E-Gitarre: billig=schlecht? teuer=gut? anfänger->billig?


A
Anonymous
Guest
Hallo zusammen,

zunächst: Ich bin grad neu hier und anfänger in Sachen E-Gitarre.
Ich möchte mir ne E-Gitarre zulegen.
Ich hab auf einen Tipp hin bei Musicstore mal geschaut und ein paar Teile gefunden. Unter Anderem eine Rockson R-ST30 Black für 66 €.
Da hab ich gedacht, für nen Anfänger ist das okay.
Aber ich hab schonmal so einen Fehler gemacht als ich mir ne Akustik Gitarre geholt hab (30 € :oops: :oops:) , da war die Saitenlage so schlecht, dass selbst ein Profi nach wenigen Akkorden mit schmerzverzerrtem Gesicht aufgab :).
Dann hab ich den mal gefragt wo die Preisklasse für Anfänger sei und der hat gesagt so bei 200 €.
Jetzt wollt ich mal fragen, was Ihr mir da empfehlen könnt.
Ich hab bei euch mal was von ner Yamaha Pacifica gehört. Bei Musicstore gibts aber ca. 15 Stück. Welche?
Außerdem hab ich noch gebraucht-Angebote:

Hohner Viper ST - 180 € (2 Singlecoils, 1 Humbucker) (Typ Strat, glaub ich)
Epiphone ES3 - 100 € (2 Humbucker) (Typ Paula, glaub ich)

Die Epiphone find ich ziemlich hässlich (ich glaub das ist Typ Paula, oder?), ist aber sehr viel günstiger.
Zu der Hohner hab ich nirgentwo im Web ne Beschreibung gesehen, kennt die jemand von euch? (da war ein Bild bei und ne Beschreibung, die sich auf die Angabe der Pickups (2 Singlecoils, 1 Humbucker)

PS: Ist der Typ (also ich meine die Form) ausschlaggebend für den Stil und die Spielbarkeit oder ist das meiste nur Optik?
 
A
Anonymous
Guest
Hallo...

herzlich willkommen im Forum.
Ich denke du hast recht, eine arge Anfänger klampfe kanns einem ganz schnell verleiten.

Eine günstige gitarre die ich wärmstens empfehlen kann, da ich sie selbst als Anfänger hatte und 7 Jahre glücklich mit ihr war ist die Yamaha RGX121 gibts beim Musicstore für 185 €.
Hat 2 Humbucker einen Singlcoil und klingt für die Preisklasse wirklich sehr gut.
Mein Tipp also...
 
A
Anonymous
Guest
Hallo Snake und herzlich willkommen hier!

Du kannst dich ja mal ein bischen hier umschauen, dazu wurde schon eine Menge gesagt!

Aber im Prinzip stimmt es, dass billige Gitarren für den Anfang auch nicht gerade richtig sind. Man sollte ein gutes Mittelding finden, denn wenn man sich eine arg günstige Gitarre (auch 66€) anlegt, dann wird aus Spaß schnell Frust, und das ist ganz schlecht, besonders für den Anfang.

Mein Tip wäre auch eine Yamaha! Schau dich mal bei den günstigeren "Pacifica"-Modellen um!

lg,
Felix
 
A
Anonymous
Guest
Hallo und willkommen!
Kleiner Tipp: schau mal hier im Forum in die Abteilung FAQ: http://www.guitarworld.de/forum/viewforum.php?f=10
Da findest du etliche Tipps, auch ganz konkret.
Generell würde ich von einem online-Kauf vollkommen abraten. Gehe lieber zu einem Händler und lass dich persönlich beraten. Denn so kannst du wirklich für dich geeignete Gitarren finden.
Vom Preis ist das IMHO unabhängig. Man kann für 3000 Euro von Gibson Sperrmüll kaufen und für 150 Euro ein Schnäppchen eines Billiganbieters erhalten, das Spaß beim Spielen macht und sogar Jahre später noch gern benutzt wird.
Der Weg zum Fachhändler dürfte sich bestimmt lohnen.
 
Rat Tomago
Rat Tomago
Well-known member
Registriert
15 Oktober 2004
Beiträge
1.157
Ort
Braunschweig
Ich würde im Musicstore auch einige J&D empfehlen. Ein Freund von mir hat eine für 250 gekauft und die ist echt erste Sahne! Wenn ich das genaue Modell wüsste hätt ichs jetzt hier genannt, aber ich versuch mich mal schlau zu machen...


