An die Rechtsverdreher..zum Thema "Gage"

Monkeyinme
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Marcello":2gzr4zym schrieb:
Monkeyinme":2gzr4zym schrieb:
Ähemm, das wird durch jede Castingshow widerlegt.

Ach, die haben doch ihre ganz eigenen Knebelverträge! ich glaube daran, dass die ganze Musikbranche im Umbruch ist und die Zukunft denen gehört, die auch wirklich was auf´m Kasten haben.
Alle die was anderes behaupten, haben einfach keine Ahnung! Nenn mich naiv, aber wir werden sehen! Castingshows sind das, was sie sind! Bauer sucht Frau für Künstler. Das ist Fernsehen und das hat nunmal wenig mit der Realität zu tun. Ich sprach auch von Ehre. Da ist ein Castingshow ganz weit weg von.
Glaube mir, ich habe es mit eigenen Augen erlebt und ebenso auch die zugehörigen Verträge kurz in Augenschein genommen!

Jetzt oute doch endlich mal "Partner"... ;-)

Ach, den "Partner" wirste eh nicht kennen. Der "Veranstalter" ist jedoch einigermaßen prominent und das Verhalten erfüllt so ziemlich jede Klischee-Vorstellung! ^^

Moin,
OK, die Nennung von Personen war eher ein Scherz, das will ich nicht.

Aber du hast nach Ehre und Auftritt gefragt, und dank solcher Auswüchse wie Castingshows kommen ja sogar Warzen mit Haaren zu einem Auftritt, Voraussetzung sie können und wollen den Knebelvertrag unterschreiben. Ehre ist da nicht gefragt. Deswegen meine Antwort, und deswegen sollten wird diesen Diskussionsfaden auch wieder beenden.

Kuschelkurs halt... ;-)

Ciao
Monkeysidu
 
muelrich
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Hallo,

ich habe sowas auch mal erlebt. Mündliche Absprachen, an die sich der Veranstalter schon während des Aufbaus nicht mehr erinnern konnte.
Falsch: der Wirt ! Wir waren nämlich Veranstalter und haben auch die Gema abgedrückt. Der Wirt sollte den Saal stellen und freie Verpflegung. Das Essen war mies und an die freien getränke konnte er sich nicht mehr erinnern....

Fazit: nie mehr ohne Vertrag !

Gruß Uli
 
A
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Hake es als Erfahrung ab. Und wie schon mehrfach irgendwo erwähnt: Niemals ohne Vertrag. Notfalls mach ne Art "Sub-Vertrag" mit demjenigen der die verhandlungen mit dem Veranstalter führt oder so.Wie auch immer so eine Bandsituation sich darstellt.
Meine ganz persönliche, subjektive Erfahrung ist, das es immer mehr "Möchtegern-Veranstalter" gibt, die zu bestimmten Anlässen mal nen schnellen Euro machen wollen, noch nie was gehört haben von Abgaben an KSK, Gema, von Versicherungen etc. Die sich immer auf den im Internet oder der Gesellschaft wabernden "Scheisshausparolen" ausruhen ohne wirklich was zu wissen. Im Regelfall fällt diesen Leuten erst nach ner Gerichtsverhandlung die Kinnlade herunter.Wenn es denn dazu kommt, was eher selten ist, weil viel zu geringer Streitwert.

Castingshows? Das Fernsehen ist irgendwie nen Spiegelbild unsere Geselllschaft. oder mit anderen Worten: Jeder bekommt was er verdient. Gerade mitbekommen, das die Braut , die sich bei Bohlen/DSDS die Titten blank gemacht hat aus Wolfsburg kommt. :shock: Gott....Fremdschämen ist angesagt. Ich versinke in Schmach. :oops:
 
muelrich
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Luc":2xr0bmz0 schrieb:
....Fremdschämen ist angesagt.

macht nix. Aus meiner Stadt hat sich mal ne Familie bei Frauentausch zum Brot gemacht. Aber aufs allerfeinste, äh ...übelste.

Wieso Fremdschämen? Du bist Du und ich bin ich. Schämen tu ich mich höchstens für Dinge, die ich verbockt habe.
 
E
erniecaster
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Hallo!

Zu schriftlichen Verträgen habe ich ja überhaupt keine Lust und nehme dabei das Risiko in Kauf, um meine Gage, Essen und Getränke geprellt zu werden - was mir bislang noch nicht passiert ist. Jetzt werde ich doch langsam stutzig.

