Ohm Werte bei Tonabnehmern


A
Anonymous
Guest
Servus...

es ist mir eigentlich peinlich :oops: das ich das fragen muss (3. Lehrjahr Mechatronik) aber:

Je höher der Widerstand des Tonabnehmers desto höher die Ausgangsleistung ??
 
B
Banger
Guest
Jein. Über den ohmschen Widerstand kann man Rückschlüsse auf die Anzahl der Wicklungen (respektive der Drahtlänge) ziehen, für die Ausgangsleistung spielen aber noch andere Parameter eine Rolle, insbesondere der Aufbau der Wicklung bzw. deren Position im Magnetfeld und dessen Beschaffenheit.
 
A
Anonymous
Guest
DunkelElf":15oqhqnu schrieb:
Je höher der Widerstand des Tonabnehmers desto höher die Ausgangsleistung ??

Wie wärs mit ner indirekten Antwort:

HS3: 93 mV output; 23,72 K Widerstand
X2N: 510 mV output; 14,5 K

Würde man da jetzt ne Formel draus ableiten, dürfte der X2N
nur ca 50 mV output haben. Er hat aber 10 mal soviel.

Oder der HS3 müsste fast ein Volt Output bringen :)
 
W°°
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Ray":2b7q3cr5 schrieb:
DunkelElf":2b7q3cr5 schrieb:
Je höher der Widerstand des Tonabnehmers desto höher die Ausgangsleistung ??

Wie wärs mit ner indirekten Antwort:

HS3: 93 mV output; 23,72 K Widerstand
X2N: 510 mV output; 14,5 K

Würde man da jetzt ne Formel draus ableiten, dürfte der X2N
nur ca 50 mV output haben. Er hat aber 10 mal soviel.

Oder der HS3 müsste fast ein Volt Output bringen :)

Moin,
das verwirrt jetzt aber ein wenig. Du vergleichst da einen Pickup im Singlecoil Format mit einem Humbucker. Der hat ja bereits die doppelte Spulenfläche und ein wesentlich größeres Magnetfeld.

Die Stärke des Magnetfelds, die Menge der Wicklungen und die Dicke des Drahts wirken sich auf den Output aus.
Also im Prinzip: Viele Wicklungen dicken Drahts im starken Magnetfeld machen viel Output.
Da liegt aber der Haken!
Bei dickem Draht bekomme ich nicht viel auf die Spule. Der Draht geht immer weiter aus dem Magnetfeld - gäht nix Ton!
Nehme ich statt dessen dünneren Draht, gehen da immer weniger Elektronen durch. Auch dann kommt nichts an. Unerwähnt ist dabei noch, dass sich mit steigendem Widerstand die Höhen im Draht verlieren. Der Ton wird also immer mittiger. Man könnte also auch fragen, welche Aussage die Menge mV hat, wenn man den Frequenzgang ignoriert.
Sehr komplexes Thema!
Deshalb Bangers Jein.

PS: Ich sinne gerade noch über die mV Angabe nach. Sie ist vielleicht im Vergleich ein Anhaltspunkt, aber...
Wie wurden da unter welchen Voraussetzungen mit welchen und wieviel Saiten in welchem Abstand XXXmV erzeugt?
Das ist, als wenn man 75Km/h auf einen Fahrradreifen schreibt.
 
A
Anonymous
Guest
W°°":25f0kkcs schrieb:
das verwirrt jetzt aber ein wenig. Du vergleichst da einen Pickup im Singlecoil Format mit einem Humbucker.

Absichtlich. Stand ja nirgendwo was davon, dass alle Parameter der zu vergleichenden PUs identisch sein müssen bis auf die Drahtmenge. ;-)

Bei zwei wirklich identischen PUs könnte man ja nun tatsächlich bis zu einem gewissen Grad vom Widerstand auf den Output schliessen. Banger hat das ja auch schon indirekt angedeutet.

Aber durch die vielen heute im handel befindlichen Formen von PUs wird man selten zwei wirklich vergleichen können.

Dass der HS3 als stacked HB ein Sonderfall ist, liegt natürlich auf der Hand. Zwei out of phase Spulen, die aber nur EINEN Magneten in der Mitte haben, sind ja besonders fies. Auch bei guter Trennung der beiden Ebenen wird die untere Spule der oberen Saft klauen.

Bedeutet im Endeffekt, dass man trotz hoher Drahtmenge wenig Leistung rausholt.

Ich habs auch nur als Extrembeispiel nenn wollen.


Man könnte aber auch einen HS2 gegen einen HS3 antreten lassen. Gleicher Output, gleicher Bautyp, aber der eine hat doppelten Widerstand.

Oder einen Tone Zone mit 17,31 K und 375 mV gegen einen X2N mit 14,50 K und 510 mV.

Deshalb nützt einem der Widerstand eigentlich nur, wenn man auch andere Daten wie die Induktivität etc. kennt. Dann lassen sich recht schnell Rückschlüsse ziehen. Oder halt Widerstand und Output, dann kann man relativ zuverlässig was über den Ton sagen. Aber auch nicht endgültig.

Man nehme das Beispiel von Herrn Lemme mit P90, ein weicher Muffelmeister mit relativ wenig Widerstand gegen einen Duncan STK-S2.

Sehr komplexes Thema!
Deshalb Bangers Jein.

Überhaupt kein Widerspruch :)
 
 

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