an die Mustanguser:Cream-Amp vs. Fender Mustang III

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an die Mustanguser:Cream-Amp vs. Fender Mustang III

Hallo zusammen,

als der Suche nach Ersatz für meinen Line6 AX2 war bisher der Fender Mustang in die sehr enge Wahl gekommen (Soundwunsch clean - crunch bei Zimmerlaustärke, sessiontauglich)

Kleine Röhrenamps wurden mir empfohlen, aber bei einem Youtube-Vergleich (so schwer man hier auch vergleichen kann!!) gefiel mir der Fender als Gesamtpaket immer noch besser.

Nun stieß ich auf die Amps der Marke Cream. Die Combos gibts auch mit ca. 12 Watt (oder noch weniger?). Sie klingen besser als alles was ich bisher hörte (mit meinen Ohren und meinem Geschmack).

Der Preisunterschied ist gewaltig. Meine Frage an die Mustanguser:

komme ich mit dem Fender in die Nähe des Creamsounds? Gibts irgendwo Hörbeispiele dazu? Auf den leicht auffindbaren Clips habe ich hierzu nix gefunden. Danke für Eure Hilfe

Aria
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RE: an die Mustanguser:Cream-Amp vs. Fender Mustang III

Also erst mal vornweg: Du kommst mit dem Mustang rein soundlich in viele Ecken, so auch in die des Cream Amps. Das ist ein 7 Tweed Sound und die klingen in dem Mustang bekanntlich sehr lecker. Das Spielgefühl eines Röhrenamps wirst du aber definitiv nicht haben, auch wenn es noch so ähnlich klingt. Diese Amps fühlen sich einfach anders an - das kann man nicht simulieren, ganz egal welches Gerät da vor dir steht.

Gerade für zuhause ist der Mustang ein toller Amp, weil er leise auch wirklich klasse klingt. Den Cream - egal welchen - musst du etwas aufdrehen bis er seine Stärke zeigt.
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RE: an die Mustanguser:Cream-Amp vs. Fender Mustang III

Moin Aria,

Ich kenne die Cream Amps sowie den Mustang (III) ganz gut. M.E. ist für Zimmerlautstärke der Mustang die bessere Wahl, weil Du die Tonregelung besser anpassen kannst. Gerade leise neigen Overdrive Sounds gerne zum Sägen, weil lautstärkebedingtes Volumen des Amps fehlt. Ich habe meinen Mustang bei Zimmerlautstärke immer so eingestellt bekommen, dass er wie eine gut aufgenommene Gitarre von einer CD über Hifi Anlage klang.

Der Cream braucht Lautstärke, um sich zu entfalten. Ihm einen leisen, vollen Sound abzugewinnen (wie oben beschrieben), ist so gut wie unmöglich.
Bei nicht zu lauten Sessions ist er dann allerdings voll in seinem Element, kann aber, wenn es sehr laut wird, auch schon mal an seine Grenzen stoßen.

Der Mustang (zumindest der III) ist bei jeder Sessionlautstärke in seinem Element.

Fazit: Der Mustang III ist der deutlich vielseitigere Combo mit sehr gutem Klang.
Der Cream braucht eine bestimmte Lautstärke (s.o.). Dort klingt er allerdings traumhaft und "besser" als der Mustang im Tweed Modus.

Mojo und Spielgefühl hat Maggy schon treffend beschrieben.

Es ist m.E. wie mit Getränken. Für täglich ist Apfelsaft ein leckeres und tolles Getränk. Für besondere Momente nimmt man dann einen guten Wein (obwohl auch hier Apfelsaft funktioniert).

Ich würde beide nehmen oder wenn ich mich entscheiden müsste, den Mustang. Er hat ja auch noch jede Menge gute Effekte an Bord, die beim Cream auch noch extra finanziell zu Buche schlagen.
 
Gruss, tommy
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RE: an die Mustanguser:Cream-Amp vs. Fender Mustang III

Moin moin,

ich muss mich nahtlos anschliessen: tommy und Magman haben das sehr schön auf den Punkt gebracht. Kurzform: +1.

Lieben Gruß und viel Spaß mit dem neuen Amp,

Batz.
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RE: an die Mustanguser:Cream-Amp vs. Fender Mustang III

Hallo aria,

kann mich nur anschließen, habe beide. Der TweedAmp braucht Power, um zu klingen, der Mustang macht alles
Solltest du mal in die Versuchung kommen, einen Tweed kaufen zu wollen, schau nicht auf die Marke. Es gibt genug NoName Tweeds mit dem identischen Innenleben auf dem Markt zum halben Preis. Der Amp ist bautechnisch so simpel aufgebaut, da muss man keine Tausende für ausgeben.

Grüße Ralf
Verschoben: 20.10.2014 Uhr von Schnuffi
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