sustain

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Anonymous

Guest
hi!

hätte da mal ne frage bzgl. dem sustain einer gitarre: woran "erkenne" ich, daß eine el. gitarre ein gutes sustain hat? also wie lange müßten welche töne oder akkorde nachklingen (und vor allem: wie lange im stark verzerrten bereich?), sodaß man sagen kann, daß diese und jene gitarre ein gutes sustain hat?

vielen dank schon mal für eure antworten!

lg
geri
 
A

Anonymous

Guest
Hi Geri,

ich glaube nicht, das man das in Zeiten fassen kann, denn die Lautstärke einer nichtverstärkten Gitarre spielt dabei ja auch eine nicht unwesentliche Rolle. Ebenso Holz und Hardware...

Gruß
VVolverine

http://www.Chessman.info
 
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Anonymous

Guest
hi!

naja, vielleicht war die frage nach der zeit etwas daneben, aber trotzdem: woran erkenne ich beim spielen, daß eine gitarre gutes sustain hat?

geri
 
A

Anonymous

Guest
Hi,

erstmal ist gutes Sustain nicht zwangsweise gleich langem Sustain - man denke an ne Rickenbacker oder, Extrembeispiel, ein Banjo.
Zum Beurteilen des Sustain brauchst du einfach etwas Erfahrung und Vegleichsmöglichkeiten.

Was steckt denn hinter deiner Frage?

Gruß, Oli
 
W°°

W°°

Well-known member
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">Zitat:Original erstellt von: geri
hi!

naja, vielleicht war die frage nach der zeit etwas daneben, aber trotzdem: woran erkenne ich beim spielen, daß eine gitarre gutes sustain hat?

geri
</td></tr></table>

Hi Geri,
ein langes Sustain ist grundsätzlich messbar. D.h. wie lange schwingt ein Akkord aus, wenn ich ihn angespielt habe. So weit erlaube ich mir, meinen Vorschreibern zu widersprechen. Ungekärt wäre bei dieser Messmethode, welche Saiten an welchen gegriffenen Punkten lange schwingen, und welche schneller, oder sogar schnell absterben.

Interessant im Zusammenhang mit dem Wort Sustain, und da greife ich den Faden der Kollegen auf, ist die Ausgeglichenheit des Tons. Ein gutes Sustain kann demnach nicht vorhanden sein, wenn z.B. bei einem klaren E Dur E- und A- Saite nahezu ewig bröööööh machen, während der Diskant nach Sekunden wegbricht. Man stellt sich lieber einen schillernden Akkord vor, der, einem klassischen Fadeout gleich, gemächlich ins Nirvana aller schönen Töne schmirgelt... Um das zu messen, bedürfte es einer Analyse aller Saiten für jeden greifbaren Ton. (Allein den Versuch anzuerkennen würde sich jedoch jeder Sammler weigern, der gerade statt eines modernen Familientransporters einen Kloben Holz erstanden hat, der in den 60ern von einem lohnversklavten Exilkubaner zusammengezimmert wurde.)
Das Andere sind stehende Einzeltöne auf den Melodiesaiten:
Eine chromatische Tonleiter durch alle Töne um den 12. bis 21. Bund im mäßig verzerrten Modus offenbart mehr oder weniger starke Einbrüche. (Deadspots) Das kann so dramatisch sein, dass man das Instrument aus diesem Grunde ablehnt.
Letztlich und unter dem Strich gibt es jedoch keine Gitarre ohne Fehler. Sie sind mehr oder weniger sexy. Oft ist es sogar so, dass sich hinter besonderer Stahlung ein hohes Maß an zickigkeit verbirgt.
Der Rest ist, wie im normalen Leben - wer doll liebt, kann über viel hinweg spielen...[;)]
Völlig wertfrei würde ich zum Schluss schreiben, dass sich das Sustain eines Instruments mit dem Ton, der Modulation und der Intention des Spielers treffen muss, um überhaupt zu sein. (Grunge, Punk, Folk u.v.m. brauchen kein Sustain) Ein "gutes" Sustain ist ein hohes Maß an Deckungsgleichheit (höööhm) zwischen Input und Response, wobei wir wieder beim normalen Leben wären...

Grüße aus dem milden Westen.

W°°

Amerika kennt kein Pardon

...weil das französisch ist!
 
Wu-Lee

Wu-Lee

Well-known member
Hi
Also das mit dem messbaren Sustain find ich eher schwer nachvollziehbar... Ich glaub nicht, dass ein Mensch zwei mal genau gleich auf zwei verschiedenen Gitarren den Ton anschlagen kann, dass man einen vergleichbaren Wert erhalten könnte. Sogar eine Maschiene müsste man weis ich wie lange programmieren. Da muss man wirklich mal ein paar Gitarren nehmen, spielen, spielen, spielen, und irgenwann kommt man zur erkenntnis, dass eigentlich die eine Gitarre doch anders, oder länger ausklingt. Im verlaufe der Zeit kriegt man das immer mehr ins Gehör, vielleicht vergleichbar mit dem Stimmen...da kriegt man auch mit der Zeit ein Gefühl dafür. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich aus jahrzentelanger erfahrung sprechen kann, aber seit ich begonnen habe, mir eine Gitarre zu stricken, habe ich ne menge dazugelernt, habe verschiedene Gitarren gespielt, ausgesucht was mir gefiel, rumgeschmökert....usw.
Ich denke, dass ich bis vor nem Jahr auch niiiemals im leben hätte sagen können, diese Gitarre klingt jetzt schön aus. Aber jetzt kann ich wenigstens, wenn ich weiss, wie die Gitarre konstruiert wurde, vorausahnen, wie sie schwingen könnte (betonung auf könnte). Ich bin also auch noch mitten im Prozess erfahrung sammeln, aufnehmen und draus lernen. [8D][8D][;)]

Muuuuuhsikalische Grüsse aus der Schweiz!!!
Christian
http://www.wu-lee.ch.vu
 
A

Anonymous

Guest
hallo leute!

danke fuer eure antworten! also ich hatte dann bei meiner paula nicht unbedingt das beste sustain (obwohl ich auch gehoert hab, dass ein gutes sustain auch durch viel spielen kommt), ich kann nur sagen, dass meine 7ender strat bei einzelnen toenen ca. um ein viertel laenger schwingt als meine paula.

da ich aber meine paula umtauschen werde, hab ich ja noch eine zweite chance ;)

nochmals danke!
lg
geri [|)]
 
 
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