wie wichtig sind euch noten?


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hallo,
also, ich tue mich immer wieder schwer nach/mit noten zu spielen...bevor jetzt fragen kommen - ich kann noten lesen ;-) (spiele auch klavier/keyboard)
ich weiss net wie's euch geht, aber ich finds irgendwie "besser" ohne noten zu spielen, zwar so dass man weiss auf welchen harmonien das stück beruht, aber ansonsten "frei nach schnauze" - so weit wie möglich natürlich :lol:
ich finde das hat dann viel mehr mit musik machen zu tun als wenn man "nur" das abspielt was andere für einen notiert haben.
sicher, am anfang is das aus mangel an erfahrung nich wirklich möglich, aber irgendwann hat man halt (meiner meinung nach) so viel gespielt, dass man mehr oder weniger seinen eigenen stil gefunden hat - und ich finde den zu verbessern und vor allem auch beizuhalten ist doch wichtiger als genau so zu spielen wie's mal aufgeschrieben wurde - oder?
bin echt gespannt auf eure meinungen....
gruß
martin
 
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tylorXP":549fjcf8 schrieb:
hallo,
also, ich tue mich immer wieder schwer nach/mit noten zu spielen...bevor jetzt fragen kommen - ich kann noten lesen ;-) (spiele auch klavier/keyboard)
ich weiss net wie's euch geht, aber ich finds irgendwie "besser" ohne noten zu spielen, zwar so dass man weiss auf welchen harmonien das stück beruht, aber ansonsten "frei nach schnauze" - so weit wie möglich natürlich :lol:
ich finde das hat dann viel mehr mit musik machen zu tun als wenn man "nur" das abspielt was andere für einen notiert haben.
sicher, am anfang is das aus mangel an erfahrung nich wirklich möglich, aber irgendwann hat man halt (meiner meinung nach) so viel gespielt, dass man mehr oder weniger seinen eigenen stil gefunden hat - und ich finde den zu verbessern und vor allem auch beizuhalten ist doch wichtiger als genau so zu spielen wie's mal aufgeschrieben wurde - oder?
bin echt gespannt auf eure meinungen....
gruß
martin

Hallo,
ein schwieriges Themas. Allerding Wissen ist auch Macht...macht nix :roll:.
Meine Nachbarn sind beide Berufsmusiker die in Orchestern spielen (Staatstheater etc.). Denen fehlt völlig der Zugang zum Jazz oder Blues :roll:. Sie sagen sie könnten nicht improvisieren. Ich selbst kann nicht vom Blatt spielen. Brauch ich bei meiner bevorzugten Musi auch nicht. Wer spielt schon einen Blues von Blatt ab? Aber ein wenig Wissen über Theorie hilft oft weiter :-D. Wer beides kann ist wohl der Winner. Hätte ich die Wahl, würde ich meine jetztige Unwissenheit vorziehen. Man stelle sich einen Hendrix vor, der vom Blatt abspielt.

Gruß
Little Wing :cool:
 
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Ich spiele selbst gerne frei nach Schnauze, lege mir die Tonarten zurecht und improvisiere - angefangen habe ich auch mit Tabulatur, um meine ersten Gehversuche auf der Gitarre zu meistern.
Allerdings spiele ich besonders klassische Gitarre nach Noten, da dieses virtuose Zeug a lá Manuel M. Ponce oder John W. Duarte ganz einfach nur notiert sind.
Ein Freund von mir, der ebenfalls Berufsmusiker ist (Geiger) und logischerweise jeglichen Bezug zur Notation besitzt zählt in Sachen Improvisation, und ganz besonders im jazz und im Blues zu einem der größten Virtuosen - er kann sich ans Klavier setzen und Stundenlang Entertainment bringen, und zwar ganz ohne Noten.
Es kommt also meiner MEinung nach drauf an, welchen Bezug man zur Musik hat. Wenn einem das dynamische Grundverständnis fehlt, kann man so viele Noten auswendig lernen, wie man will.
Im klassischen Bereich jedoch kommt man auch ohne Noten nicht weit, weshalb ich sie (mittlerweile, das war nicht immer so) als unverzichtbar ansehe, da ich nichts davon halte, klassische Genie-Komponisten aus dem Netz als Tabulatur zu ziehen - das verliert irgendwo an Wert. Abgesehen macht es sich überall gut, Noten zu können (und zwar nicht nur lesen, sondern auch spielen). Ein Beispiel: Man soll zu einer Klavierstimme Akkorde begleiten, weil in einem besitmmten Teil das Klavier als Solostimme fungiert.
Woher soll man nun wissen, welche Akkorde man spielen muss, wenn man kein absolutes Gehör besitzt?
Fazit: Noten lesen UND Spielen zu lernen lohnt sich im Endeffekt doch!