Ein Szenario: Wir bauen auf. Die Bühne ist halb so groß wie zugesichert, einen eigenen Raum für Garderobe etc. gibt es nicht. An die Vereinbarung, dass es etwas zu essen gibt, erinnert sich der Veranstalter nicht und der Wirt macht "Striche auf den Deckel". Beim Soundcheck bemängelt der Veranstalter die Lautstärke und überreicht eine Setlist, die er gespielt haben will.

Der späteste Zeitpunkt, um "fuck you" zu sagen, seinen Kram zu packen und zu verschwinden.

Ich habe kein Problem damit, dass dann abzuhaken und auf den Fahrtkosten sitzen zu bleiben - ich will aber nicht darüber hinaus draufzahlen.

Frage: Ließen sich Schadensersatzkosten seitens des Veranstalters konstruieren und sollte ich aus diesem Grund bereits einen schriftlichen Vertrag schließen?

Gruß

e.
 
ollie
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Diejenige Person, die den Auftritt ausgemacht hat, wird wahrscheinlich auch die gekürzte Gage angenommen haben. Die hat damit den mündlichen Vertrag im Auftrag beider erledigt. Offensichtlich war sie mit der Berechtigung der Kürzung einverstanden und von der Eigenlseitung nicht allzu angetan.
"Der Kas ist damit gegessen"...(sagt man in Bayern)

Ob rechtens oder nicht - wer Wert auf Recht legt, schließe einen Vertrag. Wer nicht, der braucht nachher nicht auf juristische Expertisen hoffen. Das ist für mich absolut inkonsequent.

Sobald jemand die Gage annimmt, handelt er stellvertretend für alle und die Sache ist abgeschlossen. Der Dritte müsste in diesem Fall seinen Partner mitverklagen, wenn er damit nicht einverstanden wäre.

Ist jetzt nicht provokont gemeint, nur ehrlich ;-)

lg
oli
 
Monkeyinme
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ollie":1cenxyhg schrieb:
...
Sobald jemand die Gage annimmt, handelt er stellvertretend für alle und die Sache ist abgeschlossen. Der Dritte müsste in diesem Fall seinen Partner mitverklagen, wenn er damit nicht einverstanden wäre.
...

Das kommt drauf an. Im semi-professionellen oder professionellen Bereich macht der Bandleader einen Vertrag mit einem Veranstalter, und weitere Verträge mit den einzelnen Musikern. Die darin verhandelten Gagen sind durchaus unterschiedlich, sprich nicht jeder bekommt zwangsläufig den gleichen Anteil. Sollte das der Fall gewesen sein, kann Musiker bei Bandleader die volle Gage einfordern, es ist nicht relevant was Bandleader für Absprachen getroffen hat.

Wenn alle Beteiligten gleichberechtigt waren, das hat Schnabel ja schon ausgeführt, müßen nicht alle einverstanden sein auch wenn einer die Minderung annimmt.

Ciao
Monkey
 
A
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erniecaster":vl9t8i4i schrieb:
Frage: Ließen sich Schadensersatzkosten seitens des Veranstalters konstruieren und sollte ich aus diesem Grund bereits einen schriftlichen Vertrag schließen?

Gruß

e.

Prinzipiell ja, denn hier existiert ein mündlicher Vertrag und der Wirt ist grundsätzlich bereit ihn zu erfüllen, du aber nicht!

Ich würde mir das ja überlegen, ob du das zukünftig nicht änderst. Wenn du so eine Elefantenhaut hast , ist das "ok", mich würde soetwas sehr ankotzen.

Einen Vertrag zu schließen ist grundsätzlich nix schlimmes. Das tust du ja bereits, wenn du beim Einkauf zum Joghurtbecher im Regal greifst! Ausserdem unterstreicht es für beide Seiten die "Ernsthaftigkeit" der Vereinbarung. Und wie gesagt: Hinterher kann man sich immer noch entgegenkommen, soweit das einigermaßen ertragbar ist. Bei der Sache mit dem Wirt, wärst du erstmal grundsätzlich aus dem Schneider gewesen und hättest theoretisch die Möglichkeit gehabt, an deine Gage zu kommen.

Vorlagen zu Verträgen finden sich im Netz und in jeder 3. Band findet sich ein Anwalt, der da mal noch einen prüfenden Blick drüber werfen kann! Das ist kaum Arbeit!

