Bendings üben


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erniecaster
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Hallo!

Am WE habe ich wieder mal geübt und dabei keimte in mir eine Frage auf.

Es geht um Bendings und zwar um zielgerichtete Bendings. Je nach Gitarre und Besaitung fühlt sich die Saitenspannung ja etwas anders an (oder ist sie es sogar?).

Wenn ich jetzt so lange übe, dass ich ganz problemlos z.B. bei einer Gitarre mit 11er-Saiten und Fendermensur auf den richtigen Ton benden, besser sogar pre-benden kann, bin ich dann nicht bei einer Gitarre mit Gibson-Mensur und 10er-Saiten (evtl. sogar in Eb-Tuning) verraten und verkauft?

Derzeit spiele ich zwei E-Gitarren, auf der Akustischen bende ich deutlich weniger. Wie macht ihr das mit einem ganzen Stall voll E-Gitarren?

Gruß

erniecaster
 
A
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üben mit einem Tuner
ideal wäre, wenn Du "nicht nur Gitarrist" bist, zb Sänger/Blasinstrument.. wo iintonieren das Um und Auf ist/wäre
 
A
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Hmm ich hab die Erfahrung gemacht, dass nebend er Saitenstärke auch ne Klampfe mit Vibrato sich ein wenig anders verhält, als mit fester Brücke, aber die Umstellung von 9er auf 10er oder 10er auf 11er Saiten finde ich eigentlich recht unproblematisch.

Natürlich sind da feine Unterschiede, man braucht bei den dickeren Saiten ein wenig mehr Kraft dahinter usw. aber die Unterschiede sind normalerweise nicht so gravierend, als dass man sich als sicherer bender nicht sehr schnell darauf einstellen könnte.

Schwieriger wirds sicherlich wenn man nur 9er-Sätze gewohnt ist und dann meint direkt auf 11er oder 12er-Sätze switchen zu müssen.

Meine RG mit Doublelocking-System hat beispielsweise 9er Saiten drauf und dadurch, dass das Tremolo durch den stärkeren Saitenzug durch das Bending ein wenig nachgibt, muss man die Saite eben ein stückweit weiter ziehen. Meine Gilbert hat ne fixe Brücke und 10er Saiten drauf, der Saitenzug ist hier eidneutig höher aufgrund der dickeren Saiten, die Bendings sind weniger weit zu ziehen, aber dafür kraftaufwändiger, dennoch istd er Unterschied recht gering.

Habe jetzt zwar noch keinen Vergleich mit Les Paul gegen Srat oder ähnliches gemacht, aber denke, dass sieht da ganz ähnlich aus.
 
A
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Ich spiele normalerweise .11er Sätze auf Gibson & Fendermensuren, früher auch mal .12er. Wenn ich mal in einen Muskladen gehe, um ein paar Klampfen auszuprobieren, habe ich auch immer das Problem, Bendings zu treffen. Mit Chords das Gleiche. Es klingt oft immer noch schlechter, als ich ohnehin spielen kann ;-)
 
A
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wiesi schrieb:
üben mit einem Tuner

Das halte ich bei vielen typischen Blues-Bendings nicht für ne gute Idee, da klingen Bendings auf den Punkt (bzw auf den exakten halben oder ganzen Ton) oft nicht gut. Das geht doch besser mit Gehör und Gefühl.
 
Dr.Dulle
Dr.Dulle
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wiesi schrieb:
üben mit einem Tuner
ideal wäre, wenn Du "nicht nur Gitarrist" bist, zb Sänger/Blasinstrument.. wo iintonieren das Um und Auf ist/wäre

Ja seine Ohren zum intonieren zu benutzen wie ein
Sänger/Bläser ist hier das A und O.

Das mit einem Tuner zu üben scheint mir aber äh ..... suboptimal
wenn nicht sogar kontraproduktiv zu sein. Schliesslich
müssen hier auch die Ohren "geübt" / trainiert werden.

Das muss eben solange geübt werden, bis es in verschiedenen
Situationen mit verschiedenen Gitarren einfach sitzt.
Verraten und verkauft wärst du mMn nur wenn du das immer nur
auf der gleichen Gitarre übst.