lg,
AlF
 
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huhu

Ich berufe mich immer auf folgenden Satz, den ein weiser Musiker mal gesagt hat:

"Den gröbsten Fehler, den ein Musiker machen kann, ist Noten zu spielen anstatt Musik zu machen"

Zur Info:
Ich spiele auch Klavier, kann daher einigermaßen Noten lesen. Allerdings spiele ich lieber nach Gefühl, denn das ist meiner Meinung nach präzieser und interessanter als das alleinige vom Blatt spielen.
Mit der Gitarre kann ich keine einzige Note lesen. Dafür gibt es Tabs, welche so ungenau sind, dass man immer mit ein bisschen Gefühl spielen muss und nicht wie eine Maschine die Noten runternudelt.

viele grüße
chris
 
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Alf":3db4om5c schrieb:
Woher soll man nun wissen, welche Akkorde man spielen muss, wenn man kein absolutes Gehör besitzt?
lg,
AlF

Was hat ein "absolutes Gehör" mit NOTENLESEN zu tun ??

Also ich find es nicht unbedingt notwendig Noten lesen und spielen zu können , aber man sollte schon wissen was man da auf seiner Klampfe tut !! ;-) (Töne,Akkorde,Harmonien,Skalen,usw.)


G.NOMORE
 
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NOMORE":1o7xahhm schrieb:
Alf":1o7xahhm schrieb:
Woher soll man nun wissen, welche Akkorde man spielen muss, wenn man kein absolutes Gehör besitzt?
lg,
AlF

Was hat ein "absolutes Gehör" mit NOTENLESEN zu tun ??

Also ich find es nicht unbedingt notwendig Noten lesen und spielen zu können , aber man sollte schon wissen was man da auf seiner Klampfe tut !! ;-) (Töne,Akkorde,Harmonien,Skalen,usw.)


G.NOMORE

Wenn man ein Notenbild vor sich sieht und nun auf die Schnelle dazu Akkordbegleitungen spielen soll, dient es, Noten zu beherrschen.

Wenn man jedoch keine Noten lesen kann, jedoch ein absolutes oder sehr sehr geschultes Gehör besitzt, fällt es einem einfach, die TOnart zu bestimmen und den dazugehören Akkord (egal, in welcher Variante) zu spielen.

SO war das gemeint! :lol:
 
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Notenlesen und danach/damit spielen ist ein wichtiger Aspekt im Musikmachen.
Natürlich kann man auch ohne auskommen, aber es erleichtert die Vermittlung von Musik. Wer kann schon mit seiner Lieblingsband telefonieren und sich per mündlicher Überlieferung deren Musik beibringen lassen. Das Heraushöhren von Stücken ist wohl jedem Gitarristen ein Hilfsmittel, aber ich bin mir sicher, das jeder, ab einer grösseren Menge Musik anfängt sich wenigsten den Ablauf eines Stückes auftzuschreiben. - Das ist dann der Anfang von Notation.

Mir sträuben sich allerdings langsam die Nackenhaare wenn man hier immer wieder lesen muß, daß Notenlesen nichts mit Gefühl beim Spielen zu tun hat. Natürlich gehört dazu die Interpretation der notierten Musik.
Warum sitzen wohl tausende Musikwissenschaftler über original Handschriften von Komponisten und sind um eine möglichst genaue Abschrift bemüht.

