Preßspan hatten. Klingt unglaublich, ist aber so.

Ich habe selbst ein solches schweres Mädchen aus der Mittneunziger-Ära besessen und der Body war aus dem, was man Plywood nennt.







Wenn du mit Sandpapier die Pickup-Fräsungen vom Lack befreist, kannst du das auch sehen. Oder du klopfst die rückwärtige Fräsung der Vibrato-Federkammer mit dem Knöchel ab. Das "pappige" Geräusch kommt nicht von Holz.

Meine hatte übrigens einen ganz eigenen, lauten, extrem dreckigen Sound, ich könnte mich heute in den Arsch beißen, dass ich sie irgendwann einmal verkauft habe.

Tom
 
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little-feat":2xc5yc4v schrieb:
Ich kann dir mit fast 100%iger Sicherheit sagen, dass Japan-Squiers aus jenen Baujahren einen Body aus Preßspan hatten. Oder du klopfst die rückwärtige Fräsung der Vibrato-Federkammer mit dem Knöchel ab. Das "pappige" Geräusch kommt nicht von Holz.
:stfu:

Aus welchem Holz bzw. ob massiv oder schichtverleimt wirst du mit Sicherheit nicht mit klopfen herausfinden!
Vermutlich würdest du einen alten US-Strat-Body aus Pappel auch als Pressspan abstempeln!
Fender bzw. Squier hat noch nie(!!!) Gitarren aus Pressspan gefertigt!
Wenn dann wurde schichtverleimtes Holz verwendet, welchen auch nicht unbedingt schlechter klingen muss als massives.
An Hölzern kam alles mögliche zum Einsatz, je nachdem was auch eben verfügbar war: Erle, Esche, Pappel, Agathis, etc. oder eben Schichtholz.

Laut Fender ist deine Squier übrigens aus dem Jahr 93/94; für die in Japan gefertigten Gitarren gilt der gleiche Nummerncode wie bei den Japan Fenders.
DATING JAPANESE-MADE FENDER INSTRUMENTS
SERIAL NUMBERS CIRCA
JV+ 5 digits 1982-1984
SQ + 5 digits 1983-1984
E + 6 digits 1984-1987
A + 6 digits 1985-1986
B + 6 digits 1985-1986
C + 6 digits 1985-1986
F + 6 digits 1986-1987
G + 6 digits 1987-1988
H + 6 digits 1988-1989
I + 6 digits 1989-1990
J + 6 digits 1989-1990
K + 6 digits 1990-1991
L + 6 digits 1991-1992
M + 6 digits 1992-1993
N + 6 digits 1993-1994
O + 6 digits 1993-1994
P + 6 digits 1993-1994
Q + 6 digits 1993-1994
S + 6 digits 1994-1995
T + 6 digits 1994-1995
U + 6 digits 1995-1996
N + 5 digits 1995-1996
V + 6 digits 1996-1997
Crafted in Japan A + 6 digits 1997-1998
Crafted in Japan O + 5 digits 1997-2000
Crafted in Japan P + 5 digits 1999-2002
Crafted in Japan Q + 5 digits 2002-2004
Crafted in Japan R + 5 digits 2004-2005

In der Fräsung der Federkammer kann man es meistens auch trotz Lackierung erkennen ob es sich um massives Holz oder Schichtholz handelt, da man ja beim Fräsen in den einzelnen Holzlagen einmal quer zur Faserrichtung und in der nächsten Schicht mit der Faser fräst. Dies gibt ein unterschiedliches Fräsbild bzw. an den Stellen, an denen man quer zur Faser gefräst hat nimmt das Holz mehr Lack auf. Da diese Stellen in der Regel auch nicht extra geschliffen werden sieht man es.
Sollte man wider erwarten aber nichts sehen, kann man den Lack abschleifen oder mit einer Ziehklinge abschaben.

Um das Gewicht zu verringern kannst du nach dem Demontieren des Pickguards auch aus den einzelnen Fräsungen für die Pickups eine "Swimming-Pool-Fräsung" machen wie sie auch heute bei den US-Strats üblich ist.
Wenn du diese auch noch etwas großzügiger ausführst sollten 200-300 Gramm Gewichtsersparnis durchaus realisierbar sein.

Grüße
Jürgen
 
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aua, das ist aber ein ziemlich einschneidender Tipp, würde ich doch lieber lassen bei einem älteren Instrument ... :roll:
 
jab
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Moin!

Es is aber auch bloß ne Squier aus den 90ern.
Von wegen Kirche im Dorf und so...

