Hallo Auge,
in meiner Tanzband-Zeit hatte ich der ganzen Band In-Ear aufs Auge (oder besser aufs Ohr) gedrückt. Ich wollte eigentlich nie wieder ohne. Verkauft habe ich es wegen der geänderten Funkfrequenzen. Mittlerweile habe ich mich aber auch wieder an die Moni-Box zu meinen Füßen gewöhnt.
Meine allgemeinen Erfahrungen:
Ja, man
ist sehr abgeschlossen, man fühlt sich nicht nur so.
Die Ohrhörer dürfen eigentlich nicht drücken! Sonst ist was faul. Wir haben uns allerdings beim Hörgeräteakustiker spezielle Otoplastiken anfertigen lassen. Die sitzen "wie angegossen" (sind sie ja) ;-) . Da drückt nix. Nicht ganz billig, aber allemal ihr Geld wert. Die Dinger sitzen allerdings auch so gut, dass man den Stöpsel nicht mal schnell rausziehen kann, wenn man sich verständigen will. So war's wenigstens bei mir.
Da ich mir derzeit kein neues IEM-System leisten kann, bin ich nicht up-to-date, was es gerade auf dem Markt gibt. Im (nicht so teuren) Funkmikro-Bereich bekommt Line6 aber immer gute Kritiken, vielleicht gibt's da auch was von denen. Wenn, dann würde ich auf jeden Fall entweder in den 2,4 GHz-Bereich oder in einen Frequenzbereich gehen, der nicht von jeder Hobby-Band schon benützt wird. Also eher professionell/anmeldepflichtig. Lieber etwas mehr Geld ausgeben, als nachher dauernd Probleme mit dazwischenfunkenden anderen Bands zu haben. Es gibt (fast) nichts Schlimmeres, als wenn man mitten im Song plötzlich nur noch ein lautes Rauschen oder Aussetzer auf dem Ohr hat und man nicht weiß, ist das jetzt nur auf dem Ohr oder auch auf der PA. :shock:
Das Problem mit der Abgeschlossenheit lässt sich nicht wirklich lösen. Ein/Zwei Raum-Mikro, die man auf den Monitor gibt, ist eine Möglichkeit um den Publikumskontakt zu halten. Kurze Absprache mit den Kollegen geht nur in einer Spielpause.
Es ist übrigens auch keine gute Idee, nur mit einem Stöpsel zu spielen. Da man mit dem einen Ohrhörer die Umgebungsgeräusche übertönen muss, macht man ihn automatisch lauter - zu laut. Das schadet dem Gehör. Nimmt man beide Hörer, kann man die Dinger sehr leise lassen, weil man ja sonst nix anderes hört. Das schont das Gehör und ist insgesamt angenehmer.
Ich habe vor kurzem einen Musiker-/PA-Kollegen gesprochen, der ist ganz begeistert vom
Behringer-Digipult. Er hat das tatächlich so geregelt: Er macht den FOH-Sound und stellt den Musikern einen groben Monitormix zur Verfügung. Jeder Musiker kann sich mit dem iPhone seinen eigenen Mix selbst zurechtregeln. Alle sind zufrieden.
Sollte Bedarf bestehen, könnte ich einen Kontakt herstellen.
LG
kiroy
Edit:
Aaah, das kommt davon, wenn man einen beitrag anfängt und dann zwischendurch was anderes macht (machen muss). Ein Teil meines Beitrags ist jetzt oben auch schon geschrieben.
Ich glaube meine Otoplastik hat damals 120 Euro gekostet (ohne Hörer).