Inspiration, Talent, Gehör etc sind alles Vorraussetzungen um Musik nicht einfach nur eine Anneinandereihung von Klängen sein zu lassen.
Noten zu beherrschen und umsetzten zu können ist eine Grundvorraussetzung um sich über Musik auszutauschen.
Versucht doch einmal Euren Bandmitstreitern zu erklären, daß in Eurer abgefahrenen Komposition ein Taktwechsel von 5/4 auf 7/8 stattfindet,
ohne Verwendung gebräuchlicher Notationsbegriffe.

ok... aber das musste ich mal loswerden
 
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Also ich glaube es handelt sich hier eigentlich um zwei verschiedene Fragen:

Das eine ist die Notation von Musik. Es mag sein, daß Tabulaturen zu lesen (?) leichter zu lernen ist; es ist aber definitiv ungenauer - bei der Standard-Notation (Noten) erkennt man sofort, was sich harmonisch abspielt, komplexe Musik (Rhythmik!!) ist viel übersichtlicher und gewisse Dinge (Dynamik) werden in Tabulaturen überhaupt nicht aufgenommen.

Eine andere Frage ist, ob man überhaupt notierte Musik braucht. Vor unser aller Zeit gab es schlicht und ergreifend keine andere Möglichkeit, weit entfernten Personen die eigene Musik zugänglich zu machen (oder diese auch nur für die Nachwelt zu konservieren).

Fortsetzung: Inzwischen geht dies natürlich (mit Hilfe Deines bevorzugten Tonträgermediums), nur ist das Heraushören von Nicht-Standard-Sachen (für viele) ziemlich zeitaufwändig.
Im Übrigen gab es immerschon Leute, die nicht wollten, daß ihre Musik notiert würde, so wie es auf immerschon klassische Komponisten gab, die Teile der jeweiligen Komposition für die Improvisation des Solisten freiließen (häufig mit "Kadenz" bezeichnet).
Was die persönliche Note :) des Instrumentalisten angeht, so ist es nach meiner Erfahrung viel schwieriger, ein notiertes Stück zu interpretieren, ihm Leben einzuhauchen.
Das ist eine hohe Kunstform,; ich empfehle zur Anschauung Pepe Romero, dessen Arbeiten (für meinen Geschmack) die Worte "Interpretation", "Individualität" oder "Persönlichkeit" viel mehr verdienen als viele Rockgrößen.

Zum Abschluß noch Folgendes: Ich bin mir völlig bewußt, daß viele Leute aus klassischer Musik etwas elitäres, knochentrockenes, und damit Sterbenslangweiliges machen. So sollte es gerade nicht sein. Genauso kenne ich viele Gitarristen, die immer dieselben (gleichfalls langweiligen) Pentatonik-Licks spielen und sich weiß Gott was auf ihre Individualität einbilden.
(Jeder Forumsteilnehmer ist ausdrücklich davon ausgenommen :!: )
Diese Ausführungen gelten außerdem eigentlich nur für bereits geformte Instrumentalisten und Künstler - zu denen ich jedenfalls nicht gehöre.
Für meine Begriffe ist aber das Notensystem das effektivste, um schnell unbekannte Dinge zu lernen (und bekannte festzuhalten), und man kann natürlich (ist ja subjektiv) zu einer völlig anderen Ansicht kommen. Nur finde ich es Schade (im Sinne einer verpassten Möglichkeit), wenn man es garnicht erst versucht.

Das alles sind meine persönlichen Überlegungen, die keinerlei Anfeindung gegenüber irgendjemanden enthalten (sollen) . Sollte sich irgendjemand dadurch angegriffen fühlen, so liegt es daran, daß ich meinen Standpunkt schlecht erklärt habe, und ich bitte hiermit um Entschuldigung.

Beste Grüße,
donlimpio
 
cook
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Das sehe ich völlig anders als Donlimpio. Meiner Meinung nach ist Tabulatur die einzig sinnvolle Methode, Gitarrenmusik zu notieren. Die Standard Notation kann einfach nicht genug Angaben liefern, um ein perfektes nachspielen zu ermöglichen. Das C2 findet sich auf einer Gitarre in Normalstimmung nicht weniger als fünf Mal. Und es wird ja wohl niemand bestreiten, dass es im ersten Bund der h-Saite anders klingt als im 15. Bund der A-Saite. Standard Noten können keinen Aufschluss darüber geben, welches C2 gemeint ist. Sie sind wie geschaffen für Instrumente wie das Klavier, das für jede Note genau eine Taste hat.