Gruß
Mo
 
A
Anonymous
Guest
Vielen vielen Dank für den herzlichen Empfang und die reichlichen Antworten.
Ich hab bei Musicstore eine RGX121 Z gefunden (185 €) (Danke an DunkelELF). Die sieht dazu noch superscharf aus :). Ich denke das wird meine.
Vielen Dank
 
Mike
Mike
Well-known member
Registriert
21 Januar 2002
Beiträge
1.169
Lösungen
1
Ort
MG
the snake":3fihxt50 schrieb:
Hallo zusammen,

zunächst: Ich bin grad neu hier und anfänger in Sachen E-Gitarre.
Ich möchte mir ne E-Gitarre zulegen.
Ich hab auf einen Tipp hin bei Musicstore mal geschaut und ein paar Teile gefunden. Unter Anderem eine Rockson R-ST30 Black für 66 €.
Da hab ich gedacht, für nen Anfänger ist das okay.
Aber ich hab schonmal so einen Fehler gemacht als ich mir ne Akustik Gitarre geholt hab (30 € :oops: :oops:) , da war die Saitenlage so schlecht, dass selbst ein Profi nach wenigen Akkorden mit schmerzverzerrtem Gesicht aufgab :).
Dann hab ich den mal gefragt wo die Preisklasse für Anfänger sei und der hat gesagt so bei 200 €.
Jetzt wollt ich mal fragen, was Ihr mir da empfehlen könnt.
Ich hab bei euch mal was von ner Yamaha Pacifica gehört. Bei Musicstore gibts aber ca. 15 Stück. Welche?
Außerdem hab ich noch gebraucht-Angebote:

Hohner Viper ST - 180 € (2 Singlecoils, 1 Humbucker) (Typ Strat, glaub ich)
Epiphone ES3 - 100 € (2 Humbucker) (Typ Paula, glaub ich)

Die Epiphone find ich ziemlich hässlich (ich glaub das ist Typ Paula, oder?), ist aber sehr viel günstiger.
Zu der Hohner hab ich nirgentwo im Web ne Beschreibung gesehen, kennt die jemand von euch? (da war ein Bild bei und ne Beschreibung, die sich auf die Angabe der Pickups (2 Singlecoils, 1 Humbucker)

PS: Ist der Typ (also ich meine die Form) ausschlaggebend für den Stil und die Spielbarkeit oder ist das meiste nur Optik?


Tach auch,

wegen der Hohner...
Hast du die schon getestet?
Mein Gitarrenlehrer hatte eine Hohner in der Musikschule stehen, die hatte auch SSH.
Die war in so einer Art Snakeskin lackiert und hatte ein Floyd Rose drauf. Die Pickups waren unter schwarzen Plastikkappen,
womit sie den EMG's ähnelten.
Die war eigentlich ziemlich gut bespielbar und ursprünglich wohl mal was teurer.

Yamaha soll wohl schon gute Gitarren in der unteren Preisklasse bauen, aber die Hohner würde ich an deiner Stelle auch noch antesten, wenn du die Gelegenheit dazu hast.

Für wenig Geld bekommt man schon u.U. sehr gute gebrauchte Gitarren.
Das ist eigentlich immer eine Überlegung wert.
Aber am Besten nimmt man zum Testen sowieso einen erfahreneren Gitarristen mit, der weiss dann auch, worauf man achten muss.
 
B
Banger
Guest
Servus,
über das, was the snake glücklicherweise selbst schon festgestellt hat, regte ich mich vor nicht allzu langer Zeit schonmal an anderer Stelle auf: Die Billigstinstrumente, die vielerorts als "Anfängerinstrumente" gepriesen werden, sind *keine* Anfängerinstrumente, sondern allenfalls Spielzeug, eher Dekorationsartikel. Ich hab beim letzten Besuch in Köln mal so eine 66€-Rockson in der Hand gehabt und musste schwer dem Drang widerstehen, ihr durch das Fenster hindurch die Freiheit zu schenken. Ein Anfänger wird vor diesem "Instrument" mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit kapitulieren.
Niemand, der einigermaßen bei Trost ist, würde einem Führerscheinneuling freudestrahlend ein Auto mit zwei Hanfseilen als Lenkung vor die Tür stellen.