Beste Grüße!
Jab
 
little-feat
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guitarcrack":29aiwd4s schrieb:
Laut Fender ist deine Squier übrigens

Lieber Jürgen,

das du hier immer wieder mit geradezu missionarischem Eifer zur Sache gehst ist einerseits ja anerkennenswert. Dass dieser Eifer zeitweilig von mangelnder Sachkenntnis übertroffen wird ist ein Schönheitsfehler, arbeite dran, dann bekommst du das in den Griff.

Und wenn du dann noch diesen Habitus eines treu-deutschen Oberlehrers ablegen könntest, wärest du vermutlich absolut unwiderstehlich.

Eine Tabelle mit Seriennummern und Baujahren ist gut und schön, aber man kann sie auch in Wikipedia nachlesen und es war nicht das, was Jochen wissen wollte – er kennt das Baujahr seiner Gitarre, ebenso wie ich das Baujahr meiner hier angesprochenen Gitarre kenne. Du musst es uns nicht noch einmal sagen.

Über dein Fachwissen hinsichtlich Werkstoffen, die seinerzeit in Japan n i e m a l s verbaut wurden – sowie den Tipp mit der erweiterten 300 Gramm-Fräsung im Body schweigen wir lieber mal, damit das Ganze nicht zu peinlich für dich wird.

Denke doch bitte in Zukunft einmal mehr über das nach, was du schreiben möchtest, ehe du dann tatsächlich loslegst.

Tom
 
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little-feat":9dixw7xm schrieb:
Und wenn du dann noch diesen Habitus eines treu-deutschen Oberlehrers ablegen könntest, wärest du vermutlich absolut unwiderstehlich.

Vielleicht ... nein: Ganz sicher solltest Du Dich dem anschließen.
 
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Raumschiffkäptn's reden mit ihren Raumschiffen, Hamburger schon mal von sich in der zweiten Person, wer Selbstgespräche auf der Straße zu führen scheint, hat vielleicht nur ein headset, alles normal eigentlich ... Hauptsache, wir lernen alle dazu. Tom und ich und wer noch mag. :lol:
 
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"Ich kann dir mit fast 100%iger Sicherheit sagen, dass Japan-Squiers aus jenen Baujahren einen Body aus Preßspan hatten. Klingt unglaublich, ist aber so.
Ich habe selbst ein solches schweres Mädchen aus der Mittneunziger-Ära besessen und der Body war aus dem, was man Plywood nennt."

meinte little-feat.

Also, ich weiß nicht, ob die Mitte-90er Squiers Pressspanbodies hatten oder Schichtholzbodies. Was ich aber weiß, das ist dass Plywood Schichtholz oder Sperrholz bedeutet und nicht Preßspan.

Grüße
Bluesminer
 
little-feat
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Bluesminer":2c711w7j schrieb:
Was ich aber weiß, das ist dass Plywood Schichtholz oder Sperrholz bedeutet und nicht Preßspan.

Ja, du hast natürlich recht. Ich hätte editieren sollen. Aber die Versuchung war einfach zu groß. Ich hatte für mich selbst gewettet, dass da jemand kommt, der das Haar in der Suppe findet, und ihm mit der Rasierklinge zu Leibe rückt.

Weiß eigentlich jemand, ob Pressspan wirklich schlechter klingt als Sperrholz? Irgendwer muss das doch mal "angetestet" haben

:evil:
 
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Also, wie nun Preßspan klingt weiss ich nicht. Da gibt es auch verschiedene (feine Späne/MDF?, grobe Späne, etc.). Ich denke aber, das das nicht so optimal ist, da es durch die "Unordnung" der kurzen Holzfasern eher schwingungsdämpfend wirkt.

Schichtholz kann gut klingen. Es gibt Gitarren mit Schichtholz-Hälsen (manche Martin Akustics, alte Hoyers, Framus), die klingen zum Teil recht gut, und ich hatte mal eine Strat mit Schichtholz-Body, die war auch nicht schlecht.

Nicht zuletzt sind die Bodies vieler halbakustischer Gitarren aus Sperrholz (z.B. Gibson ES-330 oder ES-175 oder ES-225). Alle ohne Sustain-Holzblock, nur Sperrholz.
Also grundsätzlich ist Sperrholz nicht immer schlecht. Da gibt es aber viele Unterschiede (Holzart, Dicke der Schichten, Verleimung, Richtung etc.), dass man da bestimmt keine allgemeingültige Aussage treffen kann.

Grüße
Bluesminer
 
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little-feat":2d5tcubc schrieb:
guitarcrack":2d5tcubc schrieb:
Laut Fender ist deine Squier übrigens

Über dein Fachwissen hinsichtlich Werkstoffen, die seinerzeit in Japan n i e m a l s verbaut wurden – sowie den Tipp mit der erweiterten 300 Gramm-Fräsung im Body schweigen wir lieber mal, damit das Ganze nicht zu peinlich für dich wird.

