Suche gutes Effektpedal


A
Anonymous
Guest
Hallo Leute,

und zwar suche ich ein Effektpedal, mit dem man eine große Auswahl an Einstellungen vornehmen kann und welches qualitativ im oberen Level liegt.

Zur Zeit habe ich folgendes Equipment:

Gitarre: Ibanez SA-160 BK Sunburst
Verstärker: Marshall MG 30 DFX
Effektpedal: BOSS ME-50

Oder ist das Effektpedal gut, aber mein Verstärker einfach für die Katze ? :)

Bin für jede Beratung dankbar.

Ich lege übrigens viel Wert auf rockigen Sound. Also Sounds wie die von Bullet for my Valentine, ACDC, Greenday, Iron Maiden, Metallica etc. Spiele aber auch gerne den Rock von früher oder aber Akkustik. :)
 
therealmf
therealmf
Well-known member
Registriert
16 November 2007
Beiträge
1.347
Ort
the right side of the rhine (=left)
Naja, die Palette bei den genannten Bands ist ja schon recht weit...gleich klingen die nicht gerade...
Was sie aber gemeinsam haben (mit Einschränkung von "Bullet for my Valentine", das sagt mir nix): Effekte sind nicht gerade dominierende Bestandteile im Sound. Da bist du mit dem was dein Amp und das Boss ME-50 bieten, sicher völlig ausreichend bedient. Die Gitarre dürfte zumindest mit dem Steghumbucker auch passen, ein Humbucker am Hals und ne etwas Les Paul-artigere Konstruktion (fetterer Sound) wäre aber sicher nicht schlecht.
Was Dir vermutlich am ehesten fehlt ist ein Ampsound, der die genannte Stilrichtung abdeckt. Aber was da passend ist, hängt auch von dem Einsatzzweck ab. Spielst du in ner Band? Wie ist die Besetzung? Wie groß sind die Gigs/Bühnen die ihr spielt?
Wenn Du Dir nen neuen Amp kaufst, würde ich zu einem Röhrenamp raten, am besten mit EL 34-Röhren in der Endstufe. Im erschwinglichen Sektor fällt mir da die neue HAZE-Serie von Marshall ein (sogar mit integrierten Effekten), die hab ich aber noch nicht gehört. Auch ein Engl wäre sicher ne passende Wahl (5881 in der Endstufe).
In jedem Fall: selber anhören bzw. von nem fitten Verkäufer (ein Widerspruch in sich? ;-) vorführen lassen!
 
E
erniecaster
Well-known member
Registriert
19 Dezember 2008
Beiträge
4.264
Lösungen
2
Hallo Kelturio,

eine erschreckende Antwort: Mit deinem Equipment kannst du all das erreichen, was du suchst.

Gruß

erniecaster
 
A
Anonymous
Guest
Danke für die Antworten.
Der Sound ist schon nicht schlecht, den ich erreiche, das stimmt. Aber ich suche einfach einen "fetteren" Sound, wenn ihr versteht was ich meine. :D

Nach so nem Röhrenamp müsste ich mich da wohl mal umschauen.

PS: Ich spiele nur privat, nicht in ner Band oder so, aber dennoch liegt mir "fetter" Sound sehr am Herzen. ^^
 
E
erniecaster
Well-known member
Registriert
19 Dezember 2008
Beiträge
4.264
Lösungen
2
Hallo!

Fetter Sound ohne Band? Vergiss es. Hör dir mal von U2 den Song "Vertigo" an.

"Vertigo" ist ja nicht nur ein Kracher sondern ein Lehrstück über das Funktionieren einer Band und das Zusammenspiel von Sounds. Dafür muss man sich das Lied nicht einmal besonders lange anhören. Alles geht mit einem gut abgemischten Schlagzeug los unterlegt mit ein paar Deadnotes von der E-Gitarre. Nicht zu unterschätzen ist wahrscheinlich das geräuschhafte Signal aus irgendeinem Synthie, das ich lange gar nicht registriert habe. Vermutlich wäre alles ohne diesen Ton weitaus dünner. Aber weiter.

Der Herr Sänger zählt ein und dann brät die Gitarre los. SO muss eine Rockgitarre klingen - jedenfalls meiner Meinung nach. Volles Brett, rotzig, durchsichtig und trotzdem fett. Ich bin immer wieder begeistert, wie das brät.

Nur - und das ist das Interessante an der Sache - ist es gar nicht der Gitarrensound, der die Gitarre so gut klingen lässt. Nochmal von Anfang an gehört und genau darauf geachtet: Bass und Gitarre sind in diesem Anfangsriff extrem eng zusammen, regelrecht gedoppelt. Mit dem Einsatz des Gesangs hört die Gitarre auf und man kann den Bass mal allein hören und der bollert schon ganz alleine (besser: im Zusammenhang mit dem Schlagzeug) sehr imposant los.

Im Laufe des Songs trennen sich manchmal Gitarre und Bass ein wenig und dann erst kann man hören, dass die Gitarre eben gar keinen fetten, kräftigen Ton hat sondern eben eher transparent rotzt. Es ist ein Singlecoil, der hier rotzt - jedenfalls glaube ich das an den Nebengeräuschen in den letzten Sekunden des Songs erkennen zu können.

Dieser Song ist für mich ein wunderbares Beispiel dafür, wie eine Band funktioniert und warum alle gut klingenden Sounds aus Wohnzimmer und Musikladen immer mit Vorsicht zu behandeln sind.