Glücklicherweise findet man aber schon ab rund 200,- € heutzutage Instrumente, die zwar nicht überragend, aber solide und spielbar sind.
Und ich wiederhole mich (und andere) gerne zum 1000. Mal (dient ja 'nem guten Zweck ;-)):

1. Nicht die Augen entscheiden, sondern Finger, Bauch und Gehör. (Dieser Satz verbietet implizit Blindkäufe per Bestellung, es sei denn, man mag Überraschungen)

2. Ein Instrument kauft man nicht wie eine Unterhose, also nehmt Euch beim Ausprobieren Zeit, viel Zeit.

3. Lasst Euch beraten! Wenn die Verkäufer das zeitlich oder vom Wissensstand her nicht auf die Reihe kriegen (was tendenziell mit der Größe des Ladens zunimmt), nehmt einen Bekannten mit, der sich mit der Materie auskennt.

3a. Wenn sich die Beratung auf "Die verkaufen wir am meisten" oder "Starshredder XY spielt das Modell" beschränkt, lasst es bleiben.

4. Testet das Instrument mit "realistischem" Equipment! Was im Geschäft am 100W-Brüllstack tierisch druckvoll und erwachsen rüberkommt, entpuppt sich am heimischen Combo bei Zimmerlautstärke gerne als lauer Furz. Diese Enttäuschung kann und sollte man sich sparen.

5. Denkt an den Wiederverkaufswert im "Erstfall"! Ein qualitativ höherwertiges Instrument lässt sich im Nachhinein mit weniger Verlust wieder verkaufen als der billige Eierschneider.
 
A
Anonymous
Guest
wegen der Hohner...
Hast du die schon getestet?
Mein Gitarrenlehrer hatte eine Hohner in der Musikschule stehen, die hatte auch SSH.
Die war in so einer Art Snakeskin lackiert und hatte ein Floyd Rose drauf. Die Pickups waren unter schwarzen Plastikkappen,
womit sie den EMG's ähnelten.
Die war eigentlich ziemlich gut bespielbar und ursprünglich wohl mal was teurer.
Nein, die hatte ich noch nicht getestet, aber die du da hattest wird die gleiche sein.
1. Nicht die Augen entscheiden, sondern Finger, Bauch und Gehör. (Dieser Satz verbietet implizit Blindkäufe per Bestellung, es sei denn, man mag Überraschungen)
Also nicht per Onlinekauf..?
3. Lasst Euch beraten! Wenn die Verkäufer das zeitlich oder vom Wissensstand her nicht auf die Reihe kriegen (was tendenziell mit der Größe des Ladens zunimmt), nehmt einen Bekannten mit, der sich mit der Materie auskennt.
Ihr beratet mich doch gut, oder nicht? Aber ich werd mal den Profi aus meinem ersten Beitrag überreden, mit mir nach Köln (Musicstore) zu fahren.
 
A
Anonymous
Guest
Hi
ich hab gerade das gleiche Problem (bzw. ich mache es mir), weil ich als 2.E-Git eine Strat will und mich durch den Wust an billigeren Brettern probe. Ein Laden bei uns hat jetzt einen Riesenschwung unterschiedlicher chinesischer Marken angekauft (Richwood, Career, Weston, fender squiers aus der Career Firma, und viele Arias). Ich hab da in den letzten Tagen an die 25 Guitars durchprobiert.
Meine Gefühl war jetzt: Spieltechnisch die beste und meine messlatte im Laden war eine sec.Hand von Cort (Custom Shop), deren Semour-Duncan Pickups aber derart laut grundbrummen, daß es keinen Spaß macht (der mittlere ist wohl in Phase gewickelt, nicht umgedreht, und müßte auch erstmal kostenpflichtig ersetzt werden). Da ist Aria für 129 € nicht nur deutlich leiser im GrundBrummen, sondern auch vom Grundspielgefühl durchaus OK (entspricht ziemlich genau Yamaha pazifik EG 112 für 230€). Die Mechaniken sind schlechter.

Aber Aria hat im detail Gimmicks, die andere nicht haben, z.B. bei Powerstrats (2x SiC, 1x Steg-HB) eine serienmässige Aufsplittung des HB, und in einem 200.- Modell eine zuschaltbare Aktivierung der Pick-ups mit deutlich mehr Power, wobei die Coils aber auch ohne batteriezuwachs normal laut schienen.