Der Wirt, von dem du schreibst, hätte den korrekten Vertrag wahrscheinlich nicht akzeptiert! Und das meine ich eben: Dann brauchste da garnicht hinfahren, weil du bist eh der "Arsch" in seinen Augen!
 
A
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Monkeyinme":e6g7o45f schrieb:
Wenn alle Beteiligten gleichberechtigt waren, das hat Schnabel ja schon ausgeführt, müßen nicht alle einverstanden sein auch wenn einer die Minderung annimmt.

Ciao
Monkey

Schnabel hat´s, glaube ich , schon erwähnt, oder wer es war! Eine Band nimmt automatisch die rechtliche Position einer GbR ein in der alle Mitglieder gleichberechtigt sind. Es sei denn, Verträge regeln klar, wem die GbR gehört und wer jeweils von der GbR engagiert wird!

Wenn es einigermaßen ernst ist, mit Auftritten und Gagen, ist es sinnvoll darüber mal zu reden. Allein um so Dinge zu klären, wer für die Absprachen verantwortlich ist und wie Rechnungen gestellt werden. Wer wann wo zu sein hat, an welchem Tag und wozu er sich verpflichtet! klar! Das törnt den Musiker in uns voll ab, ist aber eigentlich nie verkehrt! Und hier geht es eben nicht um Mißtrauen, sondern darum die Verhältnisse zueinander zu regeln im Fall des Falles!

Bei meinem Beispiel ist es so, dass es eine 50-50 Vereinbarung zwischen den Beiden gab, wobei ich immer noch im Dunkeln tappe, wie es dazu kam! Mein Kollege hat den Partner eigentlich engagieren wollen und alles andere mit dem Veranstalter selbst augeheckt. Es war eigentlich sein Ding. Leider hat er das nie klar gemacht und eben Einlassungen unternommen, die diese klaren Stellungen verwischen.
Da zahlt er gerade kräftig Lehrgeld, aber so ist der auch! Kenn ich ganz gut von dem ! ;-)
 
A
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muelrich":1zn40vhv schrieb:
Wieso Fremdschämen? Du bist Du und ich bin ich. Schämen tu ich mich höchstens für Dinge, die ich verbockt habe.

Und hier ist auch nochmal ins Detail zu gehen, ob man sich für jeden Bockmist, auch den eigenen, eigentlich schämen sollte! ;-)
 
ollie
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Monkeyinme":35q48rsw schrieb:
ollie":35q48rsw schrieb:
...
Sobald jemand die Gage annimmt, handelt er stellvertretend für alle und die Sache ist abgeschlossen. Der Dritte müsste in diesem Fall seinen Partner mitverklagen, wenn er damit nicht einverstanden wäre.
...

Das kommt drauf an. Im semi-professionellen oder professionellen Bereich macht der Bandleader einen Vertrag mit einem Veranstalter, und weitere Verträge mit den einzelnen Musikern. Die darin verhandelten Gagen sind durchaus unterschiedlich, Ciao
Monkey

das ist mir durchaus geläufg.
Meine Aussage bezog sich auf die genannte Konstellation (Spielen ohne Vertrag unter gleichberechtigten GbR Mitglliedern) und nicht darauf, wie es im (semi)professionellen Bereich sonst üblich ist und da ist es so, wenn einer handelt und annimmt macht er das rechtsverbindlich für andere mit, da in einer GbR alle Teilnehmer gleichberechtigt sind.

Das von dir genannte Verfahren hat ja vor allem Auswirkungen hinsichtlich steuerrechtlicher Bewertung, wenn einer die "Band" als Unternehmen führt und versteuert und die Musiker quasi Angestellte sind mit Festgagen und nur ihr Einkommen versteuern....
Macht Sinn - ist aber anderes Thema (auch für die Beurteilung Scheinselbstständigkeit ;-) wenn es nur 1 Arbeitgeber ist ).
 
Monkeyinme
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ollie":726c4d3j schrieb:
Monkeyinme":726c4d3j schrieb:
ollie":726c4d3j schrieb:
...
Sobald jemand die Gage annimmt, handelt er stellvertretend für alle und die Sache ist abgeschlossen. Der Dritte müsste in diesem Fall seinen Partner mitverklagen, wenn er damit nicht einverstanden wäre.
...