Fakt ist, dass eben Fender noch nie Pressspan verbaut hat! Was ist an dieser Aussage falsch?
Und die Pickupfräsung großzügiger auszuführen machen einige Hersteller um eben das Gewicht zu drücken. Gibson bohrt vor dem Aufleimen der Ahorndecken sogar Löcher in den Body um dies zu erreichen.
Aber dir kann das alles ja egal sein, denn du erkennst den Unterschied ja bereits am Klopfen auf den Korpus! :clap:

Wie Bluesminer schon aufgeführt hat sind Spanplatten eben schwingungsdämpfend und da die Späne eben nicht dicht an dicht verleimt sind, sondern kleine Zwischenräume sich dazwischen bilden schwingt auch nix.
Wenn man dann noch die Fräsungen macht und die sehr rohen Kanten noch zusätzlich spachteln muss sind dadurch auch keine Kosten einzusparen.
MDF (mitteldichte Faserplatte) kann man zwar gut fräsen und auch super lackieren aber es schwingt eben noch nicht gut und ist auch ziemlich schwer.
HDF (hochverdichtete Faserplatte) wie man sie von Schrankrückwänden kennt findet aber immer wieder mal Einsatz bei Gitarren (Danelectro und Reverend wären da als Beispiel zu nennen).


@little-feat:
Ach ja - bezüglich meiner Sachkenntnis und meinem Fachwissen (speziell Materialien); ich hab das ganze Zeug für einen meiner Berufe lernen müssen! Wie sieht´s denn da bei dir aus?

Gruß
Jürgen
 
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Leute, Leute... beruhigt euch mal wieder... :roll:
War doch bloß eine Frage in einem Gitarrenforum... !

Ich fand alle Antworten bis jetzt interessant und hilfreich, auch wenn ich übrigens gleich wusste, dass Toms "plywood" eben kein "Pressspan" ist ;-)

Ich habe mich zwischenzeitig entschieden, mich von der Gitarre weder zu trennen.
Grund: Wenn ich mir schon eine Eigenbau-"Blackie" auf den Leib schneidere, sollte möglichst alles für mich stimmen, auch das Gewicht.

Aber jetzt mal was anderes hierzu:
Kann jemand von euch sagen, wie eine Strat klingt mit Body aus Korina?
Das Holz ist mir generell sympathisch (von der Explorer) und v.a. herrlich leicht. Gibt´s dazu Erfahrungen?
Danke im Voraus
Jochen
 
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75Deluxe":1us5v243 schrieb:
Kann jemand von euch sagen, wie eine Strat klingt mit Body aus Korina?
Das Holz ist mir generell sympathisch (von der Explorer) und v.a. herrlich leicht. Gibt´s dazu Erfahrungen?

Hi Jochen,
nen Strat Korina Body hatte ich auch schon mal getestet. Ich würde das rein tonal mal in etwa mit einem Mahagoni Body vergleichen. Klingt interessant, eher mittig und warm. Ob es dir gefällt weis ich nicht, ich jedenfalls hab den schönen Body, der in durchscheinend honey gebeizt war wieder verkauft weil er mir zu 'sauber' geklungen hat. Ich mags halt eher knallig bei einer Strat und das war hier nicht der Fall.
 
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75Deluxe":39etf4iv schrieb:
Kann jemand von euch sagen, wie eine Strat klingt mit Body aus Korina?

Hallo Jochen,

ich hatte mal eine Korina. Nach meinem Empfinden war der "Snap" reduziert, cleane und semi-cleane Sounds waren dadurch weniger prägnant, aber im verzerrten Bereich mußte man nicht mehr so vorsichtig die Höhen dosieren.

Ich habe mich letztlich wieder von dem Body getrennt. Er hatte mir zuwenig "Charakter", oder wie immer man das formulieren will.
 
A
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Hi Jochen,

ich hatte mal für einen Musiklehrer eine mit Korinabody gebaut, denn er wollte eine flexibel einsetzbare Gitarre für Coverrock und Jazz. War zwar nicht leicht das alles zu bewerkstelligen, aber er war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Wie Magman es schon aufgeführt hat klingt er eher mittig und warm, was bei verzerrten Rocksounds und bluesigem bzw. jazzigen Dingen ja durchaus gewollt ist.

"Richtige" Stratsounds liefert sie nicht wirklich ab, aber durchwegs brauchbare Kompromisse.

Vom Gewicht hat er übrigens auch sehr geschwärmt! Das Holz selbst ist nicht wirklich sehr ansehlich, da es nicht über eine schöne Maserung verfügt, sondern eher schlicht ist. Der natürliche Farbton lässt sich gut mit Fichte vergleichen. Ich hab den Body (nach Wunsch des Auftraggebers) braun gebeizt und ihm mit ein paar zusätzlichen "Strichen" der Beize etwas Leben gegeben, da nach einmaligem, gleichmäßigem Auftrag das Teil nicht wirklich sehr ansprechend aussah.
Es gibt diese Bodies aber auch mit einem Riegelahornfurnier auf der Decke, dann sieht´s schon ansprechender aus.