Auch die anderen Kritikpunkte kann ich nicht nachvollziehen. Wer sich auf seinem Griffbrett auskennt, kann auch aus Tabulaturen die harmonischen Strukturen eines Liedes herausfinden. Und was hält dich davon ab, über eine Tab Angaben wie ff oder rit zu schreiben? Dass man das so selten sieht, liegt wohl eher daran, dass Dynamik in der modernen Pop-Musik (im weiteren Sinne) kaum eine Rolle spielt.
 
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Hi,

ich geb cook da teilweise recht. Zwar bin ich der Ansicht das die Notation alle Angaben zur Verfügung stellen kann, allerdings wird es dann sehr unübersichtlich, was den Einsatz der Tabulatur Sinnvoller und effektiver macht.
 
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@cook: In den meisten Notationen wir eine (empfohlene) Lage durch römische Ziffern angegeben, sofern sie nicht offensichtlich ist.
 
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Hi,

Kompromißvorschlag:

in (großen Teilen) der klassischer Literatur machen Noten in der Regel mehr Sinn, in vorklassischer Zeit gabs ja auch schon ein Tabulatursystem (Laute etc)... und bei manchen Klamotten sind Tabulaturen mehr als hilfreich (Rock-Soli etc). Ich finde die heutigen Möglichkeiten klasse, mir mittels Software bei einer eingegebenen Tabulatur direkt die Noten anzeigen zu lassen. Das ist hilfreich für mich, da ich Noten nicht für die Gitarre gelernt habe, sondern für ein monophones Instrument. Vom Blatt zu spielen, würde mich an der Gitarre heillos überfordern...

Gruß
burke
 
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cook":1t3zaswr schrieb:
Das sehe ich völlig anders als Donlimpio. Meiner Meinung nach ist Tabulatur die einzig sinnvolle Methode, Gitarrenmusik zu notieren. Die Standard Notation kann einfach nicht genug Angaben liefern, um ein perfektes nachspielen zu ermöglichen. Das C2 findet sich auf einer Gitarre in Normalstimmung nicht weniger als fünf Mal. Und es wird ja wohl niemand bestreiten, dass es im ersten Bund der h-Saite anders klingt als im 15. Bund der A-Saite. Standard Noten können keinen Aufschluss darüber geben, welches C2 gemeint ist. Sie sind wie geschaffen für Instrumente wie das Klavier, das für jede Note genau eine Taste hat. ...

Dazu muss ich schnell mal Kritik loswerden. In der Gitarrennotation findet man aucsh eine Art "Hilsmittel", in dem gesagt wird, dass man das C beispielsweise in dem und dem Bund gespielt werden muss (es wird über die Notation mit einer römischen Zahl, in dem Beispiel mit XV gekennzeichnet)... Besonders im klassischen Bereich, in dem ausschließlich Noten benutzt werden, achtet man auf Dynamik und das Klangbild. Beispielsweise soll man eine Phrase spielen, die wiederholt wird, aber weicher klingen soll. Die Noten bleiben die gleichen, ABER, wie schon gesagt, wird die "Lage" mit einer solchen Hilfestellung gekennzeichnet.
Von daher ist die Notation der Tabulatur ja gar nicht so unähnlich...
lg,
AlF
 
A
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So, da gebe ich doch auch mal meinen Senf zu ab:

Ich kann nur jedem raten, wenn die Möglichkeit und vor allem Zeit vorhanden ist (ich richte mich da an die jüngeren Gitarristen (und Stundenten)): LERNT NOTEN LESEN.
So direkt für den herkömmlichen Rock/ Pop Gitarristen, der Standart Licks und Solos spielt ist es zunächst sicher nicht nötig (und Zeit- und Nervtötend), aber wenn ihr auf lange Sicht bei der Gitarre bleibt, so wird der Tag kommen, da Ihr neue Wege braucht, um Euch wirklich weiter zu entwickeln. Da könnte es passieren, dass ihr feststellt, dass Jazz zwar nicht eure Musik ist, aber Eure Musik stärker davon beeinflusst ist, als zunächst angenommen, oder ihr Eure Musik mit anleihen hieraus gut aufwerten könnt.
Oder Ihr bekommt die Chance, mit der Gitarre nebenbei ein wenig Geld zu verdienen, und Euch werden Jobs im Studio oder mit anderen Bands angeboten, und auf einmal liegen da Noten vor Euch...
Alles was man lernen kann macht euch besser, und ganz sicher verliert niemand sein "Feeling", oder gar die Fähigkeit zur Improvisation.
Und ich kann euch sagen: ich wäre froh, wenn ich da früher etwas mehr gemacht hätte.