Bei Aria aber aufpassen, die Mängel stecken im detail, wobei die ästhetische Verarbeitung (lack etc...) sehr schön scheint. Aber: aufsetzende und im Holz schabende Potis / laut im Amp knackende Schalter / keine Stimmungsstabilität einzelner Mechaniken (bei 1 Aria mußte ich ständig die D-Saite nachstimmen, die immer abschmierte) / Steckerbuchse auffällig nach außen gebohrt, so daß der Stecker im Weg hängt / in 1 Fall war der pick-up nach 20 Sek antesten gleich ganz hin, und die Gitarre wurde rotkopfig eingeschickt - ich war der 1. anspielende Kunde gewesen.

Career macht im Vergleich dazu nett klingende Strats mit Grundbrummen und sehr gutem Halsfeeling, aber Scheiß-Mechaniken und Bridge (Preis 120€). da gibts dann auch eine Powerstrat in mächtig schwarz für 99 €, aber die Mechaniken sind à 1965, die Bridge wirkt trotz guter Lackierung auffällig aus billig. Klang war nichtssagend.

Richwood: Verarbeitung im Vergleich sehr gut (wie bei Yamaha), Farben noch poppiger (z.B. Metallic), Klang sehr strattig und schon vom Werk her gut eingestellt.

Weston fand ich nix ansprechendes.
Die Billig-Squiers ebenfalls: unausgewogener Klang, kurzes Sustain (im Vergleich zu Aria und zu Yamaha), sicherlich typischster Strat-klang, aber irgendwie kein Spaß.

Ganz wesentlich fehlt bei alledem aber: ich kann die Bretter ja nicht im Zusammenspiel mit anderen Musikern und anderen e-Instrumenten und deren Amps ausprobieren, und gucken, ob das gewählte mit den anderen Instrumenten gut schwingt. Solo mag eine solche Gitarre OK sein, aber im Zusammenspiel mit anderen kann sie trotzdem "dünn" klingen.

Schöne Pfingsten und Stadtfeste,
Humbug
 
jaydee65
jaydee65
Well-known member
Registriert
1 Februar 2003
Beiträge
477
Ort
Bremen, kurz vor der Lesum
Hi@all + the snake,

mein Favorit (schrieb ich das eigentlich schonmal???) ;-)
in der Kategorie Einsteiger und Weiterfahrer
ist und bleibt Yamaha Pacifica.
Außerdem gibt es auch noch Ibanez die mindestens auch mal in der Kategorie beachtet werden sollten.
Bei Chinagitarren(sogenannte Billigteile) kann schonmal
die Mechanik minderwertig sein (eigene Erfahrung, lest mal nach im Forum unter "Santander")

viel Spaß mit Deiner Yamaha Snake.
 
A
Anonymous
Guest
mein Favorit (schrieb ich das eigentlich schonmal???) Wink
in der Kategorie Einsteiger und Weiterfahrer
ist und bleibt Yamaha Pacifica.
Mein Kumpel hat sich eine Pacifica 112 geholt und ich finde die spielt sich (soweit ich das beurteilen kann) nahezu identisch wie die RGX 121, wobei sich die Pacifica ein bisschen besser spielen lässt. Den Sound finde ich allerdings bei meiner RGX schöner.


viel Spaß mit Deiner Yamaha Snake.
Den hab ich, danke ;-)
 
A
Anonymous
Guest
Herzlichen Glückwunsch zur RGX121. Ich hoffe, dass du auch so lange wie ich damit zufrieden bist. Kleiner Tipp:

Ich habe meine "Customized", d.h. ich habe 2 kleine Schalter eingebaut. Mit dem einen kann ich in Jeder Schaltstellung den hinteren Humbucker dazuschalten und mit dem 2 kann ich den vorderen Humbucker zum Single Coil splitten.
Ich spiele die Gitarre auch jetzt wo ich meine Zerberus Morpheus habe noch bei dem einen oder anderen Lied sehr gerne. Besonders die Kombination vordere Hummi zum Single Coil und den hinteren Hummi dazu macht richtig laune für schönes Cleanes Meldodiespiel.

Also viel Spass.
 
A
Anonymous
Guest
DunkelElf":1c5xuruh schrieb:
....
Ich habe meine "Customized", d.h. ich habe 2 kleine Schalter eingebaut. Mit dem einen kann ich in Jeder Schaltstellung den hinteren Humbucker dazuschalten und mit dem 2 kann ich den vorderen Humbucker zum Single Coil splitten. ...
Also viel Spass.

Wenn sich´s elektronisch anbietet, immer ein Versuch wert.

Man kann das aber auch diskreter mittels Push/Push Poti lösen. Lässt sich auch leichter rückgängig machen.
 
 

Oben Unten