Gruß
 
A
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Der Zielton liegt doch nur 1, 2, 3 Bünde höher.
Kurz angespielt und dann nach Gehör benden.

Mit den verschiedenen Gitarren ist es wie mit Menschen: Wenn man sich eine Weile kennt, weiss man wie man mit denen reden kann/soll/darf. ;-)

Gruß,
 
A
Anonymous
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wiesi schrieb:
üben mit einem Tuner

Also ich möchte nun ja nicht pingelig sein, aber so ein Stimmgerät ist für soetwas das Schlimmste was man machen kann...

Ne große Terz ist ja z.B. nicht gleich ne große Terz, die wird je nach Stufe innerhlab der Tonart anders intoniert, so ist die reine Quinte in beispielsweise C-Dur vom C zum G anders intoniert als vom D zum A, man muss ja nicht wenn man nicht gezwungen ist in der wohltemperierten Stimmung des Klavieres spielen, sondern kann dann mal "Richtig" intoniert spielen. ;), und das ist nunmal mit Stimmgerät recht schwierig, also müssen da die Ohren ran...
 
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segerc
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Genaues benden finde ich schon wichtig - auch und gerade im Blues, und ganz wichtig wenn man mit anderen Instrumanten spielt, zB im Bandkontext.

Mir hat dabei Folgendes geholfen:
- zu Beginn mit rel. dünnen Saiten üben, zB. 10er
- mit den hohen Saiten beginnen
- im Bereich des 10....15. Bundes üben, geht besser (nicht in den ersten 3 Bünden)
- Bends stets mit mehreren Fingern ausführen
- jeden Bend mit der ungebendeten, jedoch um 1 oder 2 Bünde höher gegriffenen Saite vergleichen, also
1. h-Saite, 10. Bund um 2 Halbtöne hochbenden
2. sofortige Kontrolle mit h-Saite, 12. Bund
3. und das Ganze wieder von vorne

Vielleicht helfen Dir meine Tipps

Grüsse

Christoph
 
groby
groby
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Ich spiele einfache Melodien (Amazing Grace, Memories, Zappas Black Page, was halt so einfällt) und zwinge mich dort extrem viele Bendings (normal und pre-) einzubauen deren falsche Intonation aufgrund der einfachen Melodie sofort auffallen.

Das ist recht banal aber damit norde ich mich bei Gitarrenwechsel auf neue Gegebenheiten ein und versuche mich auf die veränderten Umstände motorisch einzustellen.

Das ist die Antwort die ich geben würde auf das von dem ich denke dass es die Frage war "Wie stelle ich mich um?". Aktuell scheint das Thema zu lauten "Wie übe ich Bendings?" War nicht gemeint, oder?
 
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Guest
erniecaster schrieb:
Hallo!
... Wenn ich jetzt so lange übe, dass ich ganz problemlos z.B. bei einer Gitarre mit 11er-Saiten und Fendermensur auf den richtigen Ton benden, besser sogar pre-benden kann, bin ich dann nicht bei einer Gitarre mit Gibson-Mensur und 10er-Saiten (evtl. sogar in Eb-Tuning) verraten und verkauft?
...
Ja, auf jeden Fall!
Umgekehrt wäre es passender: auf die Gibson-Mensur eine Stärke dicker als auf die Fender-Mensur.
Ich spiele auf der Strat 9er und auf der Les Paul 10er Saiten.
Für mein Gefühl entspricht sich das so ziemlich und damit komme ich bestens klar.
Und auf der Akustik-Klampfe wird geschrammelt und nix gebendet...:)
 
frank
frank
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Ich habe 3 Gitarren mit unterschiedlichen Mensuren, nur die Saitenstärke ist gleich. Ergo hatte ich auch das von Dir geschilderte "Problem".

Es bleibt nur eins, Ernie, Bendings üben, bis das Gehör geschult ist. Und dann klappt's auch mit unterschiedlichen Mensuren.

Einen Tuner würde ich als Übungshilfe auch ablehnen. Besser ist's, wenn der Zielton vorgespielt wird, z.B. durch einen Slide, damit man die Tonhöhe im Ohr hat. Und dann wird das Slide durch ein Bending ersetzt. Irgendwann sitzt dann das Bending.