Euer Pappa Kai
 
cook
cook
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Das steht ja alles außer Frage. Auch ich kann Noten lesen und gerade zum Austausch mit Nicht-Gitarristen ist diese Fähigkeit unerlässlich. Nichtsdestotrotz halte ich aus oben genannten Gründen die Tabulatur für die beste Art, Gitarrenmusik zu notieren.
 
JerryCan
JerryCan
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Da möchte ich das Thema doch auch noch ein wenig be-senf-tigen. Meiner Meinung nach ist das Nachspielen von geschriebener Musik gerade für Anfänger mit der Tabulatur etwas einfacher.

Aber es gibt nichts, was die Tabulatur kann, was die Notenschrift nicht auch kann. Zumindest gilt das auf jeden Fall für "richtige" Gitarrennoten. Wer's nicht glaubt, besorge sich einmal ein Exemplar der Guitar oder einer ähnlichen Zeitschrift. Dort finden sich rocktypische Figuren auch in der Notennotation (ich liebe dieses Wort). Wenn man aber als Gitarrist an das "Große Buch der Volksmusik für Akkordeon und Sackpfeife" gerät, ist man natürlich - zumindest als Anfänger - aufgeschmissen.

Das Problem, dass es die meisten Töne auf der Gitarre mehrfach gibt und diese dann auch noch verschieden klingen, haben Gitarristen mit vielen Millionen von Violinisten, Bratschisten, Cellisten, Kontrabassisten etc. gemeinsam. Aber die kommen seit Jahrhunderten mit Noten hervorragend klar - und das sogar mit der sogenannten Modernen Musik (Stockhausens Nachfahren). Tabulaturen auf bundlosen Instrumenten machen ja IMHO auch nicht viel Spaß.

Und wenn dann der Weise sagt:
"Den gröbsten Fehler, den ein Musiker machen kann, ist Noten zu spielen anstatt Musik zu machen",
dann hat er Recht. Aber das heißt wohl kaum "Leute spielt keine Noten, spielt lieber Tabulatur!" Es geht diesem Weisen wohl eher darum, dass man nicht mechanisch irgendwelche Notationen herunterrasselt, sondern dem gespielten seinen persönliche Ausdruck verleiht. Aber auch das funktioniert in der klassischen Musik hervorragend: Wenn ein Orchester dasselbe Stück zweimal spielt, mit jeweils anderen 1. Violinisten, kann man auch dort durchaus Unterschiede in der Musik feststellen.

Letztlich aber ist die klassische Notation wegen ihrer Kommunikationsfähigkeit mit Nichtgitarristen (und darum geht es mitunter in einer Band) der Tabulatur überlegen.

Und ganz zuletzt wird ja niemand gezwungen, komplett nach irgendwelchen Notationen zu spielen. Wer Musik macht, kann sich auch den Freiraum für Improvisation verschaffen.
 
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So auch mal mein Senf.
Ich war ja recht begeistert, als ich die ersten Tabs vor mir hatte und festgestellt hab, wie einfach das geht, die nachzuspielen.
Aber aus 10 Jahren Violinenerfahrung kann ich nur sagen, das ich noch kein Orchester/Bigband gesehen habe, bei der nach Tabs gespielt wird.
Als Individualist sind Tabs sicher hilfreich, aber auf lange Sicht machts auf jeden Fall Sinn, sich mal die "klassische" Notation anzuschauen.

Als Vorschlag zur Guete... spielen wir nicht alle nach ein bischen ueben hauptsaechlich aus dem Kopf? Und das sich hier dann ein eigener Stil einschleicht und etwas freier interpretiert wird, ist doch vollkommen normal und legitim oder wie seht ihr das?