Das kommt drauf an. Im semi-professionellen oder professionellen Bereich macht der Bandleader einen Vertrag mit einem Veranstalter, und weitere Verträge mit den einzelnen Musikern. Die darin verhandelten Gagen sind durchaus unterschiedlich, Ciao
Monkey

das ist mir durchaus geläufg.
Meine Aussage bezog sich auf die genannte Konstellation (Spielen ohne Vertrag unter gleichberechtigten GbR Mitglliedern) und nicht darauf, wie es im (semi)professionellen Bereich sonst üblich ist und da ist es so, wenn einer handelt und annimmt macht er das rechtsverbindlich für andere mit, da in einer GbR alle Teilnehmer gleichberechtigt sind.

Das von dir genannte Verfahren hat ja vor allem Auswirkungen hinsichtlich steuerrechtlicher Bewertung, wenn einer die "Band" als Unternehmen führt und versteuert und die Musiker quasi Angestellte sind mit Festgagen und nur ihr Einkommen versteuern....
Macht Sinn - ist aber anderes Thema (auch für die Beurteilung Scheinselbstständigkeit ;-) wenn es nur 1 Arbeitgeber ist ).

Moin,

macht denn der mündliche Vertrag die beteiligten Gruppen automatisch zu einer GbR mit gleichberechtigten Mitgliedern? Nach meinem Verständnis nicht, es könnten ja auch mehrere mündliche Verträge zwischen den verschiedenen Teilnehmern existieren. Oder? Was meinen rechtliche Fachleute dazu? Ich bin ja nur Laie mit gefährlichem Halbwissen... ;-)

Wie hat unser Wirtschaftsrechtdozent mal so schön formuliert: "Wenn sie einen mündlichen Vertrag abschließen, ist das BGB die rechtliche Grundlage und der Vertrag ist genauso rechtsgültig wie der schriftliche. Tun sie sich und ihrem Vertragspartner einen Gefallen, und schließen sie keine mündlichen Verträge ab. Niemals."
Hintergrund waren Beweisbarkeit von Absprachen und Details, vor allem wenn es keine (unabhängigen) Zeugen geben sollte, was meistens der Fall ist. Zudem können vertragliche Absprachen getroffen werden, die im BGB anders gelöst sind. Damit meine ich jetzt keine strafrechtlich relevanten Geschichten, sondern ganz einfache Dinge wie: Cateringdefinition, Bühnenaustattung, Rücktrittsklauseln, Freiheit des künstlerischen Vortrags usw. Kann man alles mündlich ausmachen, ist aber schwerer durchzusetzen im Falle eines Falles.

Wenn alles glatt läuft wie von beiden Seiten vereinbart, ist das natürlich die schönere Situation. Egal ob schriftlich oder nicht.

Die steuerliche Situation hatte ich eigentlich garnicht im Sinn. Das ist Sache der jeweiligen Parteien.

Ciao
Monkey
 
kiroy
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Hi,
Ihr werft da ein paar Sachen durcheinander. Eine Band ist nicht automatisch eine GbR. Das trifft nur in den meisten Fällen bei einer Amateurband zu. Die von Monkey gebrachte Variante (ein Profi macht die Gigs aus und schließt Verträge mit den anderen Musikern), hat eine andere Rechtsform (Einzelunternehmer bis GmbH, fast alles möglich). Das tut aber für das eigentliche Problem nichts zur Sache.

Schnabel hat's schon geschrieben: Recht haben ist das Eine, Recht bekommen ist etwas ganz anderes.
Oder: Vor Gericht und auf hoher See sind alle in Gottes Hand. ;-)

Ich habe in den 25 Jahren meiner Semi-Profi-Zeit NUR(!) mit schriftlichem Vertrag gespielt. Deshalb gab es (fast!) keine Probleme. Ich habe allerdings das Wort "Vertrag" selten ausdrücklich erwähnt, um den Veranstalter nicht zu schocken. Wenn ein Gig ausgemacht war, habe ich nur gesagt: "Ok, dann schicke ich Ihnen eine kurze Bestätigung, zweifach, mit dem, was wir vereinbart haben und sie schicken mir ein Exemplar unterschrieben wieder zurück, dann weiß jeder, wo er dran ist und es wird nichts vergessen." Die allermeisten waren froh und dankbar dafür.