Ansonsten: Bendings mit 11er Saiten? Respekt!
 
E
erniecaster
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Hallo!

Offensichtlich war in meinem Ursprungsposting ein Fragezeichen zuviel und damit die Frage an sich unklar.

Zielgenaues Benden per Ohr ist schön und einigermaßen unproblematisch. Was aber bei Pre-Bends? Da muss "taub" gebendet UND der Ton getroffen werden. Mit Gehörbildung ist da nichts - wer hier gebildet wird, sind eigentlich eher die Hornhaut, Sehnen und Muskeln. Das kann man auf verschiedene Weisen üben, über die man sicherlich diskutieren kann (was aber nicht meine Frage ist).

Jetzt meine These: Das Bendingverhalten verschiedener Gitarren ist unterschiedlich. (Begründete Gegenmeinungen sind ausdrücklich erwünscht!)

Müsste man theoretisch also für jede Gitarre einzeln benden üben? Wie machen das diejenigen von euch, die einen ganzen "Fuhrpark" besitzen?

Gruß

erniecaster
 
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erniecaster schrieb:
Was aber bei Pre-Bends? Da muss "taub" gebendet UND der Ton getroffen werden. Mit Gehörbildung ist da nichts - wer hier gebildet wird, sind eigentlich eher die Hornhaut, Sehnen und Muskeln. Das kann man auf verschiedene Weisen üben, über die man sicherlich diskutieren kann (was aber nicht meine Frage ist).

Jetzt meine These: Das Bendingverhalten verschiedener Gitarren ist unterschiedlich. (Begründete Gegenmeinungen sind ausdrücklich erwünscht!)

Müsste man theoretisch also für jede Gitarre einzeln benden üben? Wie machen das diejenigen von euch, die einen ganzen "Fuhrpark" besitzen?

Gruß

erniecaster
These stimmt, und Du musst das für jede Gitarre üben. Ist schwieriger als normale Bendings.


Wie andere schon anmerkten: 11er Saiten auf einer Strat, das ist ein "strammes Programm" für Bendings aller Art. ;-)

Gruß,
 
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erniecaster
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Hallo!

sunburst schrieb:
Wie andere schon anmerkten: 11er Saiten auf einer Strat, das ist ein "strammes Programm" für Bendings aller Art. ;-)

Es war ein Beispiel zur Verdeutlichung, ich spiele auf meiner Tele 10er und bende auf der Akustischen mit 11ern eher wenig.

Gruß

erniecaster
 
Swompty
Swompty
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erniecaster schrieb:
?
....
Derzeit spiele ich zwei E-Gitarren, auf der Akustischen bende ich deutlich weniger. Wie macht ihr das mit einem ganzen Stall voll E-Gitarren?
...

Gute Frage, denke da echt nicht mehr drüber nach. :kratz:

Ziehe den Ton so lange bis ich den Ton höre, den ich hören will, weil er für mich stimmig ist.

Funktioniert für mich auf jeder Mensur und sogar auch auf einer Nylonstring.
 
Tomcat
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75Deluxe schrieb:
Ich spiele auf der Strat 9er und auf der Les Paul 10er Saiten.
Für mein Gefühl entspricht sich das so ziemlich und damit komme ich bestens klar.

Hab ich auch lange so gemacht. .009 - .046 auf den Strats und .010 - .046 auf den Paulas. Seit einiger Zeit tunen wir aber einen Halbton tiefer um unseren Sänger bei Stimme zu halten und da war mir das bei den dicken Saiten irgendwie zu schlabbrig. Jetzt spiel ich auf allen Gitarren .010 - .052 und alles ist gut.

Was das benden angeht: nicht zuviel denken, einfach machen. Die Umstellung auf die andere Mensur geht schneller, als man glaubt. ;-)
 
gitarrenruebe
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Tomcat schrieb:
Was das benden angeht: nicht zuviel denken, einfach machen.
Danke.



Ist in vielen Lebenslagen eh die bessere Variante:
Machen.
Nicht drüber babbeln.
 
Hollestelle
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erniecaster schrieb:
Müsste man theoretisch also für jede Gitarre einzeln benden üben? Wie machen das diejenigen von euch, die einen ganzen "Fuhrpark" besitzen?