P.S. Hier war vorhin mal von Pepe Romero die Rede...
Hat da wer Tabs/Noten von? Meine Suche war bisher von wenig Erfolg gezeichnet (MxTabs is irgendwie down :( )

Vielen Dank!
 
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Seh ich auch so. Am Anfang zocke ich ein Lied immer nach Noten und dann ,nachdem man es oft genung gespielt hat, kann man das so oder so ausm Kopf. Also das mühsame is nur das erstige Spielen nach Noten, wenn man vorher noch nie das Stück gehört hat, aber nachdem man den Rhytmus kennt geht alles wie von selbst also: Beides is der weg zum Ziel weil auf der Bühne von nem Blatt ablesen ohne fette Bühnenshow is nix und vorher richtig das Lied durch Noten oder durch anhören von schon vorhandenen Interpretationen lernen is auch gut ;)
 
A
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Hm. Interessante Diskussion...
Aber wenn ich da an einen meiner guten Kollegen denke: der kann weder Noten noch Tabs. Nix. Kann er gar nix mit anfangen.
Der hört bloß gut zu und kann dann den Song. So einfach ist das.
Ich, der ich mit Noten herum stümpere und ab uns zu auch mal in Tabs gucke, stehe da staunend neben und werde dann langsam neidisch. :shock:
 
A
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Hi!

Ich selbst kann nicht gut Notenlesen, geschweige denn danach spielen :)
Aber ich bin noch fest am üben!

Ich finde bei den Noten hat der ausführende Musiker mehr Freiheit,
dem Stück eine eigene Note zu geben.
( zB: fehlende Lagenbezeichnungen )
Die Tabulatur erscheint dagegen als steifes System.

Das macht das Spielen nach Noten zwar schwieriger, aber auch interessanter.

Zum Thema Orchestermusiker und Improvisation: Ich selbst
kenne einige Blasmusiker (ist bei uns populärer :) ) die sagen Sie könnten nicht improvisieren.
Diese haben aber nie improvisieren müssen, geschweige denn es gelernt.

Ich hoffe das dies nicht missverstanden wird :)

Gruss Andi
 
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Hallo,

ich finde diese Diskussion ein wenig zu breit gefächert.

Natürlich kann ich Sprechen ohne Lesen und Schreiben zu können, genauso kann ich Musik machen ohne die Notenschrift zu beherschen. Das eine schliesst das andere nicht aus, um aber mit anderen Musiker auch über den Bühnen oder Proberaumrand hinaus komunizieren zu können bedarf es einer einheitlichen Schrift und die ist nun mal seit mehreren Jahrhunderten die Notenschrift.

Das ich lesen kann heisst noch lange nicht das ich spannende Geschichten erzählen kann, genauso verhält es sich mit Noten schreiben und lesen. Es lässt sich wohl aber nicht anzweifeln, das durch Lesen und Schreiben die Möglichkeit seinen Wortschatz zu erweitern wesentlich vereinfacht wurde.

Gruss Tilmann
 
A
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Hallo Leute,

bei mir verhält es sich so, dass für mich früher der Musikunterricht der absolute "Scheiss" war, nur so ein Zeug kam da vor, wovon ich dachte das interessiert doch eh niemanden und wofür schon Noten lesen, is doch eh alles fürn...

Leider wusste ich damals nicht, dass ich mit 17 mal irgendwann anfangen würde, Gitarre zu lernen... mittlerweile spiele ich drei Jahre und muss sagen, dass es mich immer mehr stresst, von Noten und Musiktheorie keine Ahnung zu haben... :-(

Nils
 
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Wenn man etwas in Notation denken kann, erschliesst sich schnell der Sinn des Ganzen. Suche ich für ein Lied mal ne zweite Stimme lege ich in Gedanken einfach mal ne Note "obendrauf" (z.B. Terz). Oder ich suche zu einer Melodie mal schnell ein paar Akkorde. Hier fängt das System an wirklich sehr nützlich zu werden. Harmonielehre vorrausgesetzt.

Gruss
Pete
 
 

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