Man darf allerdings nicht glauben, dass die Veranstalter auch lesen, was sie da unterschreiben! :shock: Und man muss in vielen Fällen eben etwas nachsichtig sein. Wir hatten in unseren "Vertragsbestätigungen" mehrere Punkte "zum Gelingen der Veranstaltung". Unter anderem die Stromversorgung, die Größe der Bühne, Umkleideräume, Essen, Trinken, Spielzeiten usw. Das hat in den seltensten Fällen wirklich funktioniert. ;-)
Die Bühne war oft zu klein, Umkleideräume wurden "vergessen", an die vereinbarten Spielzeiten wurd nicht mehr gedacht... Gerne wurde auch "vergessen", dass Barzahlung am Ende der Veranstaltung ausgemacht war und ich musste oft dem Geld hinterherrennen. Trotzdem haben wir beim Gig nicht auf jeden Punkt im Vertrag bestanden, sondern versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Wir wollten schließlich eine gute Show abliefern und wieder gebucht werden und das wäre mit Zoff und einem Miesepeter-Gesicht nicht gelungen.

Es muss ja nicht ein mehrseitiger Vertrag mit allen Eventualitäten sein. Für eine Amateurband reicht ja vielleicht auch:
"XY-Band spielt am... von... bis... Pausen... Gage... Verpflegung... Unterschrift..."

Im Übrigen: wenn nichts explizit vereinbart ist, gilt "das Übliche" als vereinbart.

Noch zu dem, was Marcello am Anfang geschrieben hat:
1. Wer von der Bühne geht und dem Veranstalter sagt, "ich mach' jetzt 'ne Zigarettenpause" anstatt zu sagen "wir machen jetzt die mit Herrn Angestellter ausgemachte 24-Uhr-Unterbrechung", braucht sich nicht wundern, wenn der Veranstalter ausflippt. Dem gehört's nicht anders!
Abgesehen davon, dass wir immer bis Punkt 23:59:45 Uhr gespielt, dann abgebrochen und erst einmal allen Anwesenden ein gutes Neues Jahr usw. gewünscht haben, bevor wir uns für ein paar Minuten diskret zurückzogen.
2. Wer sich durch Umdisposition so aus dem Konzept bringen lässt, dass er seine Technik nicht mehr im Griff hat und nachher offenbar seine Leistung nicht mehr erbringen kann, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn der Veranstalter wegen Schlechtleistung die Gage kürzt.

Marcellos Kollege sollte das Ganze unter "Erfahrungen, die man auch mal machen muss" ablegen und vergessen. Wenn sich der zweite Kollege mit einer Teil-gage zufrieden gibt, umso besser. ich hätte da ein schlechtes Gewissen und würde ihm trotz allem seinen vollen Anteil auszahlen. Darauf hätte er unter Umständen sogar einen Anspruch (Stichwort Dienstvertrag?).
 
Monkeyinme
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kiroy":26i71ule schrieb:
Hi,
Ihr werft da ein paar Sachen durcheinander. Eine Band ist nicht automatisch eine GbR. Das trifft nur in den meisten Fällen bei einer Amateurband zu. Die von Monkey gebrachte Variante (ein Profi macht die Gigs aus und schließt Verträge mit den anderen Musikern), hat eine andere Rechtsform (Einzelunternehmer bis GmbH, fast alles möglich). Das tut aber für das eigentliche Problem nichts zur Sache.
....

Hi kiroy,

die Gruppe wird schon zur GbR, wenn keine andere Form dahinter steht. Aber wer die Gruppe ist, das kann im Einzelfall unterschiedlich sein, zb wenn ein Musiker den Gig ausmacht, und weitere Musiker dafür anheuert. Das muß garnicht mal nur im professionellen Bereich sein, vorstellbar ist das auch bei Amateuren. Nur nicht so weit verbreitet...
Aber stimmt. Eigentlich tut es nichts zur Sache... ;-)


Ciao
Monkey
 
kiroy
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Jau Monkey,
das habe ich ja auch damit sagen wollen.
Sorry, wenn es anders ankam.
;-)
 
ollie
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Monkeyinme":pg1pikey schrieb:
Moin,

macht denn der mündliche Vertrag die beteiligten Gruppen automatisch zu einer GbR mit gleichberechtigten Mitgliedern? Ciao
Monkey

Wir hatten jahrelang einen Juristen in der Band und von dem glaub ich noch zu wissen, dass die Band als Gemeinschaft, welche einer gemeinsamen Aufgabe mit Gewinnabsicht nachgeht (wobei das Wort jetzt nicht überzubewerten ist), geschlossen als GbR gilt.