Ich hab' zwar keinen Fuhrpark, aber immerhin verschiedene Mensuren.
Ich glaube, man muss das pro Gitarre üben.
Aber das ist wie mit Auto fahren: Fahrschule war Kadett. Danach mal Opel und VW von Kumpels gefahren, total anders zu lenken, obwohl das Lenkrad auch schwarz und rund war.
Mittlerweile setze ich mich ins (fremde) Auto und es geht von Anfang an. Meine These: man wird durch üben & Praxis flexibler und kann sich sehr viel schneller auf die neue Situation einstellen.
Ansonsten halte ich es wie der SaarMartin: einfach machen und weniger denken.

Gruß, Micha
 
Dr.Dulle
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erniecaster schrieb:
Jetzt meine These: Das Bendingverhalten verschiedener Gitarren ist unterschiedlich. (Begründete Gegenmeinungen sind ausdrücklich erwünscht!)

Müsste man theoretisch also für jede Gitarre einzeln benden üben? Wie machen das diejenigen von euch, die einen ganzen "Fuhrpark" besitzen?

Gruß

erniecaster

Hi

Ja auf verschiedenen Gitarren bendet es sich unterschiedlich.
Ich persönlich empfinde die Unterschiedene aber als relativ gering.

Hm mein Fuhrpark wäre 3x Stratartiges (1x komplett einen
Ganzton runtergestimmt) und eine LP.
Meine erste Antwort wäre gewesen ich mache da gar nichts,
aber das ,so habe ich eben gemerkt, stimmt nicht ganz.
Habe ich eine Gitarre frisch umgehängt spiele fast immer
2/3 Standardlicks die Bending beinhalten um mich auf
die Gitarre einzustellen. Beim Recording nehme ich mir
dann sogar etwas mehr Zeit für so etwas. Das läuft
allerdings total intuitiv ab , denn das

Tomcat schrieb:
Was das benden angeht: nicht zuviel denken, einfach machen.

ist tatsächlich der beste Rat in dem Zusammenhang :!:


Gruß
 
T
tommy
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erniecaster schrieb:
Hallo!

Offensichtlich war in meinem Ursprungsposting ein Fragezeichen zuviel und damit die Frage an sich unklar.

Zielgenaues Benden per Ohr ist schön und einigermaßen unproblematisch. Was aber bei Pre-Bends? Da muss "taub" gebendet UND der Ton getroffen werden. Mit Gehörbildung ist da nichts - wer hier gebildet wird, sind eigentlich eher die Hornhaut, Sehnen und Muskeln. Das kann man auf verschiedene Weisen üben, über die man sicherlich diskutieren kann (was aber nicht meine Frage ist).

Jetzt meine These: Das Bendingverhalten verschiedener Gitarren ist unterschiedlich. (Begründete Gegenmeinungen sind ausdrücklich erwünscht!)

Müsste man theoretisch also für jede Gitarre einzeln benden üben? Wie machen das diejenigen von euch, die einen ganzen "Fuhrpark" besitzen?

Gruß

erniecaster


...bei Pre Bendings ja! Irgendwann bekommt man dann das richtige Gefühl. Bei Normal-Bendings würde ich immer dem Ohr folgen. Beim Üben langsam zum Zielton ziehen, dann immer schneller werden. Ist man dann wirklich schnell genug, kann man sogar ein "verwachstes" Pre Bending noch blitzschnell und fast unhörbar korrigieren.
Entscheidend ist aber immer das Ohr im Zusammenhang mit dem im Song geforderten Gefühl. Ein Stimmgerät bringt da m.E. nichts. Denk' nur mal an die vielen "Smer Bends" im Blues und Country Bereich. Da bräuchtest Du schon ein indisches Stimmgerät ;-) .
 
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tommy schrieb:
Ein Stimmgerät bringt da m.E. nichts. Denk' nur mal an die vielen "Smer Bends" im Blues und Country Bereich. Da bräuchtest Du schon ein indisches Stimmgerät ;-) .

...in Indien spielen die tatsaechlich Blues & Country - schau an...haette ich jetzt nicht gedacht...

Gruss
Der Nominator
 
 

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