Gruß

erniecaster
 
auge
auge
Moderator
Teammitglied
Registriert
9 Oktober 2006
Beiträge
5.658
Lösungen
2
Ort
zwischen Tür und Angel...
erniecaster":3kouzzkn schrieb:
Hallo!

Fetter Sound ohne Band? Vergiss es. Hör dir mal von U2 den Song "Vertigo" an.

"Vertigo" ist ja nicht nur ein Kracher sondern ein Lehrstück über das Funktionieren einer Band und das Zusammenspiel von Sounds. Dafür muss man sich das Lied nicht einmal besonders lange anhören. Alles geht mit einem gut abgemischten Schlagzeug los unterlegt mit ein paar Deadnotes von der E-Gitarre. Nicht zu unterschätzen ist wahrscheinlich das geräuschhafte Signal aus irgendeinem Synthie, das ich lange gar nicht registriert habe. Vermutlich wäre alles ohne diesen Ton weitaus dünner. Aber weiter.

Der Herr Sänger zählt ein und dann brät die Gitarre los. SO muss eine Rockgitarre klingen - jedenfalls meiner Meinung nach. Volles Brett, rotzig, durchsichtig und trotzdem fett. Ich bin immer wieder begeistert, wie das brät.

Nur - und das ist das Interessante an der Sache - ist es gar nicht der Gitarrensound, der die Gitarre so gut klingen lässt. Nochmal von Anfang an gehört und genau darauf geachtet: Bass und Gitarre sind in diesem Anfangsriff extrem eng zusammen, regelrecht gedoppelt. Mit dem Einsatz des Gesangs hört die Gitarre auf und man kann den Bass mal allein hören und der bollert schon ganz alleine (besser: im Zusammenhang mit dem Schlagzeug) sehr imposant los.

Im Laufe des Songs trennen sich manchmal Gitarre und Bass ein wenig und dann erst kann man hören, dass die Gitarre eben gar keinen fetten, kräftigen Ton hat sondern eben eher transparent rotzt. Es ist ein Singlecoil, der hier rotzt - jedenfalls glaube ich das an den Nebengeräuschen in den letzten Sekunden des Songs erkennen zu können.

Dieser Song ist für mich ein wunderbares Beispiel dafür, wie eine Band funktioniert und warum alle gut klingenden Sounds aus Wohnzimmer und Musikladen immer mit Vorsicht zu behandeln sind.


Gruß

erniecaster

ernie,

ich stimme deiner Analyse weitgehend zu.
Nun ist es aber so, dass es eben im Wohnzimmer und nicht in der Band fett klingen soll (Mit der Einschränkung, dass das nicht in der Band funktioniert - aber die gibt es ja gar nicht).

Fetter heisst dann oft eben mehr Bässe. Ob die aus diesem Amp zu holen sind weiss ich nicht.
Ausserdem ist fetter oft lauter. Geht das zuhause?
Auf der CD ist fetter sehr oft gedoppelte/getrippelte (....) (nicht gedopte ;-) Gitarrenspuren. Das geht zuhause fast gar nicht.
 
A
Anonymous
Guest
Hi,

Ich meine auch, dass Dein Equipment völlig ausreichend ist.
Probier es mal mit den Einstellungen am Delay. Hierdurch kann man den Sound "verbreitern". Vielleicht ist es das, was Du mit "fetter" meinst.

Gruß,

AC
 
A
Anonymous
Guest
Gitarre: Ibanez SA-160 BK Sunburst
Verstärker: Marshall MG 30 DFX
Effektpedal: BOSS ME-50

hm, die Ibanez SA müsste okay sein, der BOSS ME-50 ist ein Klassiker, den würde ich auf keinen Fall weggeben!! Das Teil ist echt nicht schlecht den hatt ich in den 90ern mal... allerdings auch einen Marshall MG, von dem hab ich mich getrennt - der klingt grausig (sorry meine Meinung)!!

Spiele nur Röhre! Aber...

Ich habe mal vor Kurzem einen kleinen Roland Cube gehört, Preis ca. 250,- den fand ich fett!! Also wenn du nur Zuhause spielst und dir zB 60 Watt reichen dann hör dir das Teil mal an (ich glaub ist'n Modelind Amp): Präsentiert von dem Herrn hier ...ich meine gut, "Johnny DeMarco" ist'n Showtyp aber der Amp klingt nicht schlecht - so einen würde ich mir glatt noch fürs Schlafzimmer holen (alles drin), weil auch bei leisen Tönen so'n fetter ERDIGER Grundsound vorherrscht... :lol: ...aber wie imma - alles Geschmacksache!

http://www.youtube.com/watch?v=t7J3caoAvXE
 
A
Anonymous
Guest
Das hat Ernie mit "Vertigo" ganz gut erklärt.


Aber Vorsicht!
EGitarre, Drums, Bass, Sänger so einfach isses auch wieder nicht.
Ein U2 Song besteht im Studio aus über einhundert Spuren. Live klingt er zwar auch gut, aber ein bisschen dünner.


Ja, Edge spielt bei dem Song seine 1966 creme Tele.
Bei Vertigo wird meines Wissens der Pod XT Pro als Zerre genutzt.
 
A
Anonymous
Guest
was soll er sonst machen?
Weinen?
Aber ich denke, dass man durch die richtigen Einstellubgen an den Geräten sehr viel unterschiedliche Sounds bekommen kann, weswegen ich da mal rumprobieren würde.
 

Ähnliche Themen

 

Oben Unten