Und wenn diese GbR Verträge mit anderen abschließt, egal ob schriftlich oder mündlich, gilt das gegen jedes der Mitglieder der GbR. Es muss dabei nicht immer jeder unterschreiben, sondern die verhandelnde Person gilt als Vertreter für alle. Solange die GbR unter sich keine gesonderten Regelungen trifft, haftet jeder gesamtschuldnerisch.

Insofern wird umgekehrt ein Schuh daraus....in der GbR ist jeder gleichberechtigt, solange intern nichts Abweichendes geregelt ist.
 
E
erniecaster
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Hallo!

Problematisch ist, dass hier schon wieder Nichtjuristen (ich schließe mich ein) mit Aussagen um die Ecke kommen, von denen man nicht weiß, ob sie stimmen.

Allerdings haben ja auch drei Juristen vier Ansichten...

Gruß

e.
 
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erniecaster":oy2r9lw1 schrieb:
Hallo!

Problematisch ist, dass hier schon wieder Nichtjuristen (ich schließe mich ein) mit Aussagen um die Ecke kommen, von denen man nicht weiß, ob sie stimmen.

Allerdings haben ja auch drei Juristen vier Ansichten...

Gruß

e.

Ja, halten wir besser fest, dass die ersten 1,5 Seiten inhaltlich ok sind und es dann etwas zerfahren wird.

@Kilroy:
Deine Aussage, vielmehr dein Fazit am Ende, macht mich etwas ärgerlich!
Da erzählst du, dass du Verträge machst, die aber nicht so nennst und dann damit zu kämpfen hast, dass Gigs nie so laufen , wie das ursprünglich mal geplant war.

Dann hast du a) entweder nicht richtig gelesen oder b) nicht richtig verstanden und lässt trotzdem eine relativ "großkotzige" Meinung raus, obwohl du selbst vorher selbst eindrücklich dargelegt hast, dass du keine Ahnung hast. (Deine Einlassung zur Rechtsform der Band teile ich aber)

Das mein Kollege hier Lehrgeld zahlt ist offensichtlich. Ebenso, dass er das aus rechtlicher Sicht wohl besser hinnimmt. Ob das aber tatsächlich gerecht ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das man sich vor solchen Erfahrungen schützen sollte auch. Aber bitte nicht mit Verträgen, die man nicht Verträge nennt! Auf keinen Fall! Das ist die Gelegenheit um "abzunicken" und dann doch nichts zu machen!

Ganz ehrlich, wenn ich so eine Unsinn lese, spannt sich bei mir augenblicklich die Nackenmuskulatur ...deswegen bin ich ab jetzt hier raus!
 
frank
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Marcello":1phtvsda schrieb:
@Kilroy:
Deine Aussage, vielmehr dein Fazit am Ende, macht mich etwas ärgerlich!
Da erzählst du, dass du Verträge machst, die aber nicht so nennst und dann damit zu kämpfen hast, dass Gigs nie so laufen , wie das ursprünglich mal geplant war.
...
Ganz ehrlich, wenn ich so eine Unsinn lese, spannt sich bei mir augenblicklich die Nackenmuskulatur ...deswegen bin ich ab jetzt hier raus!

Marcie,

kann das sein, dass Du Kilroy falsch verstanden hast?

Er nennt die Verträge deshalb nicht Verträge, weil sie z.B. Vorbehalte/Ängste pp. bei seinem kommenden Vertragspartner auslösen können. Dergleichen will er vermeiden.

Mir gefällt das. Man könnte statt Vertrag auch Vereinbarung sagen. In rechtlicher Hinsicht ist das ohne Unterschied.
In zwischenmenschlicher Hinsicht ist es eine freundlich-verbindliche Wortwahl.

Und in diesem Sinn möchte Kilroy auch fortfolgend verstanden werden. Es gibt halt doch immer wieder Veranstalter, die vom Vertrag abweichen. Und dann besteht Kilroy nicht auf komplette Vertragserfüllung, sondern lässt nach, soweit es für ihn vertretbar ist.
Gefällt mir auch, diese Art der "außergerichtlichen" Einigung.
Denn: Keiner von beiden verliert Gesicht.
Und: Man kann künftig mit gutem Gewissen weitere gemeinsame Geschäfte machen.
Ergo: Beide Vertragspartner ziehen aus solchem Verhalten einen Vorteil.
 

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