Gruß
Jürgen
 
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Moin Kollegen.

Spanplatte kenne ich nur vor wenigen schlimmen Chinaprodukten, wie Vision.
vision.jpg

Plywood, wie man vornehm sagt, oder Sperrholz, ist schon besser.
Schichtholz ist wieder etwas anderes, denn es ist geschichtet, aber nicht gesperrt. D.h. alle Fasern laufen in die gleiche Richtung. Das hat man in den 60ern und 70ern bei Framus Hälsen gemacht. Wie wir heute wissen, war es weder schön, noch gut, noch dauerhaft.
In den 80ern und frühen 90ern habe ich auch ein paar Japanische Plywood Strats gesehen. Gleichzeitig baute man aber in Japan bei Ibanez die Squirs, die heute als "besonders gut" gehandelt werden.... Aus klassischen Materialien. Es ist also nicht wahrscheinlich, dass sie für Fender gleichzeitig nur Sperrholzbrösel gebaut haben sollten. Ich war aber nicht dabei... ;-)

Ich möchte aber wieder mal betonen, dass die Namen: Erle, Ahorn, Esche usw. nur botanische Bezeichnungen sind und nicht für statische Eigenschaften stehen können!

Stellt Euch bitte einen Baum vor, der im Norden Kanadas gewachsen ist. Der Boden ist karg, der Winter lang und hart.
Der zweite Baum ist in Frankreich gewachsen. Das Klima ist sehr gemäßigt, der Boden fett.
2 Schwarzerlen.
Hann man sich vorstellen, dass die Hölzer irgendwelche Gemeinsamkeiten aufweisen?
Nein! Sie tragen nur den gleichen Namen.
Und selbst da wird gepfuscht, was das Zeug hält. Das sympathische Korina heißt bei deutschen Möbeltischlern Limba und wurde in den 70ern gerne für den billigen Innenausbau gebraucht. Es arbeitet wenig, wächst gerade und lässt sich schön einfärben.
Als Korina ist es aber ein Tonholz und ich finde es auch ganz sympathisch. ;-)
 
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W°°":2q3dlef0 schrieb:
Das hat man in den 60ern und 70ern bei Framus Hälsen gemacht. Wie wir heute wissen, war es weder schön, noch gut, noch dauerhaft.
huch, wissen wir das :shock:?
Ich habe :arrow:4 Instrumente mit solchen Hälsen (Framus Melody 9string, Hopf Saturn und Jupiter, Dynacord Cora) die sind auch nach über 40 Jahren noch unverändert gerade und stabil .... das ist doch schon mal ein Anfang für Dauerhaftigkeit, oder? :lol:
 
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Hallo zusammen,

vielleicht noch mal kurz ein Satz zum Gewicht einer Gitarre. Ich habe hier zuhause die verschiedenstenn Strats mit den unterschiedlichsten Gewichten. Hänge ich mir die leichteste um und direkt im Anschluß daran die schwerste, kann ich keinen nennenwerten Unterschied feststellen. Was sind schon beispielsweise 300g? Sicher, wenn ich meine leichteste Start mit meiner Les Paul vergleiche, merkt man dies schon, aber ist das wirklich so unsagbar wichtig? Ich weiss nicht...

Wenn man pro Tag ca. 6 Stunden auf der Bühne steht, aknn ich mir das schon vorstellen, aber die meisten sind doch eh Hobbymusiker. Ich denke, das Geicht wird da etwas überschätzt...
 
auge
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VVolverine":n017u6f2 schrieb:
Hallo zusammen,

vielleicht noch mal kurz ein Satz zum Gewicht einer Gitarre. Ich habe hier zuhause die verschiedenstenn Strats mit den unterschiedlichsten Gewichten. Hänge ich mir die leichteste um und direkt im Anschluß daran die schwerste, kann ich keinen nennenwerten Unterschied feststellen. Was sind schon beispielsweise 300g? Sicher, wenn ich meine leichteste Start mit meiner Les Paul vergleiche, merkt man dies schon, aber ist das wirklich so unsagbar wichtig? Ich weiss nicht...

Wenn man pro Tag ca. 6 Stunden auf der Bühne steht, aknn ich mir das schon vorstellen, aber die meisten sind doch eh Hobbymusiker. Ich denke, das Geicht wird da etwas überschätzt...

Genau das meinte ich mit meiner Frage in meinem ersten Post. Und rein einem Gewicht tonale Eigenschaften zuschreiben??

Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
 

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